Print On Demand mit epubli – ein Erfahrungsbericht

Inzwis­chen tum­meln sich immer mehr Anbi­eter am Markt, die es auch dem »Nor­malver­brauch­er« ermöglichen sollen, einzelne Büch­er oder kleine Aufla­gen zu real­isieren, ohne dass man dabei gle­ich dem Ruin anheim fällt. Da ich zu Testzweck­en mal eine einzelne Aus­gabe der STEAMPUNK-CHRONIKEN als Print­aus­gabe zur Hand haben wollte, sah ich mir einige entsprechende Anbi­eter an, eine Liste find­et man beispiel­sweise auf wege-zum-buch.de. Die Preis­gestal­tun­gen und Nutzungs­be­din­gun­gen vari­ieren hier zum Teil deut­lich voneinan­der und die Konkur­renz ist offen­sichtlich noch nicht so groß, dass es keine Wucher­preise gäbe – ver­gle­ichen lohnt sich defin­i­tiv. Noch bis vor nicht allzu langer Zeit war Lulu.com der einzige gang­bare Anbi­eter in dieser Rich­tung, hier hat sich jedoch einiges getan. Lulu brachte zudem immer das Prob­lem der nicht uner­he­blichen Ver­sand­kosten mit sich, damit wur­den die ver­gle­ich­sweise gün­sti­gen Druck­preise auch für einzelne Büch­er deut­lich rel­a­tiviert.

Meine Vor­gabe für den Test war es erst ein­mal, ein Buch für den Eigenbe­darf, qua­si als »Ansicht­sex­em­plar« zu bestellen, ich war also wed­er an Autoren­verträ­gen noch an ein­er ISBN-Num­mer inter­essiert. Nach der Sich­tung der ver­schiede­nen Ange­bote, fiel meine Entschei­dung auf epub­li, eine Holtzbrinck-Tochter. Die boten mir an, mein Buch im A5-For­mat bei ca. 210 Seit­en für unge­fähr 11,50 Euro zu druck­en – für ein einzelnes Exem­plar, wohlge­merkt. Bestellt man mehr gibt es Rabat­te. Dazu kom­men natür­lich noch Ver­sand­kosten, aber Details dazu später. Andere deutsche Anbi­eter waren deut­lich teur­er oder ver­langten noch höhere Ver­sand­kosten als epub­li.

Um ein Buch­pro­jekt zu starten benötigt man noch nicht ein­mal ein Nutzerkon­to, allerd­ings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man selb­stver­ständlich eins anle­gen muss, um das Pro­jekt spe­ich­ern und ins­beson­dere natür­lich, um es bestellen zu kön­nen. Das darf man allerd­ings in einem späteren Schritt erledi­gen, den Ein­stieg macht epub­li dem Nutzer leicht.

Die Nutze­r­ober­fläche zum Angeben der Buch­pa­ra­me­ter und zum Hochladen der Inhalte sowie des Cov­ers ist weitest­ge­hend selb­sterk­lärend und sehr über­sichtlich, hier muss man dem Anbi­eter fra­g­los ein Lob aussprechen (siehe Abbil­dung).
In den Feldern »Titel« und »Autor« trägt man die gewün­scht­en Angaben ein, die auf das Cov­er über­nom­men wer­den, wenn man keine eige­nen Cov­er­grafiken hochladen, son­dern ein Stan­dard­cov­er nutzen möchte. Bei diesen Stan­dard­cov­ern ste­hen allerd­ings nur ein paar Far­b­vari­anten zur Ver­fü­gung, die meis­ten Nutzer wird das nicht zufrieden­stellen – für sim­plere Pro­jek­te kön­nte das jedoch dur­chaus aus­re­ichend sein. Man kann das Buch mit mat­tem oder glänzen­dem Cov­er bekom­men, auf den Preis wirkt sich das nicht aus.

Aus­suchen kann man sich auch das For­mat des Buch­es. Hier ist natür­lich darauf zu acht­en, dass die später hochzu­ladende PDF-Datei diesem For­mat entspricht, das über­fordert den weniger Com­put­er-affinen Nutzer möglicher­weise, allerd­ings ste­hen auch Stan­dard­for­mate wie DIN-A5 oder DINa4 zur Ver­fü­gung, die wer­den auch in gängi­gen Offi­ce­pro­gram­men wie Word, OpenOf­fice oder Libre­Of­fice ange­boten.
Als Bindungsarten ste­hen Soft­cov­er, Hard­cov­er, Ring- und Heft­bindung zur Ver­fü­gung; nicht alle Bindungsarten sind für jegliche Buchdick­en ver­wend­bar. In meinem Fall wählte ich »Soft­cov­er« in A5.

