Steampunk, Eiszeit und freie Friesen – Ein Interview mit Judith und Christian Vogt

Christian & Judith Vogt

Vie­le mei­ner Hel­den sind Anti­hel­den. Ich mag die Idee, dass man nicht zum Hel­den gebo­ren ist, son­dern dass sich das Held­sein durch Taten her­aus­kris­tal­li­siert.

Neu­lich habe ich den bei Feder & Schwert erschie­ne­nen deut­schen Steam­punk-Roman DIE ZERBROCHENE PUPPE abge­fei­ert. Da lag es nahe, sich ein wenig mehr mit dem Autoren zu beschäf­ti­gen. Doch wenn ich »dem Autoren« sage, dann wäre das eben­so falsch wie »die Autorin«, denn hin­ter »Judith C. Vogt« ver­ber­gen sich gleich zwei Per­so­nen: Judith und Chris­ti­an Vogt. Zwei Per­so­nen sind bes­ser als eine, ins­be­son­de­re, wenn es um Inter­views geht, dach­te ich mir, und das Ergeb­nis mei­ner Fra­gen an die bei­den fin­den sich im Fol­gen­den.

Es geht um The­men wie Schrei­ben, Steam­punk, aber auch Crowd­fun­ding, denn die bei­den haben zusam­men mit dem Ver­lag Feder & Schwert ein Crowd­fun­ding-Pro­jekt aus der Tau­fe geho­ben, an des­sen Ende eine wei­te­re Rei­se in die Welt der ZERBROCHENEN PUPPE ste­hen soll: die Antho­lo­gie EIS UND DAMPF. Auch dazu fin­det der geneig­te Leser wei­ter unten zusätz­li­che Details.

Doch nun, ohne wei­te­res Brim­bo­ri­um, zu den Fra­gen und Ant­wor­ten.

Phan­ta­News: Hal­lo Judith und Chris­ti­an. Wärt ihr so freund­lich, euch den Lesern kurz vor­zu­stel­len?

Judith: Judith ist eine Ram­pen­sau aus der Nord­ei­fel, die dar­an arbei­tet, welt­be­rühmt zu wer­den. Chris­ti­an woll­te eigent­lich Astro­naut wer­den oder wenigs­tens Ele­men­tar­teil­chen­phy­si­ker, hat dann aber ent­deckt, dass auch das geschrie­be­ne Wort »ad astra« führt.

Phan­ta­News: Was hat euch zum Schrei­ben gebracht? Habt ihr es gelernt oder seid ihr Natur­ta­len­te?

Cover Die zerbrochene PuppeJudith: Na, wir sind Natur­ta­len­te, klar. Nein, ich habe eben noch auf einem Illus­tra­to­ren­blog fol­gen­de wei­se Wor­te gele­sen: »Wenn du 20 Jah­re jeden Tag dei­nes Lebens gezeich­net hät­test, könn­test du jetzt auch zeich­nen.« Ich glau­be, dass Talent nicht vom Him­mel fällt, und Schrei­ben ist mei­nes Erach­tens nach zu einem ähn­lich gro­ßen Teil Hand­werk wie Zim­mer­mann oder Schmied. Nur, dass man nicht Schrift­stel­ler­lehr­ling wer­den kann – lei­der. ;)
Als ich also – tat­säch­lich vor etwa 20 Jah­ren – fest­stell­te, dass es mir Spaß macht, habe ich ein­fach geschrie­ben, geschrie­ben, geschrie­ben, bis ich durch »lear­ning by doing« so weit war, wie ich jetzt bin – wie weit das ist und ob es erbau­lich ist, dass ich die­sen Job gewählt habe, mag jeder selbst beur­tei­len.

Phan­ta­News: Schreibt ihr »haupt­be­ruf­lich« oder habt ihr Brot­jobs? Falls letz­te­res: wie fin­det ihr die Zeit zum Schrei­ben?

Chris­ti­an: Judith schreibt haupt­be­ruf­lich. Neben­bei arbei­tet sie in einem Ver­lag in Aachen. Für mich selbst ist das Schrei­ben ein Hob­by. Judith hat mich mit ihrer Begeis­te­rung für ihre Beru­fung ange­steckt und ich woll­te mit­spie­len. Haupt­be­ruf­lich bin ich Phy­si­ker. Ja, Zeit zum Schrei­ben: Wenn Judith abends schreibt, kann ich ja auch gleich mit­ma­chen. Und ansons­ten haben wir einen Trick ent­deckt, um mehr Zeit zu beschwö­ren: nur gezielt ein­zel­ne Fil­me und Seri­en gucken (Inspi­ra­ti­on muss sein) und sonst die Glot­ze aus las­sen!

