Spiel 2011 — das ungeliebte Rollenspiel?

[spiel2011] Die Messe Spiel gibt es nun seit 29 Jah­ren (sagt der Ver­an­stal­ter) und ich per­sön­lich habe in die­ser Zeit nicht eine da­von ver­passt (ja, ehr­lich). An­fangs »nur« we­gen der Mainstream-Spiele, denn ge­spielt habe ich schon im­mer gern, spä­ter dann, als ich durch Freunde ins Rol­len­spiel stol­perte und die­ses Genre auch in Deutsch­land im­mer mehr An­hän­ger fand, freute man sich dar­über, dass der Ver­an­stal­ter auch die­sen Spie­len eine Ecke und spä­ter eine Halle bot.

Seit un­ge­zähl­ten Jah­ren ist die Spiel ins­be­son­dere für mei­nen Freun­des– und Be­kann­ten­kreis des­we­gen auch ins­be­son­dere ein Event rund um Rol­len­spiel, Ta­ble­top und LARP — es tref­fen sich nicht ge­rade kleine Men­gen an Per­so­nen, um sich spe­zi­ell den Rollenspiel-Bereich an­zu­se­hen.

Mir geht das ebenso, ich be­su­che diese Messe seit Jah­ren pri­mär we­gen die­ses An­ge­bots, die Mainstream-Spiele sind im Prin­zip für mich ein net­tes zu­sätz­li­ches Gim­mick — na gut, man be­kommt zu­dem oft an den Stän­den aus­län­di­scher oder klei­ner An­bie­ter wahre Klein­odien ab­seits des An­ge­bots der gro­ßen Pu­bli­kums­ver­lage. Letz­te­res ist allzu oft lei­der nicht mit mei­nen An­sprü­chen oder The­men­wün­schen kom­pa­ti­bel.

Ge­wan­dete — ein sel­te­nes Bild in die­sem Jahr…

Im Rollenspiel-Bereich je­doch lock­ten im­mer wie­der di­verse Spe­zia­lis­ten und ins­be­son­dere in den letz­ten Jah­ren wa­ren ge­rade die Händ­ler mit LARP-Devotionalien in­ter­es­sant, bo­ten sie doch oft die Mög­lich­keit, das ei­gene Out­fit oder die Ge­wan­dungs­samm­lung zu ver­voll­stän­di­gen — oft­mals auf­grund der Mes­se­preise zu deut­lich güns­ti­ge­ren Kon­di­tio­nen als an­derswo oder im Ver­sand.

In die­sem Jahr je­doch sah die Si­tua­tion in Halle sechs äußerst trau­rig aus, denn di­verse große und auch et­li­che klei­nere An­bie­ter wa­ren der Ver­an­stal­tung fern ge­blie­ben. Das rest­li­che An­ge­bot im Sek­tor LARP und Rol­len­spiel war recht spar­sam und es wurde lange nicht die Aus­wahl der ver­gan­ge­nen Jahre ge­bo­ten.
Leder-Joe, Dein-LARP-Shop, Fe­der & Schwert und Maskworld wa­ren bei­spiels­weise nam­hafte An­bie­ter, die fehl­ten und wo man sich frü­her präch­tig aus­stat­ten und ein­klei­den konnte, war 2011 zum gro­ßen Teil nur noch Frust über die Ab­we­sen­heit.

Au­ßer­ge­wöhn­li­che Ge­wan­dun­gen zum Kau­fen — 2011 Man­gel­ware

Na­hezu sämt­li­che Freunde und Be­kannte, die ich hierzu be­fragte, äußer­ten sich übe­r­aus ne­ga­tiv über das Er­lebte und nicht we­nige frag­ten sich ge­nau wie ich, ob sich der Be­such auf der Spiel in Zu­kunft über­haupt noch lohnt, gibt es doch für In­ter­es­sierte an den an­sons­ten hier ver­tre­ten Spiel­gen­res un­ter die­sen Um­stän­den deut­lich viel­ver­spre­chen­dere Ver­an­stal­tun­gen wie die RPC oder die Fan­tasy­Days. Die Zei­ten, in de­nen die Spiel die ein­zige Ver­an­stal­tung war, auf der man in die­sem Um­fang und mit gro­ßer Aus­wahl ein­kau­fen konnte, sind lange vor­bei.

Da mich in­ter­es­sierte, was zur Ab­we­sen­heit di­ver­ser An­bie­ter ge­führt hat, fragte ich zum ei­nen bei den Ab­we­sen­den nach und un­ter­hielt mich auch mit ein paar Händ­lern vor Ort.