Bei den Papier­arten kann man sich eben­falls zwis­chen mehreren Optio­nen entschei­den, Stan­dard dürfte hier 90g/m² sein, das ste­ht in weiß und cre­meweiß zur Dis­po­si­tion, weit­ere Papier­for­mate siehe Bild­schirm­fo­to.

Inter­es­sant ist, dass man beim Inhalt auch »far­big« wählen kann. Lädt man eine durchge­hend far­bige PDF-Datei hoch, so wird auch das pro­duziert, natür­lich bei entsprechend höheren Kosten.

Bei der Cov­ergestal­tung kann man sich aus­suchen, ob man eine Datei hochlädt, die das gesamte Cov­er umfasst, also Vorder-, Rück­seite und Buchrück­en, oder ob man nur Front und Back zur Ver­fü­gung stellt. Bei erster­er Vari­ante muss man allerd­ings aus­rech­nen, wie bre­it die gesamte Grafik zu sein hat, also die Maße von Front, Rück­seite und Buchrück­en selb­st berech­nen. epub­li stellt einen Cov­er­rech­n­er zur Ver­fü­gung, in den man For­mat, Bindung, Papi­er und Seiten­zahl ein­gibt und der dann die exak­ten Maße aus­gibt – nach wie vor muss man das dann allerd­ings in einem Grafikpro­gramm entsprechend umset­zen.
Die sim­plere Vari­ante ist die, dass man Font- und Back­cov­er einzeln hochlädt, das macht die Sache deut­lich ein­fach­er. Nachteil: Der Buchrück­en ist dann ein­far­big und nicht in der­sel­ben Farbe wie der Rest des Umschlags, abhängig vom weit­er vorne per Drop­down gewählten Basis-Coverde­sign.

Um die Umschlag­seit­en zu erzeu­gen, benötigt man eine Grafik­soft­ware, die brauch­bare PDFs in der für das Buch­for­mat notwendi­gen Größe exportieren kann, auch das kann zu Prob­le­men führen. Man sollte sich zudem darüber im Klaren sein, dass die Cover­dateien in Print­au­flö­sung nicht eben klein sind und man für eine sin­nvolle Nutzung zwin­gend einen bre­it­bandi­gen Inter­net­zu­gang benötigt. Bei far­bigen Inhalts­dateien gilt das natür­lich in noch größerem Maße auch für diese.

Nach dem Cov­er lädt man die Buch-Inhalts­datei eben­falls als PDF hoch, ggfs. fügt epub­lis Soft­ware notwendi­ge Zusatz­seit­en ein (das kann aus druck­tech­nis­chen Grün­den nötig wer­den). Ist das geschehen erhält man eine mein­er Ansicht nach großar­tige Vorschau­funk­tion, man kann sich also sofort online einen Ein­druck darüber ver­schaf­fen, wie das später gedruckt ausse­hen wird. Diese Vorschau ste­ht zum einen klein auf der Web­seite zur Ver­fü­gung, man kann sie sich aber auch in ver­größert­er Form als Pop­up anzeigen lassen. Das ist eine ganz großar­tige Sache, bere­its hier kann man eventuell nochmals Fehler erken­nen, die man im Textver­ar­beitungs- oder Satzpro­gramm nicht gese­hen hat. Nach meinen Recherchen han­delt es sich bei dieser Vorschau um ein Alle­in­stel­lungsmerk­mal epub­lis, kein ander­er deutsche Anbi­eter kann so etwas leis­ten (falls jemand andere Erfahrun­gen hat, bitte gern kom­men­tieren!).

Ist der Inhalt hochge­laden, war es das im Prinzip schon, man klickt auf »Buch spe­ich­ern« und kann das Werk sofort bestellen. Dafür muss man natür­lich ein Nutzerkon­to anle­gen. Das Buch­pro­jekt wird im per­sön­lichen Kon­to gespe­ichert und kann nachträglich verän­dert wer­den.

