Offener Brief der Selfpublisher an den Buchhandel

Hal­lo Self­pu­blisher!

feat_buchhandelLest euch den fol­gen­den of­fe­nen Brief durch (Ähn­lich­kei­ten mit le­ben­den oder to­ten of­fe­nen Brie­fen sind selbst­ver­ständ­lich rei­ner Zu­fall und kei­ne Ab­sicht), und wenn ihr da­mit ein­ver­stan­den seid, dann un­ter­schreibt ihn bit­te in ei­nem Kom­men­tar (ech­ter Name oder Pseud­onym, ganz wie ihr wollt). Viel­leicht be­kom­men wir ja mehr als die 500 Un­ter­schrif­ten ir­gend­wel­cher Ver­lags­au­to­ren zu­sam­men, die ge­gen Ama­zon wet­tern. Ihr dürft beim Kom­men­tar gern auch eure Web­sei­te ein­tra­gen, dann habt ihr gleich noch ei­nen Backlink.
Du bist kein Self­pu­blisher, aber ein Sym­pa­thi­sant des Self­pu­bli­shings oder ein Klein­ver­lag, der in Buch­hand­lun­gen eben­falls nie ge­fun­den wird? Pri­ma! Un­ter­schrei­be auch Du. Selbst­ver­ständ­lich sind hier Web­adres­sen ge­nau­so gern ge­se­hen und wer­den na­tür­lich mit ver­öf­fent­licht (es sei denn, es han­delt sich um of­fen­sicht­li­chen Spam).
Du bist ein Buch­händ­ler, der das eben­falls cool fin­det und da­hin­ter steht? Groß­ar­tig! Schrei­be ei­nen Kom­men­tar und tra­ge Dei­ne Web­adres­se ein, so ei­nen wie Dich kön­nen wir brau­chen! In Dei­nem Fall darfst Du so­gar die An­schrift Dei­nes La­dens in den Kom­men­tar schrei­ben, wenn Du möch­test. Ich wür­de die dann sam­meln und in ei­nem ei­ge­nen Ar­ti­kel ge­son­dert prä­sen­tie­ren.
Hin­weis: Aus recht­li­chen Grün­den schal­te ich alle Kom­men­ta­re ma­nu­ell frei, des­we­gen bit­te nicht wun­dern, wenn Dei­ner nicht so­fort er­scheint, manch­mal schla­fe ich, oder ent­fer­ne mich vom Com­pu­ter, um Be­zos Ct­hul­hu an­zu­be­ten.

Teilt die­se Ak­ti­on bit­te und tragt sie an an­de­re Self­pu­blisher, Sym­pa­thi­san­ten, Wa­sau­chim­mer, wei­ter, da­mit auch die un­ter­schrei­ben kön­nen.

Wol­len wir doch mal se­hen, wie vie­le wir zu­sam­men be­kom­men!

[Up­date:] Deutsch­land­ra­dio Kul­tur hat mich zum The­ma in­ter­viewt

Ste­fan Holz­hau­er
Self­pu­blisher u.v.a.m.

Offener Brief der Selfpublisher an den Buchhandel

Lie­be Le­se­rin­nen und Le­ser,
lie­ber Bör­sen­ver­ein, sehr ge­ehr­te Buch­händ­le­rin­nen und Buch­händ­ler,

wir Self­pu­blisher be­fin­den uns in gar kei­nem Macht­kampf mit ir­gend­wel­chen Ver­la­gen. War­um auch, der Buch­han­del igno­riert uns fast voll­stän­dig, die Ver­la­ge neh­men uns nur des­we­gen zur Kennt­nis, um uns über ihre so­ge­nann­ten Self­pu­bli­shing-Platt­for­men mit völ­lig über­zo­ge­nen Kon­di­tio­nen ab­zu­zocken (war­um zum Teu­fel soll­te man ein­wil­li­gen, die Rech­te für Ver­fil­mun­gen oder »un­be­kann­te Nut­zungs­ar­ten« ab­zu­ge­ben, wenn man aus­schließ­lich ein In­die-Buch un­ter die Leu­te brin­gen möch­te?) und uns am Ende nur Bro­sa­men zu las­sen.

Nicht erst in den letz­ten Mo­na­ten wer­den Self­pu­blisher und ihre Bü­cher im ge­sam­ten Buch­han­del (off­line wie on­line) boy­kot­tiert, ihre Bü­cher nicht auf La­ger ge­legt und auf Le­ser­an­fra­ge noch nicht ein­mal be­stellt, selbst wenn es gän­gi­ge Wer­ke oder gar Best­sel­ler sind. Die Bü­cher wer­den GAR NICHT AN­GE­BO­TEN, man hat als Self­pu­blisher kei­ne Mög­lich­keit sei­ne Bü­cher in die Lä­den oder On­line­shops zu be­kom­men, wenn man sich nicht den ur­alten, an­ge­sichts des In­ter­nets längst ob­so­let ge­wor­de­nen, Tra­di­tio­nen der Bran­che un­ter­wirft und ein Hei­den­geld da­für ab­drückt, in ir­gend­wel­che ok­kul­ten Ka­ta­lo­ge auf­ge­nom­men zu wer­den.

Ein­schub: An­mer­kung ei­nes Klein­ver­le­gers: »Und selbst wenn man die Koh­le für eine ISBN und fürs VLB in­ve­stiert, fin­den die ei­nen trotz­dem nicht!« Ein­schub Ende

Self­pu­blisher tau­chen we­der auf den Ti­schen der Buch­hand­lun­gen, noch in de­ren Re­ga­len noch in den nam­haf­ten On­line­platt­for­men der Bran­che auf. Da­bei sind ge­ra­de die Prä­sen­tier­ti­sche in den Buch­hand­lun­gen doch Emp­feh­lun­gen an die Kun­den. Wir kön­nen nur fest­stel­len, dass die­se Kun­den­emp­feh­lun­gen durch den Buch­han­del mas­siv ma­ni­pu­liert wer­den, denn es fin­den sich de­fi­ni­tiv KEI­NER­LEI Self­pu­blisher dar­un­ter.

Wir Self­pu­blisher sind der Mei­nung, dass kein Buch­ver­käu­fer den Ver­kauf von Bü­chern be­hin­dern oder gar Kun­den vom Kauf von Bü­chern ab­hal­ten soll­te. Der Buch­han­del hat kein Recht, eine Au­to­ren­grup­pe, »in Beu­ge­haft« zu neh­men. Oder, noch schlim­mer: Kom­plett zu igno­rie­ren und dem Kun­den vor­zu­ent­hal­ten. Oben­drein soll­te kein Buch­ver­käu­fer sei­ne ei­ge­nen Kun­den falsch in­for­mie­ren oder ihre Ein­käu­fe da­durch be­hin­dern, dass sie be­haup­ten, die­ses und je­nes Buch gar nicht zu ken­nen und auch nicht be­schaf­fen zu kön­nen. Da­mit wi­der­spricht der Buch­han­del sei­nem ei­ge­nen Ver­spre­chen, qua­li­ta­tiv bes­ser als die On­line­kon­kur­renz zu sein, ins­be­son­de­re als das viel­ge­schmäh­te Ama­zon.

Mal im Ernst, lie­be Buch­händ­ler: es gibt ein Le­ben ab­seits der ISBN und auch ab­seits des VLB. Wenn je­mand ein Buch ei­nes Self­pu­blishers bei euch kau­fen möch­te, dann geht ins In­ter­net (kennt ihr das? Das gibts schon ein paar Jah­re), und nutzt die Such­ma­schi­ne eu­rer Wahl, um nach dem Na­men des Au­tors und/oder dem Ti­tel des Bu­ches zu su­chen. Das ist gar nicht so schwer. Und dann wer­det ihr das fin­den. Und dann kann man freund­lich bei dem In­die-Au­tor oder der Self­pu­blishe­rin an­fra­gen, ob der oder die euch das Buch schickt. Das ma­chen die be­stimmt, so­gar sehr, sehr ger­ne. Und was ist dann pas­siert? Der Kun­de hat das Buch bei euch ge­kauft, und nicht bei Ama­zon, und ihr macht den Rei­bach und nicht Ct­hul­hu Be­zos. Wäre das nicht su­per­ein­fach?
Nur: ver­langt bit­te nicht von ei­ner Ein­zel­per­son (vul­go: Self­pu­blisher) die­sel­ben Ra­bat­te, die euch auch die Töch­ter in­ter­na­tio­nal agie­ren­der Ver­lags­gi­gan­ten wie Ha­chet­te oder Bon­nier ein­räu­men, denn der klei­ne Self­pu­blisher kann das nicht. Und schicken müs­sen er oder sie euch das Buch auch noch, das ko­stet Por­to – und dann bleibt gar nichts mehr üb­rig, wo­von man le­ben könn­te.
Ge­nau wie ihr So­li­da­ri­tät ein­for­dert, ge­nau wie die Ver­lags­au­to­ren So­li­da­ri­tät ein­for­dern, so for­dern auch die In­dies So­li­da­ri­tät ein. Stellt fest, dass es uns gibt, re­det mit uns, be­stellt di­rekt bei uns, wir sind nett, ehr­lich! Auf je­den Fall VIEL net­ter als Ama­zon oder der ge­sam­te Ver­lag­s­over­head, der sich hin­ter dem Bör­sen­ver­ein ver­steckt. Denn egal was die im Lob­by­kampf ge­gen Ama­zon er­zäh­len, im End­ef­fekt geht es auch de­nen ge­nau wie Ama­zon nicht um Kul­tur, und erst recht nicht um Au­to­ren, son­dern dar­um, wer die mei­ste Koh­le ein­sackt.

Und des­we­gen: Soll­ten nicht der sprich­wört­li­che klei­ne Buch­händ­ler und der klei­ne Self­pu­blisher zu­sam­men­ar­bei­ten? Wenn das gin­ge, sä­hen die Go­li­aths zu­min­dest im Be­reich Self­pu­bli­shing ziem­lich dumm aus.

Dann bräuch­te es noch eine un­ab­hän­gi­ge On­line-Platt­form für Self­pu­blisher mit ähn­li­che gu­ten Kon­di­tio­nen wie Ama­zon und ohne die Ab­zocke der Ver­lags­an­ge­bo­te. Aber das ist fast ein an­de­res The­ma. (Für eBooks gibt es die üb­ri­gens be­reits, nennt sich Beam eBooks).

So­lan­ge das al­les nicht ge­schieht und so­lan­ge Ama­zon um das zig-fa­che bes­se­re Kon­di­tio­nen für Self­pu­blisher und Klein­ver­la­ge lie­fert, was Sicht­bar­keit und Tan­tie­men an­geht, als ir­gend­je­mand an­de­rer, so­lan­ge kön­nen wir of­fe­ne Brie­fe von ir­gend­wel­chen ver­meint­lich oder tat­säch­lich eta­blier­ten Au­to­ren nicht ganz ernst neh­men, eben­so­we­nig wie das Ge­heu­le von mul­ti­na­tio­na­len Kon­zer­nen wie Bon­nier und ähn­li­chen, de­nen zu­fäl­lig auch ein paar Ver­la­ge ge­hö­ren, dass Ama­zon böse ist.

Mit freund­li­chen Grü­ßen
Die Un­ter­zeich­ne­rin­nen und Un­ter­zeich­ner

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit na­tür­li­cher Af­fi­ni­tät zu Pi­xeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zu­viel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 on­line dar­über.

200 Kommentare for “Offener Brief der Selfpublisher an den Buchhandel”

sagt:

Dan­ke für die kla­ren Wor­te – das ge­dan­ken­lo­se und ge­hirn­freie #Ama­zo­n­bashing geht mir lang­sam, aber si­cher so rich­tig auf die Nüs­se.
Ich bin ger­ne Ver­lags­au­to­rin, aber ich sehe auch all die Feh­ler, die hier­zu­lan­de im Um­gang mit Au­to­rIn­nen und Le­se­rIn­nen ge­macht wer­den. Der Buch­han­del schafft es auch ohne Ama­zons Hil­fe ganz gut, sich über­flüs­sig zu ma­chen. (Ich bin Ex-Buch­händ­le­rin, ich darf das sa­gen.)
Und als Self-Pu­blishe­rin füh­le ich mich von deut­scher Ver­triebs- und Ver­kaufs­sei­te im schlech­te­sten Fall igno­riert, im be­sten mies be­han­delt.
Da ist Ama­zon wirk­lich deut­lich wei­ter!

facebook_ClaudiaRapp.Konstanz

sagt:

Schlie­ße mich Su­san­ne Ger­dom an, dan­ke für die wah­ren Wor­te! Eben­falls ehe­ma­li­ge Buch­händ­le­rin, Self-Pub und Klein­ver­lags­au­to­rin… Wenn nicht alle so ve­he­ment ihr ein­ge­zäun­tes klei­nes Beet vor al­lem ver­meint­lich Bö­sen da drau­ßen ver­tei­di­gen wür­den, son­dern über­le­gen wür­den, was sich durch Al­li­an­zen und Auf­ein­an­der­zu­ge­hen alle auf die Bei­ne stel­len lässt, könn­te die schö­ne neue Welt noch so viel schö­ner sein! Und blü­hen, und Früch­te tra­gen!