Ein wich­ti­ger Punkt scheint zu sein, dass sich ins­be­son­dere für klei­nere Lä­den der Be­such der Spiel fi­nan­zi­ell nicht mehr lohnt, da der Um­satz in keins­ter Weise die Kos­ten deckt. Man muss sich dar­über im Kla­ren sein, dass ne­ben den rei­nen Stand­kos­ten auch noch lo­gis­ti­sche Kos­ten auf die Händ­ler zu­kom­men, vom Zeit­auf­wand und dem auf der Messe ge­bun­de­nen Per­so­nal mal ganz ab­ge­se­hen.
Übe­rein­stim­mend wurde mir von meh­re­ren An­bie­tern mit­ge­teilt, dass An­fra­gen nach Preis­nach­läs­sen oder güns­ti­ge­ren Stand­prei­sen nicht nur ne­ga­tiv be­schie­den wer­den, die Ant­wort des Ver­an­stal­ters auf sol­che Fra­gen lau­tet of­fen­bar sinn­ge­mäß: »Zahlt un­se­ren Preis, oder bleibt eben weg!« Würde man mir so kom­men, bliebe ich wohl auch weg, denn das er­weckt den Ein­druck, als sei man an mir nicht in­ter­es­siert.

Hüb­sche Holz­be­cher — lei­der völ­lig über­teu­ert

Er­schwe­rend kommt hinzu, dass di­verse Händ­ler und Ver­lage den Ein­druck ha­ben, der Rollenspiel-Bereich sei das un­ge­liebte Kind der Messe, das en­fant ter­ri­ble, das man zwar im­mer wie­der da­bei hat, aber den Ver­an­stal­tern tat­säch­lich nicht wich­tig ist und man sich keine ernst­haf­ten Ge­dan­ken darum macht, ob dort An­bie­ter fern blei­ben oder nicht. Diese Kri­tik habe ich über die Jahre im­mer wie­der un­ter der Hand zu hö­ren be­kom­men, das Ge­habe wird sei­tens der Ver­an­stal­ter al­ler­dings of­fen­bar schlim­mer.

Auch von den in die­sem Jahr An­we­sen­den teil­ten mir ein paar un­ter dem Sie­gel der Ver­schwie­gen­heit mit, dass man sich über­lege, ob man an­ge­sichts von Veranstalter-Gebaren und Ent­wick­lung der Be­su­cher­zah­len in die­sem Be­reich im nächs­ten Jahr über­haupt noch ein­mal wie­der­kom­men möchte.

Eben­falls Te­nor ist, dass di­verse Lä­den und Ver­lage ganz ein­deu­tig in­zwi­schen der RPC den Vor­zug ge­ben wol­len, denn (Zi­tat) »…da will man uns we­nigs­tens ha­ben und freut sich, wenn wir kom­men!« Ich möchte hin­zu­fü­gen: Und da ist ex­akt die Ziel­gruppe an­we­send. Wenn man nun auch hätte an­neh­men kön­nen, dass Ein­zelne mit den Ver­an­stal­tern der Messe nicht kön­nen, dann würde zu­min­dest ich das aus­schlie­ßen wol­len, denn diese Kri­tik wird al­lent­hal­ben ge­übt.

Rüs­tun­gen — deut­lich sel­te­ner als sonst feil ge­bo­ten…

Ich finde das Ver­hal­ten der Ver­an­stal­ter schwer nach­voll­zieh­bar, man sollte sich dar­über im Kla­ren sein, dass im Ge­gen­satz zum nach wie vor boo­men­den Ge­schäft mit Ge­sell­schafts­spie­len (nach Aus­sa­gen auf der Pres­se­kon­fe­renz trotz Re­zes­sion nach wie vor be­trächt­li­che Um­satz­zu­wächse), die LARP– und Rollenspiel-Zielgruppe zu ei­nem nicht ge­rin­gen Teil aus jun­gen Per­so­nen, Schü­lern und Stu­den­ten be­steht, die ins­be­son­dere in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten nicht so viel Geld für ihr Hobby aus­ge­ben kön­nen, wie sie es gern möch­ten. Das macht dann na­tür­lich auch den An­bie­tern mit ge­sun­ke­nem Um­satz zu schaf­fen. Statt mit den glän­zen­den Zah­len der Mainstream-Branche zu prot­zen, soll­ten sich die Ver­an­stal­ter der Spiel lie­ber mal dar­über Ge­dan­ken ma­chen und der all­ge­mei­nen wirt­schaft­li­chen Lage an­ge­mes­sene Preise an­sa­gen. Fi­nan­ziert wer­den kann das ja von den Bran­chen­rie­sen in den vor­de­ren Hal­len, die ein paar tau­send Euro Spon­so­ring für kleine An­bie­ter (durch ge­rin­gere Stand­preise für diese) wahr­schein­lich aus der Por­to­kasse be­strei­ten kön­nen. Das gilt übri­gens nicht nur für den Rollenspiel-Bereich, son­dern auch für kleine und kleinste An­bie­ter von Ge­sell­schafts­spie­len und Stände von Spie­le­au­to­ren.

