FedCon 2012 – Informationsdefizite, ruckelnde Sponsorenvideos und fast kein Shatner

Du kaufst jetzt sofort ein Shatner-Autogramm! Oder sonst ...
Du kaufst jetzt sofort ein Shat­ner-Auto­gramm! Oder sonst …

Bevor ich in ande­ren Arti­keln Inhal­te, Pro­gramm und Gebo­te­nes auf der dies­jäh­ri­gen Fed­Con im Mari­tim-Hotel am Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen beleuch­te, möch­te ich auf die diver­sen Pro­ble­me ein­ge­hen, mit denen auf der Ver­an­stal­tung zu kämp­fen war und deren Gip­fel dar­in bestand, dass sich zah­len­de Besu­cher mit Tages­kar­te den Gast­star Wil­liam Shat­ner nur auf einer Lein­wand anse­hen durf­ten.

Die Fed­Con fin­det bereits seit 20 Jah­ren statt, man soll­te also anneh­men, dass die Ver­an­stal­ter einen sol­chen Event im Griff haben. Und sogar wenn man erst ein­mal davon aus­geht, dass bei einer der­ar­ti­gen Groß­ver­an­stal­tung mit diver­sen Gast­stars (bei denen von eini­gen bekannt ist, dass sie sich gern mal Extra­va­gan­zen leis­ten) nicht immer alles ganz rund läuft, dann ist das erst ein­mal kein grö­ße­res Pro­blem.

Oder zumin­dest soll­te es kein Pro­blem sein, man infor­miert die Anwe­sen­den deut­lich über even­tu­el­le auf­tre­ten­de Schwie­rig­kei­ten oder dar­aus resul­tie­ren­den Ände­run­gen und alles ist gut. Nur lei­der liegt es mit die­sen Infor­ma­tio­nen sei­tens der Fed­Con-Ver­an­stal­ter hef­tigst im Argen. Und das Ver­hal­ten ein­zel­ner »Hel­fer« kann ich per­sön­lich nur als in hohem Maße unpro­fes­sio­nell bezeich­nen.

Bei­spiel: Am Don­ners­tag soll­te um 14:00 ein Panel von Gates McF­ad­den (ali­as Frau Dok­tor Crus­her von der D-Enter­pri­se) statt­fin­den. Die inter­es­sier­te Men­ge ver­sam­mel­te sich im gro­ßen Saal und auf die Büh­ne kam – Kai Owen aus Torch­wood. Infor­miert wur­de dar­über nicht, dabei wäre es doch sehr ein­fach gewe­sen, mal eben den »Mas­ter Of Cere­mo­nies«  Gar­ret Wang oder irgend einen ande­ren auf die Büh­ne zu schi­cken, um die Ände­rung anzu­kün­di­gen. Das blieb aus und so sah sich der uner­war­te­te Owen erst ein­mal mit der Fra­ge kon­fron­tiert, wo denn Frau McF­ad­den sei, was zu ein paar unschö­nen Momen­ten führ­te und erst dann kam jemand und erläu­ter­te dem Publi­kum (und offen­bar auch Kai Owen) dass das Panel ver­scho­ben wor­den sei.

War­um die Anwe­sen­den nicht kon­kret und deut­lich infor­miert wur­den, obwohl das ein­fachst mög­lich gewe­sen wäre, ent­zieht sich mei­nem Ver­ständ­nis. Die­se man­gel­haf­te Infor­ma­ti­ons­po­li­tik zog sich durch die gesam­te Ver­an­stal­tung. Lau­tet hier etwa das Mot­to »ist ja egal, wir haben ihr Geld«? Die her­um­ste­hen­den Bild­schir­me mit Info-Prä­sen­ta­tio­nen, dar­un­ter auch die Zei­ten ver­schie­de­ner Pro­gramm­punk­te waren nur mäßig hilf­reich, da dort immer gera­de nicht das ange­zeigt wur­de, was man sehen woll­te. Außer­dem fra­ge ich mich, war­um man hier Sams­tags noch das Pro­gramm vom Don­ners­tag zeigt, statt nur die aktu­ell rele­van­ten Infor­ma­tio­nen. Es macht wenig Sinn, erst­mal zehn Minu­ten vor dem Flats­creen ste­hen blei­ben zu müs­sen, um die maß­geb­li­che aktu­el­le Pro­gramm­än­de­rung zu erfah­ren.

Wäh­rend der »Ope­ning Cere­mo­ny« woll­ten selbst­ver­ständ­lich die Spon­so­ren auf ihre Kos­ten kom­men und so wur­de dar­aus haupt­säch­lich eine Trai­ler­show mit ein paar pas­sen­den aber auch mas­siv unpas­sen­den Vor­füh­run­gen. Da einer der Spon­so­ren der »Par­ty­schnaps« mit dem über­aus ori­gi­nel­len Namen »Ficken« war, kam man auch in den zwei­fel­haf­ten Genuss eines zuge­hö­ri­gen Musik­vi­de­os mit dem Titel »Ficken fürs Volk« als Wer­bung für den Fusel. Über­flüs­si­ger geht’s mei­ner Ansicht nach kaum noch. Der zuge­hö­ri­ge Stand, an dem man das Gesöff tes­ten konn­te, war übri­gens die meis­te Zeit über ver­waist, die­ser Spon­sor dürf­te wohl nicht das erwar­te­te Ziel­pu­bli­kum vor­ge­fun­den und sei­ne Spon­so­ring-Koh­le in den Sand gesetzt haben.

Das schwer erträg­li­che Schnaps-Video lief aber wenigs­tens ruck­el­frei, was man von diver­sen ande­ren Trai­lern nicht sagen konn­te, die alle paar Sekun­den unter­bra­chen und dann mit einer Sekun­de Ver­satz in Bild und Ton fort­ge­setzt wur­den. Mal davon abge­se­hen, dass die völ­lig über­zo­ge­ne Men­ge Trai­ler­wust ohne­hin nerv­te, mach­te das die Vide­os uner­träg­lich. Auch hier­zu kein Wort der Erläu­te­rung oder Ent­schul­di­gung die mög­li­cher­wei­se Ver­ständ­nis für ein tech­ni­sches Pro­blem erzeugt hät­ten. War­um auch, man hat­te ja das Geld der Besu­cher bereits.