Und eine On­line-Platt­form für Sel­fies und In­dies und Klei­ne, die man sich mal an­schau­en kann, ist der Am­rûn Markt­platz: http://amrun-markt.de/

In die­sem Sin­ne, wei­ter­ma­chen!

Bernd Meyer

sagt:

Das un­ter­schrei­be ich sehr ger­ne. Dan­ke für die kla­ren Wor­te.

sagt:

Rich­tig so und ich un­ter­zeich­ne es gern! Schließ­lich bleibt mir ja auch nichts an­de­res üb­rig mei­ne bei­den Bü­cher »Das Band der He­xen« und »Die ver­rück­ten 70er« bei www,neobooks.de ein­zu­stel­len de­nen ich üb­ri­gen sehr dank­bar bin.

sagt:

…und ich sage es auch wei­ter­hin ganz of­fen:
Ich LIE­BE Ama­zon!

Ist es nicht ein­fach nur lä­cher­lich, wenn ei­nem Un­ter­neh­men Profit-Willen/Gier vor­ge­wor­fen wird von aus­ge­rech­net den In­sti­tu­tio­nen, Un­ter­neh­men, die selbst nichts an­de­res in der Bir­ne ha­ben?
Der ein­zi­ge Un­ter­schied be­steht doch nur dar­in, dass Ama­zon nie was an­de­res als Pro­fit und wirt­schaft­li­ches Den­ken für sich in An­spruch ge­nom­men hat, die Geg­ner sich aber schon seit ge­ra­de­zu Ur­zei­ten hin­ter dem Deck­män­tel­chen »Kunst und Kul­tur und des­sen För­de­rung« ge­ra­de­zu ver­bar­ri­ka­die­ren.
Ein Schelm, der dar­in auch nur schlich­te Pro­fit­gier in rein­ster Form un­ter der schon arg ver­schmutz­ten »wei­ßen We­ste« sieht…

sagt:

Gu­ten Tag,

in vie­len Mo­men­ten kann ich die­sem Bei­trag zu­stim­men, es ist stets die Ar­ro­ganz der gro­ßen »Ma­cher«, die den an­de­ren in die Sup­pe spucken (wol­len). Mit mei­ner Freun­din und Au­to­rin An­drea C. Beu­tel habe ich schon vor zwei Jah­ren ein Buch ge­schrie­ben, es trägt den schö­nen ti­tel »Ein Schaf macht nicht muh«. Nach­dem wir das Ma­nu­skript ver­geb­lich di­ver­sen »Gro­ßen« an­ge­bo­ten hat­ten, ent­schlos­sen wir uns selbst- ohne ei­nen Ver­lag zu grün­den- Her­aus­ge­ber zu wer­den und lie­ßen das Buch in gu­ter Qua­li­tät, Hard­co­ver, far­bi­ge Sei­ten etc. drucken. Der ver­kauf läuft gut, al­ler­dings wer­den wir kei­ne Mil­lio­nä­re mehr wer­den, da­für bin ich eh viel zu alt und klug ge­nug, An­drea war schon im­mer schlau, aber de­nen, diue es ge­le­sen ha­ben, ge­fiel es aus­ge­spro­chen gut. Bis in die Schweiz ist es im­mer­hin ge­langt, ohne dass es je ei­nen Buch­händ­ler zu Ge­sicht be­kam. Der re­gio­na­le Buch­händ­ler in Schwedt/Oder stell­te es -in Kom­mis­si­on- mit säu­er­li­cher Mie­ne in eine der hin­te­ren Ecken sei­nes La­dens, im be­nach­bar­ten An­ger­mün­de wur­de die An­nah­me eher ver­wei­gert.
Es macht nich­te, wäh­rend un­se­rer Le­sun­gen von Klas­sen­räu­men in den Schu­len bis zu den Knei­pen in MV und der Ucker­mark kau­fen die Hö­rer und er­freu­en sich und uns mit ih­rem Feedback/ An­ru­fen, klei­nen Brie­fen oder ver­ba­len Re­ak­tio­nen. Fa­zit: Lasst sie doch die Gro­ßen, in ih­rem Saft schmo­ren!

Jürgen Gerdom

sagt:

Wenn mir vor nicht all­zu lan­ger Zeit je­mand ge­sagt hät­te, ich hät­te in Kür­ze den Im­puls, ein Un­ter­neh­men wie Ama­zon in Schutz zu neh­men, ich hät­te nicht ein­mal ge­lacht. Aber dar­auf läuft es u.a. hin­aus. Die, die den Zug ver­passt ha­ben, schau­en ihm hin­ter­her und meckern über die, die dar­in sit­zen.

sagt:

Word.
Schlie­ße mich an.
Ich will schrei­ben und ich will, dass Le­ser mein Ge­schrie­be­nes le­sen kön­nen. That’s all.
Ama­zon hilft mir da­bei.
The Big 5 (oder sind’s nur noch 4?) tun das nicht.

sagt:

Schlie­ße mich an.
Im­mer­hin fin­det man mei­ne Bü­cher bei Ama­zon. Aber die ner­ven­auf­rei­ben­de, frucht­lo­se Ma­nu­skript­be­wer­bung bei Ver­la­gen trieb mich dazu, zu Sef­pu­bli­shing-Por­ta­len aus­zu­wan­dern.
Of­fen­sicht­lich muss man mehr oder we­ni­ger be­lang­lo­sen Schrott von sich ge­ben, aus dem eng­lisch­spra­chi­gen Raum kom­men oder eh schon ei­nen »Na­men« ha­ben, um über­haupt ei­nen Ver­le­ger zu fin­den. Auf Qua­li­tät schei­nen Ver­la­ge schon lan­ge kei­nen Wert mehr zu le­gen. Da bleibt ei­nem Autor/einer Au­to­rin kei­ne an­de­re Wahl, als zum Sef­pu­bli­shing zu grei­fen.

sagt:

Das nen­ne ich mal gut und ein­fach auf den Punkt ge­bracht, so dass ei­gent­lich je­der (!!!) nach­voll­zie­hen kann, wor­um es geht!
Vie­len Dank für die kla­ren Wor­te. Das un­ter­schrei­be ich ger­ne, denn ich bin ger­ne ein »In­die«!
An­drea Biel­feldt

sagt:

Mit Ama­zon habe ich mei­ne er­sten eBooks ver­öf­fent­licht. Ich hat­te die Mög­lich­keit dazu, ohne jah­re­lang ver­ge­bens Ver­la­ge an­schrei­ben zu müs­sen – dar­über bin ich sehr froh. Wenn ein deut­sches Un­ter­neh­men als Vor­rei­ter das Pu­bli­zie­ren von eBooks für eine brei­te Mas­se von Au­to­ren er­mög­lichst hät­te, wäre das na­tür­lich noch bes­ser ge­we­sen. :-)
Ich er­hal­te ei­nen an­ge­mes­se­nen An­teil vom Ver­kaufs­er­lös, Ama­zon ist in der Be­zie­hung fair.
Und ich muss kei­ne zig­tau­send Euro be­zah­len, da­mit mei­ne Bü­cher an gut sicht­ba­rer Stel­le den po­ten­ti­el­len Käu­fern prä­sen­tiert wer­den, so wie es bei man­chen Buch­händ­lern gang und gäbe ist.
Si­cher­lich gibt es auch bei Ama­zon Din­ge, die man ru­hig kri­ti­sie­ren soll­te. Aber ein­sei­ti­ges bashing (um von ei­ge­nen Schwä­chen ab­zu­len­ken?) hilft nie­man­dem.
Des­halb un­ter­schrei­be ich hier gern.

Sabine Hennig-Vogel

sagt:

Alle soll­ten die glei­che Chan­ce ha­ben, auch wenn das uto­pisch klingt. Ich un­ter­schrei­be den Brief, weil auch ich schon fest­stel­len muss­te, dass eine ISBN nicht be­deu­tet, dass ein Ti­tel über den Buch­han­del er­hält­lich ist. Wenn ir­gend mög­lich be­stel­le ich gern beim (Klein-)Verlag oder Au­tor selbst – aber das Haupt­pro­blem bleibt na­tür­lich: der po­ten­ti­el­le Le­ser muss erst­mal von dem Buch er­fah­ren.
Der Wan­del be­ginnt ge­ra­de erst!

Alexandra Stross

sagt:

Ist ein su­per Brief, Dan­ke!!

Ich den­ke, ne­ben all der Pro­fit­gier steckt auch noch da­hin­ter, dass so ein­fach die In­hal­te bes­ser kon­trol­liert wer­den kön­nen, die an eine brei­te Öf­fent­lich­keit ge­lan­gen. Das Volk soll dumm ge­hal­ten wer­den.

sagt:

Ich hof­fe und wün­sche, dass die­se In­itia­ti­ve ih­ren Bei­trag zur Er­hal­tung und För­de­rung der Kul­tur­land­schaft »Buch« zu lei­sten ver­mag. Viel Er­folg.

sagt:

Das un­ter­schrei­be ich sehr gern als Au­to­rin, die sich ge­ra­de dazu ent­schlos­sen hat, die jäm­mer­li­chen Ver­su­che, bei ei­nem so­ge­nann­ten »Pu­bli­kums­ver­lag« un­ter­zu­kom­men, auf­zu­ge­ben und die Sa­che selbst in die Hand zu neh­men. Vie­len Dank für die kla­ren Wor­te!

sagt:

Hier­mit un­ter­schrie­ben!

Ich stim­me die­sem Ar­ti­kel in al­len Punk­ten zu. Der Buch­han­del soll nicht rum­heu­len, er soll es ein­fach bes­ser ma­chen.

Wenn er sich dazu denn gei­stig-mo­ra­lisch in der Lage sieht. Ich tue es im Mo­ment nicht. Dazu ken­ne ich mei­ne Pap­pen­hei­mer schon zu lan­ge.

Bin Klein­ver­le­ger. Ohne Ama­zon wür­de der Ver­lag gar nicht exi­stie­ren kön­nen. Die ört­li­chen Buch­händ­ler je­den­falls ha­ben kei­nen Fin­ger für mich ge­rührt. Und das mit dem Nicht­fin­den­kön­nen ken­ne ich auch nur zu gut. – Wer sei­ne Kun­den nicht gut be­han­delt, ver­liert sie eben an den, der sie bes­ser be­han­delt. Dar­an ist nichts böse oder un­ge­recht.

Ky van Rae

sagt:

So lang­sam dach­te ich doch tat­säch­lich, dass ich al­lein bin auf wei­ter Flur.
Na­tür­lich nutzt Ama­zon sei­ne Stel­lung aus, aber die Groß­ver­la­ge und Groß­buch­händ­ler ha­ben sich selbst in die­se Lage hin­ein­ma­nö­vriert, in­dem sie gan­ze Au­to­ren, Gen­re und die (mei­sten) Klein­ver­la­ge boy­kot­tie­ren bzw ver­su­chen aus­zu­brem­sen, in­dem sie bei vie­len Über­set­zun­gen im Be­reich (Psycho-)Thriller und Hor­ror zen­sie­ren und uns Le­sern so­mit qua­si vor­schrei­ben wol­len was und wie wir zu le­sen ha­ben. Ich habe letz­tens ein In­ter­view mit Herrn Wall­raff ge­le­sen, in­dem er ge­nau das be­fürch­tet, dass Ama­zon uns vor­schreibt was wir zu le­sen ha­ben. Ich muss­te da leicht grin­sen. Herr Wall­raff fürch­tet also dass Ama­zon das sel­be macht wie die Groß­ver­la­ge und Groß­buch­hand­lun­gen.
Bei Ama­zon be­kom­me ich die Selbst­ver­le­ger und die Klein­ver­la­ge, da be­kom­me ich noch eine gro­ße Band­brei­te an Gen­re und Ge­schich­ten und nicht die­sen Ein­heits­brei. Na­tür­lich liegt Ama­zon nicht viel an der Kunst und Kul­tur son­dern nur an dem Ge­winn. Aber ge­nau des­we­gen för­dert es die Viel­falt und ka­striert sich nicht sel­ber. Und ja, ge­nau we­gen die­sen Mög­lich­kei­ten neh­me ich durch­aus dann auch War­te­zei­ten bei den Au­to­ren gro­ßer Ver­la­ge in Kauf oder fah­re eben 200 km zum näch­sten Groß­buch­händ­ler und be­sor­ge es mir da.

