Story: PERRY RHODAN – UNTERNEHMEN STARLIGHT

Bere­its Ende der Neun­ziger habe ich diese Geschichte ver­fasst, die dann lange Zeit auf ein­er Fest­plat­te des aufs Altenteil geschick­ten Ami­gas ver­schollen war. Kür­zlich kon­nte ich die alten Hard­disks an einen Emu­la­tor anschließen und diverse ver­loren geglaubte Sto­ries ret­ten.

Ich hielt es angesichts des heuti­gen 50. Jubiläums der PERRY RHO­DAN-Serie für angemessen, den Text als Hom­mage an die Serie auf Phan­taNews zu veröf­fentlichen.

Die Geschichte wurde behut­sam über­ar­beit­et und in Teilen angepasst, ist aber im Großen und Ganzen noch so, wie ich sie im Jahr 1999 ver­fasste.

Ich wün­sche viel Spaß beim Lesen!

Ste­fan Holzhauer

Wer die Geschichte nicht online oder nicht auf ein­er Web­seite lesen möchte, der find­et am Ende des Doku­ments ver­schiedene eBook-For­mate zum Down­load!

Ich bitte die Copy­right-Hin­weise am Ende des Textes zu beacht­en!


In der zweit­en Hälfte des 20. Jahrhun­derts ste­ht die Men­schheit am Abgrund. Mehrere Macht­blöcke rin­gen um die Vorherrschaft auf dem Plan­eten Erde und haben atom­are Waf­fen ange­sam­melt, um ihre Forderun­gen zur Not mit Gewalt durchzuset­zen. Dass es nach einem Atom­krieg keine Gewin­ner geben kann, scheint nie­man­den zu inter­essieren.

Doch selb­st im Angesicht dieses Wahnsinns gibt es mutige Män­ner, die im Namen der Forschung und der Wis­senschaft dor­thin gehen wollen, wo noch nie ein Men­sch war: in den Wel­traum.

Major Per­ry Rho­dan und seine Crewmit­glieder ahnen noch nicht, dass sie bald die Geschicke der Men­schheit für immer verän­dern wer­den …

Die Haupt­per­so­n­en des Romans:

Per­ry Rho­dan – der Major und Risikopi­lot der US Space Force leit­et eine gefährliche Oper­a­tion.

Lesly Pounder – der Drei-Sterne-Gen­er­al ist der Chef des amerikanis­chen Raum­fahrt-Pro­gramms

Regi­nald Bull – Rho­dans Fre­und ist Inge­nieur und Spezial­ist für atom­are Trieb­w­erke

Eric Mano­li und Clark G. Flip­per – die Astro­naut­en gehören zu Per­ry Rho­dans Team

 

Am lieb­sten erin­nere ich mich an die Zukun­ft.
Sal­vador Dalí

Das Merk­würdig­ste an der Zukun­ft ist wohl die Vorstel­lung, dass man unsere Zeit später die gute alte Zeit nen­nen wird.
John Stein­beck

* * *

Im Kon­trol­lzen­trum von Neva­da Fields herrschte geschäftiges Treiben. Auf den ersten Blick hätte man annehmen kön­nen, dass es sich sog­ar um ein hek­tis­ches Durcheinan­der han­delte, allerd­ings wäre das nur ober­fläch­lich beobachtet kor­rekt gewe­sen. Tat­säch­lich wusste hier jed­er was er tat und die Hand­lun­gen der Anwe­senden waren von ziel­stre­biger Effizienz. Die Luft war erfüllt von ver­hal­tenem Murmeln sowie dem Sir­ren und leisen Klack­en der elek­tro­n­is­chen Anla­gen dieser Dekade.
Drei-Sterne-Gen­er­al Lesly Pounder blick­te, seine Arme in die Hüften gestemmt, durch den Kon­troll­raum. Er erlaubte sich einen gewis­sen Anflug von Stolz, wohl wis­send, dass er hier die besten Raum­fahrt­spezial­is­ten der Vere­inigten Staat­en ver­sam­melt hat­te. Der Gen­er­al öffnete die Tür zum Büro des Stab­schefs Oberst Mau­rice und dieser, wie so oft mit einem sein­er Mitar­beit­er über einige Dia­gramme und Lochstreifen gebeugt und disku­tierend, blick­te auf. Als er Pounder sah über­zog ein zufriedenes Grin­sen sein Gesicht und da der Gen­er­al seine Pap­pen­heimer kan­nte, kon­nte er daraus ent­nehmen, dass alles bestens lief.

»Nun Oberst, Dr. Lehmann, wie sieht’s aus?«, fragte der Gen­er­al während er sich zur Kaf­feemas­chine begab und einen Bech­er mit der schwarzen, dampfend­en Flüs­sigkeit füllte. Mau­rice hob die Augen­brauen: »Alles bestens, Gen­er­al. Wir liegen exzel­lent im Zeit­plan. Die gestri­gen abschließen­den Tests des neuen Trieb­w­erks sind sog­ar noch bess­er aus­ge­fall­en, als wir das erwartet hat­ten.« Neben ihm faßte sich Dr. Lehmann, der wis­senschaftliche Leit­er des Neva­da-Fields-Raumhafens und Direk­tor der »Cal­i­for­nia Acad­e­my Of Space Flight«, an die  Brille und fügte hinzu: »Wenn nichts Unvorherge­se­henes mehr geschieht, kann der Start plan­mäßig erfol­gen.«
»Sehr gut!«, ent­geg­nete Pounder, hob die Tasse mit der aro­ma­tisch riechen­den Flüs­sigkeit an den Mund und zögerte kurz, um den Geruch zu inhalieren. Sein Blick fiel aus dem Fen­ster zum Start­feld. Dort stand sie, anges­trahlt von gigan­tis­chen Natri­um­dampflam­p­en, die Rakete die eine neue Ära des Raum­flugs ein­leit­en sollte. In großen schwarzen Let­tern stand ihr Name auf der Außen­hülle:

STARLIGHT.