Die Ver­ant­wort­li­chen beim Fried­helm Merz-Verlag soll­ten sich über­le­gen, ob ih­nen et­was an die­sem Be­reich der Messe liegt und sie soll­ten es schnell tun, denn wenn das An­ge­bot im nächs­ten Jahr noch dün­ner wird, dann hat die Spiel als ei­ner DER Treff­punkte für die Szene lei­der aus­ge­dient und die Hal­len dürf­ten dann deut­lich lee­rer wer­den.
Be­reits in die­sem Jahr musste man Ge­wan­dete fast mit der Lupe su­chen (und diese Ge­wan­de­ten ha­ben in den letz­ten Jah­ren al­lein durch ihre me­di­en­wirk­same An­we­sen­heit im­mer wie­der für coole Pres­se­bil­der, also Wer­bung, ge­sorgt, und brach­ten den Otto-Normalspielern diese Fa­cette des Gesellschaftsspiel-Hobbies mal nä­her) und be­reits am Nach­mit­tag war die Halle sechs im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren fast er­schre­ckend ver­waist. Kein Wun­der, wenn das An­ge­bot, we­gen dem viele Be­su­cher ge­kom­men wa­ren, fehlt, dann kann man auch wie­der ge­hen. Freunde mit ei­ner mehr­sei­ti­gen Ein­kaufs­liste sind un­ver­rich­te­ter Dinge wie­der ab­ge­zo­gen. Frust pur. Und ein XBox-Kinect-Truck ist da keine zu­frie­den­stel­lende Al­ter­na­tive, wenn ich so et­was will, fahre ich auf die Ga­mes­Com nach Köln.

Halle sechs, Sams­tag 16:30 Uhr — fast schon gäh­nende Leere…

Wir wer­den uns jetzt über­le­gen, even­tu­ell im nächs­ten Jahr ei­nen Event zur RPC statt zur Spiel zu ver­an­stal­ten, mög­li­cher­weise mit An­mie­tung ei­ner Ju­gend­her­berge oder ei­nes Pfad­fin­der­heims — das er­scheint uns deut­lich sinn­vol­ler, als noch­mal mehr­tä­gig eine Messe in Es­sen zu be­su­chen, die viel von ih­rer At­trak­ti­vi­tät ver­lo­ren hat.

Aber wahr­schein­lich ist den Ver­ant­wort­li­chen bei den Ver­an­stal­tern die­ses La­mento oh­ne­hin völ­lig schnuppe, da man sich ja wei­ter­hin darin son­nen kann, die »größte Messe für Ge­sell­schafts­spiele« welt­weit zu ver­an­stal­ten — was küm­mern ei­nen da schon ein paar selt­sam ge­klei­dete »Nerds«?

Die­ser Nerd hier muss al­ler­dings schwer dar­über nach­den­ken, ob er am 30-jährigen Ju­bi­läum der Ver­an­stal­tung im nächs­ten Jahr teil­neh­men wird. Viel­leicht aus pu­rer Nost­al­gie und um ein letz­tes Mal zu be­gut­ach­ten, ob es noch schlim­mer ge­wor­den ist…

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22 Kommentare

  1. Erstellt am 24. Oktober 2011 um 17:06 | Permanent-Link

    Die un­ge­liebte Phan­tas­tik ist aber nun schon ein Dau­er­bren­ner auf der Spiel — selbst zu mei­ner ak­ti­ven Zeit in der Bran­che — die jetzt auch schon das eine oder an­dere Jahr­zehnt auf dem Bu­ckel hat — wurde das re­gel­mä­ßig the­ma­ti­siert, da­vor im Fern­spiel­be­reich war es auch nicht an­ders. Wir sind Freaks, wir sor­gen für Presse, wir sind nette Ku­lisse. Das war’s aber auch schon.

    Und rea­lis­tisch be­trach­tet ha­ben die phan­tas­ti­schen The­men mit der RPC mehr als nur eine Al­ter­na­tive zur SPIEL — sie hat das — für uns — ein­deu­tig bes­sere Kon­zept und die da­zu­ge­hö­rige Kund­schaft. Stände auf der Messe Es­sen sind teuer und ren­tie­ren sich nur für die gro­ßen Ver­lage mit ent­spre­chen­den Ab­ver­kaufs­flä­chen — man ging halt hin, um Freunde zu tref­fen und den ei­ge­nen Kun­den eine An­lauf­stelle zu ge­ben, mal die Ma­cher an­zu­fas­sen. Bei­des geht aber auf der RPC in der Zwi­schen­zeit er­heb­lich bes­ser.

  2. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 24. Oktober 2011 um 17:18 | Permanent-Link

    Das mit der RPC sehe ich ge­nauso, al­ler­dings hörte ich be­reits Kla­gen, dass die Stand­preise auch dort deut­lich stei­gen und für manch ei­nen klei­ne­ren An­bie­ter kaum noch stemm­bar sind. Ich kenne al­ler­dings die ge­nauen Preise dort nicht. Auch da muss ich aber sa­gen, dass die gro­ßen An­bie­ter ge­rade aus dem Computerspiel-Bereich pro­blem­los die klei­ne­ren durch hö­here Stand­ge­büh­ren spon­sorn könn­ten, ohne dass ih­nen das weh tut. Und eine gute Wer­bung wäre es oben­drein.

