GamesCom: MASS EFFECT 3

[GC] Immer wieder mal ver­schoben und nicht nur von den Fans hän­derin­gend erwartet: Der dritte und abschließende Teil der MASS EFFECT-Rei­he rund um die Aben­teuer von Com­man­der Shep­ard und die Crew der (wech­sel­nden) Nor­mandy. Auch wenn für sich gese­hen die Spielele­mente nichts neues waren, so hat doch die gekon­nte und ein­fühlsame Inte­gra­tion von Kampf, Sto­ry und Charak­teren dafür gesorgt, dass MASS EFFECT bere­its jet­zt eine der erfol­gre­ich­sten Spiel­erei­hen über­haupt wer­den kon­nte. Das über­aus detail­liert aus­gear­beit­ete Uni­ver­sum mit seinen schillern­den Loka­tio­nen und Charak­teren sieht den Spiel­er in seinen Bann und übt eine Fasz­i­na­tion aus, wie man sie son­st nur von Genre-Fil­men oder Fernsehse­rien ken­nt – tat­säch­lich wären sowohl Hin­ter­grund wie auch Fig­uren für einen SF-Block­buster prädes­tiniert.

Teil drei soll im näch­sten Früh­jahr erscheinen, genauer gesagt am 6. März 2012 – falls nicht wieder ein­mal erneut ver­schoben wird. Auf der GamesCom gab es den­noch was zum Spiel zu sehen, wenn man sich die Zeit nahm und von der üblicher­weise lan­gen Schlange am Stand nicht schreck­en ließ.

MASS EFFECT 3 startet mit einem Com­man­der Shep­ard der (oder die) auf der Erde vor Gericht gestellt wurde – als direk­tes Resul­tat der Ereignisse des ME2-Down­load-Inhalts ARRIVAL. Während der Ver­hand­lung wird die Erde von den Reapern ange­grif­f­en, auf­grund der haushohen Über­legen­heit der Geg­n­er ist der Com­man­der gezwun­gen zu fliehen, um danach zu ver­suchen, sich der Hil­fe der anderen galak­tis­chen Zivil­i­sa­tio­nen zu ver­sich­ern, um einen Gegen­schlag zu starten und die Erde zu befreien. Erschw­erend kommt hinzu, dass die Organ­i­sa­tion Cer­berus, die ihn noch im zweit­en Teil wieder­beleben ließ, sich gegen Shep­ard stellt.

Alle Voraus­set­zun­gen für eine pack­ende Hand­lung sind somit erneut gegeben.

Im Gegen­satz zu den Vorgänger tendiert ME3 in den Kampf­szenen spielerisch deut­lich mehr zum 3rd-Per­son-Shoot­er, das ist wahrschein­lich dem Markt geschuldet, auf dem man auch die entsprechen­den Shoot­er-Spiel­er noch ein­fan­gen möchte. Zudem wur­den auch inten­si­vere Rol­len­spiel-Sequen­zen angekündigt, die wieder mehr in Rich­tung des ersten Teil gehen sollen. Noch nicht beant­worten kann ich die Frage, inwieweit es möglich sein wird, die Schwierigkeit so anzu­passen, dass der Spiel­er, der eher an der Sto­ry inter­essiert ist, die Kampf­szenar­ien auf ein­er ver­gle­ich­sweise ein­fachen stufe durch­spie­len kann – es würde mich aber sehr wun­dern, wenn dem nicht so wäre. Man weist seit­ens BioWare allerd­ings auch darauf hin, dass die dritte Inkar­na­tion die bis­lang schwierig­ste wer­den wird: die KIs der Geg­n­er sollen bess­er sein als je zuvor, außer­dem agieren diese nicht mehr einzeln, son­dern sind in der Lage, in Grup­pen gegen den Spiel­er zusam­men zu arbeit­en. Da sollte man sein Team im Griff haben…

Weit­er­hin wur­den Spielele­mente erweit­ert oder es wur­den neue hinzuge­fügt: zum Sprint gibt es jet­zt auch noch die Möglichkeit, sich im Kampf abzurollen, zu den Spezialfähigkeit­en gehören jet­zt »instant kills«, mit denen man sich eines Geg­n­ers sofort entledi­gen kann (ein Fea­ture, das bei der CDU und der CSU sich­er sofort unzäh­lige Fre­unde find­en wird…); neu ist es auch, dass man während des Laufens gezielt und sin­nvoll schießen kön­nen wird. Ganz neu sind benutzbare Leit­ern.