Der Start des Raum­fahrzeugs sollte in ein­er Woche stat­tfind­en. Die Besatzung war die beste, die die amerikanis­che Raum­fahrt aufzu­bi­eten hat­te. Als Kom­man­dant fungierte Major Per­ry Rho­dan, der auf­grund sein­er immens schnellen Auf­fas­sungs­gabe auch der Sofor­tum­schal­ter genan­nt wurde. Ihm zur Seite standen Cap­tain Regi­nald Bull, der unter­set­zte Rothaarige mit dem Bürsten­schnitt, bekan­nt für seine lose Zunge, Cap­tain Clark G. Flip­per, der san­fte Hüne mit der Baby­haut und den groben Fin­gern sowie der unauf­fäl­lige und schweigsame Leut­nant Dr. Eric Mano­li, seines Zeichens Mis­sion­s­medi­zin­er. Die vier trainierten bere­its seit Jahren zusam­men und waren nicht nur ein her­vor­ra­gend aufeinan­der einge­spieltes Team gewor­den, son­dern es hat­te sich weit­er­hin eine tiefe Fre­und­schaft zwis­chen ihnen entwick­elt. Jed­er kan­nte die anderen gut genug um vorausse­hen zu kön­nen wie sie in bes­timmten Sit­u­a­tio­nen reagieren wür­den.
Derzeit schlen­derten die vier Risikopi­loten vom kleinen Kino des Stützpunk­tes – in dem sie sich zum Zwecke der Zer­streu­ung einen Sci­ence Fic­tion- Film ange­se­hen hat­ten – in Rich­tung der Bar, die für die zahlre­ichen Mitar­beit­er des Raumhafens Neva­da Fields ein­gerichtet wor­den war. Ablenkung gab es in der Umge­bung des Gelän­des nicht und so hat­ten die Ver­ant­wortlichen dafür gesorgt, dass den Mitar­beit­ern des Raum­fahrt­pro­jek­tes auf dem Are­al Gele­gen­heit zur Zer­streu­ung geboten wur­den.
Bull schüt­telte ger­ade den Kopf: »Über­lichtschneller Flug, intel­li­gente Robot­er, Strahlen­waf­fen, para­nor­male Fähigkeit­en. Glaubt mir Fre­unde, auch wenn ich bere­its mehrmals die Erde umkreist habe, fällt es schw­er, mir so etwas vorzustellen.«
»Wir ste­hen erst ganz am Anfang der Erschließung des Raumes, Bul­ly«, ent­geg­nete Rho­dan und trat beiläu­fig gegen einen kleinen Stein, der auf dem Weg lag. »Wer weiß, was in hun­dert oder gar tausend Jahren sein mag.«
»Wenn die Men­schheit sich und die Erde bis dahin nicht in den Orkus gebombt hat…«, wandte Cap­tain Flip­per ein, der in dieser Hin­sicht bisweilen zu Pes­simis­mus neigte. Dr. Mano­li hat­te wie so oft eine pos­i­ti­vere Mei­n­ung. Vielle­icht hing es auch damit zusam­men, dass er als Medi­zin­er seinen Schüt­zlin­gen oft­mals Zuver­sicht ein­flößen musste: »Das kann ich nicht glauben. So dumm einen atom­aren Krieg zu führen kann ein­fach nie­mand sein.«
Die vier Piloten betrat­en die Bar in der sich momen­tan nur wenige Gäste aufhiel­ten und schlen­derten zu einem Tisch am Ende des Raumes, der all­ge­mein als ihr Stamm­platz bekan­nt war.
»Denkt dran Jungs, nur ein Bier und dann ab ins Bett«, sagte Rho­dan, »mor­gen treten wir wieder in eine Vor­bere­itungsphase ein, dann ist es vor­bei mit dem lock­eren Leben und den kühlen Bieren.«
Bul­ly stieß verächtlich die Luft zwis­chen den Zäh­nen her­aus: »Lock­eres Leben, dass ich nicht lache! Wer ist denn heute Mit­tag in der Wäscheschleud­er auf 20 G gebracht wor­den, Du oder ich? Wenn Du das lock­eres Leben nennst, möchte ich mir nicht vorstellen, was Du unter Arbeit ver­stehst.«
»Unter Arbeit ver­ste­he ich die inten­siv­en Mis­sionsvor­bere­itun­gen die mor­gen begin­nen«, erwiderte Per­ry ern­sthaft.
»Noch inten­siv­er? Das ist Sklaverei!«, lamen­tierte Regi­nald Bull wein­er­lich, grin­ste dann jedoch in die Runde, erhob sein inzwis­chen eingetrof­fenes Bier und intonierte, noch immer grin­send: »Auf das Ende der Frei­heit – und den Beginn eines weit­eren Aben­teuers!« Die restlichen drei schlossen sich an und nippten an ihrem Getränk.