Katja Fischer

sagt:

Rich­tig so. Ich är­ge­re mich im­mer wie­der drü­ber, dass ich be­stimm­te Bü­cher nicht im Buch­han­del kau­fen kann. Selbst wenn ich wöll­te.

sagt:

Wie gut, wenn das, wor­über man sich schon selbst lan­ge Ge­dan­ken ge­macht hat, von an­de­ren auf­ge­grif­fen wird und so vie­le Un­ter­stüt­zer be­kommt. Na­tür­lich muss ich un­ter­schrei­ben.

sagt:

Her­vor­ra­gend. Die­sen Wor­ten ist wohl nichts hin­zu­zu­fü­gen au­ßer mei­ner So­li­da­ri­tät.

Elisabeth L. DeCesso

sagt:

Auch ich un­ter­stüt­ze dies. Hier könn­te man den gro­ßen On­line­han­dels­un­ter­neh­men so­gar ein Schnipp­chen schla­gen.

sagt:

Bin nur Le­se­rin und Buch­blog­ge­rin. Schlie­ße mich aber der Mei­nung an. Die Jam­me­rei der gro­ßen Ver­la­ge und ih­rer Au­to­ren wirkt lang­sam schon lä­cher­lich.

sagt:

Ama­zon ist und bleibt für Self­pu­blisher un­ver­zicht­bar. Wir wol­len es doch mal beim Na­men nen­nen: Die »eta­blier­ten« Au­to­ren, die ge­gen Ama­zon zu Fel­de zie­hen, ha­ben ei­gent­lich nur Angst vor der wach­sen­den Kon­ku­renz. Denn die Qua­li­tät der ei­gen­ver­ant­wort­lich ar­bei­ten­den Au­to­ren wird im­mer bes­ser. Lei­der hat dies der »nor­ma­le« Buch­han­del noch nicht be­grif­fen, und ver­passt, wie so oft, auf den Zug auf­zu­sprin­gen. In­zwi­schen ist es mir eine wah­re Freu­de ge­wor­den, vor ewi­gen Zei­ten er­hal­te­ne, fa­den­schei­ni­ge Ab­sa­gen »gro­ßer« Ver­la­ge, mit dem Hin­weis, man kön­ne die­se fein­säu­ber­lich fal­ten und dann im Anus ver­schwin­den las­sen, an den Ab­sen­der zu­rück zu schicken. Ich bin der Über­zeu­gung, das alle Ver­su­che Self­pu­blisher klein zu hal­ten, schei­tern wer­den. Der Trend der letz­ten Jah­re zeigt dies ganz deut­lich!
Mit freund­li­chem Gruß
Rai­ner W. Grimm

Fianna Cessair

sagt:

Ama­zon bie­tet mir zu­min­dest die Mög­lich­keit mei­ne Wer­ke an den Le­ser zu brin­gen. Nicht nur das, sie ma­chen so­gar Wer­bung für mich. Ei­nes mei­ner Wer­ke ist bei ei­nem Ver­lag er­schie­nen und es wird vom sta­tio­nä­ren Buch­han­del kom­plett igno­riert, was so­weit geht, dass man Le­sern sagt, man kön­ne es lei­der nicht be­stel­len.
Ich habe kein Pro­blö­em mit Ama­zon, son­dern bin dank­bar, dass dort mei­ne Wer­ke er­hält­lich sind!

sagt:

Bra­vo, end­lich mal ei­ner, der die Dis­kus­si­on von ei­ner an­de­ren Sei­te be­leuch­tet! An­dre­as Holz­schuh

sagt:

Das un­ter­schrei­be ich gern. Zwar bin ich auch skep­tisch, was Ama­zon ist (und vor al­lem bald wer­den könn­te). Ohne Ama­zon aber wür­de ich gar nicht mehr le­sen. Buch­han­del heißt hier nur noch »Tha­lia« und son­sti­ge Ket­ten. Das sind kei­ne Buch­händ­ler, dass sind AL­DIs für Main­stream-Ramsch. De­ren Ver­schwin­den und das Ver­schwin­den von 90% der Au­to­ren, die dort auf den Ti­schen lie­gen ist kein Ver­lust für die Le­se­kul­tur. Ge­nau­so wie der Ab­gang der »Ver­la­ge«, die das steu­ern.

Ganja D. Cooper

sagt:

Als Le­ser kann und muss ich mich dem an­schlie­ßen, als den­ken­der (auch Rech­nen ist eine gei­sti­ge Lei­stung) Mensch so­wie­so und aus kul­tur­po­li­ti­schen Grün­den …; ach was sag ich, ich for­de­re ei­nen Buch­han­del der sei­nem Na­men ge­recht wird, auch im Zeit­al­ter der In­for­ma­ti­on!

sagt:

Es ist jetzt 10 Jah­re her, als ich mich ent­schloss den Kne­bel­ver­trag ei­nes Ver­la­ges nicht zu un­ter­zeich­nen und lie­ber Self­pu­bli­shing zu wäh­len. Und seit­dem hat sich nichts ge­än­dert. Eine Mo­no­pol­stel­lung, wie Ama­zon sie hat, ist kei­nes­falls un­ge­fähr­lich und in kei­ner Wei­se gut zu hei­ßen. Aber wen der Teu­fel den Beel­ze­bub an­klagt, wird es ein­fach lä­cher­lich.

Was die Ver­la­ge Jahr­hun­der­te lang ge­macht ha­ben, un­ter­stel­len Sie jetzt an­de­ren. Zi­tat aus dem of­fe­nen Brief der Au­to­ren an Ama­zon: »Ei­nes dü­ste­ren Ta­ges wird man wo­mög­lich nur noch le­sen kön­nen, was Ama­zon ge­neh­migt.«
Im Mo­ment ist das zu­min­dest deut­lich mehr, als was Ver­la­ge und Buch­han­del ge­neh­mi­gen.

Prozentbettler

sagt:

Ich un­ter­schrei­be gern und möch­te bei die­ser Ge­le­gen­heit in Er­in­ne­rung ru­fen, dass der Buch­han­del von je­dem Buch ca. 50 Pro­zent ein­steckt, der (Ver­lags) Au­tor mit ca. 4–7% (vom Brut­to­preis) ver­gna­den­bro­tet wird. An­ge­sichts der Tat­sa­che, dass Au­to­ren also meist we­ni­ger Ho­no­rar er­hal­ten als der Staat sich Mehr­wert­steu­er in die Ta­schen schiebt (man las­se sich das auf der Zun­ge zer­ge­hen und den­ke dar­an, dass Au­to­ren von die­sem Krea­ti­vi­tätsal­mo­sen dann auch noch­mal ei­nen An­teil als Ein­kom­men­steu­er an den Staat ab­füh­ren), kann man bei Ver­la­gen und Händ­lern schon von staat­lich ge­för­der­ten ’part­ners in crime’ spre­chen. Die­ser or­ga­ni­sier­ten Struk­tur ein Bünd­nis aus selbst­aus­beu­tungs­un­wil­li­gen Self-Pu­blishern und zeit­ge­mä­ßem Dis­tri­bu­ti­ons­sy­stem ent­ge­gen­zu­set­zen ist eben­so über­fäl­lig wie al­ter­na­tiv­los.

sagt:

Un­ter­schrie­ben.
Ich mag ama­zon. Na­tür­lich sind das Ge­schäf­te­ma­cher, aber nicht we­ni­ger als die Groß­ver­la­ge, die den Au­to­ren nur ei­nen mi­ni­ma­len Bruch­teil der Ein­nah­men zu­ge­ste­hen und dann so tun, als wä­ren sie die ein­zi­gen Ver­fech­ter der deut­schen Li­te­ra­tur.

Daniela Rahm

sagt:

Dem kann ich nur zu­stim­men! Ich un­ter­schrei­be ger­ne.

sagt:

Vie­len Dank.

Als Self­pu­blisher kann ich den Ar­ti­kel bzw. den of­fe­nen Brief un­ter­schrei­ben.

Peter

sagt:

Un­ter­zeich­ne ich ger­ne. Vor al­lem die­se »Gut Mensch Ge­tue« von die Ver­la­ge geht mir auf den Keks. Gut Ama­zon ist auch kein Wohl­fahrts­ver­ein, aber die rich­ten sich nach den Wün­sche der Kun­den.

Wenn die alt Ver­la­ge nicht bald die Zei­chen der Zeit er­ken­nen und rich­tig deu­ten ist de­ren Zeit eh bald vor­bei – ob mit ober ohne Aman­zon!

sagt:

Die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on hat schon et­was Ko­mi­sches.
Die Ver­la­ge sind im Buch­han­del und wol­len un­be­dingt zu ih­ren Kon­di­tio­nen zu Ama­zon und die In­dies sind mit gu­ten Kon­di­tio­nen bei Ama­zon und wol­len in den Buch­han­del, dann aber auch am lieb­sten zu ih­ren Kon­di­tio­nen:-)
Wie dem auch sei – es wäre schön, wenn der Buch­han­del sich et­was mehr öff­nen wür­de – ein we­nig hat das ja auch mit Au­gen öff­nen zu tun.
Was spricht da­ge­gen, Um­sät­ze mit­zu­neh­men, die von In­dies ge­ne­riert wer­den?

Marcus Rauchfuß

sagt:

Da kann ich nur zu­stim­men und un­ter­schrei­be gleich mit. Treff­lich ge­spro­chen!

Buzzword

sagt:

Wir Self­pu­blisher sind der Mei­nung. dass An­gli­zis­men und Buz­zwor­ds so toll sind, dass der durch­schnitt­li­che Kun­de ei­nes nie­der­ge­las­se­nen Buch­händ­lers über­haupt nicht ver­steht, was wir mit die­sem »of­fe­nen Brief« ei­gent­lich sa­gen wol­len.

Et­was kla­rer fo­mu­lie­ren hät­te man die­sen in­halt­lich an­son­sten tol­len of­fe­nen Brief schon for­mu­lie­ren kön­nen.

sagt:

Wäre der Kom­men­tar von »Buz­zword« nicht an­onym ab­ge­ge­ben wor­den, könn­te man ihn viel­leicht so­gar ernst neh­men. Wer den Brief nicht ver­steht, soll­te Buch­hand­lun­gen viel­leicht grund­sätz­lich mei­den. ;)

Für die­je­ni­gen, die den Link zu dem an­de­ren of­fe­nen Brief nicht ver­folgt ha­ben: Gro­ße Tei­le des Tex­tes die­ses Brie­fes leh­nen sich di­rekt an je­nen an, den hun­dert Au­to­ren an Ama­zon ge­schrie­ben ha­ben. Ihr ver­steht?

sagt:

Ohne Ama­zon wäre ich nicht in der Lage, ein­fach, gut und gün­stig eBooks und Print­bü­cher zu ver­mark­ten.
In­so­fern ist Ama­zon für den Buch­ver­lag eine Seg­nung, weil es die Viel­sei­tig­keit dra­stisch er­höht hat und auch Ni­schen­pro­duk­te sehr gut sicht­bar macht.

Dan­ke, Jef Be­zos!

Vie­le Grü­ße
Pe­ter Neu­mann

sagt:

Als Au­tor und Self­pu­blisher-Un­ter­stüt­zer schlie­ße ich mich gern an. ama­zon hat in den letz­ten zwan­zig Jah­ren mehr für die Po­pu­la­ri­sie­rung des Le­sens und die Er­mög­li­chung neu­er Bü­cher ge­tan als alle Ver­la­ge zu­sam­men.

Armin Kober

sagt:

Ich habe be­ruf­lich viel mit Bild­rech­ten zu tun, des­halb sei mir die­ser Ver­gleich er­laubt. Wenn ein Fo­to­graf ein Foto schießt kann er ge­nau be­stim­men was mit dem Bild pas­siert. Er kann es mit al­len Bild­rech­ten ver­kau­fen oder zweck­ge­bun­den, er kann es li­zen­sie­ren wie es ihm ge­fällt und ggf. auch eine Bild­re­tu­sche ver­bie­ten.
Doch wie sieht das mit Bü­chern bei den gro­ßen Ver­la­gen aus? Da­mit mein Buch dort ge­druckt wird muss ich bei­na­he mei­ne See­le ver­kau­fen und soll dann noch dank­bar sein, wenn ich ein paar Cent am Ver­kauf ver­die­ne! Die Ver­la­ge er­war­ten, dass ich die Rech­te in­klu­si­ve noch gar nicht ab­seh­ba­rer Ver­wer­tungs­rech­te ab­tre­te und räu­men sich das Recht ein in mei­nem Na­men Tex­te zu än­dern.
Kurz die Ver­la­ge ha­ben über Jahr­zehn­te ihre Macht miss­braucht und jam­mern nun her­um, weil ihre Macht schwin­det.
Viel­leicht soll­ten die gro­ßen Ver­la­ge es mal mit Dienst­lei­stung ver­su­chen, statt sich dar­über zu be­kla­gen, dass es bes­se­re An­bie­ter gibt.

