FedCon 2012 – Informationsdefizite, ruckelnde Sponsorenvideos und fast kein Shatner

Du kaufst jetzt sofort ein Shatner-Autogramm! Oder sonst ...
Du kauf­st jet­zt sofort ein Shat­ner-Auto­gramm! Oder son­st …

Bevor ich in anderen Artikeln Inhalte, Pro­gramm und Gebotenes auf der diesjähri­gen Fed­Con im Mar­itim-Hotel am Düs­sel­dor­fer Flughafen beleuchte, möchte ich auf die diversen Prob­leme einge­hen, mit denen auf der Ver­anstal­tung zu kämpfen war und deren Gipfel darin bestand, dass sich zahlende Besuch­er mit Tageskarte den Gast­star William Shat­ner nur auf ein­er Lein­wand anse­hen durften.

Die Fed­Con find­et bere­its seit 20 Jahren statt, man sollte also annehmen, dass die Ver­anstal­ter einen solchen Event im Griff haben. Und sog­ar wenn man erst ein­mal davon aus­ge­ht, dass bei ein­er der­ar­ti­gen Großver­anstal­tung mit diversen Gast­stars (bei denen von eini­gen bekan­nt ist, dass sie sich gern mal Extrav­a­ganzen leis­ten) nicht immer alles ganz rund läuft, dann ist das erst ein­mal kein größeres Prob­lem.

Oder zumin­d­est sollte es kein Prob­lem sein, man informiert die Anwe­senden deut­lich über eventuelle auftre­tende Schwierigkeit­en oder daraus resul­tieren­den Änderun­gen und alles ist gut. Nur lei­der liegt es mit diesen Infor­ma­tio­nen seit­ens der Fed­Con-Ver­anstal­ter heftigst im Argen. Und das Ver­hal­ten einzel­ner »Helfer« kann ich per­sön­lich nur als in hohem Maße unpro­fes­sionell beze­ich­nen.

Beispiel: Am Don­ner­stag sollte um 14:00 ein Pan­el von Gates McFad­den (alias Frau Dok­tor Crush­er von der D-Enter­prise) stat­tfind­en. Die inter­essierte Menge ver­sam­melte sich im großen Saal und auf die Bühne kam – Kai Owen aus Torch­wood. Informiert wurde darüber nicht, dabei wäre es doch sehr ein­fach gewe­sen, mal eben den »Mas­ter Of Cer­e­monies«  Gar­ret Wang oder irgend einen anderen auf die Bühne zu schick­en, um die Änderung anzukündi­gen. Das blieb aus und so sah sich der uner­wartete Owen erst ein­mal mit der Frage kon­fron­tiert, wo denn Frau McFad­den sei, was zu ein paar unschö­nen Momenten führte und erst dann kam jemand und erläuterte dem Pub­likum (und offen­bar auch Kai Owen) dass das Pan­el ver­schoben wor­den sei.

Warum die Anwe­senden nicht konkret und deut­lich informiert wur­den, obwohl das ein­fachst möglich gewe­sen wäre, entzieht sich meinem Ver­ständ­nis. Diese man­gel­hafte Infor­ma­tion­spoli­tik zog sich durch die gesamte Ver­anstal­tung. Lautet hier etwa das Mot­to »ist ja egal, wir haben ihr Geld«? Die herum­ste­hen­den Bild­schirme mit Info-Präsen­ta­tio­nen, darunter auch die Zeit­en ver­schieden­er Pro­gramm­punk­te waren nur mäßig hil­fre­ich, da dort immer ger­ade nicht das angezeigt wurde, was man sehen wollte. Außer­dem frage ich mich, warum man hier Sam­stags noch das Pro­gramm vom Don­ner­stag zeigt, statt nur die aktuell rel­e­van­ten Infor­ma­tio­nen. Es macht wenig Sinn, erst­mal zehn Minuten vor dem Flatscreen ste­hen bleiben zu müssen, um die maßge­bliche aktuelle Pro­gram­män­derung zu erfahren.

Während der »Open­ing Cer­e­mo­ny« woll­ten selb­stver­ständlich die Spon­soren auf ihre Kosten kom­men und so wurde daraus haupt­säch­lich eine Trail­er­show mit ein paar passenden aber auch mas­siv unpassenden Vor­führun­gen. Da ein­er der Spon­soren der »Par­tyschnaps« mit dem über­aus orig­inellen Namen »Fick­en« war, kam man auch in den zweifel­haften Genuss eines zuge­höri­gen Musikvideos mit dem Titel »Fick­en fürs Volk« als Wer­bung für den Fusel. Über­flüs­siger geht’s mein­er Ansicht nach kaum noch. Der zuge­hörige Stand, an dem man das Gesöff testen kon­nte, war übri­gens die meiste Zeit über ver­waist, dieser Spon­sor dürfte wohl nicht das erwartete Zielpub­likum vorge­fun­den und seine Spon­sor­ing-Kohle in den Sand geset­zt haben.

Das schw­er erträgliche Schnaps-Video lief aber wenig­stens ruck­el­frei, was man von diversen anderen Trail­ern nicht sagen kon­nte, die alle paar Sekun­den unter­brachen und dann mit ein­er Sekunde Ver­satz in Bild und Ton fort­ge­set­zt wur­den. Mal davon abge­se­hen, dass die völ­lig über­zo­gene Menge Trail­er­wust ohne­hin nervte, machte das die Videos unerträglich. Auch hierzu kein Wort der Erläuterung oder Entschuldigung die möglicher­weise Ver­ständ­nis für ein tech­nis­ches Prob­lem erzeugt hät­ten. Warum auch, man hat­te ja das Geld der Besuch­er bere­its.