Phan­ta­News: DIE ZERBROCHENE PUPPE ist lupen­rei­ner Steam­punk. War­um gera­de die­ses Gen­re?

Chris­ti­an: Ich moch­te 20 000 MEILEN UNTER DEM MEER bereits als Kind, genau wie Luft­schif­fe. Ansons­ten hat mich die an man­chen Stel­len doch etwas alt­mo­di­sche Phy­sik­samm­lung wäh­rend Schu­le und Stu­di­um fas­zi­niert. Und als Judith und ich dann irgend­wann ca. 2010 die­se selt­sa­men Gestal­ten in vik­to­ria­ni­scher Klei­dung mit blit­zen­den Plas­maschei­ben auf dem Rücken ent­deck­ten, haben wir uns gefragt, was die­ses Steam­punk eigent­lich ist, und hat­ten gleich jede Men­ge Ide­en zu dem The­ma.

Phan­ta­News: War es schwie­rig, einen Ver­lag zu fin­den, oder seid ihr mit dem Stoff gleich zu Feder & Schwert gegan­gen?

Chris­ti­an: Das klapp­te erstaun­lich rei­bungs­los, was ja eine Sel­ten­heit ist, wenn man irgend­wo unge­fragt Manu­skrip­te ein­reicht. Wir haben ein Expo­sé bei Feder & Schwert ein­ge­reicht und die bei­den Oli­vers waren gleich begeis­tert und woll­ten es. Sicher hat aber auch Judiths »DAS SCHWARZE AUGE-Ruhm« dabei gehol­fen.

Phan­ta­News: Wie kam es zu der Idee mit der »neu­en Eis­zeit« und dem damit deut­lich ver­än­der­ten Gesicht der Welt?

Chris­ti­an: Ja, Judith, wie sind wir bloß auf die­se Idee gekom­men?
Judith: Das fra­gen natür­lich vie­le – und ich kann es ein­fach nicht mehr beant­wor­ten. Viel­leicht war es die Asso­zia­ti­on: Dampf = schön warm. Weil es da immer kalt ist = Eis­zeit.

Phan­ta­News: Wie ist die Geschich­te zustan­de gekom­men: müh­sam erar­bei­tet, oder »woll­te sie raus«?

Das Kon­zept haben wir uns am Küchen­tisch zusam­men­ge­spon­nenChris­ti­an: Das Kon­zept haben wir uns am Küchen­tisch zusam­men­ge­spon­nen. Und ja, der Rest war dann ein kla­rer Fall von »raus­wol­len«. Das macht es natür­lich kurz­wei­lig, auch wenn man natür­lich stän­dig an der Gesamt­hand­lung arbei­ten muss, um die vie­len Ide­en zu einem span­nen­den Plot­pa­ket zusam­men­zu­schnü­ren.

Phan­ta­News: Ein nicht gerin­ger Teil der Geschich­te befasst sich mit den »Frei­en Frie­sen«. Ver­bin­det euch mit den Frie­sen etwas Beson­de­res, oder war­um haben sie im Roman ein der­ar­ti­ges Gewicht?

Chris­ti­an: Es fing an mit einem Arti­kel in der Zeit­schrift KARFUNKEL über die­ses Volk, das sei­ne Frei­heit bis weit ins Mit­tel­al­ter gegen die Deut­schen Kai­ser ver­tei­digt hat­te – und das mit Iros auf dem Kopf und die­sen Sprungs­pee­ren in der Hand. Wir dach­ten »awe­so­me!« und waren sogleich Fans *gg*.

Cover SchwertbrüderPhan­ta­News: Naðan ist ein Anti­held. War­um?

Judith: Vie­le mei­ner Hel­den sind Anti­hel­den. Ich mag die Idee, dass man nicht zum Hel­den gebo­ren ist, son­dern dass sich das Held­sein durch Taten her­aus­kris­tal­li­siert. Bei mei­nem Erst­lings­ro­man ist es eine Schmie­de­ge­sel­lin, bei mei­ner Jugend­buch­tri­lo­gie drei ziem­lich uncoo­le Nerds …
Und ein Anti­held ist ja eigent­lich jemand, der durch­weg unhel­den­haft ist – was dann ja auf unse­re Hel­den meist doch nicht zutrifft.