Im klei­nen Saal ent­stan­den immer wie­der mal ähn­li­che Pro­ble­me bei den Vor­trä­gen, hier dau­er­te es bis­wei­len etwas , bis die zu den Pro­gramm­punk­ten pas­sen­den Bil­der oder Fil­me auf die Lein­wand gebracht wer­den konn­ten, ich wür­de mal kon­sta­tie­ren: je schein­bar »unin­ter­es­san­ter« aus Ver­an­stal­ter­sicht der Vor­trag war, des­to Ahnungs­lo­se­re saßen an der Tech­nik, aber das kann natür­lich täu­schen …

Gar­rett Wang hat­te die undank­ba­re Auf­ga­be, gefühlt ein­hun­dert Mal dar­auf hin­zu­wei­sen, dass im gro­ßen Saal nicht gefilmt wer­den dür­fe und wer die unglaub­li­che Dreis­tig­keit habe, dage­gen zu ver­sto­ßen, sofort von miß­mu­ti­gen Klin­go­nen nach Rura Pen­the depor­tiert wer­den… äh … der Ver­an­stal­tung ver­wie­sen wer­den wür­de. Wang, dem anzu­mer­ken war, dass auch ihn die­ses sich stän­dig wie­der­ho­len­de Pro­ze­de­re nerv­te, mach­te zumin­dest aus jedem Ver­le­sen des Zet­tels eine wit­zi­ge Vor­stel­lung mit »Umlauts«-Gestolper und stän­di­gem Ver­bo­cken des Worts »Ver­an­stal­tung«, denn er hat­te das Man­tra jedes­mal in eng­lisch und deutsch vor­zu­tra­gen.
Ins­be­son­de­re ange­sichts der her­ben Infor­ma­ti­ons­de­fi­zi­te an ande­ren Stel­len, war die­se Dau­er­li­ta­nei grund­sätz­lich jedoch außer­or­dent­lich albern. Der Grund für den Vor­trag und die­se Hand­ha­bung ist natür­lich völ­lig klar: man möch­te den Besu­chern, und sol­chen die nicht kom­men konn­ten, nach der Fed­Con selbst­ver­ständ­lich auch noch die DVDs zur Ver­an­stal­tung ver­ti­cken.

Pro­ble­me mit der Plan­lo­sig­keit der Ver­an­stal­ter hat­te übri­gens auch Chris­ti­an Mon­til­lon, der Sams­tags einen Vor­trag zu PERRY RHODAN NEO hal­ten soll­te und der fast nicht her­ein gelas­sen wur­de, weil kei­ner infor­miert war – mehr dazu kann man in sei­nem Blog lesen. Eben­falls pein­lich.

Der Gip­fel der Unver­schämt­heit war aller­dings das Panel des Top­stars Wil­liam Shat­ner, das zum einen von Abends 20:00 Uhr auf 17:00 Uhr ver­legt wur­de (das hat­te sich dann recht­zei­tig her­um gespro­chen, obwohl auch hier deut­li­che Infor­ma­tio­nen fehl­ten). Zwar stand vor­ab im Pro­gramm­heft, dass Inha­ber von Tages­kar­ten sich das Panel des Schau­spie­lers nur im Neben­saal auf der Lein­wand wür­den anse­hen kön­nen, aber das hat­te selbst­ver­ständ­lich nicht jeder mit­be­kom­men.

Erschwe­rend kommt hin­zu, dass etli­che Besu­cher von Tages­kar­ten sich kurz­fris­tig und spon­tan extra wegen Shat­ner zum Kom­men ent­schlos­sen hat­ten, ohne das Pro­gramm vor­her ein­ge­hend zu stu­die­ren. Und wie ich durch Nach­fra­gen in Erfah­rung brin­gen konn­te, wur­de denen an der Kas­se eben nicht mit­ge­teilt, dass sie ihn nur auf einer Lein­wand zu sehen bekom­men wür­den. Und das ist mei­ner Ansicht nach schon ein star­kes Stück, denn spä­tes­tens hier hät­te man die­se Infor­ma­ti­on kon­kret und deut­lich an die Gäs­te wei­ter­ge­ben müs­sen.

Selbst mich mit mei­ner Pres­se­kar­te haben sie noch nicht ein­mal für Fotos in den gro­ßen Saal gelas­sen. Mein Ver­ständ­nis dafür wäre ohne­hin bereits äußerst begrenzt gewe­sen – mal im Ernst: soll­te ich etwa Bil­der von der Lein­wand machen? Das ist doch lächer­lich! Voll­kom­men albern wur­de das durch die Tat­sa­che, dass ich am Mor­gen expli­zit nach­ge­fragt hat­te, was das Foto­gra­fie­ren anging, da mich eine der Hel­fe­rin­nen am Don­ners­tag in ver­gleich­wei­se rüdem Ton am Bil­der schie­ßen hin­dern woll­te und auf »der Gang muss frei blei­ben« ver­wies. Dass direkt hin­ter mir zwei der offen­bar »offi­zi­el­len« Kame­ra­män­ner mit ihren Sta­ti­ven den gesam­ten Gang ver­sperr­ten, war aber offen­sicht­lich völ­lig egal. Bei mei­ner Nach­fra­ge am Pres­se­schal­ter bestä­tig­te mir aber, dass ich selbst­ver­ständ­lich wäh­rend der Panels im gro­ßen Saal Fotos machen dürf­te, man bat mich nur, nicht län­ger als fünf Minu­ten an einem Ort zu blei­ben, um den zah­len­den Gäs­ten nicht die Sicht zu ver­sper­ren (wofür ich selbst­ver­ständ­lich Ver­ständ­nis habe und es auch ohne­hin so hielt, den Besu­chern so wenig wie mög­lich im Weg zu ste­hen).

Dass selbst ich mir aber den Shat­ner nur auf einer Lein­wand anse­hen darf, davon erzähl­ten sie mir am Pres­se­stand bei mei­ner Nach­fra­ge aller­dings vor­sichts­hal­ber mal lie­ber gar nichts. Mei­ne spon­ta­ne Reak­ti­on, die bis heu­te nach­wirkt: ver­ar­schen kann ich mich auch allei­ne!

Nach­dem offen­bar selbst den Ver­an­stal­tern nach Buh­ru­fen und sons­ti­gen Miß­fal­lens­be­kun­dun­gen im Neben­saal klar wur­de, dass die Stim­mung gereizt war, schick­ten die­se Shat­ner dann als ers­tes und nur sehr kurz in den klei­nen Saal, um die Wogen zu glät­ten. So beka­men die dort Anwe­sen­den den Ex-Cap­tain Kirk immer­hin für knapp zwei Minu­ten zu sehen – der Miß­mut vie­ler Anwe­sen­der war aller­dings den­noch nicht zu über­se­hen. Ich habe den Shat­ner dann Shat­ner sein las­sen (das kann ich mir auch zu Hau­se auf dem Bea­mer anse­hen, ich hat­te dank des Ver­hal­tens der Ver­an­stal­ter auch die Nase gestri­chen voll) und bin lie­ber in die Dr. Grord­bort-Aus­stel­lung geda­ckelt, denn dort war ein Tref­fen mit Foto­ter­min der anwe­sen­den Steam­punks anbe­raumt wor­den. Und kurz dar­auf habe ich die Ver­an­stal­tung dann ver­las­sen, was soll ich da auch noch, wenn sie mich ent­ge­gen ihrer Infor­ma­tio­nen an der Pres­se­info noch nicht mal mehr zu den Panels in den gro­ßen Saal las­sen?