* * *

Am näch­sten Tag ver­sam­melten sich die Risikopi­loten in Gen­er­al Pounders Büro, wo sie bere­its von Chief Mau­rice und Dr. Lehmann erwartet wur­den. »Warum die Geheimnistuerei?«, fragte Flip­per, nach­dem er seinen wuchti­gen Kör­p­er auf das Sofa gewor­fen hat­te, welch­es ob der Belas­tung protestierend knirschte, »das ist wed­er unsere erste Raum­mis­sion, noch wird es die let­zte sein. Was ist an ein paar Erdumkreisun­gen schon so beson­deres?«
Während Dr. Lehmann nur viel­sagend lächelte, ent­geg­nete der Stab­schef: »Noch einen Moment Geduld meine Her­ren, der Gen­er­al wird alle Ihre Fra­gen hin­re­ichend beant­worten.«
Wie auf ein Stich­wort öffnete sich die Tür des Büros. Gewohnt ziel­stre­big betrat Pounder sein Dom­izil und schritt hin­ter den Schreibtisch. Auf diesem platzierte er eine Akten­mappe. In Rich­tung Flip­per begann er: »Wie ich sehe, haben Sie es sich bere­its bequem gemacht, Cap­tain. Wenn ich die anderen Her­ren nun eben­falls bit­ten dürfte Platz zu nehmen…« Die Anwe­senden kamen sein­er Auf­forderung nach und zumin­d­est die vier Piloten blick­ten ihn nun erwartungsvoll an. Pounder ließ sich auch nicht lange bit­ten, er war ohne­hin kein Fre­und von über­flüs­si­gen Floskeln, und kam sofort zum The­ma: »Ihre Mis­sion wird es sein mit ein­er dreistu­fi­gen Träger­rakete in ein Erdor­bit zu gelan­gen, die Erde zwanzig Mal zu umkreisen und dann wieder hier in Neva­da Fields zu lan­den.«
»Und deswe­gen die Geheimnistue-rei? Was soll daran so beson­ders sein?«, unter­brach Bull, »das haben wir doch schon so oft gemacht, dass es fast Rou­tine ist.« Pounder warf dem Rothaari­gen einen miss­bil­li­gen­den Blick zu: »Wenn sie mich bitte ausre­den lassen wür­den? Vie­len Dank.« Er atmete tief durch. »Der Unter­schied zu den anderen Orbitalmis­sio­nen ist fol­gen­der: Zum ersten Male wird kein chemis­ch­er, also Fest­stofftreib­satz benutzt wer­den, son­dern das neue atom­are Strahltrieb­w­erk. Diese Mis­sion, meine Her­ren, ist qua­si die Gen­er­al­probe für ihre danach fol­gende Auf­gabe, für die wir endlich grünes Licht von der Regierung bekom­men haben: Eine Lan­dung auf dem erd­näch­sten Him­mel­skör­p­er – dem Mond!«

Alle Piloten außer Rho­dan began­nen durcheinan­der zu reden. Der Gen­er­al ver­suchte sie mit beruhi­gen­den Hand­be­we­gun­gen wieder zum Schweigen zu brin­gen und set­zte, als das nichts half, sein laut­starkes Organ ein: »Bitte, meine Her­ren, ich bitte um etwas mehr Diszi­plin. Und vor allem um Ruhe!« Welche auch schnell ein­trat, denn es gehörte zu den ungeschriebe­nen Geset­zen der Ein­rich­tung, dass man Lesly Pounder eine Bitte nicht abschlug. Zu schnell kon­nte ein Befehl daraus wer­den.
Der Kom­man­dant des Stützpunk­tes fuhr fort: »Was ihren aktuellen Auf­trag ange­ht: sie sind mit den Spez­i­fika­tio­nen des Atom­trieb­w­erks ver­traut, darauf möchte ich deshalb nicht weit­er einge­hen. Wir hal­ten es für unab­d­ing­bar, einen Test unter Realbe­din­gun­gen durchzuführen. Die Sim­u­la­tio­nen unser­er elek­tro­n­is­chen Rechenge­hirne sind alle­samt pos­i­tiv aus­ge­fall­en, von daher eracht­en wir die Möglichkeit ein­er Gefahr für Sie, meine Her­ren, als äußerst ger­ing. Den­noch wird das kein Spazier­gang, denn der neue Raketen­mo­tor wurde bis­lang noch nie unter Wel­traumbe­din­gun­gen beman­nt getestet. Da wir wis­sen, dass die Asi­atis­che Föder­a­tion eben­falls an einem solchen Trieb­w­erk arbeit­et und Spi­onage oder gar Sab­o­tage befürcht­en, wer­den wir ihren Flug für die Öffentlichkeit als herkömm­liche Wel­tumkreisung mit bekan­nter Trieb­w­erk­stech­nolo­gie deklar­i­eren. Der Start find­et in exakt zwei Wochen statt. Noch Fra­gen?«

* * *

Das war vor zwei Wochen gewe­sen.

Der Count­down zeigte T minus fünf Minuten. Die vier Astro­naut­en lagen bere­its auf den Kon­turliegen des engen Cock­pits der STARLIGHT. Kein­er trug einen Rau­manzug. Es hat­te beim Start ein­er früheren Raum­mis­sion einen Unglücks­fall gegeben, ein gebroch­enes Genick verur­sacht durch den Anzug. Seit­dem bestand Major Rho­dan darauf, in Bor­d­kom­bis zu starten. Nach eini­gen Diskus­sio­nen hat­te man seinem Wun­sch entsprochen.
»Wie ist ihr Sta­tus, STARLIGHT?«, fragte der Oper­a­tor des Kon­trol­lzen­trums über die Sprechverbindung. »Wie vor zehn Minuten«, ent­geg­nete Bull leicht gereizt, »Alle Sys­teme zeigen grün!« Bull war Fachin­ge­nieur für atom­are Strahltrieb­w­erke, er benötigte für die Über­prü­fung der Anzeigen nicht mehr Zeit  als ein ander­er für das Able­sen seines Arm­chronome­ters.
Über Per­ry Rho­dans Gesicht spielte ein feines Lächeln. Regi­nald Bull mochte manch­mal als ein Kind­skopf erscheinen, in Wirk­lichkeit war er ein hochqual­i­fiziert­er Spezial­ist, der in Extrem­si­t­u­a­tio­nen außeror­dentlich pro­fes­sionell agierte. Der Major kon­nte sich keinen Besseren an sein­er Seite wün­schen. Ähn­lich­es galt auch für die bei­den anderen Män­ner an Bord des Raum­fahrzeugs, deshalb sah man ihnen auch manche Eigen­heit nach.
Die näch­sten Minuten vergin­gen, ohne dass an Bord der STARLIGHT ein Wort gesprochen wurde. Dies war auch nicht notwendig, man ver­stand sich ohne ver­bale Kom­mu­nika­tion. Und es gab ein ungeschriebenes Gesetz zwis­chen den vier Män­nern: Man redete erst über die Mis­sion wenn sie tat­säch­lich begonnen hat­te. Als der monot­o­ne Zäh­lvor­gang des Count­downs zwanzig erre­ichte, schob Rho­dan das Mikro­fon näher an seine Lip­pen und meldete: »Abschlussmeldung STARLIGHT an Zen­trale. An Bord alles in Ord­nung. Wir melden uns ab bis zum Brennschluss der ersten Stufe. Ende!«