Phan­ta­News: Wie schreibt ihr zusam­men? Schreibt jeder mal, oder schreibt haupt­säch­lich einer und ihr über­ar­bei­tet es gemein­sam? Oder ganz anders?

Chris­ti­an: Wir pla­nen gemein­sam und über­ar­bei­ten ein­zeln die Tex­te des ande­ren (und glei­chen unse­ren Stil damit ein­an­der an). Aber man muss sagen, dass Judith das Gros der eigent­li­chen Schreib­ar­bei­tet leis­tet. Ich schrei­be nur ein­zel­ne Sze­nen, die die Boss mir zuweist oder auf die ich gera­de gro­ße Lust habe.

Phan­ta­News: Gibt es Steam­punk-Bücher, die ihr den Lesern emp­feh­len wür­det, die nach DIE ZERBROCHENE PUPPE mehr Stoff haben wol­len?

Chris­ti­an: Es ist mei­ner Mei­nung nach nicht alles Spaß, was dampft, und ich habe bis­her auch viel weni­ger in die­sem Gen­re gele­sen, als ich ger­ne wür­de. Aber ich habe mei­ne Lieb­lin­ge: DAS HAUS DES HIRSCHS von Kage Baker, auch wenn da recht wenig Steam­punk vor­kommt. Ein außer­ge­wöhn­li­cher und gran­dio­ser Roman. Gene­rell beinhal­tet die Steam­punk­rei­he von Feder & Schwert eini­ge Schät­ze, die man in gro­ßen Ver­la­gen bis­her nicht fin­den kann. Der »Aether­punk« in Anja Bagus‘ AETHERHERTZ bie­tet eben­falls einen inno­va­ti­ven und fes­seln­den Hin­ter­grund. STEAMPUNK – KURZ & GEEK! bie­tet wie­der­um schö­ne Infos als Sach­buch über die gan­ze Sze­ne. Und nicht zu ver­ges­sen: der Klas­si­ker 20.000 MEILEN UNTER DEM MEER. Genau genom­men kein Steam­punk, da es damals Sci­ence Fic­tion war, aber wer wird so klein­lich sein? Als nächs­tes ste­hen aber Kurz­ge­schich­ten auf mei­ner Lis­te: DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN dürf­ten die Leser von Phan­ta­news ja gut ken­nen ;)
Judith: Ich lese ja auch sehr gern Oli­ver Plasch­ka und Ju Honisch.

Phan­ta­News: Wel­che Wer­ke (Bücher, Fil­me, Fern­seh­se­ri­en, Hör­spie­le) und/oder wel­che Autoren oder sons­ti­gen Künst­ler haben Euch beein­flusst?

Dazu hab ich jetzt bestimmt schon fünf Ant­wor­ten geschrie­ben und wie­der gelöschtJudith: Dazu hab ich jetzt bestimmt schon fünf Ant­wor­ten geschrie­ben und wie­der gelöscht. Ich kann die­se Fra­ge ein­fach nicht zu mei­ner eige­nen Zufrie­den­heit beant­wor­ten … Beein­flusst bin ich sicher­lich aus allen mög­li­chen Rich­tun­gen … Aber eher als die Tex­te ande­rer Autoren, die ich ger­ne ein­fach »für sich« lese, ohne dar­aus not­ge­drun­gen etwas für mich raus­zu­zie­hen, inspi­rie­ren uns Text­zei­len aus Lie­dern. Naðan ver­dankt sei­ne Exis­tenz dem Lied TOYS IN THE ATTIC von Omnia. Und der Hoch­zeits­gift­mord aus HERRIN DES SCHWARMS hat einen Schand­maul-Sound­track.

Phan­ta­News: Es heißt, man kann bei Publi­kums­ver­la­gen heut­zu­ta­ge kei­nen Steam­punk unter­brin­gen. Sind die »Gro­ßen« nur noch auf den nächs­ten HARRY POTTER aus, also auf das schnel­le Geld? Geht nur noch Main­stream?

Chris­ti­an: Dazu kann Judith bestimmt mehr sagen. Ich selbst bin bis­her bei den klei­ne­ren Ver­la­gen glück­lich und aus­ge­las­tet.
Judith: Im Moment habe ich bei gro­ßen Ver­la­gen nicht vie­le Hoff­nun­gen, die Bücher schrei­ben zu dür­fen, die ich ger­ne schrei­ben wür­de. Daher wür­de ich dem zustim­men: Ja, bei gro­ßen Ver­la­gen geht fast aus­nahms­los nur Main­stream, gera­de im phan­tas­ti­schen Bereich (rühm­li­che Aus­nah­me bleibt Klett-Cot­ta). Doch die Leser grei­fen immer mehr zu den Nischen­pro­jek­ten, was ich sehr erfreu­lich fin­de.