Im kleinen Saal ent­standen immer wieder mal ähn­liche Prob­leme bei den Vorträ­gen, hier dauerte es bisweilen etwas , bis die zu den Pro­gramm­punk­ten passenden Bilder oder Filme auf die Lein­wand gebracht wer­den kon­nten, ich würde mal kon­sta­tieren: je schein­bar »unin­ter­es­san­ter« aus Ver­anstal­ter­sicht der Vor­trag war, desto Ahnungslosere saßen an der Tech­nik, aber das kann natür­lich täuschen …

Gar­rett Wang hat­te die undankbare Auf­gabe, gefühlt ein­hun­dert Mal darauf hinzuweisen, dass im großen Saal nicht gefilmt wer­den dürfe und wer die unglaubliche Dreistigkeit habe, dage­gen zu ver­stoßen, sofort von miß­muti­gen Klin­go­nen nach Rura Penthe deportiert wer­den… äh … der Ver­anstal­tung ver­wiesen wer­den würde. Wang, dem anzumerken war, dass auch ihn dieses sich ständig wieder­holende Prozedere nervte, machte zumin­d­est aus jedem Ver­lesen des Zet­tels eine witzige Vorstel­lung mit »Umlauts«-Gestolper und ständi­gem Ver­bock­en des Worts »Ver­anstal­tung«, denn er hat­te das Mantra jedes­mal in englisch und deutsch vorzu­tra­gen.
Ins­beson­dere angesichts der her­ben Infor­ma­tions­de­fizite an anderen Stellen, war diese Dauer­l­i­tanei grund­sät­zlich jedoch außeror­dentlich albern. Der Grund für den Vor­trag und diese Hand­habung ist natür­lich völ­lig klar: man möchte den Besuch­ern, und solchen die nicht kom­men kon­nten, nach der Fed­Con selb­stver­ständlich auch noch die DVDs zur Ver­anstal­tung vertick­en.

Prob­leme mit der Plan­losigkeit der Ver­anstal­ter hat­te übri­gens auch Chris­t­ian Mon­til­lon, der Sam­stags einen Vor­trag zu PERRY RHODAN NEO hal­ten sollte und der fast nicht here­in gelassen wurde, weil kein­er informiert war – mehr dazu kann man in seinem Blog lesen. Eben­falls pein­lich.

Der Gipfel der Unver­schämtheit war allerd­ings das Pan­el des Top­stars William Shat­ner, das zum einen von Abends 20:00 Uhr auf 17:00 Uhr ver­legt wurde (das hat­te sich dann rechtzeit­ig herum gesprochen, obwohl auch hier deut­liche Infor­ma­tio­nen fehlten). Zwar stand vor­ab im Pro­grammheft, dass Inhab­er von Tageskarten sich das Pan­el des Schaus­piel­ers nur im Neben­saal auf der Lein­wand wür­den anse­hen kön­nen, aber das hat­te selb­stver­ständlich nicht jed­er mit­bekom­men.

Erschw­erend kommt hinzu, dass etliche Besuch­er von Tageskarten sich kurzfristig und spon­tan extra wegen Shat­ner zum Kom­men entschlossen hat­ten, ohne das Pro­gramm vorher einge­hend zu studieren. Und wie ich durch Nach­fra­gen in Erfahrung brin­gen kon­nte, wurde denen an der Kasse eben nicht mit­geteilt, dass sie ihn nur auf ein­er Lein­wand zu sehen bekom­men wür­den. Und das ist mein­er Ansicht nach schon ein starkes Stück, denn spätestens hier hätte man diese Infor­ma­tion konkret und deut­lich an die Gäste weit­ergeben müssen.

Selb­st mich mit mein­er Pressekarte haben sie noch nicht ein­mal für Fotos in den großen Saal gelassen. Mein Ver­ständ­nis dafür wäre ohne­hin bere­its äußerst begren­zt gewe­sen – mal im Ernst: sollte ich etwa Bilder von der Lein­wand machen? Das ist doch lächer­lich! Vol­lkom­men albern wurde das durch die Tat­sache, dass ich am Mor­gen expliz­it nachge­fragt hat­te, was das Fotografieren anging, da mich eine der Helferin­nen am Don­ner­stag in ver­gle­ich­weise rüdem Ton am Bilder schießen hin­dern wollte und auf »der Gang muss frei bleiben« ver­wies. Dass direkt hin­ter mir zwei der offen­bar »offiziellen« Kam­er­amän­ner mit ihren Sta­tiv­en den gesamten Gang versper­rten, war aber offen­sichtlich völ­lig egal. Bei mein­er Nach­frage am Press­eschal­ter bestätigte mir aber, dass ich selb­stver­ständlich während der Pan­els im großen Saal Fotos machen dürfte, man bat mich nur, nicht länger als fünf Minuten an einem Ort zu bleiben, um den zahlen­den Gästen nicht die Sicht zu versper­ren (wofür ich selb­stver­ständlich Ver­ständ­nis habe und es auch ohne­hin so hielt, den Besuch­ern so wenig wie möglich im Weg zu ste­hen).

Dass selb­st ich mir aber den Shat­ner nur auf ein­er Lein­wand anse­hen darf, davon erzählten sie mir am Press­e­s­tand bei mein­er Nach­frage allerd­ings vor­sicht­shal­ber mal lieber gar nichts. Meine spon­tane Reak­tion, die bis heute nach­wirkt: ver­arschen kann ich mich auch alleine!

Nach­dem offen­bar selb­st den Ver­anstal­tern nach Buhrufen und son­sti­gen Miß­fal­l­ens­bekun­dun­gen im Neben­saal klar wurde, dass die Stim­mung gereizt war, schick­ten diese Shat­ner dann als erstes und nur sehr kurz in den kleinen Saal, um die Wogen zu glät­ten. So beka­men die dort Anwe­senden den Ex-Cap­tain Kirk immer­hin für knapp zwei Minuten zu sehen – der Miß­mut viel­er Anwe­sender war allerd­ings den­noch nicht zu überse­hen. Ich habe den Shat­ner dann Shat­ner sein lassen (das kann ich mir auch zu Hause auf dem Beam­er anse­hen, ich hat­te dank des Ver­hal­tens der Ver­anstal­ter auch die Nase gestrichen voll) und bin lieber in die Dr. Grord­bort-Ausstel­lung gedack­elt, denn dort war ein Tre­f­fen mit Fototer­min der anwe­senden Steam­punks anber­aumt wor­den. Und kurz darauf habe ich die Ver­anstal­tung dann ver­lassen, was soll ich da auch noch, wenn sie mich ent­ge­gen ihrer Infor­ma­tio­nen an der Pres­se­in­fo noch nicht mal mehr zu den Pan­els in den großen Saal lassen?