  3. Erstellt am 24. Oktober 2011 um 21:02 | Permanent-Link

    Also, es gibt da si­cher ei­nige Fak­to­ren. Zum ei­nen muss man ja über­le­gen, dass sich die Ver­öf­fent­li­chungs­si­tua­tion mit der RPC ent­zerrt. Dazu kommt, dass ei­nige Ver­läge sich ge­wan­delt ha­ben, z.B. die er­wähn­ten Fe­der & Schwert. Bis auf Kleine Ängste ha­ben die kein Rol­len­spiel am start. Frank­fur­ter (und Leip­zi­ger) Buch­messe. Über­haupt ist die Rol­len­spiel­welt stark im Wan­del, die heute gro­ßen kannte vor 5 Jah­ren noch kein Rol­len­spie­ler (Ulis­ses DSA seit 1997,Prometheus noch spä­ter ge­grün­det), Pe­ga­sus war schon fast ein Brett­spiel­ver­lag (und Ver­trieb) be­vor ne­ben Cthulhu noch Shado­wrun (und ei­ni­gen klei­nen Sa­chen) ein zwei­tes Zug­pferd da­zu­kam. in­ter­na­tio­nal ist teil­weise ähn­li­ches zu be­ob­ach­ten, Man gu­cke sich bei Steve Jack­son Ga­mes mal die Um­satz­zah­len zu GURPS und Munch­kin und ihre ge­gen­läu­fige Ent­wick­lung an.

    An­sons­ten gab es in Ediehs Blog eine ähn­li­che (Vorab-)Diskussion:
    -> http://www.edieh.de/2011/10/12/die-rollenspiel-neuheiten-auf-der-spiel-2011/

  4. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 24. Oktober 2011 um 21:16 | Permanent-Link

    Dass der Out­put und die Be­deu­tung von Pen & Pa­per deut­lich zu­rück ge­gan­gen ist, ist schon klar, auf der an­de­ren Seite boomt LARP nach wie vor. Wir soll­ten hier ei­gent­lich meh­rere Ver­an­stal­tun­gen zum Genre pro­blem­los ver­tra­gen kön­nen und diese soll­ten auch ebenso pro­blem­los hin­rei­chend Gäste an­zie­hen. Ich sehe die Pro­bleme pri­mär beim Ver­an­stal­ter der Spiel, de­nen die­ser Be­reich schein­bar ver­gleichs­weise egal ist. Ich ver­mute, dass das auch da­mit zu­sam­men hän­gen dürfte, dass der große Um­satz im Be­reich Mainstream-Spiele ge­macht wird.

  5. Ursel
    Erstellt am 25. Oktober 2011 um 13:27 | Permanent-Link

    Schade, schade … da denkt man nost­al­gisch an alte Zei­ten, und über­legt, ob man nicht eins der nächs­ten Jahre eine tra­di­tio­nelle Quiche als Mit­bring­sel und das Kind mit ein­packt und end­lich mal wie­der hin­fährt — und dann so­was. *seufz* Ade, Nost­al­gie.

    Dann wer­den wir also um­dis­po­nie­ren, und statt des­sen für eins der nächs­ten Jahre mal die RPC pro­be­weise an­vi­sie­ren. Bloß 2012 geht’s schon mal nicht, das spe­zi­elle Wo­chen­ende ist schon an­der­wer­tig be­legt. ;-P

  6. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 25. Oktober 2011 um 13:46 | Permanent-Link

    Da wäre auch noch die Elf Fan­tasy Fair in Ar­cen (Nie­der­lande) im April…

    http://arcen.elffantasyfair.com

    Ich finde das aber eben­falls sehr be­dau­er­lich, von der zeit­li­chen Lage im Jahr (Früh­jahr und Herbst) her ge­se­hen könn­ten RPC und Spiel fried­lich ko­exis­tie­ren und man beide be­su­chen. Die Ent­wick­lung in Es­sen sagt al­ler­dings lei­der was an­de­res…

  7. Erstellt am 25. Oktober 2011 um 15:14 | Permanent-Link

    Meine per­sön­li­che Mei­nung zum Thema:
    Ich finde die Po­li­tik des Merz-Verlages schon seit Jah­ren be­fremd­lich, ge­nauer: Seit sie die Aus­pro­bier– und Spiel­flä­chen ge­stri­chen ha­ben, die die Messe groß­ge­macht ha­ben.

    Im­mer­hin ha­ben sie in Pres­se­mit­tei­lun­gen in­zwi­schen er­kannt, daß sie die­ses Jahr we­ni­ger Be­su­cher hat­ten als letz­tes, weil sie (wie­der) au­ßer­halb der Fe­rien la­gen mit der Messe. Letz­tes Jahr hat man ih­nen ja zur Ab­wechs­lung mal wie­der die Bude ein­ge­rannt, weil sie seit Jah­ren end­lich mal wie­der in den Schul­fe­rien in NRW la­gen. Viel­leicht ha­ben sie lang­sam be­grif­fen, daß die Schul­fe­rien sich ir­gend­wie auf die Be­su­cher­zah­len, und da­mit auch auf das ver­füg­bare Geld aus­wir­ken könn­ten.

