Fantasy Film Fest 2014: WER

Poster WERWER – ab 14. Okto­ber 2014 in Deutsch­land auf DVD

Die ame­ri­ka­ni­sche Rechts­an­wäl­tin Kate Moo­re ist mit ihren Gehil­fen Gavin und Eric in Frank­reich, um Talan Gwyneck zu ver­tei­di­gen. Der stark behaar­te, und kör­per­lich extrem groß gewach­se­ne Talan wird beschul­digt, eine Urlau­ber-Fami­lie abge­schlach­tet zu haben. Im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes. Die jun­ge Anwäl­tin merkt sofort, dass bei die­ser Geschich­te nichts zusam­men passt. Und ande­res doch sehr viel Sinn macht. Talan ver­traut Moo­re, doch da liegt ihr  Schick­sal längst nicht mehr fff2014in ihren eige­nen Hän­den.

Die Lang­zeit­kol­la­bo­ra­teu­re Wil­liam Brent Bell und Mat­thew Peter­man haben sich etwas aus­ge­dacht, und das ist wirk­lich ein­mal etwas Neu­es. Man ver­rät nicht zuviel, wenn man sagt, dass es um Wer­wöl­fe geht. War­um soll­te sich sonst jemand einen Film anse­hen, der mit WER beti­telt ist? Aber inner­halb des Films behan­delt man das The­ma ratio­nal und, man wagt es kaum zu sagen, auf einer rea­lis­ti­schen Ebe­ne. Bis zu einem gewis­sen Punkt natür­lich, denn irgend­wann müs­sen auch die Puris­ten unter den Gen­re-Fans befrie­digt wer­den.

Ledig­lich zwei Mal fällt im Film das Wort »Wer­wolf«, aber nicht zweck­dien­lich. Es ist sehr erfri­schend, wie Bell und Peter­man die Geschich­te auf­ge­baut und umge­setzt haben, und dabei die meist unver­meint­li­che Hys­te­rie über eine über­na­tür­li­che Bes­tie umge­hen. Sehr span­nend und unter Ver­mei­dung der meis­ten Kli­schees des typi­schen Hor­ror­films. Nur Andrea Joy Cook berei­tet mit ihrer Dar­stel­lung als auf­stre­ben­de Anwäl­tin etwas Kopf­zer­bre­chen. Denn ihre Kate Moo­re ist für einen Rechts­bei­stand viel zu sehr invol­viert, viel zu emo­tio­nal, und zeigt kei­ner­lei für Anwäl­te not­wen­di­ge Kalt­schnäu­zig­keit. Das lenkt gera­de in der ers­ten Hälf­te etwas von der Span­nung ab, die sich erst mit Bri­an Scott O’Conners bein­dru­cken­den Erschei­nung so rich­tig auf­baut.

Der Film ver­voll­stän­digt sich mit eini­gen, wenn­gleich wenig gestreu­ten, dafür exzel­lent insze­nier­ten Action-Sequen­zen, wel­che die Kraft und Inten­si­tät des ver­meint­li­chen Mons­ters sehr effek­tiv demons­trie­ren. Selbst die­se Effek­te sind in die­sem Gen­re in die­ser Form noch nicht insze­niert wor­den. WER ist nicht ohne gewis­se Makel, aber er ist erfreu­lich gegen das Fell gebürs­tet und kann so nicht nur Fans erfreu­en. Man soll­te die Erwar­tun­gen den­noch nicht so hoch schrau­ben. WER bie­tet eini­ge Inno­va­tio­nen, schafft es tat­säch­lich eine alt­be­kann­te Geschich­te neu zu bele­ben, bleibt aber eine finan­zi­ell unter­ver­sor­ge Inde­pen­dent-Pro­duk­ti­on.

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WER
Dar­stel­ler: A.J. Cook, Sebas­ti­an Roché, Vik Sahay, Ste­pha­nie Leme­lin, Oak­lee Pen­der­gast, Simon Quar­ter­man u.a.
Regie: Wil­liam Brent Bell
Dreh­buch: Wil­liam Brentg Bell, Mat­thew Peter­man
Kame­ra: Ale­jan­dro Mar­ti­nez
Bild­schnitt: Wil­liam Brent Bell, Roberts Komat­so, Tim Mir­ko­vich
Musik: Brett Detar
Pro­duk­ti­ons­de­sign: Tony DeMil­le
89 Minu­ten
USA 2014
Pro­mo­fo­tos Copy­right Ascot Éli­te Enter­tain­ment Group / Rose­bud Enter­tain­ment

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AutorIn: Bandit

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