Übri­gens: Für einem Fototer­min mit Bill Shat­ner wur­den 50 Euro fäl­lig (ein Auto­gramm kostete sagen­hafte 100 Euro). Fre­unde erläuterten mir, wie das abge­ht: man stellt sich stun­den­lang in eine Rei­he und ist dann irgend­wann dran. Das Schießen des Fotos dauert ca. fünf bis sieben Sekun­den, dann ist der Näch­ste dran. Hat ein­er der bei­den Pro­tag­o­nis­ten zufäl­lig die Augen zu, dann hat man für seine 50 Euro eben Pech gehabt.

Wenn wir mal rech­nen: 50 Euro pro Bild mal zehn Bilder pro Minute mal 60 (für eine Stunde), dann ist das ein Umsatz von sagen­haften 30000 Euro pro Stunde (!). Und Shat­ner ist nur ein­er von vie­len Stars, auch wenn die Fotos mit anderen preis­gün­stiger sind – und von den Auto­gram­men haben wir noch gar nicht gesprochen. Klar, das Ganze dürfte eine Mis­chkalku­la­tion sein und einen Ein­trittspreis von 109 Euro für Don­ner­stag bis Son­ntag halte ich angesichts der rangekar­rten Stargäste und deren Auftrit­ten, den Vorträ­gen und Ausstel­lun­gen sowie des Eventcharak­ters der Ver­anstal­tung schon für in Ord­nung (manche zahlen auch hun­derte von Euro für ein Fußball­spiel, das nach zwei Stun­den vor­bei ist) – die Foto- und Auto­gramm­preise nicht. Klar ist ohne Frage, dass nie­mand dazu gezwun­gen wird, das abzunehmen und solange es Inter­essen­ten gibt, die bere­its sind, der­art viel Kohle dafür abzu­drück­en, kann man den Ver­anstal­tern kaum einen Vor­wurf deswe­gen machen, dass sie das Geld absei­hen wollen, selt­sam finde ich es den­noch.

Ich werde mich zu Pro­gramm­punk­ten und anderen Aspek­ten der Fed­Con wie oben bere­its angedeutet noch in weit­eren Artikeln äußern. Die Ver­anstal­tung an sich ist fra­g­los sehenswert, die Pan­els haben hohen Unter­hal­tungswert und auch das Aufkom­men an Nerds (da schließe ich mich expliz­it ein) und die Menge an Cos­play­ern ver­schieden­er Gen­res, die man in Deutsch­land in solch­er Massierung wohl nur auf der Fed­Con vorfind­en dürfte, machen einen Besuch für den Fan zu einem Erleb­nis – dazu an ander­er Stelle mehr.

Den­noch soll­ten die Ver­anstal­ter drin­gend und nach­haltig an ihrer Infor­ma­tion­spoli­tik und an der Organ­i­sa­tion all­ge­mein arbeit­en. Ich gehe davon aus, dass etliche, die trotz Tage­stick­et William Shat­ner nur auf der Lein­wand sehen durften, sich der­maßen vera…lbert vorka­men, dass sie der Ver­anstal­tung in Zukun­ft fern bleiben wer­den. Man kön­nte es ihnen kaum verü­beln …

Creative Commons License

Alle Fotos von mir, CC BY-NC-SA

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

18 Kommentare for “FedCon 2012 – Informationsdefizite, ruckelnde Sponsorenvideos und fast kein Shatner”

Christian Montillon

sagt:

Schick­er Artikel, der die … üblichen Schwierigkeit­en vorstellt, wenn man so die Fed­Con besucht. Solche gar wun­der­lichen Wun­derdinge (über die man sich in höch­stem Maß wun­dern muss) gibt es immer wieder. Kein Jahr ohne selt­same Über­raschun­gen.

Von »Ord­nern o.ä.« sehr unver­schämt behan­delt zu wer­den, ist übri­gens nor­mal auf der Fed­con. Nicht von allen (!!!!), aber jedes Jahr min­destens von einem. Da braucht man wohl ein dick­es Fell.

Ich geh den­noch gerne hin, weil die Atmo­sphäre und »das Gebotene« halt ziem­lich ein­ma­lig sind in Deutsch­land … über »Organ­isatorisches« im weitesten Sinn muss man hin­wegse­hen – oder zuhause bleiben. Lei­der.

sagt:

Klingt nach ner Menge Spaß …

Schon nach der Lek­türe der Tweets unser­er Vor-Ort-Repor­terin und dem Blick auf ihre kar­gen Schnapp­schüsse habe ich mich gefragt, wer sich das antut.

Unterm Strich wäre es wohl wirk­lich bess­er, eine reine Auto­gramm-Con­ven­tion für diejeni­gen anzu­bi­eten, die das unbe­d­ingt brauchen und den beacht­enswerten Teil des Pro­gramms in eine eigene Ver­anstal­tung auszu­lagern. Ehrlich­er wäre es alle­mal … ^mm

Stefan Holzhauer

sagt:

Hat Bartholomä ja mit der »Sign­ma­nia« ver­sucht, musste soweit ich mich erin­nere abge­sagt wer­den. So leicht sind die Fans auch nicht abzu­sei­hen – der zen­trale Punkt sind mein­er Ansicht nach nicht das Ver­hök­ern von Bildern und Auto­gram­men, son­dern der Rest. Und es wird nie­mand zur Abnahme von Bildern oder Auto­gram­men gezwun­gen.