Christian Becker-Kapraun

sagt:

*sign*
Ohne die An­leh­nung an das Ori­gi­nal hät­ten sich si­cher­lich noch deut­li­che­re Wor­te fin­den las­sen.

Thorsten Mommer

sagt:

Da sym­pa­thi­sie­re ich mit und un­ter­schrei­be ger­ne.

sagt:

Sehr gut ge­schrie­ben, da kann ich voll hin­ter­ste­hen – zu­mal bei mir bald auch eine Ver­öf­fent­li­chung im Selbst­ver­lag an­steht! Dan­ke für die kla­ren Wor­te!!!

sagt:

Ger­ne habe ich den of­fe­nen Brief für ei­nen fai­ren Buch­markt un­ter­schrie­ben (www.fairer-buchmarkt, #fairer­buch­markt), denn ich fin­de ge­mein­sa­mes En­ga­ge­ment al­ler Kul­tur­schaf­fen­den für gute Be­din­gun­gen ak­tu­ell drin­gend nö­tig, so be­trifft z.B. die Li­bris­per­re be­trof­fe­ne klas­si­sche Ver­la­ge und Self­pu­blisher glei­cher­ma­ßen. Gäbe es die­se Sper­re ei­nes der wich­tig­sten deut­schen Groß­händ­ler nicht, wä­ren bei­spiels­wei­se Crea­te­Space Self­pu­blisher-Ti­tel re­gu­lär im Buch­han­del im Ka­ta­log und ver­füg­bar. Es ist in die­sem Fall also we­der die Schuld der klei­nen Buch­händ­ler, noch die Schuld von Crea­te­Space, dass zig­tau­sen­de Bü­cher nicht ver­füg­bar sind, da­her möch­te ich obi­gen Brief so nicht un­ter­schrei­ben, da mir die ge­li­ste­ten Punk­te zu pau­schal for­mu­liert sind und die tat­säch­li­chen Hin­ter­grün­de zu we­nig be­rück­sich­tigt wer­den. Ich bin für ei­nen fai­ren Buch­markt – für alle Be­tei­lig­ten!

Rainer G.

sagt:

Ich habe nur ein klei­nes Self­pu­bli­shing-Pro­jekt bei Ama­zon, darf mich aber da­her auch hier äu­ssern ;-)

Ich möch­te noch ei­nen an­de­ren As­pekt ins Ge­spräch brin­gen.

Ich lese eng­li­sche Bü­cher sehr ger­ne im Ori­gi­nal. Wie be­dient mich da der Buch­han­del? Fak­tisch gar nicht. Vie­le Jah­re habe ich nur völ­lig über­teu­er­te Im­por­te im Bahn­hofs­buch­han­del kau­fen dür­fen (oft zum 3-fa­chen Ori­gi­nal­preis) – und da in der Re­gel nur Ta­schen­bü­cher mit der ent­spre­chen­den War­te­zeit. Ama­zon hat mir von Tag 1 an US-Ro­ma­ne und Sach­bü­cher um­stands­los ge­lie­fert, zum Ta­ges-Um­re­chungs­kurs des Ori­gi­nal­prei­ses. Seit vie­len Jah­ren klappt das so­gar über Be­stel­lun­gen auf amazon.de – ich zah­le also nicht mal mehr Por­to­ko­sten …

Mitt­ler­wei­le lese ich die mei­sten eng­li­schen Bü­cher auf dem Kind­le – auch hier: fai­re Prei­se (kei­ne Buch­preis­bin­dung, die Lo­gi­stik-Er­spar­nis wird wei­ter­ge­ge­ben).

Und: klar war es nett, die klei­ne fei­ne Buch­hand­lung in der Nach­bar­schaft zu ha­ben. Aber der Zug ist schon lan­ge ab­ge­fah­ren. Ge­nau, die Su­per­märk­te i.d.R. die Tan­te-Emma-Lä­den ab­ge­löst ha­ben. Heu­te muss man sich z.B. bei Tha­lia durch jede Men­ge Krem­pel kämp­fen, be­vor man an der Kas­se be­zah­len kann. Und Tha­lia ge­hört zu ei­ner Dro­ge­rie­ket­te – die sind erst mal auch nicht un­be­dingt »Kultur»verdächtig .…

Der Buch­han­del hat ge­nau­so den Zug ver­passt, wie die Mu­sik­in­du­strie vor ei­ni­gen Jah­ren. War­um Mo­no­po­le schüt­zen – und hier mei­ne ich nicht Ama­zon!

sagt:

@Philipp Win­ter­berg: Crea­te­Space ist bei Wei­tem nicht die ein­zi­ge Mög­lich­keit für den Self­pu­blisher, Bü­cher drucken zu las­sen. Tat­säch­lich ist der Auf­wand, der ei­nem durch über­eif­ri­ge Zöll­ner ent­steht ex­trem lä­stig, wes­we­gen ich die Au­to­ren­ex­em­pla­re nicht mehr über Crea­te­Space be­stel­le, son­dern bei Books­Fac­to­ry (sie­he http://phantanews.de/wp/?p=28261). Das ist zu­dem auch noch deut­lich gün­sti­ger. In dem Fall kom­me ich als Self­pu­blisher aber nur wei­ter, wenn der Buch­händ­ler di­rekt bei mir be­stellt.

Edit: Da­von ab­ge­se­hen ist der Hin­weis auf die­se »Li­bris­per­re« aber höchst in­ter­es­sant, Dan­ke! Auch KNV scheint Bü­cher aus nicht nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den aus sei­nem Ka­ta­log zu ver­ban­nen.

sagt:

Es ist kei­ne Ar­ro­ganz der Ver­la­ge, son­dern Igno­ranz. In die­sem Sin­ne ste­he ich kurz da­vor, mit Ama­zon eine Ehe bis zu mei­nem Le­bens­en­de ein­zu­ge­hen. Ich lie­be Ama­zon, weil ich im­mer Herr mei­ner Buch­sta­ben bin und auch blei­be. So­gar die Film­rech­te lie­gen bei mir!
War­um soll ich mich mit ei­nem Ver­lag ein­las­sen, der Jah­re braucht, um mein Ma­nu­skript zu le­sen, der Mo­na­te braucht, mein an­ge­for­der­tes Ge­samt­ma­nu­skript zu le­sen und sich nicht wie­der zu mel­den. War­um soll ich mich an Ver­la­ge wen­den, die noch nicht ein­mal ei­nen Blick ins Ex­po­se wer­fen?
War­um soll ich mein Bu­che Ver­la­gen an­bie­ten, die Ger­ma­ni­stik­stu­den­ten im er­sten und zwei­ten Se­me­ster als Prak­ti­kan­ten aus­nut­zen und über Wohl und Wehe ei­nes Werks ent­schei­den? Wer pran­gert etwa die­ses Skla­ven­tum im Ver­lags­we­sen an?
Ama­zon ist in­no­va­tiv, of­fen für al­les, ein gu­ter Dienst­lei­ster und be­zahlt mich fair. Das Bashing soll­te auf­hö­ren und die Prak­ti­ken der Ver­la­ge of­fen­ge­legt wer­den.

Schölzhorn Matthäus

sagt:

Sehr ge­ehr­ter Herr Holz­hau­er,

Ich fin­de Ihre Dar­stel­lung in die­sem of­fe­nen Brief sehr über­spitzt und nicht ganz fair uns Buch­händ­lern ge­gen­über.
Es schmerzt näm­lich sehr ei­nen Kun­den eine Ab­sa­ge er­tei­len zu müs­sen, ein Buch nicht be­schaf­fen zu kön­nen, weil so man­che Self­pu­blisher Ihre Bü­cher aus­schließ­lich über Ama­zon ver­trei­ben. Was bleibt dem Buch­händ­ler dann üb­rig? Das Buch bei ama­zon be­stel­len und dem Kun­den zum glei­chen Preis wei­ter­ver­kau­fen? Wir müs­sen ja auch von et­was le­ben. Gleich so sind 10–20% Ra­batt auf den Buch­preis zu­züg­lich Ver­sand (oft über 5€) Kon­di­tio­nen die sich kein Buch­händ­ler lei­sten kann und oft der Ein­kaufs­preis für den Buch­händ­ler hö­her ist als der Preis der auf dem Buch steht. In dem Fall wäre es oft so­gar gün­sti­ger bei Ama­zon di­rekt zu be­stel­len. Und Sie wun­dern sich war­um so man­che Self­pu­bli­scher nicht auf den Ti­schen der Buch­hand­lung ste­hen?
Und da­bei gibt es ei­ni­ge Self­pu­blisher mit de­nen ich sehr gut zu­sam­men­ge­ar­bei­tet habe. (50% Ra­batt auf das Buch und der Au­tor bringt es sel­ber vor­bei) In sol­chen Fäl­len stel­le ich auch den Self­pu­blisher sehr ger­ne ins Schau­fen­ster in vor­der­ster Rei­he, und ver­kau­fe dann auch meh­re­re Hun­dert. Scha­de dass mit vie­len die­se Zu­sam­men­ar­beit nicht so gut funk­tio­niert.
Die Buch­hand­lun­gen und Buch­händ­ler kön­nen si­cher­lich am we­nig­sten für die­se Si­tua­ti­on. Zu­min­dest die Buch­händ­ler die ich ken­ne, se­hen es als Ihre Haupt­auf­ga­be die Bü­cher an Ihre Le­ser zu brin­gen.
Ich hof­fe nicht dass Sie Ihre ne­ga­ti­ve Er­fah­rung mit ei­nem Buch­händ­ler auf die ge­sam­te Bran­che pro­ji­zie­ren.

P.S. Ich woll­te frü­her schon auf ei­nen Ar­ti­kel den Sie über Buch­händ­ler schrie­ben ant­wor­ten, da ich Ih­ren Blog sinst ei­gent­lich sehr ge­nie­ße.

sagt:

Wenn Sie Crea­te­Space-Bü­cher nicht be­schaf­fen kön­nen liegt das ver­mut­lich am Zwi­schen­han­del. Auch Crea­te­Space-Bü­cher ha­ben eine ISBN. Mir ist das ge­ra­de erst zu­ge­tra­gen wor­den (sie­he ei­ni­ge Kom­men­ta­re wei­ter oben) und ich konn­te das noch nicht wei­ter prü­fen, klingt für mich aber plau­si­bel: http://www.philipp-winterberg.blogspot.de/2014/08/so-funktioniert-die-librisperre.html

Mal im Ernst: 50% Ra­batt auf das Buch ist (für Self­pu­blisher) völ­lig über­zo­ge­ner Irr­sinn und Sie kön­nen kaum er­war­ten, dass Ih­nen je­der Self­pu­blisher sei­ne Bü­cher per­sön­lich vor­bei­bringt. Dass das lo­kal funk­tio­nie­ren kann, steht au­ßer Fra­ge. Das ist aber nicht der Punkt.

Dass der of­fe­ne Brief über­spitzt klingt liegt vor al­lem dar­an, dass wei­te Pas­sa­gen aus dem of­fe­nen Brief der Au­to­ren an Ama­zon ad­ap­tiert wur­den. Und das ist mit vol­ler Ab­sicht ge­sche­hen.

sagt:

Ich habe noch nicht mit ei­nem ein­zi­gen ernst­zu­neh­men­den Self­pu­blisher ge­spro­chen, dem nicht klar war, dass er ei­nen Buch­han­dels­ra­batt ein­räu­men muss …

Und dann wun­dert ihr euch, dass die Buch­hand­lun­gen, die erst noch im In­ter­net nach dem An­sprech­part­ner re­cher­chie­ren muss­ten, Zeit auf­wen­den muss­ten, statt per Maus­klick beim Gros­si­sten zu be­stel­len, eine E-Mail zu schrei­ben, sich mit den ver­mut­lich un­ver­meid­li­chen Är­ger­nis­sen des deut­schen Fi­nanz­we­sens rum­zu­schla­gen, denn ein Self­pu­blisher wird oft nicht alle Vor­aus­set­zun­gen an eine or­dent­li­che Rech­nung ken­nen, die­se muss dann im Nach­gang ggf. kor­ri­giert wer­den, das ko­stet Zeit und Ar­beits­kraft – und da­mit Geld.