Zu den angegebe­nen Kosten (die sind übri­gens inklu­sive MWSt) kom­men noch Ver­sand­kosten in Höhe von EUR 4,95, das erscheint mir hoch, aber ger­ade noch in Ord­nung. Mit­be­wer­ber in Sachen print on demand nehmen auch gern mal 7,95 Euro, das ste­ht natür­lich in kein­er­lei Ver­hält­nis zu den tat­säch­lich anfal­l­en­den Ver­sand­kosten, hier wird ein niedriger Pro­duk­t­preis offen­bar durch hohes Por­to refi­nanziert. Zahlen kann man via Vorkasse, Bankeinzug und Kred­itkarte; Pay­Pal wird lei­der nicht ange­boten.

Als Pro­duk­tions- und Lieferzeit gibt epub­li acht bis zehn Tage an, das kann ich bestäti­gen, nach acht Tagen lag die Sendung im Briefkas­ten.
Das gelieferte Buch kam in ein­er sta­bilen Pap­phülle und war zudem in ein­er schützen­den Plas­tik­folie ver­packt – dafür kann man nur dankbar sein, denn wie lieder­lich die Deutsche Post mit Sendun­gen umge­ht, hat wahrschein­lich jed­er schon mal erfahren müssen, ins­beson­dere bei mir sind verknick­te oder durch­nässte Päckchen lei­der keine Sel­tenheit. Glück­licher­weise war das Wet­ter bei der epub­li-Liefer­ung jedoch trock­en und ich gehe davon aus, dass das Buch durch den Plas­tik­folien­schutz auch dann nicht feucht und unbrauch­bar gewor­den wäre, wenn es gereg­net hätte.

Die handw­erk­liche Qual­ität des geliefer­ten Buch­es ist top und muss sich in kein­ster Weise hin­ter dem ver­steck­en, was man üblicher­weise in der Buch­hand­lung erhält – für den Inhalt und dessen Ausse­hen ist man natür­lich selb­st ver­ant­wortlich. Ich möchte sog­ar so weit gehen und sagen, dass die Qual­ität deut­lich über der der Massen­pa­per­backs der deutschen Pub­likumsver­lage liegt. Für einen Einzel­druck ist deswe­gen mein­er Ansicht nach der Preis von knapp 12 Euro ins­beson­dere einge­denk der über­zo­ge­nen Massen­markt-Taschen­buch­preise mehr als in Ord­nung.
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei dem bestell­ten Buch um eine Einze­lan­fer­ti­gung han­delt, das man bei Nicht­ge­fall­en nicht im Rah­men des üblichen Wider­rufrecht­es für Fern­ab­satz ein­fach zurück geben kann.

Alles in allem ist das eine wirk­lich feine Sache für die Erstel­lung einzel­ner Büch­er, sei es nun zum Eigenbe­darf oder wenn man jeman­dem ein Unikat schenken möchte. Aber auch Klein­au­fla­gen sind dur­chaus inter­es­sant, ab zehn bestell­ten Exem­plaren erhält man 3 % Rabatt, bei 100 sind es bere­its 15 % und ab 250 Büch­ern gewährt epub­li 20 % Nach­lass auf die Bestel­lung (ich weiß allerd­ings nicht, wie hoch dann die Ver­sand­kosten sind).

Noch ein paar Anmerkun­gen dazu: für 19,95 Euro im Jahr kann man auch eine ISBN von epub­li bekom­men und das Buch pub­lizieren, damit ist es im Buch­han­del bestell­bar. Ich hat­te auch ern­sthaft darüber nachgedacht, das mit den dem ersten Band der STEAMPUNK-CHRONIKEN zu machen, habe allerd­ings nach einem Blick in die AGB davon abge­se­hen, denn der Anbi­eter räumt sich in den Muster­verträ­gen weit­ge­hende Nutzungsrechte am Buch ein, darunter auch die Kon­vertierung in ein eBook oder andere Nutzungsarten:

- das Recht zur Nutzung des Werks in dig­i­taler Form […]

- das Recht, Auss­chnitte des Werks oder das ganze Werk durch ganzen oder teil­weisen Abdruck, Sendung oder son­stige Wieder­gabe, auch im Inter­net, zum Zwecke der Bewer­bung für epub­li oder Dritte (ins­beson­dere Ver­trieb­spart­ner), und/oder deren Pro­duk­te ent­geltlich oder unent­geltlich unter Ver­wen­dung des Namens des Autors zu nutzen.