Es wäre übri­gens, wie Chris­t­ian Mon­til­lon schon sagt, der falsche Ein­druck, dass die ganze Ver­anstal­tung schlecht ist. Die Pan­els der Fans haben einen hohen Unter­hal­tungswert, eben­so andere Aspek­te des Pro­gramms wie die Vorträge, die Men­gen von Kostümierten oder eben in diesem Jahr die großar­tige Grord­bort-Austel­lung. Wie ich bere­its anmerk­te, halte ich das Preis-Leis­tungsver­hält­nis ins­beson­dere im Ver­gle­ich mit beispiel­sweise Musi­cals oder Fußball­spie­len für völ­lig in Ord­nung. Zumin­d­est was die Woch­enend­karten ange­ht, der Tageskarten­preis (49 Euro am Sam­stag) ist mein­er Ansicht nach eine Unver­schämtheit.

Marina

sagt:

Also, meine Tochter und ich waren auf dieser Fed­Con und zu der Foto­ses­sion mit Shat­ner kann ich sagen, daß ich meine Augen beim ersten Bild geschlossen hat­te und sofort mußte ich zurück, es wurde nochmal geknipst und es wurde dann ein schönes Foto, trotz der ganzen Hek­tik.
Ich war das erste Mal auf so ein­er Con und kann mich daher nicht so richtig beschw­eren, denn alle
Helfer, die ich ken­nen­lernte, waren nett. Zwar nicht immer kor­rekt informiert, aber nett.
Die Pro­gram­män­derun­gen wur­den immer rechtzeit­ig mit­geteilt, über die Lein­wand und über die
Mon­i­tore.
Das der Haupt­saal bei Shat­ner voll war, war doch klar, aber, wenn das mit der Syn­chronüber­tra­gung nicht gemacht wor­den wäre, hät­ten viele Besuch­er ihn gar­nicht gese­hen.
Dafür bezahlt man ja für die Woch­enendtick­ets und VIP-Tick­ets viel Geld, damit man einen Sitz­platz im Haupt­saal hat. Alle Tage­stick­etbe­sitzer, bis auf wenige Aus­nah­men, wußten doch auch, daß sie nicht in den Haupt­saal dür­fen.
Die ruck­el­nden Videos waren wirk­lich etwas nervig, aber Gar­rett Wang und auch Nessie haben ihre Sache doch gut gemacht, fand ich.

Stefan Holzhauer

sagt:

und so­fort mußte ich zu­rück, es wurde noch­mal ge­knipst und es wurde dann ein schö­nes Foto, trotz der gan­zen Hek­tik.

Ich habe von mehreren Anwe­senden andere Infor­ma­tio­nen über die Durch­führung erhal­ten.

Ich war das erste Mal auf so ei­ner Con und kann mich da­her nicht so rich­tig be­schwe­ren, denn alle Hel­fer, die ich ken­nen­lernte, wa­ren nett. Zwar nicht im­mer kor­rekt in­for­miert, aber nett.

Ich habe per­sön­lich andere Erfahrun­gen gemacht.

Die Pro­gramm­än­de­run­gen wur­den im­mer recht­zei­tig mit­ge­teilt, über die Lein­wand und über die
Mo­ni­tore.

Dem muss ich wider­sprechen. Zu den Mon­i­toren habe ich oben bere­its etwas geschrieben. Pro­gram­män­derungsankündi­gun­gen auf der großen Lein­wand im Haupt­saal habe ich nicht eine gese­hen. Natür­lich habe ich mich nicht ständig dort aufge­hal­ten…

Alle Ta­ges­ti­cket­be­sit­zer, bis auf we­nige Aus­nah­men, wuß­ten doch auch, daß sie nicht in den Haupt­saal dür­fen.

Das ist defin­i­tiv nicht kor­rekt, ich habe stich­probe­nar­tig Per­so­n­en dazu befragt und 80% davon sagten glaub­würdig aus, dass sie nicht darüber informiert wur­den.

Dass andere Aspek­te der Ver­anstal­tung okay waren ist dur­chaus kor­rekt, aber das ist kein Grund, die defin­i­tiv vorhan­de­nen Prob­leme nicht zu kri­tisieren, oder?

sagt:

Endlich mal ein objek­tiv­er und kritsch­er Artikel zur Geld­mas­chine Fed­Con.

Meine Frau und ich waren das erste Mal auf der Fed­con und hat­ten im Inter­net Monate zuvor Tick­ets nur für Sam­stag gekauft (u. a. wegen W. Shat­tner).
Wir fotografieren bei­de sehr gern und sind natür­lich was die Cos­play­er bet­rifft, voll auf unsere Kosten gekom­men. Auch die ganze Atmo­sphäre und manche Gespräche mit Fans, waren sehr nett.

Doch ich muß dem Ver­fass­er abso­lut recht geben: die Infor­ma­tion­spoltik war mis­er­abel und für mich war und ist es unver­ständlich, dass zahlende Tage­stick­etbe­sitzer William Shat­tner nicht live sehen dur­fen. Erfahren haben wir davon erst an der Tür zum großen Saal…

Glück­licher­weise kon­nten wir noch Teryl Rotherey (Star­gate) u. a. lauschen, welche im kleinen Saal die Men­schen humor­voll und genial unter­hal­ten haben.