Erst ein­mal ist es eine rei­ne Be­haup­tung, dass »Ein Self­pu­blisher nicht die Vor­aus­set­zun­gen für eine or­dent­li­che Rech­nung kennt«. Zu­dem: Für mich klingt das mit der Mehr­ar­beit nach ei­ner wei­te­ren Aus­re­de. Die Al­ter­na­ti­ve be­steht dar­in, dass Ama­zon den ge­sam­ten Um­satz macht. Wenn man sich nicht auf die Hin­ter­bei­ne stellt und ein we­nig Ar­beit in­ve­stiert, dann muss man sich nicht wun­dern, wenn der Kun­de an­ders­wo kauft.

Edit: na si­cher klingt das wie »Mimi­mi«. Gro­ße Tei­le wur­den aus dem of­fe­nen Brief ad­ap­tiert, den Au­to­ren an Ama­zon ge­schrie­ben ha­ben. Eine ge­wis­se iro­nie dürf­te er­kenn­bar sein, oder?

sagt:

Lie­ber Herr Holz­hau­er,

was ist ein »ernst­zu­neh­men­der« Self­pu­blisher und wor­an soll der Buch­han­del er­ken­nen, ob er an ei­nen ernst­zu­neh­men­den ge­ra­ten ist oder nicht? Ich habe auf Klein­ver­le­ger­mes­sen schon oft Self­pu­blisher ge­trof­fen, die nicht mal in der Lage wa­ren, eine Quit­tung so aus­zu­fül­len, dass sie vom Fi­nanz­amt an­er­kannt wor­den wäre…
Und Aus­sa­gen wie »also Kol­le­gen­ra­batt kann ich Dir kei­nen ge­ben, weil dann leg ich ja drauf« las­sen mich dar­auf schlie­ßen, dass sie auch bei Buch­han­dels­ra­batt drauf­le­gen wür­den…

sagt:

Ich hal­te es für nicht ziel­füh­rend auf dem völ­lig ne­ben­säch­li­chen und un­be­wie­se­nen De­tail der Rech­nungs­stel­lung her­um­zu­rei­ten. Und es soll­te je­dem klar sein, dass Self­pu­blisher oft Kleinst­auf­la­gen or­dern. Dass da­bei die Span­ne nicht toll ist, und Ra­bat­te dem­entspre­chend klein aus­fal­len, soll­te ei­nem eben­falls klar sein.

Mathäus Schölzhorn

sagt:

Sehr ge­ehr­ter Herr Holz­hau­er,

vie­len Dank für Ihre ant­wort. Ok mein Bei­spiel mit den 50% Ra­batt war ein Ein­zel­fall mit ei­nem lo­ka­len Au­tor, der sein Buch über ama­zon her­aus­ge­ge­ben hat (War üb­ri­gends über Wo­chen hin­weg un­ter den 100 ama­zon Best­sel­lern im Be­reich Wirt­schaft). Ich woll­te da­mit auch nur auf­zei­gen dass es sehr wohl mög­lich wäre auch dem Buch­han­del gün­sti­ge Kon­di­tio­nen zu bie­ten ohne als Au­tor drauf­zu­zah­len. Dass ich ein Ver­kauf durch den Buch­han­del für ei­nen Au­tor nicht so aus­zahlt wie ein ver­kauf über den Ver­lag ama­zon (Ich glau­be der Au­tor be­hält da­bei 70% des Ver­kaufs­prei­ses) ist mir klar. Man muss aber doch den Mehr­wert ei­ner gu­ten Zu­sam­men­ar­beit mit dem Buch­händ­ler auch in Be­tracht zie­hen. Ich den­ke vie­len Self­pu­blishern ist nicht klar dass es sich beim groß­teil der Ver­käu­fe über den Buch­händ­lern um Zu­satz­um­sät­ze han­delt und Ih­nen der Ge­winn durch den Ver­kauf durch ama­zon doch er­hal­ten bleibt.

Ich wür­de mir je­den­falls eine bes­se­re Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Au­to­ren und Self­pu­blishern sehr wün­schen. Und ich den­ke, dass es auf bei­den Sei­ten nicht nur En­gel gibt, ist auch je­dem klar.

sagt:

Das ist nicht kor­rekt. Bei ei­nem Ver­kauf ei­nes Crea­te­Space-Print­buchs via Ama­zon er­hält der Au­tor mit­nich­ten 70%. Bei­spiel: Von je­dem Ex­em­plar von Æther­garn, das via Ama­zon über den Tisch geht, er­hal­te ich bei ei­nem Ver­kaufs­preis von 9,63 EUR ca. 1,60 vor Steu­ern. Das liegt aber un­ter an­de­rem dar­an, dass die Steam­punk-Chro­ni­ken ein non­pro­fit-Pro­jekt sind, das sich nur selbst tra­gen muss. Wür­de ich es hö­her be­prei­sen und z.B. für 10,63 ver­kau­fen, kä­men be­reits ~ 2,60 EUR da­bei her­um (der Min­dest­preis ist von der Sei­ten­zahl ab­hän­gig). Bei eBooks sieht die Sa­che völ­lig an­ders aus. Be­stel­le ich das Buch bei CS in den USA be­zah­le ich ca. 5 Euro pro Ex­em­plar. Da kann man sich leicht aus­rech­nen, wel­che Ra­bat­te tat­säch­lich mög­lich wä­ren, wenn ich auch noch die Ver­sand­ko­sten an ei­nen Buch­händ­ler zah­len müss­te. Die Si­tua­ti­on hat sich ver­bes­sert, seit ich in Po­len drucken las­se: kei­ne Pro­ble­me mehr mit dem Zoll, bes­se­re Qua­li­tät als bei CS und auch noch gün­sti­ge­re Prei­se.

Ich neh­me an, sie mei­nen eine bes­se­re Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Buch­händ­lern und Self­pu­blishern?

Ge­nau das rege ich ja an, auch wenn ich es iro­nisch über­spitzt tue. Die­se Über­spit­zung zielt al­ler­dings eher in Rich­tung der Ver­fas­ser des re­fe­ren­zier­ten of­fe­nen Briefs.

sagt:

Als Klein­ver­le­ge­rin und Au­to­rin un­ter­schrei­be ich das sehr ger­ne! Bzgl. Ama­zon bin ich der­zeit zu­frie­den – na­tür­lich weiß man nie, was die Zu­kunft bringt, denn: Mo­no­pol­stel­lun­gen sind sel­ten gut.

Matthäus Schölzhorn

sagt:

Ja ge­nau, ich mei­ne zwi­schen Buch­händ­lern und Au­to­ren. Ok also mit den 70% da schei­ne ich et­was ver­wech­selt zu ha­ben. Be­sag­ter Au­tor des­sen Bü­cher ich hier habe räumt mir aber 50% Ra­batt ein und macht (mei­nes Wis­sens) kein Ver­lust, ob­wohl er bei Crea­te­space drucken lässt.

Am ein­fach­sten ge­löst wäre die­se Mi­se­re wenn Ama­zon auf Crea­te­space ge­druck­te Ti­tel mit Buch­händ­ler-Ra­batt aus­lie­fern wür­de. Dann wä­ren alle zu­frie­den.

lg, Mat­thä­us

sagt:

Ich glau­be nicht, denn selbst dann kä­men die nicht durch den li­bri-Fil­ter. Theo­re­tisch soll­te man ja Bü­cher mit CS-ISBN be­stel­len kön­nen. li­bri li­stet die aber of­fen­bar pau­schal aus und bie­tet sie im Ka­ta­log gar nicht erst an. Soll­te das tat­säch­lich so sein, wäre die­ser Skan­dal in mei­nen Au­gen noch viel grö­ßer als die an­geb­li­chen Ak­tio­nen, die Ama­zon so be­treibt.

sagt:

Ich po­ste noch­mal mei­nen Kom­men­tar, den ich un­ter ei­nen an­de­ren Ar­ti­kel ge­setzt habe und ewei­te­re die­sen gleich:

Eine zwie­späl­tige Sa­che. Lei­der ist es oft aus rei­nen Ein­kaufs­bud­get­grün­den nicht mög­lich, alle Ti­tel aus der Sze­ne vor­rä­tig zu hal­ten. Aber grund­sätz­lich be­stelle ich je­des lie­fer­bare Buch, egal ob Klein­bei­sch­luss oder nicht. Ich will, dass un­sere Kun­den zu­frie­den sind und wenn ein Buch im VLB ge­lis­tet ist, be­stelle ich es auch.
Wenn ich auf Web­sei­ten, in Fan­zines oder auf Emp­feh­lung hin ein Buch aus ei­nem klei­nen Ver­lag fin­de, das mir per­sön­lich ge­fällt, dann be­stelle ich es fürs La­ger und ich fin­de im­mer ei­nen Kun­den.
Ich selbst bin selbst Samm­ler und kann die Ent­täu­schung nach­voll­zie­hen, die ein Samm­ler emp­fin­det, wenn ein Buch­händ­ler den Ti­tel nicht kennt oder nicht fin­det, aber al­les kann man nicht wis­sen. Aber ich jage ein Buch so lan­ge, bis ich es dem Kun­den be­stel­len kann, not­falls auch an­ti­qua­risch.

Im Kom­men­tar­fo­rum [von boersenblatt.net, Anm. d. Red.] kann man ei­nen Post von ei­ner ge­wis­sen Frau (Buch­händ­le­rin) le­sen, die pau­schal be­haup­tet, dass Self­publis­her nur schlecht ge­machte Bü­cher her­stel­len und sie im­pli­ziert auch, Self­publis­her hät­ten schlech­te Um­gangs­for­men. Das ist voll­kom­me­ner Un­sinn und zeugt von der Un­kennt­nis und Bor­niert­heit man­cher Kol­le­gen. Über Kon­di­ti­ons­mo­delle kann man dis­ku­tie­ren, aber das steht auf ei­nem an­de­ren Blatt. Ver­die­nen wol­len wir alle, aber wenn ich nur 15% Ra­batt be­kom­me für 1 Buch, dann bringt mich das nicht um, denn die Men­ge der Ni­schen­be­stel­ler ist (lei­der) sehr ge­ring, da­her stört es aber auch nicht, im Ge­gen­teil.

Nicht nur aus per­sön­li­chem In­ter­esse an der Sze­ne, son­dern auch we­gen (m)ei­nes be­ruf­li­chen Ethos wei­se ich nie­man­den zu­rück, der ein Buch aus ei­nem Self­publis­hing­ver­lag ha­ben will und ich es be­sor­gen kann. Wenn es lie­fer­bar ist, ist es be­stell­bar, Ende der Ge­schich­te, so ma­chen wir das hier. 

Self­pu­bli­shing ist ein Be­stand­teil der Sub­kul­tur und die­se wie­der­rum ist ein mehr als not­wen­di­ger Be­stand­teil der kul­tu­rel­len Viel­falt.
Es ist mehr als ver­mes­sen (wie das eine ge­wis­se Dame auf Boersenblatt.net tut), self­pu­bli­shing zu dis­kre­di­tie­ren. Na­tür­lich sind das Ni­schen­pro­duk­te und we­der der Ver­le­ger noch der Buch­händ­ler ma­chen da­mit wirk­lich ei­nen Ge­winn, aber der Buch­han­del hält so ger­ne das Ban­ner der kul­tu­rel­len Viel­falt hoch und weil es nicht Lit­te­ratühr ist, die durch das Föl­le­tong ge­wür­digt wird, soll das Ni­schen­pro­dukt nichts wert sein? Un­sinn! Im Ge­gen­teil. Ich habe jede Men­ge Pu­bli­ka­tio­nen aus Klein- und Kleinst­ver­la­gen ganz ein­fach des­we­gen, weil sie toll ge­macht sind und nicht, wie Frau B. auf BöB­la on­line be­haup­tet, pro­duk­ti­ons­tech­nisch nicht viel her­ma­chen oder in­halt­lich schlecht sind. Ich kann das nicht nach­voll­zie­hen.
Seit über 20 Jah­ren bin ich Buch­händ­ler und mir hat es im­mer Spaß ge­macht, wenn ich was für ei­nen Kun­den auf­spü­ren konn­te, das nicht dem Main­stream folgt. Dann sind die Kon­di­tio­nen eben schlecht. Und? We­der self­pu­blisher noch Buch­händ­ler kön­nen da­mit groß was ver­die­nen. Und? Das ist gar nicht die Inen­ti­on. Der Her­stel­ler muss sei­ne Ko­sten tra­gen, weil er die Bü­cher für Fans her­stellt, nicht weil er reich wer­den will. 