    A pro­pos Geld: Ich habe kei­nen Ver­an­stal­ter bis­lang er­lebt, der so kon­se­quent wie der Merz-Verlag sin­kende Be­su­cher­zah­len mit stei­gen­den Ein­tritts­prei­sen kom­pen­siert hat. Man muß sich ein­fach mal die Zah­len an­gu­cken, und sich fra­gen, wel­ches Ge­nie da das Mar­ke­ting und/oder die Rech­ne­rei ge­macht hat.

    Der Ver­lag macht mit den Be­su­chern quasi das glei­che wie mit den Händ­lern: Zahl‹ un­se­ren Preis oder bleib weg.

    Als ich zum ers­ten Mal meine ei­gene Dau­er­karte ge­kauft habe, habe ich da­für ir­gend­was um die 13 Mark be­zahlt. Heute zahlt ein KIND für EI­NEN TAG 6,50 Euro. Die Dau­er­karte liegt in­zwi­schen bei 26 Euro. Denkt Euch eu­ren Teil.

    Ich fände es sehr schade, wenn die Spie­le­messe stirbt, weil viele klei­nere Händ­ler sich für eine Messe ent­schei­den (Nürn­berg oder Es­sen?), und auf Dauer nach Nürn­berg ge­hen wer­den. Dann kann der Merz-Verlag sich ir­gend­wann end­lich auf sei­nen Deut­schen Spie­le­preis kon­zen­trie­ren, ohne die läs­tige Messe drum­herum ver­an­stal­ten zu müs­sen.

  8. Noisy
    Erstellt am 25. Oktober 2011 um 15:15 | Permanent-Link

    Der klare Fo­kus der Spiel lag im­mer schon auf dem Brett­spiel­be­reich und den gro­ßen Spie­le­ver­la­gen! Hab frü­her 6Jahre lang für Ga­mes Work­shop auf der messe ge­ar­bei­tet und man braucht 10-15min bis man sich im eil­tempo vom Ein­gang bis zu den Fan­tasy­be­reich durch­ge­quetscht hat. GW war in der halle im­mer so­was wie der Platz­hirsch, von der rei­nen Stand­größe konn­ten nur we­nige LARP-stände mit­hal­ten. Ich bin im­mer mehr an Ta­ble­top in­ter­es­siert ge­we­sen, aber ein zu­rück­ge­hen­der trend war schon in den letz­ten jah­ren zu er­ken­nen. Trau­rig ei­gent­lich… aber wie schon er­wähnt wurde wir wa­ren und sind die Nerds und nicht das Ziel­pu­bli­kum.
    And­rer­seits ist auf der RPC eine er­freu­li­che Po­si­tiv­be­we­gung zu er­ken­nen. Stan­den die Rol­len­spie­ler und Ta­ble­toper an­fangs et­was im Schat­ten der Com­pu­ter und Kon­so­len­spie­ler (das die rpc, fast wie ne gamesCon-light wirkte) so sind wir jetzt auf glei­cher Au­gen­höhe…

    mal se­hen ob ich mir nächs­tes Jahr das Ju­bi­läum in Es­sen gebe.

  9. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 25. Oktober 2011 um 15:26 | Permanent-Link

    Danke für die An­mer­kun­gen!

    »In­ter­es­sant« finde ich auch, dass seit sechs Jah­ren ge­gen­über der Presse im­mer wie­der die glei­che Be­su­cher­zahl kol­por­tiert wird (ich habe ge­rade mal ein we­nig re­cher­chiert), näm­lich 150000 Be­su­cher — und dass diese Be­su­cher­zah­len im­mer schon VOR der MEsse her­aus ge­ge­ben wer­den.

    @Henning: hast Du für die Pres­se­mit­tei­lun­gen zu die­sem Jahr eine Quelle? Ich habe jetzt auf die Schnelle nichts ge­fun­den (die Web­sei­ten zur Spiel und des Merz-Verlags sind ja oh­ne­hin in Sa­chen In­for­ma­tion ein Trau­er­spiel für sich).

  10. Erstellt am 25. Oktober 2011 um 16:08 | Permanent-Link

    Für mich als pri­mär an Rol­len­spie­len (da vor­nehm­lich Pen&Paper-Rollenspiele) In­ter­es­sier­tem bie­tet die Spiel schon lange kaum noch aus­rei­chend in­ter­es­sante An­lauf­punkte, als daß ich da­für ei­gens nach Es­sen fah­ren müßte.