»… drei – zwei – eins – null – Zün­dung!«

Den Arbeits­geräuschen der Tur­bop­umpen tief im Bauch der ersten Stufe folge das Dröh­nen der Vorzün­dung, danach brach ein Geräuschin­fer­no los, welch­es jedes Lebe­we­sen das sich in der Nähe des star­tenden Raum­schiffs aufge­hal­ten hätte sofort zur Taub­heit ver­dammt hätte. Und obwohl die Zen­trale des Schiffes her­vor­ra­gend abgeschirmt war herrschte auch dort ein Lärm, der jegliche Unter­hal­tung unmöglich machte. Der Brennstoff N-Triäthylb­o­razan der ersten Stufe ver­mis­chte sich mit dem Sauer­stoffträger Salpeter­säure. Ein urge­waltiger chemis­ch­er Prozess hat­te begonnen, ein Prozess der stark genug war sog­ar einen Koloss von fast 7000 Ton­nen wie die STARLIGHT und deren Träger­stufen aus dem Schw­erefeld der Erde entkom­men zu lassen. Allerd­ings war es noch nicht so weit, derzeit leck­ten ultra­helle Flam­men­zun­gen aus den Düsen des Trieb­w­erkes und macht­en die Nacht an der Star­trampe zum Tag. Langsam und mit einem leicht­en Zit­tern hob sich die Rakete vom Boden, wider­strebend, wie es schien.
Diese Momente waren die kri­tis­chsten eines Starts. Die Automatiken kämpften darum, das Raum­fahrzeug das derzeit noch nahezu fahrt­los war, in der Senkrecht­en zu hal­ten und schwenkbare Steuer­brennkam­mern reagierten auf die Befehle der Rech­n­er. Doch dann schien die STARLIGHT einen Satz zu vollführen und schoss, einem lohen­den Fanal gle­ich, in den Nachthim­mel. Inner­halb nur ein­er hal­ben Minute war das Schiff nur mehr als Flam­men­schweif am Him­mel zu erken­nen. Im Kon­trol­lzen­trum und im Presse­bunker bran­dete Jubel auf.

* * *

Per­ry Rho­dan meldete sich sofort nach dem Brennschluss der ersten Stufe, denn er hat­te nur acht Sekun­den bis zur Aktivierung von Trieb­w­erk zwei. Nach den 9,3 Gravos die er soeben hat­te erdulden müssen klang seine Stimme gepresst: »Rho­dan hier. Alles plan­mäßig. Besatzung wohlauf. Keine Schaden­sanzeigen. Wir erwarten Zün­dung von Stufe zwei. Ende!« Nur kurz schlich sich der Gedanke an das jet­zt bald zün­dende Atom­trieb­w­erk in seine Über­legun­gen. Wenn dabei etwas schief gehen sollte…
Er ver­drängte diesen Impuls, alles war zig Male simuliert, tausend, zehn­tausend­mal durchgerech­net wor­den. Alle diese Über­legun­gen wur­den jedoch in dem Moment uner­he­blich, als das Trieb­w­erk zün­dete und der gewaltige Andruck Schwärze vor seinen Augen wogen ließ. So bekam er die kurze Bren­npause und die sekundäre Schubphase der Stufe zwei nicht mit. Die zweite Stufe erre­ichte ihren Brennschluss als das schlanke Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 20 km/sec erre­icht hat­te. Bull und Flip­per merk­ten davon nichts, da sie durch die Zün­dung eben­falls kurzzeit­ig das Bewusst­sein ver­loren hat­ten. Als sie es nach weni­gen Sekun­den wieder­erlangten, befand sich die STARLIGHT bere­its jen­seits der Kreis­bahn der Raum­sta­tion CHALLENGER, also weit­er als 3250 km über der Erdober­fläche.
Die Astro­naut­en hat­ten nun einige Minuten Zeit zum Erholen.

Dr. Mano­li hob den Kopf und fragte krächzend: »Alle Mann wohlauf? Das waren knapp über zwanzig Gravos, denke ich.«
Die Män­ner gaben ihre Okays. Der­gle­ichen waren sie gewohnt, immer­hin han­delte es sich nicht um ihren ersten Raum­flug.
»Das war härter als son­st, oder täusche ich mich da?«, fragte Regi­nald Bull in die Runde.
»Du hast recht, Dick­er. Das Atom­trieb­w­erk erre­icht mehr Schub als die alten chemis­chen Raketen. Aber das sollte der Herr Atom­trieb­w­erk-Inge­nieur wohl am besten wis­sen«, frotzelte Flip­per. Rho­dan zog erneut das Mikro­fon her­an und sagte mit eben­falls noch immer leicht angeschla­gen­er Stimme in Rich­tung Kon­trol­lzen­trum: »Besatzung in Ordung, Schiff okay. Bere­it­en uns auf Zün­dung des STARLIGHT-Haupt­trieb­w­erks zur endgülti­gen Orbital­sta­bil­isierung vor.«

»Boden­sta­tion an STARLIGHT. Roger, Major«, kam die Antwort mit min­i­maler Verzögerung.