Das Self­pu­bli­shing hält die Sub­kul­tur le­ben­dig und bie­tet Krea­ti­ven gute Mög­lich­kei­ten, gen­re­spe­zi­fi­sche Tex­te zu ver­öf­fent­li­chen. Und wenn Big A das bes­ser kann, dann ist es nun­mal so. Als Sor­ti­men­ter bin ich na­tür­lich nicht im­mer be­gei­stert dar­über, was Big A macht, aber – Beim Gro­ßen Ct­hul­hu- die ma­chen es we­nig­stens. Der Buch­han­del hat ein­fach vie­le Chan­cen ver­pennt und wacht nun auf und ver­steht die Welt nicht mehr. Tja, lie­be Bü­scha­Ver­keu­fa­Kol­le­gaz, so is det nun­mal. Das hät­te man ah­nen kön­nen, wenn man ei­ni­ge Ent­wick­lun­gen, die ge­ra­de von den ge­mie­de­nen Gen­re­au­to­ren be­reits vor Jah­ren vor­her­ge­sagt wor­den sind, nicht ernst ge­nom­men hat. 

Ich möch­te ein­fach, dass mei­ne Kun­den zu­frie­den sind. Dann kom­men sie wie­der und ich mag mei­ne mitt­ler­wei­le zahl­rei­chen Nerds, Ge­eks und In­dieF­ans.

sagt:

Was be­deu­tet »aus­li­sten« in die­sem Fall? Li­bri li­stet in sei­nem Ka­ta­log ge­ne­rell nur das, was sie selbst als Bar­sor­ti­ment füh­ren… Mei­ne Bü­cher sind bei Li­bri nicht ge­li­stet, weil ich mich ge­gen Li­bri als Bar­sor­ti­ment ent­schie­den habe… Das ist kein Skan­dal, son­dern eine Ent­schei­dung des Händ­lers Li­bri… Man guckt ja auch nicht in ei­nem Ka­ta­log ei­nes Zwi­schen­händ­lers, der aus­schließ­lich IKEA und Poco-Do­mä­ne-Mö­bel an sei­ne Kun­den aus­lie­fert nach Mö­beln von Rol­ler…

sagt:

@ Edi­ti­on Nar­ren­flug

Eure Ti­tel sind zwar nicht im VLB, aber ihr habt eine Web­sei­te, ihr habt eine E-Mail Adres­se und wenn ein Kun­de mit den In­fos kommt, be­stel­le ich per E-Mail. Ganz ein­fach. Ich weiß nicht, war­um sich da man­che so zie­hen wie nas­ses Holz. Selbst wenn ich ei­nen Ar­ti­kel in mei­nem WWS an­le­gen muss, ist das in we­ni­ger als 2 Mi­nu­ten ge­macht.

sagt:

Der M: Su­per, dann machst Du das vor­bild­lich und bist eine der ganz we­ni­gen rühm­li­chen Aus­nah­men (und das mei­ne ich voll­kom­men ernst). Lies mal den vor­letz­ten Kom­men­tar hier (der ist ganz frisch): http://phantanews.de/wp/aartikel/buchhandel-und-selfpublishing-wer-benachteiligt-hier-eigentlich-wen/

Da wird so ge­tan, als sei es der Un­ter­gang des Buch­händ­lers, wenn er mal was au­ßer­halb des VLB be­stel­len und even­tu­ell auch noch eine Email schrei­ben muss.

sagt:

@Jens Bolm JMB Ver­lag: »aus­li­sten« be­deu­tet in die­sem Fall, dass zig­tau­sen­de Bü­cher pau­schal und vor­ab aus dem Ka­ta­log kom­plett aus­fil­tert wer­den, für den Han­del also un­sicht­bar ge­sperrt sind. Ein kon­kre­tes Bei­spiel hier: http://philipp-winterberg.blogspot.de/2014/08/die-folgen-der-librisperre-ein-beispiel.html

Es sind auch nicht nur Self­pu­blisher be­trof­fen. Al­ler­dings ist bis­lang noch nicht be­kannt, wel­che Verlage/Hersteller/Anbieter Li­bri sonst noch aus­li­stet und seit wann. Dass es ge­schieht, wur­de von Li­bri be­stä­tigt und je­der kann es an­hand des Bei­spiels schnell selbst über­prü­fen.

Hof­fent­lich merkt Li­bri bald, dass man da et­was über das Ziel hin­aus­ge­schos­sen ist und kor­ri­giert die Fil­ter­ein­stel­lun­gen…

sagt:

Der Mehr­heit hier geht das Ama­zon-Ge­bas­he auf den Keks und mir geht das Buch­han­dels- und Ver­lags­ge­bas­he auf den Keks. Was ma­chen wir jetzt dar­aus?

Nein, wenn ich ehr­lich bin, geht mir bei­des auf den Keks, weil es ver­hin­dert, dass mal eine sach­li­che Dis­kus­si­on dar­über ge­führt wird, wie gut es ist, dass ein Un­ter­neh­men (egal wie men­schen- und kul­tur­freund­lich es ist oder nicht) in ei­ner Bran­che so viel Macht auf sich ver­ei­nen kann. Und ob das nicht be­deu­tet, dass je­mand, der heu­te noch pro­fi­tiert mor­gen auch zu den Ver­lie­rern ge­hört, weil er in ei­nem Ab­hän­gig­keits­ver­hält­nis steht, das ex­tre­mer ist als das, in dem er zu­vor steck­te.

Aber das ist das In­ter­net. Da gibt es nur schwarz und weiß, gut und böse und ganz viel Ex­per­ti­se auf Ba­sis von Hö­ren­sa­gen. Und dann alle kräf­tig drauf, sonst hört ei­nen ja kei­ner.

sagt:

1. Wer hier Buch­han­dels­ge­bas­he sieht, hat den Ar­ti­kel nicht ver­stan­den
2. In­ter­es­sant. Wenn je­mand in ei­nem Ab­hän­gig­keits­ver­hält­nis steht und das auch noch für Pea­nuts, sind das wohl die Au­to­ren. Die müs­sen so­gar Kne­bel­ver­trä­ge un­ter­schrei­ben und die Nut­zungs­rech­te für ihre Wer­ke im Fall von eBooks qua­si für alle Zeit ab­ge­ben. Das hal­te ich für ein weit­aus grö­ße­res Pro­blem als bei Ama­zon, die sich gar kei­ne Rech­te ein­räu­men.
3. Macht. Gu­ter Hin­weis. Die Ver­la­ge ver­lie­ren ge­ra­de die ihre. Das dürf­te es auch sein, was sie so ag­gres­siv macht, nach­dem sie Jahr­zehn­te, wenn nicht Jahr­hun­der­te lang die ein­zi­gen Tor­wäch­ter wa­ren und be­lie­bi­ge Rah­men­be­din­gun­gen dik­tie­ren konn­ten. Das ist jetzt vor­bei.
4. Die ge­sam­te Bran­che hat in ih­rer Selbst­über­schät­zung und in ih­rer Fil­ter­bub­b­le aus Preis­bin­dung und Kon­kur­renz­lo­sig­keit den Me­di­en­wan­del ver­schla­fen. Statt was dran zu än­dern, schimpft man lie­ber auf Ama­zon und macht an­son­sten wei­ter wie im­mer.

Aber das ist das In­ter­net. Da gibt es nur schwarz und weiß, gut und böse und ganz viel Ex­per­tise auf Ba­sis von Hö­ren­sa­gen. Und dann alle kräf­tig drauf, sonst hört ei­nen ja kei­ner.

5. Phra­sen.

sagt:

Ja, und ge­nau das mei­ne ich. Ich for­de­re eine sach­li­che Dis­kus­si­on und be­kom­me eine Ti­ra­de ge­gen den Buch­han­del, der qua­si jetzt be­kommt, was er ver­dient.
Ich habe üb­ri­gens an kei­nem Punkt den Buch­han­del ver­tei­digt, son­dern le­dig­lich ein Nach­den­ken ge­for­dert, ob man nicht eher von Re­gen in die Trau­fe ge­rät. Und ge­nau das mein­te ich mit schwarz/weiß und gut/böse. Das war kei­nes­falls eine Phra­se, son­dern eine Ana­ly­se wie die­se Dis­kus­si­on (wie die mei­sten Netz­dis­kus­sio­nen) mitt­ler­wei­le ge­führt wird.

sagt:

Kann dem ’of­fe­nen Brief’ als klei­ner Ver­lag nur zu­stim­men.
Trotz ISBN und VLB-Mel­dung igno­riert der Buch­han­del (mit ganz we­ni­gen Aus­nah­men) mei­ne Ver­öf­fent­li­chun­gen, ob­wohl zahl­rei­che Kun­den (die sich ent­we­der auf­grund der Me­di­en­be­richt­erstat­tung der Ama­zon-Op­po­si­ti­on an­ge­schlos­sen ha­ben oder Buch­han­dels-Un­ter­stüt­zer sind), dort nach­fra­gen und dann fru­striert di­rekt beim Ver­lag nach den Bü­chern fra­gen. Das wäre ei­gent­lich Um­satz für den Buch­han­del ge­we­sen, ganz zu schwei­gen von dem Um­satz, der auf­grund der Buch­han­dels-Blocka­de ganz ver­lo­ren geht und nicht den Weg ent­we­der zu Ama­zon oder zum Verlag/Autor fin­det.

sagt:

[…] Of­fe­ner Brief der Self­pu­blisher an den Buch­han­del – Phan­ta­News – Nicht erst in den letz­ten Mo­na­ten wer­den Self­publis­her und ihre Bü­cher im ge­sam­ten Buch­han­del (off­line wie on­line) boy­kot­tiert, ihre Bü­cher nicht auf La­ger ge­legt und auf Le­ser­an­frage noch nicht ein­mal be­stellt, selbst wenn es gän­gige Wer­ke oder gar Best­sel­ler sind. Die Bü­cher wer­den GAR NICHT AN­GE­BO­TEN, man hat als Self­publis­her kei­ne Mög­lich­keit sei­ne Bü­cher in die Lä­den oder On­line­shops zu be­kom­men, wenn man sich nicht den ur­al­ten, an­ge­sichts des In­ter­nets längst ob­so­let ge­wor­de­nen, Tra­di­tio­nen der Bran­che un­ter­wirft und ein Hei­den­geld da­für ab­drückt, in ir­gend­wel­che ok­kul­ten Ka­ta­loge auf­ge­nom­men zu wer­den. […]

sagt:

Un­ter­schrie­ben! Der Buch­han­del muss sich öff­nen, sonst sind sie wo­mög­lich noch nicht mor­gen, aber über­mor­gen die Tan­te Emma-Lä­den von ge­stern…

sagt:

Das un­ter­schrei­be ich ohne zu Zö­gern – denn die e-Books aus mei­nem ei­ge­nen Ver­lag lau­fen über Ama­zon bes­ser, als ich es mir je er­träumt hät­te. Ich wür­de es sehr be­grü­ßen, wenn ich als Klein­ver­le­ge­rin auch im Buch­han­del prä­sent wäre. Letzt­lich wäre das eine Win-Win-Si­tua­ti­on für alle, und die soll­ten wir an­stre­ben.

Anna Fricke

sagt:

Dan­ke für die­sen bBrief, hier­mit un­ter­zeich­ne ich ihn und sage gleich: Ich wür­de mich wirk­lich sehr freu­en, wenn Buch­händ­ler bei mir klin­geln wür­den :-))

Laura Gambrinus

sagt:

Kla­re Wor­te – gut so! Es wäre al­len ge­hol­fen, da­her un­ter­schrei­be ich ger­ne!

sagt:

Den of­fe­nen Brief un­ter­schrei­be ich gern.

Ama­zon scha­det vor al­lem den Kon­zern­ket­ten und Dis­coun­tern. Es gibt kei­ne deut­sche Ein­zel­han­dels­bran­che, die in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten nicht durch Ket­ten oder Dis­coun­ter rui­niert wor­den ist, auch der Buch­han­del. Ama­zon be­droht die Han­dels­kon­zer­ne und ihre Ket­ten, weil sich dort ne­ben Kon­su­men­ten auch Her­stel­lern und Er­zeu­gern (wie Au­to­ren) eine Al­ter­na­ti­ve bie­tet. Dar­um der gan­ze Auf­stand sei­tens der Lob­by­isten in Me­di­en und Po­li­tik.

sagt:

Gern un­ter­schrie­ben. Auch ich habe mei­nen er­sten Ro­man ge­schrie­ben, den ich Ende des Jah­res gern über ama­zon ver­öf­fent­li­chen möch­te.

sagt:

Dem kann auch ich mich nur an­schlie­ßen – nur Hand in Hand kön­nen alle ge­win­nen.
Vie­le Grü­ße,
Ewa Au­kett

sagt:

Ich un­ter­zeich­ne auch gern. Ich bin zwar noch nicht so weit ge­die­hen, wirk­lich et­was zu ver­öf­fent­li­chen, habe es aber vor und kann der Ar­gu­men­ta­ti­on fol­gen.
Mo­ni­ka Schop­pen­horst

E.A.Birk

sagt:

Neu­lich woll­te eine Freun­din un­ser Buch »Die Traum­nä­he­rin« als Pa­per­back in ei­ner Nürn­ber­ger Buch­hand­lung kau­fen. Es gibt un­ser Buch nur di­rekt ab Ver­lag – was durch eine schnel­le Goog­le-Su­che ganz schnell her­aus­zu­fin­den ge­we­sen wäre.