Übri­gens: Für einem Foto­ter­min mit Bill Shat­ner wur­den 50 Euro fäl­lig (ein Auto­gramm kos­te­te sagen­haf­te 100 Euro). Freun­de erläu­ter­ten mir, wie das abgeht: man stellt sich stun­den­lang in eine Rei­he und ist dann irgend­wann dran. Das Schie­ßen des Fotos dau­ert ca. fünf bis sie­ben Sekun­den, dann ist der Nächs­te dran. Hat einer der bei­den Prot­ago­nis­ten zufäl­lig die Augen zu, dann hat man für sei­ne 50 Euro eben Pech gehabt.

Wenn wir mal rech­nen: 50 Euro pro Bild mal zehn Bil­der pro Minu­te mal 60 (für eine Stun­de), dann ist das ein Umsatz von sagen­haf­ten 30000 Euro pro Stun­de (!). Und Shat­ner ist nur einer von vie­len Stars, auch wenn die Fotos mit ande­ren preis­güns­ti­ger sind – und von den Auto­gram­men haben wir noch gar nicht gespro­chen. Klar, das Gan­ze dürf­te eine Misch­kal­ku­la­ti­on sein und einen Ein­tritts­preis von 109 Euro für Don­ners­tag bis Sonn­tag hal­te ich ange­sichts der ran­ge­karr­ten Star­gäs­te und deren Auf­trit­ten, den Vor­trä­gen und Aus­stel­lun­gen sowie des Event­cha­rak­ters der Ver­an­stal­tung schon für in Ord­nung (man­che zah­len auch hun­der­te von Euro für ein Fuß­ball­spiel, das nach zwei Stun­den vor­bei ist) – die Foto- und Auto­gramm­prei­se nicht. Klar ist ohne Fra­ge, dass nie­mand dazu gezwun­gen wird, das abzu­neh­men und solan­ge es Inter­es­sen­ten gibt, die bereits sind, der­art viel Koh­le dafür abzu­drü­cken, kann man den Ver­an­stal­tern kaum einen Vor­wurf des­we­gen machen, dass sie das Geld absei­hen wol­len, selt­sam fin­de ich es den­noch.

Ich wer­de mich zu Pro­gramm­punk­ten und ande­ren Aspek­ten der Fed­Con wie oben bereits ange­deu­tet noch in wei­te­ren Arti­keln äußern. Die Ver­an­stal­tung an sich ist frag­los sehens­wert, die Panels haben hohen Unter­hal­tungs­wert und auch das Auf­kom­men an Nerds (da schlie­ße ich mich expli­zit ein) und die Men­ge an Cos­play­ern ver­schie­de­ner Gen­res, die man in Deutsch­land in sol­cher Mas­sie­rung wohl nur auf der Fed­Con vor­fin­den dürf­te, machen einen Besuch für den Fan zu einem Erleb­nis – dazu an ande­rer Stel­le mehr.

Den­noch soll­ten die Ver­an­stal­ter drin­gend und nach­hal­tig an ihrer Infor­ma­ti­ons­po­li­tik und an der Orga­ni­sa­ti­on all­ge­mein arbei­ten. Ich gehe davon aus, dass etli­che, die trotz Tages­ti­cket Wil­liam Shat­ner nur auf der Lein­wand sehen durf­ten, sich der­ma­ßen vera…lbert vor­ka­men, dass sie der Ver­an­stal­tung in Zukunft fern blei­ben wer­den. Man könn­te es ihnen kaum ver­übeln …

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Alle Fotos von mir, CC BY-NC-SA

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online dar­über.

18 Kommentare for “FedCon 2012 – Informationsdefizite, ruckelnde Sponsorenvideos und fast kein Shatner”

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Christian Montillon

sagt:

Schi­cker Arti­kel, der die … übli­chen Schwie­rig­kei­ten vor­stellt, wenn man so die Fed­Con besucht. Sol­che gar wun­der­li­chen Wun­der­din­ge (über die man sich in höchs­tem Maß wun­dern muss) gibt es immer wie­der. Kein Jahr ohne selt­sa­me Über­ra­schun­gen.

Von »Ord­nern o.ä.« sehr unver­schämt behan­delt zu wer­den, ist übri­gens nor­mal auf der Fed­con. Nicht von allen (!!!!), aber jedes Jahr min­des­tens von einem. Da braucht man wohl ein dickes Fell.

Ich geh den­noch ger­ne hin, weil die Atmo­sphä­re und »das Gebo­te­ne« halt ziem­lich ein­ma­lig sind in Deutsch­land … über »Orga­ni­sa­to­ri­sches« im wei­tes­ten Sinn muss man hin­weg­se­hen – oder zuhau­se blei­ben. Lei­der.

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sagt:

Klingt nach ner Men­ge Spaß …

Schon nach der Lek­tü­re der Tweets unse­rer Vor-Ort-Repor­te­rin und dem Blick auf ihre kar­gen Schnapp­schüs­se habe ich mich gefragt, wer sich das antut.

Unterm Strich wäre es wohl wirk­lich bes­ser, eine rei­ne Auto­gramm-Con­ven­ti­on für die­je­ni­gen anzu­bie­ten, die das unbe­dingt brau­chen und den beach­tens­wer­ten Teil des Pro­gramms in eine eige­ne Ver­an­stal­tung aus­zu­la­gern. Ehr­li­cher wäre es alle­mal … ^mm

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Stefan Holzhauer

sagt:

Hat Bar­tho­lo­mä ja mit der »Sign­ma­nia« ver­sucht, muss­te soweit ich mich erin­ne­re abge­sagt wer­den. So leicht sind die Fans auch nicht abzu­sei­hen – der zen­tra­le Punkt sind mei­ner Ansicht nach nicht das Ver­hö­kern von Bil­dern und Auto­gram­men, son­dern der Rest. Und es wird nie­mand zur Abnah­me von Bil­dern oder Auto­gram­men gezwun­gen.