* * *

Der Rest war fast Rou­tine. Nach­dem das kern­chemis­che Atom­trieb­w­erk der zweit­en Stufe seine Zuver­läs­sigkeit bewiesen hat­te funk­tion­ierte auch das der eigentlichen STARLIGHT ohne Schwierigkeit­en und brachte das Schiff in einen sta­bilen Orbit. Rho­dan wusste: In knapp sechs Monat­en würde dieser neue Antrieb ihn und seine drei Fre­unde zum Mond brin­gen! Die STARLIGHT würde nicht nur in eine Kreis­bahn um die Erde ein­schwenken son­dern Kursko­r­rek­turen vornehmen und dann in Rich­tung Luna weit­er fliegen. Ein­er sein­er Träume würde in Erfül­lung gehen: Er würde ein­er der ersten wenn nicht sog­ar der erste Men­sch auf einem frem­den Him­mel­skör­p­er sein.
Rho­dan sah aus dem kleinen Sicht­fen­ster hin­aus in die Unendlichkeit des Raumes, wo er unzäh­lige Sterne erken­nen kon­nte. Hier draußen, ohne die störende Lufthülle der Erde, kon­nte man der­art viele von ihnen sehen… Ein gewaltiger Anblick! Ein Anblick der ihm, dem Men­schen Per­ry Rho­dan, immer wieder wenn er in sehen durfte und auch immer wenn er sich nur daran erin­nerte, deut­lich machte, wie klein er war. Wie klein und unbe­deu­tend sog­ar die Erde im Angesicht des Uni­ver­sums war. Was störten den Kos­mos die nichti­gen Zwistigkeit­en der Men­schen? Der Kos­mos hat­te bere­its vor Jahrmil­liar­den existiert, als die Erde noch ein glühen­der Ball gewe­sen war und er würde noch sehr viel länger existieren, wenn ihre Sonne dere­inst in weit­eren Äonen an Leuchtkraft ver­lor und Sols müde gewor­de­nen Strahlen eine leblose Erde beleucht­en wür­den.
Gab es dort draußen wohl andere wie die vier Män­ner in ihrem kleinen Schiff, andere die wie sie mit den Naturkräften rangen, ihr Leben aufs Spiel set­zten, um dem Uni­ver­sum seine Geheimnisse zu ent­lock­en? Pio­niere, die ihre anges­tammte Heimat hin­ter sich ließen, um zu sehen was da draußen war? Vielle­icht macht­en sich Mil­lio­nen Licht­jahre von ihm ent­fer­nt ger­ade eben­falls Wesen daran, in die Unendlichkeit vorzus­toßen und vielle­icht dachte dort draußen ein unbekan­ntes Indi­vidu­um ger­ade jet­zt ähn­liche Gedanken wie er…
Sein geheim­ster Traum war es, eines Tages in ein anderes Son­nen­sys­tem vorzus­toßen. Doch er war sich darüber im klaren, dass dies nur ein Traum bleiben würde. Die uner­messlichen inter­stel­laren Dis­tanzen waren nicht über­brück­bar, nicht inner­halb eines viel zu kurzen Men­schen­lebens. So beg­nügte er sich mit diesem Traum den er seit Kinderta­gen in sich trug. Eine geeinte Men­schheit, die inter­stel­lare Reisen unter­nahm. Ein Traum, der oft­mals erschreck­end real gewe­sen war…
Per­ry Rho­dan fand in die Real­ität zurück. Er dachte an die Män­ner und Frauen, die in den vie­len Jahren nach ihm ins Weltall auf­brechen wür­den und wün­schte ihnen im Stillen bere­its jet­zt Glück. Er war sich fast sich­er: Wenn genug Zeit verg­ing wür­den sie seinen Traum zu den Ster­nen tra­gen. Auch wenn er dann schon lange nur mehr ein Name im Buch der Geschichte wäre.

* * *

Die zwanzig Erdumkreisun­gen waren Rou­tine. Die Messin­stru­mente sam­melten ruh­e­los Dat­en, wie Maschi­nen es nun ein­mal tun. Die Män­ner an Bord der STARLIGHT überwacht­en alles, ergötzten sich am Anblick des blauen Plan­eten und der Unendlichkeit des Alls. Auch wenn sie diese Bilder bere­its oft gese­hen hat­ten: Daran gewöh­nen kon­nte sich nie­mand, niemals. Die Erhaben­heit die sie schauen durften, ließ sie sog­ar die kleinen Unan­nehm­lichkeit­en wie die die Enge und die fade schmeck­enden Konzen­tra­triegel völ­lig vergessen.
Dann war es soweit.
»Neva­da Fields an STARLIGHT!«
»Rho­dan hier.«
»Bere­it­en Sie alles für Wiedere­in­tritt vor.«
»Ver­standen, Kon­trolle. Wiedere­in­tritt begin­nt plan­mäßig in ein­er Stunde.«
»Roger STARLIGHT! Und… Viel Glück!«
»Danke, Kon­trolle. STARLIGHT Ende.«

* * *

Die STARLIGHT tauchte in die ober­sten Schicht­en der Erdat­mo­sphäre ein. Das Schiff bock­te wie ein junger Hengst, aber das war der Crew von den bish­eri­gen Mis­sio­nen bekan­nt. Die dritte Brem­sel­lipse hat­te begonnen und die Geschwindigkeit des Raum­schiffs betrug nur noch fünf km/sec. Das neue Trieb­w­erk erlaubte Manöver, die mit rein chemis­chen Treib­stof­fen unmöglich gewe­sen wären. Als die STARLIGHT in den Ortungs­bere­ich der Alas­ka-Sta­tion einge­treten war betrug ihre Geschwindigkeit nur noch 8000 Stun­denkilo­me­ter. Obwohl alle an Bord derzeit über­aus anges­pan­nt waren wusste man: Das Aben­teuer näherte sich seinem Ende. Schon bald würde man wie ein herkömm­lich­es Flugzeug im atmo­sphärischen Flug auf den Neva­da-Fields lan­den.