Statt­des­sen wur­de ihr ge­sagt (O-Ton): »Ver­su­chen Sie’s doch mal bei Ama­zon.«

Vor die­sem Hin­ter­grund klingt das Ge­jam­mer der Buch­händ­ler, die sich von Ama­zon und an­de­ren On-Line-Sor­ti­men­tern un­ter Druck ge­setzt füh­len, selt­sam hohl. 

Und was das Ge­jam­mer der Ver­la­ge an­geht, die tat­säch­lich ein paar Hun­dert Au­to­ren dazu ge­bracht ha­ben, sich dem Jam­mer an­zu­schlie­ßen: hier jam­mern wel­che, die um ihre Pfrün­de fürch­ten. Nicht mehr, nicht we­ni­ger. Zum Ge­schäfts­mo­dell der Ver­la­ge mag es pas­sen, nur eta­blier­te Au­to­ren zu ver­le­gen, mit de­nen Ge­win­ne er­wirt­schaf­tet wer­den kön­nen, aber der ge­ra­de von den Ver­la­gen be­klag­ten Aus­dün­nung des Mark­tes, dem Ver­schwin­den schrift­stel­le­ri­scher Viel­falt und der Un­ter­drückung bis­wei­len be­mer­kens­wer­ten Ta­lents wird da­durch Vor­schub ge­lei­stet. Vor al­lem das macht es das Kla­gen über das Markt­ge­ba­ren von Ama­zon zu dem, was es ist – ei­nem lau­ten »Hal­tet den Dieb!«.

Angelika Kindziora

sagt:

Un­ter­schrei­be ich gern.Ich bin mit der Ver­öf­fent­li­chung mei­nes Ebooks »:See­len­nah­rung Ibi­za « bei Ama­zon zu­frie­den und brau­che nie­man­den hin­ter­her­zu­lau­fen.

sagt:

Das un­ter­schrei­be ich auch.

Die Zei­ten än­dern sich.
Wer es ver­schläft, sich an den Mög­lich­kei­ten ei­nes frei­en, glo­ba­li­sier­ten Mark­tes zu ori­en­tie­ren und ei­nen Nut­zen dar­aus zu zie­hen, son­dern sich in al­ten Pfrün­den suhlt, der soll­te sich nicht wun­dern, wenn sich so­wohl Kun­den als auch Au­to­ren an­de­re Wege su­chen.
Von der Er­hal­tung und För­de­rung kul­tu­rel­lem Gu­tes kann ja wohl nicht die Rede sein, wenn man statt lo­ka­ler Au­to­ren lie­ber ver­sucht, den Er­folg skan­di­na­vi­scher oder ame­ri­ka­ni­scher Au­to­ren nach Deutsch­land zu ad­ap­tie­ren. Lie­ber den si­che­ren Ge­winn in die Ta­sche stecken.
In die­ser Be­zie­hung kann man ama­zon ei­gent­lich nicht dank­ba­rer sein: Nie war der Buch­markt bun­ter und viel­fäl­ti­ger.

sagt:

Lie­ber Ste­fan Holz­hau­er,

dan­ke für die­sen Schluck küh­len­des Was­ser.

Bes­ser ma­chen statt schlecht­ma­chen!

Un­ter­schrie­ben. Auch und ge­ra­de als Hy­brid-Au­tor.

SW

sagt:

Das un­ter­schrei­be ich ger­ne. Wir sind die Schrift­stel­ler. Wer das leug­net, lebt in der Ver­gan­gen­heit. Und ich hät­te nie ge­dacht, dass ich mal ver­sucht wäre, den Alt-Kanz­ler zu zi­tie­ren.

sagt:

Ich lie­be Ama­zon zur Zeit ir­gend­wie nicht mehr wirk­lich, aber un­ab­hän­gig da­von habe ich über die Platt­form mei­nes e-Book-Re­aders (nicht von Ama­zon, son­dern von Kobo) ei­nen selbst-pu­bli­zie­ren­den SF-/Fantasy-Autor schät­zen ge­lernt, den ich sonst wohl nie en­deckt hät­te (Ed­ward W. Ro­bert­s­on).

Seit­dem den­ke ich, dass Self-Pu­bli­shing ein gu­ter und zu­kunfts­sträch­ti­ger Weg ist, auf dem Au­to­ren ihre Bü­cher an uns, ihre Le­ser, brin­gen kön­nen – und soll­ten.

Ich ver­mu­te und hof­fe, dass sich über kurz oder lang brei­ter an­ge­leg­te Platt­for­men lo­kal wie in­ter­na­tio­nal ent­wickeln wer­den, auf de­nen Au­to­ren ver­lags­frei pu­bli­zie­ren und grö­ße­re Le­ser­schich­ten er­rei­chen kön­nen.

Des­we­gen un­ter­stüt­ze ich die­sen of­fe­nen Brief.

sagt:

Ein Track­back: https://ennolenze.de/die-guten-selfpublisher-und-der-boese-buchhandel/1561/

Der ist ja auch nied­lich.

Mir ist ge­ra­de kein Best­sel­ler be­kannt, der nicht in ei­nem Ver­lag liegt.

Da sind ihm of­fen­bar die zahl­lo­sen Self­pu­bli­shing-Best­sel­ler bei Am­zon völ­lig ent­gan­gen.

Den Ein­schub ver­ste­he ich nicht. Eine ISBN und die An­mel­dung im VLB ko­stet kei­ne 5€

Das ist na­tür­lich völ­li­ger Mum­pitz. Eine Ein­zel-ISBN ko­stet ~ 90 Euro und ent­hält – man fasst es kaum – »Ver­sand­ko­sten«. Als ich das letz­te Mal nach­ge­se­hen hat­te, was eine Ein­tra­gung ins VLB ko­stet, war auch das er­heb­lich teu­rer. Ich will aber gern noch­mal nach­se­hen, ob sich da was ge­än­dert hat.

Im Ver­zeich­nis Lie­fer­ba­rer Bü­cher sind ca. 1.7 Mil­lio­nen Ti­tel aus 21.000 Ver­la­gen. Lo­gisch, dass die je­der Buch­händ­ler aus­wen­dig kön­nen muss – in­klu­si­ve Ver­füg­bar­keit!

Wer hat das denn ge­sagt. Um mal zu hel­fen: ich nicht. Al­ler­dings soll­te der Buch­händ­ler in der Lage sein, je­des Buch zu be­schaf­fen – und das klappt noch nicht mal mit de­nen von Klein­ver­la­gen, die eine ISBN ha­ben und im VLB ge­li­stet sind. Weil li­bri oder KNV die aus ir­gend­ei­nem Grund nicht in ihre Ka­ta­lo­ge auf­neh­men. Wenn der Buch­händ­ler dann sagt »ich kann nix da­für, steht nicht im Ka­ta­log!« ist er eben­falls selbst schuld, wenn er nichts dar­an än­dert oder nicht ver­sucht, auf an­de­re Art und Wei­se an das Buch zu kom­men.

Dann muss man an der Kas­se frei ver­füg­ba­res In­ter­net ha­ben und nicht nur die Be­stell­mas­ken für den Buch­han­del.

Ja, das muss man. Und dann das Ge­jam­me­re über die Ge­winn­span­ne. Al­ter­na­ti­ve: Ama­zon ver­kauft das Buch und macht den Um­satz. Kön­nen wir ger­ne so ma­chen, wenn er das so ha­ben will.

Ich fin­de es ja im­mer schön als Ver­le­ger pau­schal als Ab­zocker be­zeich­net zu wer­den.

Hät­te er mei­nen Text kom­plett ge­le­sen und/oder ver­stan­den, wüss­te er, dass ich da­mit die an­geb­li­chen Self­pu­bli­shing-An­ge­bo­te der gro­ßen Ver­la­ge mei­ne. Aber wenn er sich den Schuh an­zie­hen möch­te, wer­de ich nicht im Weg ste­hen.

Te­nor: der Holz­hau­er hat ja kei­ne Ah­nung. Ich lese dar­aus: »Das ha­ben wir noch nie so ge­macht, war­um soll­ten wir jetzt da­mit an­fan­gen, nur we­gen der Self­pu­blisher, die eh kei­nen in­ter­es­sie­ren«. Mit der Ein­stel­lung treibt er die Kun­den in Ama­zons Arme.

Ab­schlie­ßend: dass er mei­ne Gra­fik mal ein­fach so ohne vor­he­ri­ge Rück­spra­che auf sei­ne Web­sei­te über­nimmt, ist auch ge­wagt …

Edit: Ge­büh­ren des VLB: 

Die Min­dest­ge­bühr be­trägt 49 Euro im Jahr, wenn alle Ti­tel Gold­sta­tus ha­ben. Hat ein oder ha­ben meh­re­re Ti­tel nicht den Gold­sta­tus, er­höht sich die Min­dest­ge­bühr auf 79 € im Jahr.

Quel­le: VLB

Eine Ein­zel-ISBN ko­stet 90,98 € in­klu­si­ve MwSt. und Ver­sand­ko­sten. Vor­aus­set­zung: Ihr Wohn­sitz bzw. Ge­schäfts­sitz be­fin­det sich in Deutsch­land.

Quel­le: german-isbn.org

Von we­gen »fünf Euro« …

Eva Möckl

sagt:

Mei­ner erst noch im Ent­ste­hen be­grif­fe­nen Au­to­ren­ge­mein­schaft ge­gen­über, bin ich es ein­fach schul­dig, das zu un­ter­schrei­ben. Ich will das mir jene ver­trau­en kön­nen, die dann auch mit mir an ih­ren Wer­ken zur Ver­öf­fent­li­chung hin ar­bei­ten wol­len. *ggg*

Lg. Eva M. Möckl

sagt:

[…] Be­din­gun­gen teil­ha­ben sol­len. Eine gute Idee, die aber Wi­der­spruch her­vor­ruft, z.B. in Form ei­nes of­fe­nen Brie­fes der Self­pu­blisher, die die Kri­tik an Ama­zon nicht ver­ste­hen. Scha­de! Denn an­schei­nend über­wiegt bei Self­pu­blishern […]

sagt:

Stim­me voll­kom­men zu! Ich ver­ste­he auch die Lo­gik da­hin­ter nicht: Amazon=Riesenkonzern=böse. Aber ge­gen­über Ran­dom Hou­se, Bon­nier, Tha­lia, Welt­bild etc.pp. muss man so­li­da­risch sein und die un­ter­stüt­zen, weil …? War­um ei­gent­lich? Sor­ry, ich seh den Un­ter­schied nicht. Au­ßer, dass hin­ter letz­te­ren der Bör­sen­ver­ein und ein paar Zei­tun­gen ste­hen.

sagt:

Mei­ne Print­bü­cher ha­ben ISBN – hilft mir aber auch nichts. Au­ßer über Ama­zon oder im Ei­gen­ver­trieb las­sen sie sich kaum ver­kau­fen. Mir ist so­gar schon pas­siert, dass ich mei­ne Ro­ma­ne nicht auf ei­ner Buch-Dis­kus­si­ons-Platt­form ein­tra­gen konn­te (oder sie wie­der aus­ge­tra­gen wur­den).

sagt:

Es wäre vie­les ein­fa­cher, für alle Be­tei­lig­ten, wenn es nicht nur um Kas­se ma­chen gin­ge, son­dern auch um Li­te­ra­tur und Kul­tur!
Also Un­ter­schrei­ben! JK

Co

sagt:

Die wirk­lich gu­ten Bü­cher der Ge­gen­wart fin­den sich de­fi­ni­tiv un­ter den In­die-Bü­chern!

sagt:

Das un­ter­zeich­ne ich auch! Ich fra­ge mich al­ler­dings ei­nes: War­um dreht sich bei der Self­pu­blisher­de­bat­te im­mer die Fra­ge um E-Books? War­um ist der sta­tio­nä­re Buch­han­del nicht be­reit, die Print­ver­si­on zu ver­kau­fen und die On­line-Por­ta­le über­neh­men die di­gi­ta­le Schie­ne. Dann hät­ten alle was da­von. Es könn­te so ein­fach sein, wenn wir wie­der an­fan­gen wür­den, fair mit­ein­an­der um­zu­ge­hen. Das gilt für Mega-Kon­zer­ne wie Ama­zon ge­nau­so wie für den Buch­händ­ler um die Ecke und letzt­lich auch für uns Autoren/innen un­ter­ein­an­der. Wenn die­ses ewi­ge Un­ter­schei­den zwi­schen Ver­lags­au­tor und Self­pu­blisher end­lich auf­hö­ren wür­de, wä­ren wir schon ei­nen ent­schei­den­den Schritt wei­ter. Denn egal, ob kri­ti­scher Ge­sell­schafts­ro­man oder ein­fa­che Un­ter­hal­tungs­li­te­ra­tur, jede Form von Li­te­ra­tur hat ihre An­hän­ger. Und ge­nau­so soll und muss es auch sein. Das nennt sich Kul­tur.

sagt:

Es geht hier nur am Ran­de um das For­mat. Tat­säch­lich wäre der Vor­gang bei eBooks aber noch ein­fa­cher, da man die per Email ver­schicken könn­te. Das ist aber un­sin­nig. Im lo­ka­len Buch­han­del wer­den Print­bü­cher ver­kauft, nie­mand er­wirbt dort eBooks. Und ex­akt dar­um, war­um der Buch­han­del kei­ne Self­pu­blisher­bü­cher ver­kauft, dreht sich der ge­sam­te of­fe­ne Brief.

sagt:

Jou. Kann man so un­ter­schrei­ben.
Nicht jam­mern.
Sa­mis­dat Platt­for­men Gründen/Nutzen.
Lo­ka­le Buch­lä­den mit ein­la­den.