    Die RPC hin­ge­gen ist für mich das ge­samte Ka­lei­do­skop an al­lem, was ir­gend­wie mit Rol­len­spie­len zu tun hat. Da be­rei­chern die vie­len, vie­len LARP-Gewandeten schon al­lein die Op­tik der Hal­len und man fin­det Com­pu­ter­spie­ler, die auch mal bei den Pen&Paper-Spielern oder den Ta­ble­top­pern rein­schauen und sich mit Pömp­fen eins auf die Mütze ge­ben.

    Diese sehr ziel­grup­pen­ge­rechte Mi­schung des An­ge­bots auf der RPC macht für mich die RPC zu DEM Ter­min im Jahr. Die SPIEL in Es­sen ist teuer, un­be­quem, man kann kaum mal ir­gend­was aus­pro­bie­ren (SPIEL­FLÄ­CHEN! Ei­gent­lich ein MUSS für solch eine Ver­kaufs­messe!). Und so ho­hen Ein­tritt zu be­zah­len, da­mit ich dann Pro­dukte ohne Pro­be­spiel wie die Katze im Sack kau­fen muß, die dann auch noch ge­nauso teuer sind, wie wenn ich sie im hei­mi­schen Spie­le­la­den kau­fen würde, das er­höht kei­nes­falls die At­trak­ti­vi­tät der SPIEL. Eher im Ge­gen­teil!

    Die RPC hat für Rol­len­spie­ler mit all ih­ren »Ne­ben­in­ter­es­sens­fel­dern« wie Brett– und Kar­ten­spiele, Com­pu­ter­spiele, Ta­ble­tops, Ro­mane(!), usw. ein­fach das bes­sere An­ge­bot.

    Die SPIEL ist passe. Es lebe die RPC!

  11. Fox
    Erstellt am 25. Oktober 2011 um 20:37 | Permanent-Link

    Wir wa­ren am Sa. und So. auf der Messe schau­lau­fen — und hat­ten Ge­le­gen­heit, auch mit klei­ne­ren be­freun­de­ten An­bie­tern zu spre­chen. Be­zug­neh­mend auf die vor­her ge­nann­ten Stand­preise kann ich nur be­stä­ti­gen, dass diese (lei­der) »nor­male« Mes­se­preise sind, die die Klein­an­bie­ter im­mer mehr ver­trei­ben wer­den, denn sie sind kaum zu stem­men; zu­mal grade im LARP-Bereich nun­mal für eben­diese An­bie­ter die Um­sätze kei­nes­wegs so her­vor­ra­gend sind, wie für Groß­an­bie­ter mit Massenware-Angeboten.

  12. Erstellt am 26. Oktober 2011 um 09:17 | Permanent-Link

    Tja, ich muss sa­gen, dass ich die­sen Trend auch be­ob­achte und sehr schade finde. Frü­her war die SPIEL ne­ben dem Event-Charakter für mich eine Chance, Men­schen wie­der­zu­tref­fen, die ich sonst nur ein­mal im Jahr sehe. Auch wenn wir die­ses Jahr das erste Mal als Quasi-Presse da wa­ren, sehe ich den Punkt, auch wenn ich selbst viel zu tun hatte und viel für mich neues er­fah­ren habe.

    Ge­wan­dete sah man frü­her mehr, die Ver­lage sind nur noch ein­ge­schränkt da (F&S macht btw kein Rol­len­spiel mehr, sie ha­ben die Li­zenz für War­ham­mer im Auf­trag der Hei­del­ber­ger und kleine Ängste — das wars) und tat­säch­lich sind die Ti­sche, an de­nen man auch mal eine Pro­be­runde ha­ben konnte, sehr spär­lich ge­wor­den.

    Was das Ner­dism an­geht — da sehe ich mitt­ler­weile bei den »nor­ma­len« Brett­spie­len mehr als bei uns in den Hal­len 6,8,9.

    Ich war bis­lang nicht auf der RPC, aber nächs­tes Jahr sind die Teil­zeit­hel­den auf je­den Fall vor Ort und al­les, was ich bis­lang da­von las, lässt mein Herz be­geis­tert schnel­ler klop­fen.

    Ro­ger von Teilzeithelden.de

  13. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 26. Oktober 2011 um 09:35 | Permanent-Link

    Ich weiß durch­aus, dass F&S in­zwi­schen haupt­säch­lich in Bel­le­tris­tik macht, ex­pli­zit habe ich sie er­wähnt, weil sie seit über zwei Jahr­zehn­ten in der Halle Prä­senz zeig­ten (und weil ich da mal vor­bei­sch­len­dern und »hallo« sa­gen wollte). :)

  14. Erstellt am 26. Oktober 2011 um 10:20 | Permanent-Link

    Hätte ich auch, wenn sie da ge­we­sen wä­ren. So lese ich halt Oli­ver Hoff­manns Priv­vat­blog und schreibe ab und an mit Ihm ;)