Doch dann erschüt­terte ein schw­er­er Schlag das Schiff.

* * *

Rho­dan machte seinem Ruf als Sofor­tum­schal­ter alle Ehre. Er erkan­nte augen­blick­lich, dass irgend etwas mit der STARLIGHT kol­li­diert war. Möglicher­weise ein Mikrom­e­te­orit, möglicher­weise etwas anderes. Er betätigte einige Kon­trollen, bevor ein­er der anderen Män­ner zu ein­er Hand­lung fähig war.
»Bul­ly! Gib´ mir die Werte der Ein­tauchkurve!«
Der Rothaarige wurde ble­ich, ent­geg­nete jedoch: »Wir sind bere­its deut­lich vom Kurs abgekom­men. Unser Winkel ist zu steil. Gib´ vierzehn Prozent mehr Schub auf die linke Lat­er­aldüse!«
Der Kom­man­dant der STARLIGHT hielt sich nicht mit ein­er Bestä­ti­gung auf, son­dern befol­gte den Rat seines Fre­un­des umge­hend. Ohne Erfolg. Das Raum­schiff begann zu trudeln, der Wiedere­in­tritt wurde unkon­trol­liert. Eine Katas­tro­phe zeich­nete sich ab.
»Die meis­ten Düsen reagieren nicht auf meine Steuer­im­pulse!«, rief Rho­dan mit verz­er­rter Stimme, während sich die Andruck­kräfte erhöht­en.
»Ver­dammter Mist!«, fluchte Bul­ly hal­blaut. »Flipp! Ver­suche die Redun­danzschal­tung zu aktivieren!«
»Habe ich längst! Keine Reak­tion!«, krächzte Flip­per.
»Ich ver­suche die STARLIGHT auf den Strahl des Haupt­trieb­w­erks zu drehen!« sagte Rho­dan, inzwis­chen erstaunlich ruhig. Not­fälle wie dieser waren vorherge­se­hen wor­den, es gab Richtlin­ien nach denen man ein außer Kon­trolle ger­atenes Schiff noch immer halb­wegs sich­er zur Erde brin­gen kon­nte. Halb­wegs sich­er hieß in fast allen Fällen: Es gab eine ver­schwindend geringe Chance in einem Stück herun­terzukom­men. Kein­er sprach es aus, jedoch waren alle diese Maß­nah­men auss­chließlich dazu gedacht das Schiff zu ret­ten, um aus den Aufze­ich­nun­gen der Bor­drech­n­er, der Flugschreiber und Black Box­en nach­fol­gen­den Besatzun­gen eine höhere Über­leben­schance zu sich­ern. Die Wahrschein­lichkeit eines erfol­gre­ichen kon­trol­lierten Absturzes tendierte gegen Null, eben­so die Über­leben­schance der Besatzung.
Aber Per­ry Rho­dan war nicht bere­it dies zu akzep­tieren. Er zwang die zig-Ton­nen des Raum­schiffs unter Zuhil­fe­nahme aller sein­er Ken­nt­nisse und Erfahrung herum und ver­suchte den Sturz mit­tels des Primärantriebs zu brem­sen. Lodernde, son­nen­helle Glut schoss aus den Ausstoßöff­nun­gen der noch reagieren­den Manöverdüsen und trieb den Kör­p­er der STARLIGHT mit Tita­nenkräften in eine um nahezu ein­hun­der­tun­dachtzig Grad gedrehte Posi­tion. Der Sturz des Schiffes sta­bil­isierte sich.
Bull rech­nete wie wild: »Wenn ich es Dir sage, dann deak­tivierst du das Haupt­trieb­w­erk und ver­suchst mit den restlichen Steuerdüsen in eine halb­wegs hor­i­zon­tale Lage zu kom­men. Der Luftwider­stand sollte das seine dazu tun und uns wie ein welkes Blatt herumwirbeln. Aber das ist nicht weit­er schlimm, wenn wir uns erst­mal in den tief­er­en Luftschicht­en befind­en wer­den die Automatiken uns in einen halb­wegs sta­bilen Gleit­flug brin­gen.«
»Falls uns bei der Aktion nicht die Tragflächen abreißen…«, warf Clark Flip­per erstaunlich ruhig ein.
»JETZT!«, rief Bull.
Für weit­ere Worte war keine Zeit, denn ein Ruck durch­lief die STARLIGHT und die Män­ner wur­den in ihre Gurte gepresst, ein weit­er­er Schlag erschüt­terte das Raum­fahrzeug.
»Ver­dammter Mist!«, schrie Mano­li mit erstick­ender Stimme nach einem Blick auf eine Anzeige, »Wir haben einen Heck­sta­bil­isator ver­loren…«
Endgültig begann die STARLIGHT zu trudeln…

* * *

Ohn­mächtig beobachte Lesly Pounder den unkon­trol­lierten Absturz des Raum­schiffs auf den Radar-Relief­tastern der Kon­trol­lzen­trale. Er zer­drück­te einen Fluch zwis­chen den Lip­pen. Das waren seine Män­ner um deren Leben es da draußen ging! Nach men­schlichem Ermessen, so wusste er, waren die vier Raum­fahrer ver­loren. Die Geschwindigkeit der STARLIGHT war zu hoch, der Ein­tauchvek­tor völ­lig falsch. Das Schiff trudelte, würde bald vom Luftwider­stand der Atmo­sphäre zer­ris­sen wer­den oder auf der Ober­fläche zer­schellen. Er blick­te hoch, sah Dr. Lehmann fra­gend an. Dieser schüt­telte den Kopf. Trauer stand in den Augen des Wis­senschaftlers. Keine Trauer um das gescheit­erte Pro­jekt, son­dern Trauer um die vier Män­ner die für ihre Idee, für seine Idee, ihr Leben opfer­ten.