Phan­ta­News: Wie seht ihr die Ent­wick­lung des Buch­mark­tes und der Bran­che in den nächs­ten Jah­ren (Stich­wor­te: eBooks, Inde­pen­dent, Medi­en­wech­sel)? Wird Ama­zon wie befürch­tet alles hin­weg­fe­gen? Wel­che Aus­wir­kun­gen seht ihr für Autoren und Leser?

Chris­ti­an: Dar­über unter­hal­ten wir uns tat­säch­lich recht oft.
Judith: Oh ja. ;) Durch mei­ne Arbeit in einem klei­nen Ver­lag sehe ich die Ent­wick­lung im Sor­ti­ments­buch­han­del gera­de mit zuneh­men­der Ver­dros­sen­heit. Den Buch­hand­lun­gen geht es wirt­schaft­lich nicht gut, daher ver­zich­ten sie dar­auf, neue, klei­ne, enga­gier­te Pro­jek­te und Autoren zu unter­stüt­zen – Lesun­gen kos­ten ja Geld, strei­chen wir die mal als aller­ers­tes. Und wenn wir einen Schul­di­gen suchen, zei­gen wir auf das »gro­ße A« und die bösen, bösen Men­schen, die da bestel­len.
Chris­ti­an: Wobei es natür­lich löb­li­che Aus­nah­men gibt!
Und genau das soll­ten Buch­händ­ler auch tun: Sich ein kla­res Kon­zept für die Zukunft über­le­gen.Judith: Mal ehr­lich – dass es dem Sor­ti­ments­buch­han­del schlecht geht, das hat noch ande­re Grün­de. Und dass zuneh­mend ein kla­res Pro­fil fehlt, ist einer davon. Mit Best­sel­lern lässt sich Geld machen, aber letzt­lich kann man sich den Best­sel­ler auch in der Bahn­hofs­buch­hand­lung oder beim gro­ßen Filia­lis­ten vom Tisch grap­schen. Bei Ama­zon bestellt man letzt­lich auch nur das, wovon man schon mal gehört hat, man kann nicht durch­ge­hen und stö­bern oder ein Gespräch mit jeman­dem füh­ren, kann an kei­ner Lesung teil­neh­men und nicht in Kon­takt mit Schrei­ber­lin­gen oder Ver­la­gen tre­ten. Aber Ama­zon wird sich ein Kon­zept über­le­gen, um genau das auch dem Inter­net­kun­den zu bie­ten. Und genau das soll­ten Buch­händ­ler auch tun: Sich ein kla­res Kon­zept für die Zukunft über­le­gen.
Was Self­pu­bli­shing angeht, sehe ich das kri­tisch – es ist schwie­rig, den Über­blick zu behal­ten und vie­le vie­le enga­gier­te Pro­jek­te gehen da zwangs­läu­fig unter. Ich arbei­te aber übri­gens als Ver­lags­buch­händ­le­rin in einem Klein­ver­lag für his­to­ri­sche Roma­ne, der als Eigen­ver­lag begon­nen hat.

Cover "Die Geister des Landes"Phan­ta­News: Stich­wort Crowd­fun­ding: Ihr habt zusam­men mit Feder & Schwert eine Kam­pa­gne bei Start­next aus­ge­lobt, die einen Sto­ry­band in Form eines eBooks (und wenn genug zusam­men kommt auch als Print­buch) ver­schie­de­ner Autoren in der Welt von DIE ZERBROCHENE PUPPE her­vor­brin­gen soll. War­um die­ser Weg?

Chris­ti­an: Kurz­ge­schich­ten-Antho­lo­gi­en sind im All­ge­mei­nen auf dem deut­schen Markt nicht leicht zu rea­li­sie­ren. Um zu sehen, ob ein Bedarf besteht, haben wir den Weg über ein Crowd­fun­ding-Pro­jekt bei Start­next gewählt. Gera­de Kurz­ge­schich­ten eig­nen sich für das E‑Book-For­mat als Lek­tü­re für unter­wegs oder zwi­schen­durch.