Das geht zwar noch lange nicht so weit, wie die Nutzungsrechte, die sich andere Anbi­eter ein­räu­men möcht­en – die wollen zum Teil sog­ar die Film- und Fernsehrechte, wenn sie einem eine ISBN besor­gen – ist aber den­noch in diesem Umfang mein­er Ansicht nach prob­lema­tisch. Für das Druck­w­erk räumt epub­li sich zudem für die Zeit der Laufzeit des Ver­trags das auss­chließliche Ver­trieb­srecht für die Print­aus­gabe ein, das ist aber mein­er Ansicht nach eher kein Prob­lem. Ob man mit der Rech­teein­räu­mung leben kann, muss let­z­tendlich jed­er für sich selb­st entschei­den.

Ein weit­eres Prob­lem bei Büch­ern ohne ISBN: ich kann solche zwar für die All­ge­mein­heit freigeben und das Werk kann dann über epub­li bestellt wer­den (jedoch da ohne ISBN nicht im Buch­han­del), es beste­ht jedoch nicht die Möglichkeit, eine Freiga­be nur für bes­timmte Per­so­n­en einzuricht­en, die dann bestellen kön­nen, also qua­si eine Art geschlossene Nutzer­gruppe. Das macht mein­er Ansicht nach eine Menge Sinn, denn es kön­nte ja sein, dass ich bes­timmten Fre­un­den oder Fam­i­lien­mit­gliedern Zugriff auf mein pri­vates, also nichtöf­fentlich­es, Buch­pro­jekt ges­tat­ten möchte. Eine weit­ere mein­er Ideen war es, das Buch ohne ISBN zu veröf­fentlichen, den gewün­scht­en Per­so­n­en Zugang zu gewähren, und es dann wieder offline zu nehmen, auch das war jedoch nicht gang­bar, da auch bei einem ohne ISBN pub­lizierten Buch ein Autoren­ve­trag zu unterze­ich­nen ist – der Aufwand ist ein­fach zu groß.
Als ein­fach­ste Lösung würde mir vorschweben, dass sich diese Drit­ten eben­falls anmelden und dann von mir einen Code bekom­men, mit dem sie und nur sie mein pri­vates Buch bestellen kön­nten. Möglich ist dies nicht, laut Antwort des epub­li-Sup­ports auf meine Anfrage bedankt man sich allerd­ings für die Anre­gung und ver­sucht es in Erwä­gung zu ziehen. Ob daraus etwas wird: wir wer­den sehen.

Als Faz­it: Für die Pro­duk­tion von Einzel­büch­ern oder Kle­in­stau­fla­gen durch Pri­vat­per­so­n­en gibt es mein­er Ansicht nach derzeit sowohl finanziell wie auch in Sachen ein­fache Hand­habung keine Alter­na­tive zur Holtzbrinck-Tochter epub­li. Auch wenn man sein Buch im Selb­stver­lag mit ISBN im Buch­han­del platzieren möchte, sollte man mal einen Blick riskieren, aber zuvor die Autoren­muster­verträge genau studieren. Das Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis ist mein­er Ansicht nach ins­beson­dere für einzelne Büch­er ein Knüller, die Qual­ität des End­pro­duk­tes stimmt fra­g­los.

Es muss also heutzu­tage nicht mehr Lulu sein … Geht man davon aus, dass der Druck qua­si vol­lau­toma­tisiert über spezial­isierte Druck­maschi­nen für Einzel­büch­er geschieht, dann bin ich sog­ar ziem­lich sich­er, dass hier in Sachen Kosten noch deut­lich Luft nach unten ist oder in Zukun­ft sein wird. Äußerst schräg fand ich allerd­ings, dass das Sup­port-Team von epub­li auf Anfra­gen per Mail als »Ihr epub­li Team« antwortet, statt einen Namen des Kor­re­spon­den­z­part­ners anzugeben – so etwas ist heutzu­tage nicht mehr zeit­gemäß oder der Neti­quette entsprechend.

[Update:] Wer einzelne Büch­er per PoD erwer­ben oder diese all­ge­mein zum Verkauf anbi­eten möchte, ist inzwis­chen mit der Ama­zon-Tochter Cre­ate­Space deut­lich bess­er berat­en, denn die Kosten sind dort erhe­blich geringer – wenn man ein paar Stolper­fall­en beachtet. Ich habe auch dazu einen Erfahrungs­bericht ver­fasst, eben­so dazu, wie man Autorenex­em­plate bei CS bestellt, die kom­men näm­lich aus den USA. Wer den hier vor­liegen­den Artikel zu ePub­li inter­es­sant fand, der sollte sich auf jeden Fall auch die Berichte zu Cre­ate­Space anse­hen.