* * *

Den Män­nern an Bord der STARLIGHT wurde schwarz vor Augen. Rho­dan bemühte sich mit aller ihm verbleiben­den Kraft Kursko­r­rek­turen vorzunehmen, wohl wis­send, dass es zu spät war. Ein let­zter Blick auf die Kon­trollen zeigte ihm, dass ihr Schiff glück­licher­weise nicht auf bewohn­tem Gebi­et niederge­hen, son­dern wohl ins Meer stürzen würde. Dann umf­ing auch ihn eine erlösende Ohn­macht.

* * *

Es war über­aus schw­er für Rho­dan, seine Augen zu fokussieren. Er zwinkerte ein-, zweimal. Als die undeut­lichen Kon­turen sich klärten, erkan­nte er das Gesicht Lesly Pounders vor ein­er weiß getüncht­en Decke.
»Willkom­men unter den Leben­den, Major!«, grin­ste der Gen­er­al.
Per­ry war zu schwach um sich aufzuricht­en, jedoch kon­nte er müh­sam ein Wort her­aus­brin­gen: »Was…?«
Der Gen­er­al legte beruhi­gend eine Hand auf die Schul­ter des Risikopi­loten: »Bleiben sie ruhig. Sie sind gerettet. Ihnen und ihren Leuten geht es den Umstän­den entsprechend gut, Major Bull kann sog­ar schon wieder schimpfen und mit den Schwest­ern flirten. Wie haben sie das nur gemacht?«
»Was..?«, krächzte der Major noch ein­mal.
Pounder schüt­telte den Kopf: »Allein dass sie das Schiff in einem Stück durch den Wiedere­in­tritt bekom­men haben ist schon ein Wun­der. Im abso­lut let­zten Moment bracht­en sie die STARLIGHT zudem in eine halb­wegs flache Posi­tion und sie schlug in einem opti­malen Winkel auf das Meer auf. Wie ein flach­er Kiesel hüpfte sie ein paar Mal über die glück­licher­weise lei­dlich glat­te Ober­fläche des Ozeans, um dann zum Still­stand zu kom­men. Wir kon­nten sie bergen. Das Schiff ist schw­er beschädigt aber glück­licher­weise ist ihnen und den drei anderen nichts allzu Schlimmes geschehen. Es gren­zt an ein Wun­der. Her­zlichen Glück­wun­sch, Major Rho­dan! Nochmals: Willkom­men unter den Leben­den!«

Per­ry Rho­dan wurde wieder bewusst­los.

* * *

Car­fesch, die Pro­jek­tion des ehe­ma­li­gen Gesandten des Kosmokrat­en Tiryk, beschle­u­nigte seine Lichtzelle aus der Atmo­sphäre des Plan­eten Erde her­aus. Hätte er nicht in let­zter Sekunde mit Hil­fe der tech­nol­o­gis­chen Fähigkeit­en seines Fahrzeugs einge­grif­f­en, wären die bei­den Auser­wählten jet­zt tot. Er gön­nte sich ein zufriedenes Lächeln, ein­herge­hend mit einem Ausat­men, bei welchem die Gaze-ähn­liche Mem­bran in sein­er Gesichtsmitte leise knis­terte.

* * *

Pressemit­teilung der amerikanis­chen Raum­fahrt­be­hörde:

»… geben wir bekan­nt, dass die STARLIGHT, eines der Orbitalschiffe des amerikanis­chen Raum­fahrt­pro­gramms, bei ihrem Wiedere­in­tritt in die Erdat­mo­sphäre beina­he einem tragis­chen Unfall zum Opfer gefall­en wäre. Glück­licher­weise behielt die Besatzung die grundle­gende Kon­trolle und kon­nte eine voll­ständi­ge Zer­störung des Schiffes und damit ihren Tod im let­zten Moment ver­hin­dern. Die Män­ner sind wohlauf, es geht ihnen den Umstän­den entsprechend gut. Die STARLIGHT kon­nte gebor­gen wer­den, wurde jedoch irrepara­bel beschädigt…«

Aus ein­er Pressekon­ferenz mit den Besatzungsmit­gliedern:

»… Major Rho­dan! Sie haben dem Tod ins Auge gese­hen und die STARLIGHT ist schw­er beschädigt. Hal­ten sie eine Fort­führung des Raum­fahrt­pro­gramms noch immer für sin­nvoll?«
»Selb­stver­ständlich. Bei gefährlichen Unternehmungen wie der Raum­fahrt muß man mit Rückschlä­gen rech­nen. Wir leben. Und wir machen weit­er!«
»Aber die STARLIGHT ist schw­er beschädigt, möglicher­weise irrepara­bel.«
»Meine Besatzung und ich, wir haben uns mit dem Team und Gen­er­al Pounder berat­en. Wir wer­den ein weit­eres Mal ins All starten, bere­its in weniger als sechs Monat­en.«
»Major Rho­dan, die STARLIGHT ist qua­si zer­stört…«
»Ihr Schwest­er­schiff wird rechtzeit­ig ein­satzbere­it sein.«
»Ihr Schwest­er­schiff..?«
»Die STARDUST!«

ENDE (und ANFANG)


Major Rho­dan sollte Recht behal­ten: kaum sechs Monate später machte sich dieselbe Crew auf den Weg zum Mond – eine Reise, welche die Geschicke des Risikopi­loten und der Men­schheit für immer verän­dern würde…