  15. Erstellt am 26. Oktober 2011 um 13:04 | Permanent-Link

    Ich konnte die Messe die­ses­mal nur am Sams­tag be­su­chen und hatte nicht das Ge­fühl das »un­sere« Hal­len we­nig be­sucht wa­ren. Eine fast gäh­nende Leere ist mir auch nicht auf­ge­fal­len, aber man kann na­tür­lich nicht übe­r­all gleich­zei­tig sein. Tat­säch­lich muss­ten wir uns oft ge­nug so­gar durch das Ge­dränge kämp­fen.
    Voll­ge­wan­dete Per­so­nen wa­ren auch zu se­hen, aber tat­säch­lich sel­te­ner. Da­für habe ich mehr Leute mit klei­ne­ren Ac­ces­soires be­merkt. Ich halte es für mög­lich, dass dies nicht un­be­dingt an ei­nem ge­rin­ge­ren LARP An­ge­bot liegt, son­dern ein­fach an der Tat­sa­che, dass es ner­vig ist, sich mit auf­wen­di­ger Voll­ge­wan­dung, Maske, usw. durch das Ge­dränge zu schie­ben, was ja au­to­ma­tisch grö­ßer ist als auf der RPC. (Zu­mal ja noch die Enge die Wärme be­güns­tigt.)
    Ich denke, die RPC muss sich ent­wi­ckeln. Das Händ­ler­an­ge­bot der letz­ten RPC bei­spiels­weise, konnte das An­ge­bot der dies­jäh­ri­gen SPIEL mMn nicht top­pen. Aber viel­leicht bes­sert sich das ja. Die RPC konnte im Ge­gen­satz zur SPIEL mit Pen&Paper Spiel­fä­chen auf­war­ten. Das könnte die SPIEL auch mal ma­chen. Platz ge­nug ist vor­han­den. Vor­al­lem könn­ten die SPIEL Be­trei­ber mal Sitz­bänke auf­stel­len. Das Feh­len ist mir be­son­ders ne­ga­tiv in al­len Hal­len auf­ge­fal­len. Viele Leute ha­ben dar­auf­hin die fes­t­in­stal­lier­ten In­fo­stände der Messe ein­ge­nom­men und sich dort auf die Tisch­plat­ten ge­setzt. Das ist doch kein Zu­stand für eine in­ter­na­tio­nale Messe.

  16. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 26. Oktober 2011 um 13:13 | Permanent-Link

    Wie ich im Ar­ti­kel schrieb: ab ca. 16:30 wurde es in Halle sechs deut­lich lee­rer — viel lee­rer als in den letz­ten Jah­ren. Vor­mit­tags war es voll wie im­mer.

    Ich habe noch ein paar Fo­tos von »lee­ren« (also »nicht vol­len«) Gän­gen mehr, als nur das im Ar­ti­kel — und ich habe nicht ab­ge­war­tet, bis kaum ei­ner im Bild war, son­dern in al­len Fäl­len ein­fach ab­ge­drückt…

  17. JL
    Erstellt am 26. Oktober 2011 um 13:48 | Permanent-Link

    Feder&Schwert ha­ben noch War­ham­mer und na­tür­lich En­gel im Pro­gramm, aber wenn die Stim­mung in Es­sen wirk­lich so toll ist, ha­ben sie wahr­schein­lich ein­fach Bes­se­res zu tun, als den Ver­an­stal­tern hin­ter­her­zu­lau­fen.

    Die RPC stellte sich zu­min­dest 2009 und 10 wirk­lich recht be­ein­dru­ckend dar (die­ses Jahr war ich nicht dort). Die Fan­tasy­Days wa­ren bis­her in bei­den In­kar­na­tio­nen lei­der eher ein Witz, und kein be­son­ders gu­ter.

  18. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 26. Oktober 2011 um 13:54 | Permanent-Link

    Die Fan­tasy­Days in Düs­sel­dorf habe ich auf­grund von Ter­min­pro­ble­men noch nicht ge­se­hen, die Ver­an­stal­tung auf Burg Satz­vey fand ich ab­ge­se­hen vom Ein­tritts­preis ei­gent­lich ganz nett.

    Bei der RPC sehe ich grund­sätz­lich trotz coo­len Kon­zepts das Pro­blem des Ein­tritts­prei­ses: der ist zu hoch:

    Ta­ges­karte:
    16,50 Euro, 14,85 im VVK
    Dau­er­karte (zwei Tage):
    25,00 Euro, 21,00 im VVK

    Das ist ins­be­son­dere im Ver­gleich mit Es­sen (de­ren Ver­an­stal­ter ja auch zu hohe Preise vor­ge­wor­fen wer­den) zu viel.

  19. JL
    Erstellt am 27. Oktober 2011 um 01:05 | Permanent-Link

    Oh, hoppla, ich hatte gar nicht re­gis­triert, dass die schon län­ger un­ter­wegs wa­ren. Ich meinte die Fan­tasy­days 2009 und 2010. Zu 2010 gibt es ei­nen Er­fah­rungs­be­richt, der sich ziem­lich mit mei­nen Ein­drü­cken deckt: http://sirdoomsbadcompany.wordpress.com/2010/10/02/highway-to-hell-fantasydays-2010/ und http://sirdoomsbadcompany.wordpress.com/2010/10/03/tag-2-fantasydays-2010/

    Preise wa­ren ziem­lich die­sel­ben wie die oben für die RPC.