Pro­gramm top – Organ­i­sa­tion und Infor­ma­tion flop – und was das Geld aus­geben bet­rifft, muß ja jed­er selb­st entschei­den, wieviel er sich aus der Tasche ziehen lassen will.…

sagt:

Ich war auf der Fed­Cons 4 und 5 oder in dem Dreh. Und schon damals, als es sich­er noch etwas klein­er war, gab es eine Menge an der Organ­i­sa­tion zu bemän­geln.
Allerd­ings waren die Auto­gramme wohl bil­liger. Mit 10–20 DM war man meis­tens dabei. Wobei einige Stars nur auf den offiziellen Fed­Con-Fotos unter­schrieben, die nochmal soviel kosteten, obwohl die Qual­ität deut­lich zu wün­schen übrig lies.

sagt:

Der Artikel strotzt nur so vor Unwahrheit­en und Halb­wis­sen. Ver­mut­lich war der Autor mit sein­er kosten­losen Ein­trittskarte (Pressekarte) so gen­ervt daß er nicht Shat­ner live sehen kon­nte, daß er deshalb ganz ein­fach die Ver­anstal­tung kom­plett ver­ris­sen hat­te. Also fan­gen wir mal von vorne an. Erst­mal vorn­weg eines, wir haben die Ver­anstal­tung sehr wohl im Griff, darum haben wir aus­drück­lich im Vor­feld darauf hingewiesen, daß der Sam­stag FAST ausverkauft ist und für Fre­itag und Son­ntag (am Son­ntag hat­te Shat­ner eben­falls ein Pan­el welch­es halb leer war) noch genü­gend Karten erhältlich sind. Aber was ist passiert, am Fre­itag und Son­ntag kam so gut wie kein Fan, alle mußten natür­lich am Sam­stag kom­men und sich anstellen. Ger­ade weil wir wußten, daß es am Sam­stag speziell beim Shat­ner Pan­el voll wer­den wird, haben wir uns dazu entschlossen, im Neben­saal eine Syn­chronüber­tra­gung anzu­bi­eten – was übri­gens auf US Cons völ­lig nor­mal ist. Dazu haben wir im Pro­grammheft und im Inter­net hingewiesen. Davon mal abge­se­hen, haben wir an diesem Tag knappe 50 Pro­gramm­punk­te gehabt und man kauft sich ja nicht auss­chließlich eine Karte wegen des Shat­ner Pan­els – hierzu wäre der Son­ntag eine her­vor­ra­gende Alter­na­tive gewe­sen, weil man dann hätte auch im Haupt­saal sitzen kön­nen.
Aber das näch­ste Mal wer­den wir eben den hun­derten von Leuten die sich anstellen sagen, PECH gehabt wir sind ausverkauft und wer­den sie wegen eines einzel­nen Pan­els von dutzen­den nach Hause schick­en. Die wüten­den Reak­tio­nen wegen der lan­gen Anfahrt­szeit­en kann ich mir jet­zt schon vorstellen. Da war doch der Neben­saal das kleinere Übel.
Im übri­gen schick­te ich als Ver­anstal­ter Shat­ner nicht erst dann in den Neben­saal als die Buhrufe immer größer wur­den, son­dern dieser Auftritt wurde mit seinem Agen­ten schon 1 Woche vor der Con abges­timmt. Aber es klingt natür­lich pres­setech­nisch reis­serisch­er zu sagen, erst nach den Buhrufen schick­ten wir Shat­ner auf die Bühne.
Darüber hin­aus haben wir sehr wohl ca. 300 Tageskarten auch in den Haupt­saal ein­ge­lassen, aber das nur am Rande, inter­essiert ja jet­zt eh keinen mehr. Wie gesagt am Son­ntag wäre auch ein Shat­ner Pan­el gewe­sen und das hät­ten auch die Tageskarten sehen kön­nen wenn sie denn gekom­men wären.
Man­gel­nde Infor­ma­tion­spoli­tik: Sämtliche Pro­gram­män­derun­gen wur­den auf den Plas­ma­bild­schir­men gezeigt und auch im Haupt­saal auf der Lein­wand einge­blendet. Was hät­ten wir dein­er Mei­n­ung nach son­st noch tun sollen? Und der Spruch »die Info­s­creens waren nur mäßig hil­fre­ich, da nur immer das angezeigt wurde, was man nicht sehen wollte!« Äh, diese Aus­sage ist falsch, das waren Touch­screen Mon­i­tore und der Benutzer kann ganz ein­fach selb­st aus­suchen was er für Infos sehen möchte, deshalb haben wir teure Touch­screen Mon­i­tore ver­wen­det. Aber wir sind ja auch ver­ant­wortlich wenn die Leute zu bequem sind Pro­grammheft zu lesen und den Bild­schirm zu bedi­enen bzw. die Änderun­gen auf der Lein­wand zu ver­fol­gen.
Diese Änderun­gen sind übri­gens nicht mutwillig, son­dern kom­men zus­tande weil ganze 2 Stars Änderun­gen her­vorgerufen haben. Uns passt das ganz und gar nicht, wochen­lang feilen wir an dem Pro­gramm herum und während alles gedruckt ist und den Leuten schon aus­ge­händigt wird, kommt eine Email mit der Ankündi­gung daß Joe Flani­gan erst Fre­itag abend ankommt und Gates McFad­den einen Arzt­ter­min hat­te (den sie Wochen zuvor aus­machte uns aber erst am Mittwoch vor der Con mit­teilte). Wegen diesen zwei Ver­spä­tun­gen mußten wir das kom­plette Pro­gramm ändern, was mir mehr als nur sauer auf­stieß. Aber so ist das halt mal im Show­busi­ness. Ich ver­ste­he daß es bei dieser Mega Ver­anstal­tung (soviele Leute hat­ten wir noch nie) auch mal zu kleineren Prob­le­men kommt, in der Regel sind wir aber sehr gut organ­isiert, das beweisen auch die hun­derten von Zuschriften und Post­ings von Leuten welche die Con genial fan­den. Aber das ist halt manch­mal Ansichtssache. Ich würde dir aber mal empfehlen andere Cons z.B.: in UK oder den USA zu besuchen und dann mal einen richti­gen Ver­gle­ich zu machen – du würdest über­rascht sein.

sagt:

Der Artikel strotzt nur so vor Unwahrheit­en und Halb­wis­sen. Ver­mut­lich war der Autor mit sein­er kosten­losen Ein­trittskarte (Pressekarte) so gen­ervt dass er nicht Shat­ner live sehen kon­nte, dass er deshalb ganz ein­fach die Ver­anstal­tung kom­plett ver­ris­sen hat­te. Also fan­gen wir mal von vorne an.