 

* * *

 

Hin­weise zum Copy­right: die ver­wen­de­ten PER­RY-RHO­DAN-Logos, das alte Moewig-Logo und das Rho­dan-Kon­ter­fei unter­liegen eben­so wie der Begriff „PERRY RHODAN“ und das Rah­men­lay­out des nachgeahmten Cov­ers dem Copy­right der Ver­lag­sunion Pabel Moewig (VPM). Das Titel­bild stammt von mir, die Rakete STARLIGHT basiert auf einem Mod­ell von Mar­co Sch­e­loske, der Hin­ter­grund (Erde aus dem All) stammt von der NASA und ist als Pub­lic Domain freigegeben. Die Geschichte (Copy­right 1999 & 2011 Ste­fan Holzhauer) ist freigegeben unter ein­er Cre­ative Com­mons Namen­snen­nung-NichtKom­merziell-KeineBear­beitung 3.0 Deutsch­land Lizenz.

 

Die eBook-Fas­sun­gen der Geschichte:

UNTERNEHMEN STARLIGHT – die PDF-Fas­sung, gut geeignet für die Darstel­lung auf dem Desk­top-Bild­schirm, aber mit der geeigneten Anzeigeapp auch auf dem iPad. Die Größe des Doku­ments entspricht der eines Heftro­mans.

UNTERNEHMEN STARLIGHT – die ePub-Fas­sung mit Farb­bildern, geeignet fürs iPad, iPhone oder für Android-Geräte. Gut les­bar beispiel­sweise in Apples mit­geliefer­t­er Read­er­soft­ware iBooks. Stan­za hat lei­der ein Prob­lem mit der Zen­trierung der Kapi­tel-Trenn-Sterne, kann die Datei anson­sten aber eben­falls gut darstellen.

UNTERNEHMEN STARLIGHT – die ePub-Vari­ante für eRead­er mit eInk-Dis­play. Hier wur­den die Bilder in schwarz-weiß umgerech­net und der Kon­trast erhöht.

Bei Prob­le­men mit den Dateien bitte ich um eine kurze Rück­mel­dung! Ich habe sie auf einem eInk-Read­er, einem iPad, einem iPod und unter Win­dows XP getestet.

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

7 Kommentare for “Story: PERRY RHODAN – UNTERNEHMEN STARLIGHT”

Bernd Maier-Leppla

sagt:

Doll gemacht. Vor allem, dass ich’s auf dem iPad lesen kon­nte. Danke.

Stefan Holzhauer

sagt:

Danke. :)

Wenn ich hier schon ständig über eBooks lamen­tiere, dann muss ich das auch brin­gen, oder? :o)

War auch eine gute Übung für die Steam­punk-Chroniken.

Stefan Holzhauer

sagt:

Seufz. Wie ich sehe sind alle »Sie« noch klein und ein paar Satzze­ichen sind eben­falls nicht kor­rekt. ich wollte das aber heute rechtzeit­ig veröf­fentlichen, es kommt beizeit­en eine aktu­al­isierte Ver­sion… :o)

sagt:

Frage: wie kriege ich meinen Avatar als Bild in den Kom­mentaren rein.
Ach ja: redigieren in pages auf dem iPad ist ein Traum. Habe ich let­ztens im Flugzeug gemacht. So schnell habe ich noch nie 40 Seit­en redigiert. Und vor allem so ein­fach. Pro­biers mal aus. Lohnt sich. (Zumal pages auf dem iPad so der­massen bil­lig ist, dass man umfällt). Ach ja: ePubs macht pages auch … da gabs sog­ar mal eine tem­plate­datei …

Stefan Holzhauer

sagt:

Das funk­tion­iert über einen Gra­vatar-Account mit­tels dessen ein Bild an eine email-Adresse gekop­pelt wird.

In Sachen Pages: habe ich mir bere­its ange­se­hen. Abge­se­hen vom iPad läuft hier jedoch alles unter Win­dows. Wie umfan­gre­ich ist denn die For­matun­ter­stützung von Pages? ODF? Kann Pages direkt auf eine Drop­box zugreifen?

sagt:

Ah, Mist. Ich bin im Apple-Uni­ver­sum, da geht das alles. Natür­lich kann man mit pages docs öff­nen und abspe­ich­ern. Zu öff­nen geht auch docx. Öff­nen ein­er Datei über die Drop­box geht auch, auch das spe­ich­ern auf dem Pad über die Drop­box. Aber lei­der geht kein Spe­ich­ern zurück auf die Drop­box. Das geht nur in die Apple – Welt, also mobile me, die Inter­net-Fest­plat­te da und natür­lich iWork.com, das ist so eine Kol­lab­o­ra­tions­seite. Da kön­nte man dann alles wieder auf den PC laden, weil auf iWork-Com natür­lich auch die doc Datei mit abgelegt wird. Vor­raus­set­zung wäre ein Account, und da haperts. Was natür­lich geht, ist ein ganz nor­maler Web­DAV-Serv­er. Da kann man es auch rau­fladen. Ich seh schon, nicht wirk­lich sin­nvoll, wenn man anson­sten in der Win­dowswelt ist. Wie’s mit Google ist, weiss ich nicht, aber da gibts auch eine App. Wie auch immer. Wün­sche ein schönes WE.

Stefan Holzhauer

sagt:

odf wäre allerd­ings für mich weitaus inter­es­san­ter als doc… :) ich kaufe näm­lich kein Office, wenn OpenOf­fice oder Libre­Of­fice völ­lig aus­re­icht. Ich hab schon län­gere Zeit recher­chiert, eine App mit wirk­lich brauch­bar­er odf-Unter­stützung gibt es offen­bar nicht, immer nur so hal­b­gare Bastel­lö­sun­gen.

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