Creative Commons License

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

13 Kommentare for “Print On Demand mit epubli – ein Erfahrungsbericht”

Stefan Holzhauer

sagt:

Mal sehen was ich tun kann, meine Kam­era ist ger­ade auf dem Weg zum Her­steller … kann also lei­der etwas dauern.

sagt:

Klasse Artikel, sehr aus­führlich und anschaulich präsen­tiert. Und wenn ich mir das Foto so anschaue, will ich auch unbe­d­ingt so eine Print­aus­gabe. Soll­test du mal welche nach­druck­en lassen, lass es mich wis­sen.

Stefan Holzhauer

sagt:

Das war der Hin­ter­grund mein­er Diskus­sion mit dem epub­li-Sup­port, ich wollte den Autoren ermöglichen, ein Exem­plar zum Selb­stkosten­preis bekom­men zu kön­nen. Klappt so lei­der nicht.

Franzi

sagt:

super aus­führlich­er Erfahrungs­bericht, echt toll! Hast du dir zufäl­lig auch triboox.de angeschaut? Ich find das Ange­bot und die Gestal­tungsmöglichkeit­en sind sehr ähn­lich. Auch preis­lich tun sich bei­de Anbi­eter nicht viel. Mir schien aber als hätte tri­boox mehr Cov­er zur Auswahl. (Da ich kein Design-Tal­ent habe und mein Buch auch nur für Fre­unde druck­en will würde ich ein vorge­fer­tigtes wählen.)

Stefan Holzhauer

sagt:

Tri­boox nimmt bei gle­ichen Druck­kosten zwei Euro mehr Ver­sand. 6,95 Ver­sand­kosten sind unver­schämt und ste­hen in keinem Ver­hält­nis zu den tat­säch­lich anfal­l­en­den Por­tokosten, deswe­gen habe ich darauf verzichtet, Tri­boox zu testen. Schon die EUR 4,95 bei epub­li finde ich teuer, ins­beson­dere angesichts der Tat­sache, dass man die meis­ten dieser Sendun­gen als Brief oder sog­ar als Büch­ersendung ver­schick­en kön­nte.

Felix

sagt:

Sehr aus­führlich­er Erfahrungs­bericht, hat mir wirk­lich sehr weit­erge­holfen !
Ich kann mich nur bedanken !
Vie­len, vie­len Dank !

Eva Roth

sagt:

ich suche auch ger­ade eine Druck­erei für mein neues Buch, das ich selb­st her­aus­brin­gen will. Was mir an all den Print-on-Demand-Anbi­etern, auch an epub­li, über­haupt nicht gefällt, ist, dass sie alle möglichen Rechte haben wollen.
Was fällt denen denn über­haupt ein? – Ich meine, WAS TUN SIE DAFÜR?

Ein reg­ulär­er Ver­lag macht näm­lich Wer­bung für eine Pub­lika­tion und trägt vor allem die Druck­kosten und alle anderen Kosten ganz und gar sel­ber (auch die Ver­sand­kosten), sodass man als Autor finanziell ent­lastet ist. Da sehe ich auch ein, dass sie Rechte haben wollen, schließlich tra­gen sie das finanzielle Risiko.
Aber die Demand-Druck­ereien? – Das ist doch’ne ganz linke Sache, was die da abziehen: Das Risiko hat der Autor, und die wollen trotz­dem alle möglichen Rechte!

Deshalb habe ich mal im Netz gestöbert nach stin­knor­malen (Buch-)Druckereien – und siehe da – die sind eigentlich sog­ar preis­gün­stiger als diese ganzen On-Demand-Print­er. Selb­st bei kleineren Aufla­gen, also 20, 50 oder 100 Stück.

Und eine ISBN kann man auch so bekom­men, da braucht man die Demand-Druck­ereien gar nicht.
Daher mein Tipp: Schaut euch ruhig auch nach Buch­druck­ereien um, die sind viel gün­stiger als man denkt, machen mit­tler­weile auch Kle­in­stau­fla­gen zu akzept­ablen Preisen, und man hat alle seine Rechte bei sich.

Stefan Holzhauer

sagt:

Ich kann das so nicht bestäti­gen.