Es wäre übri­gens, wie Chris­ti­an Mon­til­lon schon sagt, der fal­sche Ein­druck, dass die gan­ze Ver­an­stal­tung schlecht ist. Die Panels der Fans haben einen hohen Unter­hal­tungs­wert, eben­so ande­re Aspek­te des Pro­gramms wie die Vor­trä­ge, die Men­gen von Kos­tü­mier­ten oder eben in die­sem Jahr die groß­ar­ti­ge Grord­bort-Austel­lung. Wie ich bereits anmerk­te, hal­te ich das Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis ins­be­son­de­re im Ver­gleich mit bei­spiels­wei­se Musi­cals oder Fuß­ball­spie­len für völ­lig in Ord­nung. Zumin­dest was die Wochen­end­kar­ten angeht, der Tages­kar­ten­preis (49 Euro am Sams­tag) ist mei­ner Ansicht nach eine Unver­schämt­heit.

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Marina

sagt:

Also, mei­ne Toch­ter und ich waren auf die­ser Fed­Con und zu der Foto­ses­si­on mit Shat­ner kann ich sagen, daß ich mei­ne Augen beim ers­ten Bild geschlos­sen hat­te und sofort muß­te ich zurück, es wur­de noch­mal geknipst und es wur­de dann ein schö­nes Foto, trotz der gan­zen Hek­tik.
Ich war das ers­te Mal auf so einer Con und kann mich daher nicht so rich­tig beschwe­ren, denn alle
Hel­fer, die ich ken­nen­lern­te, waren nett. Zwar nicht immer kor­rekt infor­miert, aber nett.
Die Pro­gramm­än­de­run­gen wur­den immer recht­zei­tig mit­ge­teilt, über die Lein­wand und über die
Moni­to­re.
Das der Haupt­saal bei Shat­ner voll war, war doch klar, aber, wenn das mit der Syn­chron­über­tra­gung nicht gemacht wor­den wäre, hät­ten vie­le Besu­cher ihn gar­nicht gese­hen.
Dafür bezahlt man ja für die Wochen­end­ti­ckets und VIP-Tickets viel Geld, damit man einen Sitz­platz im Haupt­saal hat. Alle Tages­ti­cket­be­sit­zer, bis auf weni­ge Aus­nah­men, wuß­ten doch auch, daß sie nicht in den Haupt­saal dür­fen.
Die ruckeln­den Vide­os waren wirk­lich etwas ner­vig, aber Gar­rett Wang und auch Nes­sie haben ihre Sache doch gut gemacht, fand ich.

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Stefan Holzhauer

sagt:

und so­fort muß­te ich zu­rück, es wur­de noch­mal ge­knipst und es wur­de dann ein schö­nes Foto, trotz der gan­zen Hek­tik.

Ich habe von meh­re­ren Anwe­sen­den ande­re Infor­ma­tio­nen über die Durch­füh­rung erhal­ten.

Ich war das ers­te Mal auf so ei­ner Con und kann mich da­her nicht so rich­tig be­schwe­ren, denn alle Hel­fer, die ich ken­nen­lernte, wa­ren nett. Zwar nicht im­mer kor­rekt in­for­miert, aber nett.

Ich habe per­sön­lich ande­re Erfah­run­gen gemacht.

Die Pro­gramm­än­de­run­gen wur­den im­mer recht­zei­tig mit­ge­teilt, über die Lein­wand und über die
Mo­ni­tore.

Dem muss ich wider­spre­chen. Zu den Moni­to­ren habe ich oben bereits etwas geschrie­ben. Pro­gramm­än­de­rungs­an­kün­di­gun­gen auf der gro­ßen Lein­wand im Haupt­saal habe ich nicht eine gese­hen. Natür­lich habe ich mich nicht stän­dig dort auf­ge­hal­ten…

Alle Ta­ges­ti­cket­be­sit­zer, bis auf we­nige Aus­nah­men, wuß­ten doch auch, daß sie nicht in den Haupt­saal dür­fen.

Das ist defi­ni­tiv nicht kor­rekt, ich habe stich­pro­ben­ar­tig Per­so­nen dazu befragt und 80% davon sag­ten glaub­wür­dig aus, dass sie nicht dar­über infor­miert wur­den.

Dass ande­re Aspek­te der Ver­an­stal­tung okay waren ist durch­aus kor­rekt, aber das ist kein Grund, die defi­ni­tiv vor­han­de­nen Pro­ble­me nicht zu kri­ti­sie­ren, oder?

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sagt:

End­lich mal ein objek­ti­ver und krit­scher Arti­kel zur Geld­ma­schi­ne Fed­Con.

Mei­ne Frau und ich waren das ers­te Mal auf der Fed­con und hat­ten im Inter­net Mona­te zuvor Tickets nur für Sams­tag gekauft (u. a. wegen W. Shat­t­ner).
Wir foto­gra­fie­ren bei­de sehr gern und sind natür­lich was die Cos­play­er betrifft, voll auf unse­re Kos­ten gekom­men. Auch die gan­ze Atmo­sphä­re und man­che Gesprä­che mit Fans, waren sehr nett.

Doch ich muß dem Ver­fas­ser abso­lut recht geben: die Infor­ma­ti­ons­pol­tik war mise­ra­bel und für mich war und ist es unver­ständ­lich, dass zah­len­de Tages­ti­cket­be­sit­zer Wil­liam Shat­t­ner nicht live sehen durfen. Erfah­ren haben wir davon erst an der Tür zum gro­ßen Saal…

Glück­li­cher­wei­se konn­ten wir noch Teryl Rothe­rey (Star­ga­te) u. a. lau­schen, wel­che im klei­nen Saal die Men­schen humor­voll und geni­al unter­hal­ten haben.

Pro­gramm top – Orga­ni­sa­ti­on und Infor­ma­ti­on flop – und was das Geld aus­ge­ben betrifft, muß ja jeder selbst ent­schei­den, wie­viel er sich aus der Tasche zie­hen las­sen will.…

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sagt:

Ich war auf der Fed­Cons 4 und 5 oder in dem Dreh. Und schon damals, als es sicher noch etwas klei­ner war, gab es eine Men­ge an der Orga­ni­sa­ti­on zu bemän­geln.
Aller­dings waren die Auto­gram­me wohl bil­li­ger. Mit 10–20 DM war man meis­tens dabei. Wobei eini­ge Stars nur auf den offi­zi­el­len Fed­Con-Fotos unter­schrie­ben, die noch­mal soviel kos­te­ten, obwohl die Qua­li­tät deut­lich zu wün­schen übrig lies.