Erst­mal vorn­weg eines, wir haben die Ver­anstal­tung sehr wohl im Griff, darum haben wir aus­drück­lich im Vor­feld darauf hingewiesen, dass der Sam­stag FAST ausverkauft ist und für Fre­itag und Son­ntag (am Son­ntag hat­te Shat­ner eben­falls ein Pan­el welch­es halb leer war) noch genü­gend Karten erhältlich sind. Aber was ist passiert, am Fre­itag und Son­ntag kam so gut wie kein Fan, alle mussten natür­lich am Sam­stag kom­men und sich anstellen. Ger­ade weil wir wussten, dass es am Sam­stag speziell beim Shat­ner Pan­el voll wer­den wird, haben wir uns dazu entschlossen, im Neben­saal eine Syn­chronüber­tra­gung anzu­bi­eten – was übri­gens auf US Cons völ­lig nor­mal ist. Dazu haben wir im Pro­grammheft und im Inter­net hingewiesen. Davon mal abge­se­hen, haben wir an diesem Tag knappe 50 Pro­gramm­punk­te gehabt und man kauft sich ja nicht auss­chließlich eine Karte wegen des Shat­ner Pan­els – hierzu wäre der Son­ntag eine her­vor­ra­gende Alter­na­tive gewe­sen, weil man dann hätte auch im Haupt­saal sitzen kön­nen.

Aber das näch­ste Mal wer­den wir eben den hun­derten von Leuten die sich anstellen sagen, PECH gehabt wir sind ausverkauft und wer­den sie wegen eines einzel­nen Pan­els von dutzen­den nach Hause schick­en. Die wüten­den Reak­tio­nen wegen der lan­gen Anfahrt­szeit­en kann ich mir jet­zt schon vorstellen. Da war doch der Neben­saal das kleinere Übel.
Im Übri­gen schick­te ich als Ver­anstal­ter Shat­ner nicht erst dann in den Neben­saal als die Buhrufe immer größer wur­den, son­dern dieser Auftritt wurde mit seinem Agen­ten schon 1 Woche vor der Con abges­timmt. Aber es klingt natür­lich pres­setech­nisch reißerisch­er zu sagen, erst nach den Buhrufen schick­ten wir Shat­ner auf die Bühne.

Darüber hin­aus haben wir sehr wohl ca. 300 Tageskarten auch in den Haupt­saal ein­ge­lassen, aber das nur am Rande, inter­essiert ja jet­zt eh keinen mehr.

Wie gesagt am Son­ntag wäre auch ein Shat­ner Pan­el gewe­sen und das hät­ten auch die Tageskarten sehen kön­nen wenn sie denn gekom­men wären.

Man­gel­nde Infor­ma­tion­spoli­tik: Sämtliche Pro­gram­män­derun­gen wur­den auf den Plas­ma­bild­schir­men gezeigt und auch im Haupt­saal auf der Lein­wand einge­blendet. Was hät­ten wir Ihrer Mei­n­ung nach son­st noch tun sollen? Und der Spruch »die Info­s­creens waren nur mäßig hil­fre­ich, da nur immer das angezeigt wurde, was man nicht sehen wollte!« Äh, diese Aus­sage ist falsch, das waren Touch­screen Mon­i­tore und der Benutzer kann ganz ein­fach selb­st aus­suchen was er für Infos sehen möchte, deshalb haben wir teure Touch­screen Mon­i­tore ver­wen­det. Aber wir sind ja auch ver­ant­wortlich wenn die Leute zu bequem sind Pro­grammheft zu lesen und den Bild­schirm zu bedi­enen bzw. die Änderun­gen auf der Lein­wand zu ver­fol­gen.

Diese Änderun­gen sind übri­gens nicht mutwillig, son­dern kom­men zus­tande weil ganze 2 Stars Änderun­gen her­vorgerufen haben. Uns passt das ganz und gar nicht, wochen­lang feilen wir an dem Pro­gramm herum und während alles gedruckt ist und den Leuten schon aus­ge­händigt wird, kommt eine Email mit der Ankündi­gung dass Joe Flani­gan erst Fre­itag Abend ankommt und Gates McFad­den einen Arzt­ter­min hat­te (den sie Wochen zuvor aus­machte uns aber erst am Mittwoch vor der Con mit­teilte). Wegen diesen zwei Ver­spä­tun­gen mussten wir das kom­plette Pro­gramm ändern, was mir mehr als nur sauer auf­stieß. Aber so ist das halt mal im Show­busi­ness.

Ich ver­ste­he, dass es bei dieser Mega Ver­anstal­tung (so viele Leute hat­ten wir noch nie) auch mal zu kleineren Prob­le­men kommt, in der Regel sind wir aber sehr gut organ­isiert, das beweisen auch die hun­derten von Zuschriften und Post­ings von Leuten welche die Con genial fan­den. Aber das ist halt manch­mal Ansichtssache. Ich würde Ihnen aber mal empfehlen andere Cons z.B.: in UK oder den USA zu besuchen und dann mal einen richti­gen Ver­gle­ich zu machen – Sie wer­den über­rascht sein.

gez. Dirk Bartholomä, Fed-Con Ver­anstal­tungs GmbH
Brigitte Scherr, Presse­be­treu­ung

Stefan Holzhauer

sagt:

Soso, er strotzt von Halb­wis­sen und Unwahrheit­en. Das so zu for­mulieren ist selb­stver­ständlich eine sehr sou­veräne Art und Weise, mit Kri­tik umzuge­hen. Äußerst inter­es­sant zudem, dass damit auch die Aus­sagen in den anderen Kom­mentaren, in denen Anwe­sende die gle­ichen Prob­leme bemän­geln, als Unwahrheit­en dargestellt wer­den.