Wie schon in ME 1 und ME 2 wird der Spiel­er mit Com­man­der Shep­ard und sein­er Crew zahllose Spiel­ge­gen­den uns -Szenar­ien besuchen kön­nen, dazu gehören unter anderem mehrere Heimatwel­ten der Völk­er des ME-Uni­ver­sums: die salari­an­is­che Heimatwelt Sur’Kesh, die Asari-Heimatwelt Thes­sia, Palaven, die Heimat der Turi­an­er, Ran­noch, die Heimatwelt der Quar­i­an. Weit­er­hin wird man eine men­schliche Minenkolonie in einem Marskrater eben­so auf­suchen kön­nen, wie eine gigan­tis­che Megac­i­ty auf der Erde, die aus dem Zusam­men­schluss von Seat­tle und Van­cou­ver ent­standen ist. Und man kehrt sowohl zur Kro­gan-Welt Tuchanka wie auch nach Illi­um zurück.

Lei­der wird die Auswahl an möglichen Team­mit­gliedern (und damit auch poten­tiellen Love-Inter­ests) klein­er sein als in ME2, dafür gibt es auch im drit­ten Teil wieder die Möglichkeit, im Laufe der Sto­ry mit Gle­ichgeschlechtlichen anzuban­deln – ein Fea­ture, das in manchen kon­ser­v­a­tiv­en Kreisen lei­der auch heutzu­tage immer noch heiß disku­tiert wurde und wird – von der Möglichkeit was mit Aliens anz­u­fan­gen mal gar nicht gesprochen. Die Dum­men und Verblende­ten ster­ben halt nicht aus…

Der Spiel­er wird mit haufen­weise bekan­nten Per­so­n­en aus den ersten bei­den Teil­er erneut zusam­men­tr­e­f­fen: dem Illu­sive Man, Gar­rus Vakar­i­an, Liara T’Soni, Kaidan Alenko oder Ash­ley Williams, Legion, Tali’Zorah, Urd­not Wrex, Jack, Mordin Solus, Ambas­sador Udi­na, Cap­tain Ander­son, Zaeed Mas­sani, Jacob Tay­lor und Miran­da Law­son – sollte man mit seinem Spe­ich­er­stand weit­er­spie­len kann es natür­lich sein, dass welche davon nicht mehr am Leben sind… Ein neuer Charak­ter ist der men­schliche Sol­dat James Vega.

Wie man BioWare ken­nt und nach dem, was man bis­lang von MASS EFFECT 3 sehen kon­nte, würde es mich sehr wun­dern, wenn auch Num­mer drei trotz aller Änderun­gen nicht wieder ein Com­put­er­spiele-High­light der beson­deren Art wer­den würde. Ich freue mich sehr darauf, zu erleben, wie die Geschichte der Galax­is und der Pro­tag­o­nis­ten im abschließen­den Teil weit­er geht und beschlossen wird! (und finde es bere­its jet­zt über­aus schade, dass danach Schluß ist – es bleibt die Hoff­nung, dass BioWare vor dem Hin­ter­grund dieses bril­liant aus­gear­beit­eten Uni­ver­sums noch weit­ere Spiele ansiedeln wird)

Und dann sind da immer wieder diese Mel­dun­gen und Gerüchte über eine Ver­fil­mung – auf­grund der Konzen­tra­tion auf Sto­ry und Hin­ter­grund wäre MASS EFFECT tat­säch­lich per­fekt fürs Kino geeignet…

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

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