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sagt:

Der Arti­kel strotzt nur so vor Unwahr­hei­ten und Halb­wis­sen. Ver­mut­lich war der Autor mit sei­ner kos­ten­lo­sen Ein­tritts­kar­te (Pres­se­kar­te) so genervt daß er nicht Shat­ner live sehen konn­te, daß er des­halb ganz ein­fach die Ver­an­stal­tung kom­plett ver­ris­sen hat­te. Also fan­gen wir mal von vor­ne an. Erst­mal vorn­weg eines, wir haben die Ver­an­stal­tung sehr wohl im Griff, dar­um haben wir aus­drück­lich im Vor­feld dar­auf hin­ge­wie­sen, daß der Sams­tag FAST aus­ver­kauft ist und für Frei­tag und Sonn­tag (am Sonn­tag hat­te Shat­ner eben­falls ein Panel wel­ches halb leer war) noch genü­gend Kar­ten erhält­lich sind. Aber was ist pas­siert, am Frei­tag und Sonn­tag kam so gut wie kein Fan, alle muß­ten natür­lich am Sams­tag kom­men und sich anstel­len. Gera­de weil wir wuß­ten, daß es am Sams­tag spe­zi­ell beim Shat­ner Panel voll wer­den wird, haben wir uns dazu ent­schlos­sen, im Neben­saal eine Syn­chron­über­tra­gung anzu­bie­ten – was übri­gens auf US Cons völ­lig nor­mal ist. Dazu haben wir im Pro­gramm­heft und im Inter­net hin­ge­wie­sen. Davon mal abge­se­hen, haben wir an die­sem Tag knap­pe 50 Pro­gramm­punk­te gehabt und man kauft sich ja nicht aus­schließ­lich eine Kar­te wegen des Shat­ner Panels – hier­zu wäre der Sonn­tag eine her­vor­ra­gen­de Alter­na­ti­ve gewe­sen, weil man dann hät­te auch im Haupt­saal sit­zen kön­nen.
Aber das nächs­te Mal wer­den wir eben den hun­der­ten von Leu­ten die sich anstel­len sagen, PECH gehabt wir sind aus­ver­kauft und wer­den sie wegen eines ein­zel­nen Panels von dut­zen­den nach Hau­se schi­cken. Die wüten­den Reak­tio­nen wegen der lan­gen Anfahrts­zei­ten kann ich mir jetzt schon vor­stel­len. Da war doch der Neben­saal das klei­ne­re Übel.
Im übri­gen schick­te ich als Ver­an­stal­ter Shat­ner nicht erst dann in den Neben­saal als die Buh­ru­fe immer grö­ßer wur­den, son­dern die­ser Auf­tritt wur­de mit sei­nem Agen­ten schon 1 Woche vor der Con abge­stimmt. Aber es klingt natür­lich pres­se­tech­nisch reis­se­ri­scher zu sagen, erst nach den Buh­ru­fen schick­ten wir Shat­ner auf die Büh­ne.
Dar­über hin­aus haben wir sehr wohl ca. 300 Tages­kar­ten auch in den Haupt­saal ein­ge­las­sen, aber das nur am Ran­de, inter­es­siert ja jetzt eh kei­nen mehr. Wie gesagt am Sonn­tag wäre auch ein Shat­ner Panel gewe­sen und das hät­ten auch die Tages­kar­ten sehen kön­nen wenn sie denn gekom­men wären.
Man­geln­de Infor­ma­ti­ons­po­li­tik: Sämt­li­che Pro­gramm­än­de­run­gen wur­den auf den Plas­ma­bild­schir­men gezeigt und auch im Haupt­saal auf der Lein­wand ein­ge­blen­det. Was hät­ten wir dei­ner Mei­nung nach sonst noch tun sol­len? Und der Spruch »die Info­s­creens waren nur mäßig hilf­reich, da nur immer das ange­zeigt wur­de, was man nicht sehen woll­te!« Äh, die­se Aus­sa­ge ist falsch, das waren Touch­screen Moni­to­re und der Benut­zer kann ganz ein­fach selbst aus­su­chen was er für Infos sehen möch­te, des­halb haben wir teu­re Touch­screen Moni­to­re ver­wen­det. Aber wir sind ja auch ver­ant­wort­lich wenn die Leu­te zu bequem sind Pro­gramm­heft zu lesen und den Bild­schirm zu bedie­nen bzw. die Ände­run­gen auf der Lein­wand zu ver­fol­gen.
Die­se Ände­run­gen sind übri­gens nicht mut­wil­lig, son­dern kom­men zustan­de weil gan­ze 2 Stars Ände­run­gen her­vor­ge­ru­fen haben. Uns passt das ganz und gar nicht, wochen­lang fei­len wir an dem Pro­gramm her­um und wäh­rend alles gedruckt ist und den Leu­ten schon aus­ge­hän­digt wird, kommt eine Email mit der Ankün­di­gung daß Joe Fla­nigan erst Frei­tag abend ankommt und Gates McF­ad­den einen Arzt­ter­min hat­te (den sie Wochen zuvor aus­mach­te uns aber erst am Mitt­woch vor der Con mit­teil­te). Wegen die­sen zwei Ver­spä­tun­gen muß­ten wir das kom­plet­te Pro­gramm ändern, was mir mehr als nur sau­er auf­stieß. Aber so ist das halt mal im Show­busi­ness. Ich ver­ste­he daß es bei die­ser Mega Ver­an­stal­tung (sovie­le Leu­te hat­ten wir noch nie) auch mal zu klei­ne­ren Pro­ble­men kommt, in der Regel sind wir aber sehr gut orga­ni­siert, das bewei­sen auch die hun­der­ten von Zuschrif­ten und Pos­tings von Leu­ten wel­che die Con geni­al fan­den. Aber das ist halt manch­mal Ansichts­sa­che. Ich wür­de dir aber mal emp­feh­len ande­re Cons z.B.: in UK oder den USA zu besu­chen und dann mal einen rich­ti­gen Ver­gleich zu machen – du wür­dest über­rascht sein.

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sagt:

Der Arti­kel strotzt nur so vor Unwahr­hei­ten und Halb­wis­sen. Ver­mut­lich war der Autor mit sei­ner kos­ten­lo­sen Ein­tritts­kar­te (Pres­se­kar­te) so genervt dass er nicht Shat­ner live sehen konn­te, dass er des­halb ganz ein­fach die Ver­an­stal­tung kom­plett ver­ris­sen hat­te. Also fan­gen wir mal von vor­ne an.