  20. Stefan
    Erstellt am 27. Oktober 2011 um 08:28 | Permanent-Link

    Ich möchte mich kurz mit zwei Punk­ten dazu mel­den.

    1) Seid dem Tod von Herrn Merz geht es Berg ab. Herr Merz hat fast je­den Aus­stel­ler be­sucht, es gab freie Spiel­flä­chen und kleine An­bie­ter wur­den hier und dort mal un­ter­stützt. Ich mochte ihn da­für.

    2) Ihr soll­tet bei der Re­cher­che schauen, in wie­weit die Mes­se­ge­sell­schaft mit ver­ant­wort­lich an den er­höh­ten Prei­sen ist. Der Merz Ver­lag ist der Ver­an­stal­ter, doch kauft der Ver­lag alle Dienst­leis­tun­gen bei der Gruga Messe ein. Und an­geb­lich schaut man dort nicht so sehr auf die Aus­ga­ben ;-) Ganz nach dem Motto »Zahle, lie­ber Ver­an­stal­ter, sonst bleibe weg«. Viel­leicht sollte der Merz Ver­lag über­le­gen nach Köln zu wech­seln. Eine schöne Messe und nä­her an Bonn.

  21. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 27. Oktober 2011 um 09:38 | Permanent-Link

    Ganz ehr­lich? Letzt­end­lich ist es dem Be­su­cher egal, wer für die Preise tat­säch­lich oder an­ge­nom­men ver­ant­wort­lich ist. Der Ver­an­stal­ter muss aber da­für die Ver­ant­wor­tung über­neh­men, denn er setzt sie an.

    Ich würde mal da­von aus­ge­hen, dass bei den Be­trei­bern der Messe Gruga durch­aus Ver­hand­lungs­be­reit­schaft ent­stünde, wenn man dar­auf hin­wei­sen würde, dass man »die welt­größte Messe für Ge­sell­schafts­spiele« an­derswo hin ver­le­gen könnte (soll­ten die ho­hen Ein­tritts­preise und Stand­kos­ten tat­säch­lich auf die Be­trei­ber des Ge­län­des zu­rück ge­hen). Ich würde aber mal da­von aus­ge­hen, dass das nicht er­wünscht ist und man an der Ver­an­stal­tung ge­nug ver­dient — die Ein­tritts– und Stand­preise wer­den doch be­zahlt, wenn nicht von Rol­len­spie­lern und zu­ge­hö­ri­gen Händ­lern, dann si­cher von je­mand an­de­rem.

    Of­fen­sicht­lich hält man sich bei den Ver­an­stal­tern für wich­tig ge­nug, um diese »zahl‹ oder bleib weg!«-Schiene fah­ren zu kön­nen. Ich kann nach­voll­zie­hen, dass »große« Her­stel­ler im Main­stream al­lein schon auf die­ser Messe sein müs­sen, weil sie ge­se­hen wer­den wol­len (oder müs­sen), also al­lein schon mal als Wer­be­maß­nahme. Für kleine und »Spe­cial Interest«-Anbieter gilt das aber nicht.

    Und letzt­end­lich dürfte es den Ver­an­stal­tern auch egal sein, wenn die Rol­len­spie­ler weg blei­ben. Wie­viele Ge­samt­be­su­cher wird das we­ni­ger an­lo­cken? 5000? 10000? Nimmste den 140000 an­de­ren Be­su­chern halt fuff­zich Cent mehr ab… :o)

    Im Comic-Bereich (»Co­mic Ac­tion«) scheint es aber auch nicht mehr so üppig zu sein. Auch da hatte ich deut­lich den Ein­druck, dass we­ni­ger los war (so­wohl was Be­su­cher wie auch Aus­stel­ler an­geht). Und bei Pa­ni­nis CosPlay-Wettbewerb ha­ben sich ge­rade mal zehn Teil­neh­mer (bzw. Teil­neh­mer­grup­pen) an­ge­mel­det… Das war auch mal an­ders. Ich würde ver­mu­ten, dass die zum gro­ßen Teil jün­ge­ren Ak­teure sich hier ein­fach den Ein­tritts­preis nicht ge­ben wol­len, nur um am Wett­be­werb teil­zu­neh­men…

  22. Erstellt am 27. Oktober 2011 um 10:14 | Permanent-Link

    @JL: auch wenn F&S war­ham­mer noch über­setzt, ist es jetzt eine Auf­trags­ar­beit für Hei­del­ber­ger. Und die Rol­len­spiel­reihe En­gel wurde im letz­ten Jahr be­en­det. Bleibt nur das Solo– und Ni­schen­pro­dukt Kleine Ängste.

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