Nur als Hin­weis: Wenn Du meine bish­er erschienen Artikel genau gele­sen hättest, statt nur den kri­tis­chen, wäre Dir möglicher­weise aufge­fall­en, dass ich andere Aspek­te der Ver­anstal­tung dur­chaus pos­i­tiv bew­ertet habe (und der let­zte Artikel ist noch gar nicht erschienen). Dein Vor­wurf, ich würde nur meck­ern, weil ich Shat­ner nicht sehen durfte, läuft also ins Leere. Am Press­e­s­tand wurde mir gegenüber übri­gens aus­drück­lich aus­ge­sagt, dass ich während des Shat­ner-Pan­els Bilder machen darf – und nicht von der Lein­wand. Wenn das dann nicht den Tat­sachen entspricht, ist das dur­chaus ein Grund für Kri­tik, oder etwa nicht?

Natür­lich sind die Änderun­gen nicht mutwillig, das wäre auch noch schön­er und wenn Du meinen Artikel voll­ständig gele­sen hättest (mir scheint deut­lich, Du hast ihn nur über­flo­gen), dann wäre Dir aufge­fall­en, dass ich mögliche Gründe dur­chaus aufge­führt habe.

Meine Aus­sagen zur man­gel­haften Infor­ma­tion­spoli­tik bleiben beste­hen, die Touch­screens waren so umlagert mit »Touchen­den« die irgend­was aufgerufen haben, dass man die rel­e­van­ten Infor­ma­tio­nen nur zu sehen bekam, wenn man sich davor die Beine in den Bauch stand (außer­dem: was sollen darauf Sam­stags die Infor­ma­tio­nen vom Don­ner­stag? Die braucht zu diesem Zeit­punkt kein­er mehr). Eben­falls muss ins­beson­dere die Frage aufrecht erhal­ten bleiben, warum die Tageskartenkäufer nicht beim Kauf konkret informiert wur­den?

Auch warum man die Besuch­er nicht von der Bühne aus informiert, wenn etwas geän­dert wurde, entzieht sich meinem Ver­ständ­nis; eben­so muss das zumin­d­est teil­weise äußerst unpro­fes­sionelle Auftreten der Helfer kri­tisiert wer­den – ich gebe zu, dass es auch sehr nette gab, aber das zaubert die anderen nicht weg.

Grandios auch die Aus­sage »am Sonn­tag wäre auch ein Shat­ner Pa­nel ge­we­sen und das hät­ten auch die Ta­ges­kar­ten se­hen kön­nen wenn sie denn ge­kom­men wä­ren.«

Im Ernst? Und dafür nochmal den Ein­trittspreis für die Tageskarte berap­pen, ohne sich­er zu sein, dass man ihn zu sehen bekommt?

Und der Hin­weis auf Cons in GB oder den USA ist mein­er Ansicht nach nur eine äußerst schlechte Ausrede. Warum sollte ich das ver­gle­ichen? Wir befind­en uns wed­er in GB noch den USA und es gibt keinen nachvol­lziehbaren Grund, schlechte Aspek­te der Cons dort als Entschuldigung anzuführen.

Deine Anspielung auf die Pressekarte ist natür­lich äußerst inter­es­sant. Willst Du damit andeuten, dass ich gefäl­ligst Hof­berichter­stat­tung zu betreiben habe, weil die Ver­anstal­ter so gnädig waren, mir eine Pressekarte zu über­lassen?
Let­zteres tun übri­gens auch deut­lich namhaftere und größere Ver­anstal­ter wie beispiel­sweise die Köl­n­messe zur Gamescom und das, obwohl die Akkred­i­tierungsrichtlin­ien in diesem Jahr erhe­blich ver­schäft wur­den.

Mal darüber nach­denken: Die Massen­me­di­en spendieren zur Ver­anstal­tung Vierzeil­er oder solche diskri­m­inieren­den Berichte wie »das Imperi­um schifft zurück« in der Bild-Zeitung (haben diese eben­falls ein länglich­es Trak­tat wie das hier vor­liegende erhal­ten?). Hier liest die Ziel­gruppe und die die Wer­bung für die Ver­anstal­tung dürfte auf ein­er spe­cial inter­est-Seite deut­lich größer sein, trotz (oder ger­ade wegen) offen aus­ge­sproch­en­er Kri­tik.

Cirdan

sagt:

Au­ßer­dem frage ich mich, wa­rum man hier Sams­tags noch das Pro­gramm vom Don­ners­tag zeigt, statt nur die ak­tu­ell re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen. Es macht we­nig Sinn, erst­mal zehn Mi­nu­ten vor dem Flatscreen ste­hen blei­ben zu müs­sen, um die maß­geb­li­che ak­tu­elle Pro­gramm­än­de­rung zu er­fah­ren.

Touch­screens ist das Zauber­wort!

Stefan Holzhauer

sagt:

Auf der Web­seite der Ver­anstal­tung find­et man bis heute den Pro­gramm­punkt »Shat­ner-Pan­el« für 20 Uhr angekündigt.

http://phantanews.de/wp/wp-content/uploads/2012/05/fedcon_screener.png

Auf der Web­seite habe ich dann auch ver­sucht, mich mit­tels Tablet oder Smart­phone zu informieren und – eine ein­fachere und bessere Möglichkeit der Infor­ma­tion der Besuch­er als das Web gibt es in Zeit­en von Smart­phones wohl kaum. Zumin­d­est deut­lich bess­er, als zu ver­suchen, durch die Trauben vor den Touch­screens vorzu­drin­gen.

Berndt

sagt:

Ich war nicht auf diesem Con aber schon auf eini­gen in der Ver­gan­gen­heit. Es laeuft nie immer alles per­fekt aber es ist auch schon eine ganz schoene Leis­tung, eine solche Ver­anstal­tung zu organ­isieren, die man anerken­nen sollte. Viele Argu­mente in der Gegen­darstel­lung scheinen mir auch dur­chaus ein­leuch­t­end.

Was die Kri­tik an den Preisen fuer eine gemein­sames Pho­to mit Her­rn Shat­ner ange­ht, finde ich diese voel­lig unangemessen. Der Mann ist ueber 80 und so viele Gele­gen­heit­en, ein gemein­sames Bild mit ihm zu bekom­men, wird es wohl nicht mehr geben. Mit waeren es die 50 Euro, die man son­st auch an einem Abend in der Kneipe ver­saufen kann, wert gewe­sen

Stefan Holzhauer

sagt:

Ich habe deut­lich zum Aus­druck gebracht, dass ich die Preise für über­höht halte. Das ist meine Mei­n­ung. Du hast eine andere. Das macht meine Mei­n­ung dur­chaus nicht »unangemessen«.