Erst­mal vorn­weg eines, wir haben die Ver­an­stal­tung sehr wohl im Griff, dar­um haben wir aus­drück­lich im Vor­feld dar­auf hin­ge­wie­sen, dass der Sams­tag FAST aus­ver­kauft ist und für Frei­tag und Sonn­tag (am Sonn­tag hat­te Shat­ner eben­falls ein Panel wel­ches halb leer war) noch genü­gend Kar­ten erhält­lich sind. Aber was ist pas­siert, am Frei­tag und Sonn­tag kam so gut wie kein Fan, alle muss­ten natür­lich am Sams­tag kom­men und sich anstel­len. Gera­de weil wir wuss­ten, dass es am Sams­tag spe­zi­ell beim Shat­ner Panel voll wer­den wird, haben wir uns dazu ent­schlos­sen, im Neben­saal eine Syn­chron­über­tra­gung anzu­bie­ten – was übri­gens auf US Cons völ­lig nor­mal ist. Dazu haben wir im Pro­gramm­heft und im Inter­net hin­ge­wie­sen. Davon mal abge­se­hen, haben wir an die­sem Tag knap­pe 50 Pro­gramm­punk­te gehabt und man kauft sich ja nicht aus­schließ­lich eine Kar­te wegen des Shat­ner Panels – hier­zu wäre der Sonn­tag eine her­vor­ra­gen­de Alter­na­ti­ve gewe­sen, weil man dann hät­te auch im Haupt­saal sit­zen kön­nen.

Aber das nächs­te Mal wer­den wir eben den hun­der­ten von Leu­ten die sich anstel­len sagen, PECH gehabt wir sind aus­ver­kauft und wer­den sie wegen eines ein­zel­nen Panels von dut­zen­den nach Hau­se schi­cken. Die wüten­den Reak­tio­nen wegen der lan­gen Anfahrts­zei­ten kann ich mir jetzt schon vor­stel­len. Da war doch der Neben­saal das klei­ne­re Übel.
Im Übri­gen schick­te ich als Ver­an­stal­ter Shat­ner nicht erst dann in den Neben­saal als die Buh­ru­fe immer grö­ßer wur­den, son­dern die­ser Auf­tritt wur­de mit sei­nem Agen­ten schon 1 Woche vor der Con abge­stimmt. Aber es klingt natür­lich pres­se­tech­nisch rei­ße­ri­scher zu sagen, erst nach den Buh­ru­fen schick­ten wir Shat­ner auf die Büh­ne.

Dar­über hin­aus haben wir sehr wohl ca. 300 Tages­kar­ten auch in den Haupt­saal ein­ge­las­sen, aber das nur am Ran­de, inter­es­siert ja jetzt eh kei­nen mehr.

Wie gesagt am Sonn­tag wäre auch ein Shat­ner Panel gewe­sen und das hät­ten auch die Tages­kar­ten sehen kön­nen wenn sie denn gekom­men wären.

Man­geln­de Infor­ma­ti­ons­po­li­tik: Sämt­li­che Pro­gramm­än­de­run­gen wur­den auf den Plas­ma­bild­schir­men gezeigt und auch im Haupt­saal auf der Lein­wand ein­ge­blen­det. Was hät­ten wir Ihrer Mei­nung nach sonst noch tun sol­len? Und der Spruch »die Info­s­creens waren nur mäßig hilf­reich, da nur immer das ange­zeigt wur­de, was man nicht sehen woll­te!« Äh, die­se Aus­sa­ge ist falsch, das waren Touch­screen Moni­to­re und der Benut­zer kann ganz ein­fach selbst aus­su­chen was er für Infos sehen möch­te, des­halb haben wir teu­re Touch­screen Moni­to­re ver­wen­det. Aber wir sind ja auch ver­ant­wort­lich wenn die Leu­te zu bequem sind Pro­gramm­heft zu lesen und den Bild­schirm zu bedie­nen bzw. die Ände­run­gen auf der Lein­wand zu ver­fol­gen.

Die­se Ände­run­gen sind übri­gens nicht mut­wil­lig, son­dern kom­men zustan­de weil gan­ze 2 Stars Ände­run­gen her­vor­ge­ru­fen haben. Uns passt das ganz und gar nicht, wochen­lang fei­len wir an dem Pro­gramm her­um und wäh­rend alles gedruckt ist und den Leu­ten schon aus­ge­hän­digt wird, kommt eine Email mit der Ankün­di­gung dass Joe Fla­nigan erst Frei­tag Abend ankommt und Gates McF­ad­den einen Arzt­ter­min hat­te (den sie Wochen zuvor aus­mach­te uns aber erst am Mitt­woch vor der Con mit­teil­te). Wegen die­sen zwei Ver­spä­tun­gen muss­ten wir das kom­plet­te Pro­gramm ändern, was mir mehr als nur sau­er auf­stieß. Aber so ist das halt mal im Show­busi­ness.

Ich ver­ste­he, dass es bei die­ser Mega Ver­an­stal­tung (so vie­le Leu­te hat­ten wir noch nie) auch mal zu klei­ne­ren Pro­ble­men kommt, in der Regel sind wir aber sehr gut orga­ni­siert, das bewei­sen auch die hun­der­ten von Zuschrif­ten und Pos­tings von Leu­ten wel­che die Con geni­al fan­den. Aber das ist halt manch­mal Ansichts­sa­che. Ich wür­de Ihnen aber mal emp­feh­len ande­re Cons z.B.: in UK oder den USA zu besu­chen und dann mal einen rich­ti­gen Ver­gleich zu machen – Sie wer­den über­rascht sein.

gez. Dirk Bar­tho­lo­mä, Fed-Con Ver­an­stal­tungs GmbH
Bri­git­te Scherr, Pres­se­be­treu­ung

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Stefan Holzhauer

sagt:

Soso, er strotzt von Halb­wis­sen und Unwahr­hei­ten. Das so zu for­mu­lie­ren ist selbst­ver­ständ­lich eine sehr sou­ve­rä­ne Art und Wei­se, mit Kri­tik umzu­ge­hen. Äußerst inter­es­sant zudem, dass damit auch die Aus­sa­gen in den ande­ren Kom­men­ta­ren, in denen Anwe­sen­de die glei­chen Pro­ble­me bemän­geln, als Unwahr­hei­ten dar­ge­stellt wer­den.

Nur als Hin­weis: Wenn Du mei­ne bis­her erschie­nen Arti­kel genau gele­sen hät­test, statt nur den kri­ti­schen, wäre Dir mög­li­cher­wei­se auf­ge­fal­len, dass ich ande­re Aspek­te der Ver­an­stal­tung durch­aus posi­tiv bewer­tet habe (und der letz­te Arti­kel ist noch gar nicht erschie­nen). Dein Vor­wurf, ich wür­de nur meckern, weil ich Shat­ner nicht sehen durf­te, läuft also ins Lee­re. Am Pres­se­stand wur­de mir gegen­über übri­gens aus­drück­lich aus­ge­sagt, dass ich wäh­rend des Shat­ner-Panels Bil­der machen darf – und nicht von der Lein­wand. Wenn das dann nicht den Tat­sa­chen ent­spricht, ist das durch­aus ein Grund für Kri­tik, oder etwa nicht?