Phan­ta­News: Ist Crowd­fun­ding die Zukunft, wenn es um … sagen wir mal … »Nischen­pro­duk­te« geht? In Deutsch­land scheint ja lei­der noch nicht ganz ange­kom­men zu sein, was Crowd­fun­ding eigent­lich ist.

Ich fin­de Crowd­fun­ding sehr demo­kra­tischJudith: Ich fin­de Crowd­fun­ding sehr demo­kra­tisch. Der Kon­su­ment ent­schei­det, was er ger­ne rea­li­siert sehen möch­te. Man muss Über­zeu­gungs­ar­beit leis­ten und um vie­le Pro­jek­te, die nicht rea­li­siert wer­den, ist es natür­lich trotz­dem scha­de – aber gene­rell mag ich das Kon­zept. Es ist natür­lich bis­her eher bei den Digi­tal Nati­ves ange­kom­men und noch nicht bei der Genera­ti­on, für die das Inter­net eher Neu­land ist. ;) Aber das kann ja noch wer­den.

Phan­ta­News: Ist es schwer, sei­ne Schöp­fung »so ein­fach« im Rah­men einer Antho­lo­gie mit ande­ren zu tei­len?

Chris­ti­an: Das war ja so gedacht und daher eher ein Fea­ture als ein Bug. OK, zuge­ge­ben, manch­mal erzählt mir ein Autor eine Idee und ich den­ke kurz »Oh…oh, was macht der mit unse­rer schö­nen Welt.« Aber die Umset­zung der Geschich­ten hat mich dann bis­her immer sofort über­zeugt. Hier und da muss man die Ide­en von zwei Autoren etwas anglei­chen, um die Kon­sis­tenz der Welt von Eis und Dampf zu sichern, aber das sind Klei­nig­kei­ten. Mit Hil­fe die­ser wei­te­ren zehn Autoren, der Kar­ten­zeich­ne­rin und des Cover­de­si­gners, haben wir ein unge­heu­res krea­ti­ves Poten­ti­al zusam­men, durch die die wei­ßen Fle­cken auf der Welt­kar­te viel schi­cker aus­ge­stal­tet wer­den, als wir bei­de dazu in der Lage wären – und das ist ganz gro­ßes Kino!

Phan­ta­News: Gibt es abseits der PUPPE noch ande­res von euch zu lesen?

Chris­ti­an: Judith war sehr flei­ßig in der Rich­tung. Sie hat vier Roma­ne zum Rol­len­spiel DAS SCHWARZE AUGE geschrie­ben (Details gibt es auf www.jcvogt.de), dazu kommt noch ein Jugend-Fan­ta­sy-Nerd-Eifel-Mys­te­ry Roman DIE GEISTER DES LANDES, von dem im Okto­ber der zwei­te Teil erschei­nen wird. Gemein­sam haben wir noch den his­to­ri­schen Roman SCHWERTBRÜDER über den ers­ten Auf­stand der ost­gal­li­schen Stäm­me gegen Juli­us Cae­sar ver­fasst. Ja, und dann kom­men noch diver­se Kurz­ge­schich­ten von uns bei­den (Details: sie­he Web­sei­te).

Phan­ta­News: Wel­che Plä­ne habt ihr für die Zukunft nach der Antho­lo­gie? Wird es wei­te­re Roma­ne in der Welt der ZERBROCHENEN PUPPE geben? Oder ganz was ande­res?

Chris­ti­an: Judith arbei­tet an einem Geheim­pro­jekt der­zeit. Ich kann es ver­ra­ten, aber dann müss­te ich das Inter­net abschal­ten. Wir haben die Ehre, die Regi­on Thor­wal für DAS SCHWARZE AUGE beschrei­ben zu dür­fen und der zwei­te Teil des Ebu­ro­nen­lieds, der his­to­ri­schen Roman­rei­he, will geschrie­ben wer­den. Und ja, wir haben Ide­en für eine Fort­set­zung der zer­bro­che­nen Pup­pe. Aller­dings mit ande­ren Prot­ago­nis­ten. Einen Teaser wird Mar­cus Rauch­fuß mit sei­ner Geschich­te bereits in Eis und Dampf geben. Er hat­te eine ähn­li­che Idee wie wir. Ich sage nur: Ame­ri­ka.

Phan­ta­News: Ich bedan­ke mich artig für die Beant­wor­tung mei­ner boh­ren­den Fra­gen. Jetzt habt ihr noch Gele­gen­heit, Wor­te zu sagen, die ihr der Welt immer schon mal mit­tei­len woll­tet …

Judith: Wear bes di frai­er as bi de Friisen, miin moat?