Erstens räu­men sich nicht alle PoD-Anbi­eter umfan­gre­iche Nutzungsrechte an den erstell­ten Büch­ern ein. Allerd­ings sind dann die Vorkosten höher bzw. über­haupt erst welche vorhan­den. Welch­es Risiko hat der Autor, wenn er nicht in Vor­leis­tung treten muss? Mein­er Ansicht nach gar keins.

Zweit­ens geht es bei PoD auch um Kle­in­stau­fla­gen (oder Einzelex­em­plare) ohne Vorkosten, das bietet nach meinen Recherchen keine Druck­erei – und ich habe aus­giebig gesucht. Falls doch, bitte ich um konkrete Quellen- und Preisangaben.

Unter dem Artikel ist übri­gens ein Erfahrungs­bericht zu Cre­ate­Space ver­linkt. Bei denen entste­hen kein­er­lei Vorkosten und man behält alle Rechte am Buch. Der vorherge­hende Kom­men­tar ist deswe­gen in seinen Aus­sagen zu pauschal und defin­i­tiv nicht kor­rekt.

Eva Roth

sagt:

@Stefan Holzhauser

Zitat: »Al­ler­dings sind dann die Vor­kos­ten hö­her bzw. über­haupt erst wel­che vor­han­den. «

Ja eben! – Das gilt es bei der Kalku­la­tion zu berück­sichti­gen.

Zitat: »Wel­ches Ri­siko hat der Au­tor, wenn er nicht in Vor­leis­tung tre­ten muss? Mei­ner Ansicht nach gar keins. «

Willst Du damit sagen, dass ich bestellte Büch­er, die gedruckt wer­den, bei den On-Demand-Druck­ereien nicht bei Aus­liefer­ung bezahlen muss, son­dern erst, wenn ich sie verkauft habe?
Soweit mir bekan­nt ist, ist Kom­mis­sion da nicht möglich. Man bezahlt, wenn man die gedruck­ten Büch­er bekommt.
Ich lasse mich aber gerne eines Besser­ern belehren.

Anson­sten zielte mein Hin­weis darauf ab, dass man sich ruhig auch mal die Ange­bote von Buch­druck­ereien ein­holt, bevor man sich auf einen Deman­der ein­lässt. Ich habe einige gefun­den, die mir inter­es­sant erscheinen. Wenn ich mich entsch­ieden habe, werde ich meine Auswahl hier ein­stellen.
Derzeit bin ich noch auf der Suche und am Ver­gle­ichen von Ange­boten.

Stefan Holzhauer

sagt:

Muss man bei ein­er Druck­erei etwa nichts bezahlen? Natür­lich muss man das. Ich kann diese Argu­men­ta­tion deswe­gen ehrlich gesagt nicht nachvol­lziehen.

»Vor­leis­tung« benen­nt selb­stver­ständlich nicht die Kosten für den Erwerb der Büch­er, son­dern Gebühren die vor der Pro­duk­tion zu entricht­en sind.

Und: in der Tat verkauft CreateSpace/Amazon die Büch­er, ohne vor­ab Geld dafür sehen zu wollen. Man kann eine eigene ISBN angeben; wenn man für den Eigenbe­darf oder Eigen­verkauf Exem­plare bestellt, kosten die natür­lich was, wie bei jed­er Ware all­ge­mein üblich. Und die Cre­ate­Space-Exem­plare sind sog­ar beim Ver­sand aus den USA der­maßen gün­stig, da kann keine inländis­che Druck­erei mithal­ten. Siehe dazu meine bei­den Artikel zu Cre­ate­Space .

Jochen Ewald

sagt:

Epub­li erk­lärt ständig, mit ihrer Soft­ware Prob­leme zu haben und nimmt dies zum Anlass, keine nachvol­lziehbaren und aktuellen Buchverkäufe zeigen zu kön­nen. Damit wird die gesamte Seriosität dieses Ver­lages in Frage gestellt. Autoren­hono­rare wer­den ver­spätet und nicht mehr nachvol­lziehbar gezahlt. Man muss glauben, was epub­li angibt – oder auch nicht!

Ich kann nur vor epub­li war­nen!!!

Melanie Teffner

sagt:

Cre­ate­Space kan­nte ich noch nicht. Hat­te bish­er bei epub­li nur ein paar Mal ein Buch in Stück­zahlen von 15–20 Exem­plaren druck­en lassen und war mit dem Ergeb­nis recht zufrieden. Wer epub­li ein­mal eine Chance geben möchte, kann hier [Spam­link ent­fer­nt – der Red.] aktuell weit­ere 10% sparen.

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