Hans Müller

sagt:

Un­ter­schreib! Das Ge­jam­me­re der Buch­in­du­strie, die schlicht­weg die Zeit ver­pennt hat, ist ein­fach nur un­er­träg­lich!

Simon Völker

sagt:

Ich lese ger­ne In­die-Bü­cher und auch ger­ne e-Books. Von da­her voll und ganz da­für!

sagt:

Ge­nau so ist es! Ich habe schon ei­ni­ge tol­le Bü­cher von Self­pu­blishern ge­le­sen, die sich vor den »ren­no­mier­ten« Au­to­ren gar nicht zu ver­stecken brau­chen. Aber es geht letzt­end­lich im­mer nur um Geld und Macht!

sagt:

[…] Aus­zug: „So­lan­ge das al­les nicht ge­schieht und so­lan­ge Ama­zon um das zig-fa­che bes­se­re Kon­di­tio­nen für Self­pu­blisher und Klein­ver­la­ge lie­fert, was Sicht­bar­keit und Tan­tie­men an­geht, als ir­gend­je­mand an­de­rer, so­lan­ge kön­nen wir of­fe­ne Brie­fe von ir­gend­wel­chen ver­meint­lich oder tat­säch­lich eta­blier­ten Au­to­ren nicht ganz ernst neh­men, eben­so­we­nig wie das Ge­heu­le von mul­ti­na­tio­na­len Kon­zer­nen wie Bon­nier und ähn­li­chen, de­nen zu­fäl­lig auch ein paar Ver­la­ge ge­hö­ren, dass Ama­zon böse ist.“ (Quel­le: http://phantanews.de/wp/aartikel/offener-brief-der-selfpublisher-den-buchhandel/) […]

sagt:

Un­ter­schrei­be ich ger­ne. Der deut­schen Ver­lags­land­schaft liegt vor­ran­gig an der Be­wah­rung al­ter und über­hol­ter Ge­schäfts­mo­del­le mit der Ga­ran­tie sat­ter Er­trä­ge, aber sehr we­nig bis nichts am Wohl der Au­to­ren. Umso bit­te­rer, dass sich vie­le Au­to­ren dann auch noch für Ver­lags­kam­pa­gnen ein­span­nen lie­ßen.

Martin Witte

sagt:

Da­bei! ;-)
Ich habe noch nicht ver­legt (bin aber da­bei), ver­spü­re aber kei­ne gro­ße Lust, even­tu­ell zig Be­wer­bun­gen schrei­ben zu müs­sen, um ir­gend­wo zu ei­nem Lek­tor vor­zu­drin­gen. Des­halb un­ter­stüt­ze ich die Be­mü­hun­gen, die Self­pu­blisher (Selbst­ver­le­ger wäre mir frei­lich lie­ber, nur mal am Ran­de) aus ih­rer »Schmud­del­ecke« zu ho­len.

Ob­wohl mit ge­misch­ten Ge­füh­len. Mei­nen (wirk­lich) klei­nen Händ­ler um die Ecke kann ich gut ver­ste­hen, dass er sich die kost­ba­ren Flä­chen im Ein­gangs­be­reich mit eben je­ner Lek­tü­re voll­bal­lert, von der er ziem­lich si­cher aus­ge­hen kann, dass sie auch von den Kun­den ge­kauft wird. Eben weil sie be­kannt ist und die Au­to­ren den ent­spre­chen­den Na­men ha­ben. Ich weiß aber auch, dass er ge­willt ist Kun­den­wün­schen nach­zu­kom­men, und ent­spre­chen­de Bü­cher zu be­stel­len.
Grö­ße­re Pen­dants im Nach­bar­ort rich­ten der­weil schon Ecken ein, in de­nen man Li­te­ra­tur von Au­to­ren aus dem hie­si­gen Ein­zugs­be­reich fin­den kann. Und die ver­le­gen sel­ten im nam­haf­ten Ver­lag. So kann es auch ge­hen, wenn denn die Flä­che vor­han­den ist.

sagt:

Self­pu­blisher hat sich als fest­ste­hen­der Be­griff auch hier­zu­lan­de durch­ge­setzt und ich sehe kei­nen Grund, ihn nicht zu ver­wen­den. Wir sa­gen ja auch »Com­pu­ter« und nicht »Re­chen­ma­schi­ne«.

sagt:

Lei­der ist das auch in der Ge­schenk­ar­ti­kel­in­du­strie uva. nicht an­ders.
Als klei­ner Ein­zel­künst­ler kommt man NIR­GEND­WO rein + wird von nie­man­dem un­ter­stützt.
Die gro­ßen Kon­zer­ne kon­trol­lie­ren den gan­zen Markt und las­sen nur ihre »Trends« durch, die sie auf ab­ge­schirm­ten Mes­sen selb­ser fest­le­gen ohne zu wis­sen, ob die brei­te Mas­se das wirk­lich auch im­mer so ha­ben will -_–

Das soll­te ge­ne­rell drin­gend ge­än­dert wer­den, denn das ist über­al­tert und sie mer­ken nicht­mal, das ih­nen da­durch stän­dig tol­le Per­len ent­ge­hen :-O

El­len­bo­gen­ge­sell­schaft ist OUT !!!

sagt:

Die Ge­schenk­ar­ti­kel­in­du­strie ge­riert sich da­bei al­ler­dings nicht wie die Ret­ter und Hü­ter der Kul­tur … :)

sagt:

lie­ber spät als nie – un­ter­schrei­be ich und hof­fe, dass sich das die Buch­hand­lun­gen zu Her­zen neh­men und ein biss­chen in der Ge­gen­wart le­ben :)

sagt:

Dan­ke sehr! Ver­la­ge ha­ben mit den Buch­han­dels­ket­ten schon im­mer er­bit­tert über Pro­zen­te ge­strit­ten. Und da­bei ver­die­nen nach wie vor die Händ­ler an je­dem Buch den größ­ten An­teil…

Sonja Tengler

sagt:

Das ist ein Schritt vor­wärts, den Un­mut Mal aus­zu­spre­chen der uns lei­der an­der­wei­tig noch schwei­gen läßt.
Aus Höf­lich­keit? Oder nur der Ge­wohn­heit we­gen?
Doch wie der ste­te Trop­fen, so ar­bei­tet auch un­ser Selbstwertgefüh.Und vie­le wer­den krank.
Bis­her hieß es wohl: Gott­sei­dank, denn das bringt Be­schäf­ti­gungs­zwei­ge und Ar­beits­plät­ze.
Mit der Be­grün­dung, es könn­te sonst nicht für alle rei­chen? Ge­nau so wie an die­sem Bei­spiel?
Ich lie­ße auch Kun­den un­ter­zeich­nen, denn schließ­lich wol­len auch sie Bü­cher.

sagt:

Bin vom In­halt her völ­lig da­bei, auch wenn ich ei­ni­ge For­mu­lie­run­gen et­was frech fin­de.
z.B.
»…dann geht ins In­ter­net (kennt ihr das? Das gibts schon ein paar Jah­re)«

Als re­la­tiv neu­er Self­pu­blisher wür­de ich mich sehr freu­en, wenn der sta­tio­nä­re Buch­han­del mich un­ter­stüt­zen wür­de.
ISBN und VLB sind Schnee von ge­stern und brin­gen uns Self­pu­blisher nicht nä­her an den Kun­den.

sagt:

Nicht nur als Self­pu­blisher un­ter­schrei­be ich das. Auch als Freund gu­ten Buch­han­dels, denn mit au­ßer­ge­wöhn­li­chen Ti­teln lässt sich auch ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal ma­chen.

Be­ste Grü­ße
Hol­ger Zim­mer­mann

sagt:

[…] Hy­bris: Ste­fan Holz­hau­er hat auf phantanews.de ei­nen „Of­fe­nen Brief der Self­pu­blisher an den Buch­han­del“ ver­öf­fent­licht: „Wir Self­publis­her sind der Mei­nung, dass kein Buch­ver­käu­fer den […]

sagt:

Das un­ter­schrei­be ich ohne Wenn und Aber!
Nur, dass das die­se Leu­te nicht im Min­de­sten in­ter­es­sie­ren wird.
Nach jah­re­lan­gen Ver­su­chen als Ein­mann-Ver­lag, der kon­se­quent igno­riert und von den Buch­händ­lern ge­schnit­ten wur­de, bin ich jetzt über Crea­te­Space bei Ama­zon.
Wen wun­derts?

Jochen

sagt:

Hal­lo,

lei­der konn­te ich nicht un­ter dem Bei­trag »Of­fe­ner Brief der Self­pu­blisher an den Buch­han­del« kom­men­tie­ren: »Er­ror: Time li­mit is ex­hau­sted.« Bin in mei­nem Al­ter of­fen­bar nicht mehr schnell ge­nug für die mo­der­ne Tech­nik. ;-)

Ei­gent­lich bin ich un­ter dem er­wähn­ten Bei­trag nur ei­ni­gen Track­back-Links ge­folgt, weil ich die Stel­lung­nah­men auf den an­de­ren Sei­ten er­neut le­sen woll­te. Of­fen­bar hat man je­doch den Blog der Buch­mes­se Frank­furt in wei­ten Tei­len ge­löscht – und da­bei auch alle po­si­ti­ven Bei­trä­ge über Self­pu­blisher ent­fernt. Zu­min­dest fin­det man bspw. von Jea­net­te Hoff­mann un­ter http://web.archive.org/web/20140824151940/http://blog.buchmesse.de/2014/08/20/5-wahrheiten-self-publishing/ , von Frank Krings un­ter http://web.archive.org/web/20140223150122/http://blog.buchmesse.de/2013/09/19/selfpublishing-kannibalisieren-sich-die-verlage/ oder von Hil­ke Gesa-Buss­mann un­ter http://web.archive.org/web/20140719175539/http://blog.buchmesse.de/2013/10/09/self-publishing-area-interessante-diskussionen-und-grosser-andrang/ nur noch über die Way­back Ma­chi­ne des In­ter­net Ar­chi­ve.

Mal all­ge­mein ge­fragt: Pas­siert das öf­ter, das Ver­lin­kun­gen zu Phan­ta­news bzw. po­si­ti­ve Bei­trä­ge über Self­pu­blisher ein­fach ge­löscht wer­den? Wäre ggf. ein span­nen­des Ar­ti­kel­the­ma.

Jo­chen

sagt:

Kei­ne Ah­nung, ob da öf­ter was ge­löscht wird. Ich gehe eher da­von aus, dass die dau­ernd ihre CMS ver­stub­beln und nicht wis­sen, wie man die bis­he­ri­gen Ar­ti­kel via Re­di­rect wei­ter auf­find­bar hält. Die Buch­bran­che hat es ja nicht so mit dem #neu­land

Ehr­lich ge­sagt in­ter­es­siert mich aber auch über­haupt nicht, ob die ihre Bei­trä­ge lö­schen
.

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