Das Alter des Pro­tag­o­nis­ten ist keines­falls ein Kri­teri­um, ähn­liche Preise wur­den auch für deut­lich jün­gere Gäste ange­sagt. Ob jemand »50 Euro in ein­er Kneipe ver­säuft« sollte eben­falls jedem selb­st über­lassen bleiben …

Die Argu­mente der Gegen­darstel­lung habe ich kom­men­tiert. Inter­es­sant finde ich per­sön­lich allerd­ings, wie ein paar mein­er Kri­tikpunk­te in der Stel­lung­nahme voll­ständig aus­ge­lassen wer­den.

Katy

sagt:

Leute, ich bitte euch. Lest die anderen Artikel durch (sowohl hier als auch auf clockworker.de), die der Autor zur Fed­Con ver­fasst hat, da find­et sich kaum etwas Neg­a­tives! Auch in diesem Artikel wird dur­chaus unter­schieden zwis­chen »Din­gen, die mal passieren kön­nen und somit akzep­tiert wer­den« und »Din­gen, die so eben nicht passieren soll­ten«. Grund­sät­zlich lässt Ste­fan viele gute Haare an der Con­ven­tion. Wenn ihm aber einige Dinge aufgestoßen sind, so sollte es möglich sein, diese auch anzus­prechen. Der Ver­anstal­ter sollte eigentlich über den Din­gen ste­hen und der­ar­tige Kri­tik höch­stens als Anre­gung sehen, evtl. auf einige Punk­te beim näch­sten Mal zu acht­en – wenn er denn möchte. Auch muss man dem Autor »freie Mei­n­ungsäusserung« zugeste­hen. Er geht ja nicht hin und sagt, jed­er müsse es schlecht find­en, 50 EUR für ein Foto zu bezahlen. Er sagt nur, ihm sei es das nicht wert.
Let­zten Endes sind Artikel, ob nun in der »BILD« oder hier, immer eine sub­jek­tive Mei­n­ung. Dementsprechend muss man dem Autor dieses Artikels genau­sowenig für geäußerte Kri­tik »ans Bein pinkeln« wie man es bei einem Redak­teur der BILD-Zeitung tun würde. Und Leute, die nicht auf der Con waren, die kri­tisiert wird, brauchen auch keine Mei­n­ung darüber abzugeben, dass es »früher funk­tion­iert hat« … auf den bei­den Fed­Cons auf denen ICH war, hat auch alles bestens funk­tion­iert, aber das hat nichts mit der hier ange­bracht­en Kri­tik zu tun.

David P. Rovillard

sagt:

Schade das es hier so gekracht hat. Es gab auf jeden Fall berechtigte Kri­tikpunk­te, und diese anzus­prechen wäre ja schon­mal ein Weg sie auszuräu­men.

Meine Fam­i­lie und ich waren nicht zum ersten Mal da aber zum ersten Mal die kom­plet­ten vier Tage! Bei einem solchen Aufge­bot an Stars kon­nte ich mir im voraus aus­malen, dass man mit einem oder zwei Tagen nicht hinkommt!

Ja, manche in der Fed­con-Crew kon­nten äußerst »pampig« wer­den – davon war ich selb­st ohne Ursache betrof­fen. Andere hinge­gen waren mehr als fre­undlich und mit denen haben wir wirk­lich nette Unter­hal­tun­gen geführt!!!

Wir waren auch über­rascht, als Gates sich offen­sichtlich in einen Mann ver­wan­delt hat­te, nur um dann – wie der Rest des Pub­likums – über ihre Ver­spä­tung aufgek­lärt zu wer­den. Den Hin­weis auf die Ter­min­ver­schiebung von Shat­ner haben wir allerd­ings sehr rechtzeit­ig und auch mehrfach mit­bekom­men.

Ich rede schon wieder zuviel. Kurz gesagt: es wäre schön, wenn man sich einige Kri­tikpunk­te zu Herzen nimmt und daran arbeit­et. Men­schen, die für eine solche Ver­anstal­tung soviel Geld aus­geben, dürfen/sollten nicht anger­aun­zt wer­den, nur weils stres­sig wird. Das habe ich den Betrof­fe­nen auch direkt gesagt.

Es steckt eine Menge Arbeit hin­ter ein­er solchen Ver­anstal­tung und auch das darf nicht vergessen wer­den. Da kann eben auch was schiefge­hen! Übri­gens ging unser Foto mit Shat­ner auch schief und wir wur­den sofort zurück­gerufen um ein Neues zu machen.

sagt:

Der Fisch stinkt. Woher, ist die Frage.

Solange die Fans das Spiel mit­machen und sich von Bartholomä abkassieren lassen, solange kön­nen sie sich eigentlich nicht beschw­eren. Mur­ren und trotz­dem hinge­hen ist arm­selig. Wer als Besuch­er so eine Ver­anstal­tung ablehnt, sollte das einzig richtige tun und selb­st was aufziehen, von Fans für Fans und sich nicht Vorgekautes für teuer Geld servieren lassen.

Was ich richtig daneben finde, ist Bartholomäs Art, mit Kri­tik umzuge­hen. Wer Men­schen­massen umher­schaufelt und sie auss­chließlich als cash cows betra­chtet, täte gut daran, den Ser­vicegedanken zu pfle­gen – dann fällt auch die Kri­tik gnädi­ger aus. Als PR-Maß­nahme ist das Herum­tram­peln auf Berichter­stat­tern ganz und gar nicht zu empfehlen. Sechs, set­zen!

Immer­hin beruhi­gend, daß sich stilis­tisch über die Jahre rein gar nichts geän­dert hat.

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