Natür­lich sind die Ände­run­gen nicht mut­wil­lig, das wäre auch noch schö­ner und wenn Du mei­nen Arti­kel voll­stän­dig gele­sen hät­test (mir scheint deut­lich, Du hast ihn nur über­flo­gen), dann wäre Dir auf­ge­fal­len, dass ich mög­li­che Grün­de durch­aus auf­ge­führt habe.

Mei­ne Aus­sa­gen zur man­gel­haf­ten Infor­ma­ti­ons­po­li­tik blei­ben bestehen, die Touch­screens waren so umla­gert mit »Tou­chen­den« die irgend­was auf­ge­ru­fen haben, dass man die rele­van­ten Infor­ma­tio­nen nur zu sehen bekam, wenn man sich davor die Bei­ne in den Bauch stand (außer­dem: was sol­len dar­auf Sams­tags die Infor­ma­tio­nen vom Don­ners­tag? Die braucht zu die­sem Zeit­punkt kei­ner mehr). Eben­falls muss ins­be­son­de­re die Fra­ge auf­recht erhal­ten blei­ben, war­um die Tages­kar­ten­käu­fer nicht beim Kauf kon­kret infor­miert wur­den?

Auch war­um man die Besu­cher nicht von der Büh­ne aus infor­miert, wenn etwas geän­dert wur­de, ent­zieht sich mei­nem Ver­ständ­nis; eben­so muss das zumin­dest teil­wei­se äußerst unpro­fes­sio­nel­le Auf­tre­ten der Hel­fer kri­ti­siert wer­den – ich gebe zu, dass es auch sehr net­te gab, aber das zau­bert die ande­ren nicht weg.

Gran­di­os auch die Aus­sa­ge »am Sonn­tag wäre auch ein Shat­ner Pa­nel ge­we­sen und das hät­ten auch die Ta­ges­kar­ten se­hen kön­nen wenn sie denn ge­kom­men wä­ren.«

Im Ernst? Und dafür noch­mal den Ein­tritts­preis für die Tages­kar­te berap­pen, ohne sicher zu sein, dass man ihn zu sehen bekommt?

Und der Hin­weis auf Cons in GB oder den USA ist mei­ner Ansicht nach nur eine äußerst schlech­te Aus­re­de. War­um soll­te ich das ver­glei­chen? Wir befin­den uns weder in GB noch den USA und es gibt kei­nen nach­voll­zieh­ba­ren Grund, schlech­te Aspek­te der Cons dort als Ent­schul­di­gung anzu­füh­ren.

Dei­ne Anspie­lung auf die Pres­se­kar­te ist natür­lich äußerst inter­es­sant. Willst Du damit andeu­ten, dass ich gefäl­ligst Hof­be­richt­erstat­tung zu betrei­ben habe, weil die Ver­an­stal­ter so gnä­dig waren, mir eine Pres­se­kar­te zu über­las­sen?
Letz­te­res tun übri­gens auch deut­lich nam­haf­te­re und grö­ße­re Ver­an­stal­ter wie bei­spiels­wei­se die Köln­mes­se zur Games­com und das, obwohl die Akkre­di­tie­rungs­richt­li­ni­en in die­sem Jahr erheb­lich ver­schäft wur­den.

Mal dar­über nach­den­ken: Die Mas­sen­me­di­en spen­die­ren zur Ver­an­stal­tung Vier­zei­ler oder sol­che dis­kri­mi­nie­ren­den Berich­te wie »das Impe­ri­um schifft zurück« in der Bild-Zei­tung (haben die­se eben­falls ein läng­li­ches Trak­tat wie das hier vor­lie­gen­de erhal­ten?). Hier liest die Ziel­grup­pe und die die Wer­bung für die Ver­an­stal­tung dürf­te auf einer spe­cial inte­rest-Sei­te deut­lich grö­ßer sein, trotz (oder gera­de wegen) offen aus­ge­spro­che­ner Kri­tik.

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Cirdan

sagt:

Au­ßer­dem fra­ge ich mich, wa­rum man hier Sams­tags noch das Pro­gramm vom Don­ners­tag zeigt, statt nur die ak­tu­ell re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen. Es macht we­nig Sinn, erst­mal zehn Mi­nu­ten vor dem Flats­creen ste­hen blei­ben zu müs­sen, um die maß­geb­li­che ak­tu­elle Pro­gramm­än­de­rung zu er­fah­ren.

Touch­screens ist das Zau­ber­wort!

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Stefan Holzhauer

sagt:

Auf der Web­sei­te der Ver­an­stal­tung fin­det man bis heu­te den Pro­gramm­punkt »Shat­ner-Panel« für 20 Uhr ange­kün­digt.

http://phantanews.de/wp/wp-content/uploads/2012/05/fedcon_screener.png

Auf der Web­sei­te habe ich dann auch ver­sucht, mich mit­tels Tablet oder Smart­pho­ne zu infor­mie­ren und – eine ein­fa­che­re und bes­se­re Mög­lich­keit der Infor­ma­ti­on der Besu­cher als das Web gibt es in Zei­ten von Smart­pho­nes wohl kaum. Zumin­dest deut­lich bes­ser, als zu ver­su­chen, durch die Trau­ben vor den Touch­screens vor­zu­drin­gen.

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Berndt

sagt:

Ich war nicht auf die­sem Con aber schon auf eini­gen in der Ver­gan­gen­heit. Es laeuft nie immer alles per­fekt aber es ist auch schon eine ganz schoe­ne Leis­tung, eine sol­che Ver­an­stal­tung zu orga­ni­sie­ren, die man aner­ken­nen soll­te. Vie­le Argu­men­te in der Gegen­dar­stel­lung schei­nen mir auch durch­aus ein­leuch­tend.

Was die Kri­tik an den Prei­sen fuer eine gemein­sa­mes Pho­to mit Herrn Shat­ner angeht, fin­de ich die­se voel­lig unan­ge­mes­sen. Der Mann ist ueber 80 und so vie­le Gele­gen­hei­ten, ein gemein­sa­mes Bild mit ihm zu bekom­men, wird es wohl nicht mehr geben. Mit wae­ren es die 50 Euro, die man sonst auch an einem Abend in der Knei­pe ver­sau­fen kann, wert gewe­sen

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Stefan Holzhauer

sagt:

Ich habe deut­lich zum Aus­druck gebracht, dass ich die Prei­se für über­höht hal­te. Das ist mei­ne Mei­nung. Du hast eine ande­re. Das macht mei­ne Mei­nung durch­aus nicht »unan­ge­mes­sen«.