EisundDampf

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Phan­ta­News: Soweit das Inter­view mit Judith und Chris­ti­an, noch­mals vie­len Dank für Inter­view. Ich möch­te an die­ser Stel­le aber noch ein­mal aus­drück­lich auf das Crowd­fun­ding für die Sto­ry-Antho­lo­gie EIS & DAMPF hin­wei­sen. Zehn deut­sche Autoren steu­ern Geschich­ten bei, die in der Welt der ZERBROCHENEN PUPPE spie­len. Wird das Fun­ding­ziel in einer bestimm­ten Höhe über­schrit­ten, ent­steht zudem eine Kar­te der Welt und wenn deut­lich mehr Geld ein­geht, dann erscheint die Samm­lung nicht nur als eBook, son­dern auch in gedruck­ter Form. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu und natür­lich auch die Mög­lich­keit zum Mit­ma­chen fin­det der geneig­te Leser auf der Start­next-Sei­te des Pro­jekts.

Was ist eigent­lich die­ses »Crowd­fun­ding« genau? Nun: Im eher Inter­net-inaf­fi­nen Deutsch­land hat sich lei­der noch nicht so recht her­um gespro­chen, des­we­gen ein paar Wor­te dazu. Wiki­pe­dia sagt:

Crowd­fun­ding oder sel­te­ner Schwarm­fi­nan­zie­rung ist eine Art der Finan­zie­rung. Mit die­ser Metho­de der Geld­be­schaf­fung las­sen sich Pro­jek­tePro­duk­te, die Umset­zung von Geschäfts­ide­en und vie­les ande­re mit Eigen­ka­pi­tal, zumeist in Form von stil­len Betei­li­gun­gen, ver­sor­gen. Eine so finan­zier­te Unter­neh­mung und ihr Ablauf wer­den auch als eine Akti­on bezeich­net. Ihre Kapi­tal­ge­ber sind eine Viel­zahl von Per­so­nen – in aller Regel bestehend aus Inter­net­nut­zern, da zum Crowd­fun­ding meist im World Wide Web auf­ge­ru­fen wird.

Das bedeu­tet nichts ande­res, als das Per­so­nen, die an einem bestimm­ten Pro­jekt inter­es­siert sind, die­ses mit Geld­mit­teln unter­stüt­zen. Das ist kei­ne Spen­de, als viel­mehr eine Inves­ti­ti­on, die dafür sor­gen soll, dass das Pro­jekt erfolg­reich durch­ge­führt wer­den kann. Es gibt in aller Regel unter­schied­li­che Stu­fen von Bei­trä­gen, die mit ver­schie­de­nen Goo­dies belohnt wer­den. Bei einem eBook bei­spiels­wei­se bekommt man die­ses nach erfolg­rei­cher Finan­zie­rung und Durch­füh­rung als Dank fürs »Pled­gen« (finan­zie­ren) umsonst. Gibt man mehr, sind zahl­lo­se ande­re Dan­ke­schöns mög­lich, zum Bei­spiel die Nen­nung im Werk oder ein Abend­essen mit den Autoren.

Bei uns weiß lei­der noch kaum jemand, was für eine pri­ma Sache Crowd­fun­ding ist, denn es ermög­licht die Finan­zie­rung von Pro­jek­ten direkt durch die Kon­su­men­ten und vor­bei an kon­ser­va­ti­ven Geld­ge­bern wie Fir­men oder Ban­ken.

Inter­na­tio­nal ist Crowd­fun­ding dage­gen bereits eins der gro­ßen Din­ger im Inter­net. Chris Roberts WING COM­MAN­DER-Nach­fol­ger STAR CITIZEN hat inzwi­schen über 20 Mil­lio­nen Dol­lar auf die­sem Wege ein­ge­nom­men. Auch hier hat Deutsch­land lei­der noch eine Men­ge zu ent­de­cken. Näm­lich, dass man an span­nen­den Pro­jek­ten nicht nur teil­ha­ben, son­dern sogar mit­hel­fen kann, sie zu rea­li­sie­ren.

 

Bild­nach­wei­se:
Bild Chris­ti­an und Judith Vogt von Lucia Zan­ders
Cover DIE ZERBROCHENE PUPPE und Pro­mo­gra­fik EIS & DAMPF Coyp­right Feder & Schwert
Cover SCHWERTBRÜDER und DIE GEISTER DES LANDES Copy­right Ammia­nus

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online dar­über.

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