Das Alter des Prot­ago­nis­ten ist kei­nes­falls ein Kri­te­ri­um, ähn­li­che Prei­se wur­den auch für deut­lich jün­ge­re Gäs­te ange­sagt. Ob jemand »50 Euro in einer Knei­pe ver­säuft« soll­te eben­falls jedem selbst über­las­sen blei­ben …

Die Argu­men­te der Gegen­dar­stel­lung habe ich kom­men­tiert. Inter­es­sant fin­de ich per­sön­lich aller­dings, wie ein paar mei­ner Kri­tik­punk­te in der Stel­lung­nah­me voll­stän­dig aus­ge­las­sen wer­den.

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Katy

sagt:

Leu­te, ich bit­te euch. Lest die ande­ren Arti­kel durch (sowohl hier als auch auf clockworker.de), die der Autor zur Fed­Con ver­fasst hat, da fin­det sich kaum etwas Nega­ti­ves! Auch in die­sem Arti­kel wird durch­aus unter­schie­den zwi­schen »Din­gen, die mal pas­sie­ren kön­nen und somit akzep­tiert wer­den« und »Din­gen, die so eben nicht pas­sie­ren soll­ten«. Grund­sätz­lich lässt Ste­fan vie­le gute Haa­re an der Con­ven­ti­on. Wenn ihm aber eini­ge Din­ge auf­ge­sto­ßen sind, so soll­te es mög­lich sein, die­se auch anzu­spre­chen. Der Ver­an­stal­ter soll­te eigent­lich über den Din­gen ste­hen und der­ar­ti­ge Kri­tik höchs­tens als Anre­gung sehen, evtl. auf eini­ge Punk­te beim nächs­ten Mal zu ach­ten – wenn er denn möch­te. Auch muss man dem Autor »freie Mei­nungs­äus­se­rung« zuge­ste­hen. Er geht ja nicht hin und sagt, jeder müs­se es schlecht fin­den, 50 EUR für ein Foto zu bezah­len. Er sagt nur, ihm sei es das nicht wert.
Letz­ten Endes sind Arti­kel, ob nun in der »BILD« oder hier, immer eine sub­jek­ti­ve Mei­nung. Dem­entspre­chend muss man dem Autor die­ses Arti­kels genau­so­we­nig für geäu­ßer­te Kri­tik »ans Bein pin­keln« wie man es bei einem Redak­teur der BILD-Zei­tung tun wür­de. Und Leu­te, die nicht auf der Con waren, die kri­ti­siert wird, brau­chen auch kei­ne Mei­nung dar­über abzu­ge­ben, dass es »frü­her funk­tio­niert hat« … auf den bei­den Fed­Cons auf denen ICH war, hat auch alles bes­tens funk­tio­niert, aber das hat nichts mit der hier ange­brach­ten Kri­tik zu tun.

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David P. Rovillard

sagt:

Scha­de das es hier so gekracht hat. Es gab auf jeden Fall berech­tig­te Kri­tik­punk­te, und die­se anzu­spre­chen wäre ja schon­mal ein Weg sie aus­zu­räu­men.

Mei­ne Fami­lie und ich waren nicht zum ers­ten Mal da aber zum ers­ten Mal die kom­plet­ten vier Tage! Bei einem sol­chen Auf­ge­bot an Stars konn­te ich mir im vor­aus aus­ma­len, dass man mit einem oder zwei Tagen nicht hin­kommt!

Ja, man­che in der Fed­con-Crew konn­ten äußerst »pam­pig« wer­den – davon war ich selbst ohne Ursa­che betrof­fen. Ande­re hin­ge­gen waren mehr als freund­lich und mit denen haben wir wirk­lich net­te Unter­hal­tun­gen geführt!!!

Wir waren auch über­rascht, als Gates sich offen­sicht­lich in einen Mann ver­wan­delt hat­te, nur um dann – wie der Rest des Publi­kums – über ihre Ver­spä­tung auf­ge­klärt zu wer­den. Den Hin­weis auf die Ter­min­ver­schie­bung von Shat­ner haben wir aller­dings sehr recht­zei­tig und auch mehr­fach mit­be­kom­men.

Ich rede schon wie­der zuviel. Kurz gesagt: es wäre schön, wenn man sich eini­ge Kri­tik­punk­te zu Her­zen nimmt und dar­an arbei­tet. Men­schen, die für eine sol­che Ver­an­stal­tung soviel Geld aus­ge­ben, dürfen/sollten nicht ange­raunzt wer­den, nur weils stres­sig wird. Das habe ich den Betrof­fe­nen auch direkt gesagt.

Es steckt eine Men­ge Arbeit hin­ter einer sol­chen Ver­an­stal­tung und auch das darf nicht ver­ges­sen wer­den. Da kann eben auch was schief­ge­hen! Übri­gens ging unser Foto mit Shat­ner auch schief und wir wur­den sofort zurück­ge­ru­fen um ein Neu­es zu machen.

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sagt:

Der Fisch stinkt. Woher, ist die Fra­ge.

Solan­ge die Fans das Spiel mit­ma­chen und sich von Bar­tho­lo­mä abkas­sie­ren las­sen, solan­ge kön­nen sie sich eigent­lich nicht beschwe­ren. Mur­ren und trotz­dem hin­ge­hen ist arm­se­lig. Wer als Besu­cher so eine Ver­an­stal­tung ablehnt, soll­te das ein­zig rich­ti­ge tun und selbst was auf­zie­hen, von Fans für Fans und sich nicht Vor­ge­kau­tes für teu­er Geld ser­vie­ren las­sen.

Was ich rich­tig dane­ben fin­de, ist Bar­tho­lo­mäs Art, mit Kri­tik umzu­ge­hen. Wer Men­schen­mas­sen umher­schau­felt und sie aus­schließ­lich als cash cows betrach­tet, täte gut dar­an, den Ser­vice­ge­dan­ken zu pfle­gen – dann fällt auch die Kri­tik gnä­di­ger aus. Als PR-Maß­nah­me ist das Her­um­tram­peln auf Bericht­erstat­tern ganz und gar nicht zu emp­feh­len. Sechs, set­zen!

Immer­hin beru­hi­gend, daß sich sti­lis­tisch über die Jah­re rein gar nichts geän­dert hat.

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