Amy Kathleen Ryan: STERNENFEUER – GEFÄHRLICHE LÜGEN

Als der Post­bote ein Päckchen von Droe­mer Knaur brachte und ich darin das Rezen­sion­sex­em­plar eines »Young Adult«-SF-Romans aus der Pan-Ver­trieb­ss­chiene vor­fand, habe ich mich zuerst gefreut. Angesichts der schieren Menge an Fan­ta­sy, die derzeit auf den Markt gepumpt wird und angesichts der leeren oder nonex­is­ten­ten SF-Regale in den Massen­buch­lä­den war ich sehr ange­tan darüber, dass man das derzeit in Deutsch­land ver­schmähte Genre ver­legen und Jugendlichen andi­enen möchte.

Trotz der Ziel­gruppe »ältere Kinder« oder eher »junge Erwach­sene« (schw­er­punk­t­mäßig weib­lich), die derzeit dank Stephe­nie Mey­er haupt­säch­lich mit Schmu­se­vam­piren oder ähn­lichem Liebess­chmonzes bom­bardiert wer­den, kann es ja auch recht les­baren Stoff unter den für Jugendliche vorge­se­henen Roma­nen geben, wie nicht zulet­zt beispiel­sweise HARRY POTTER, die LARK­LIGHT-Trilo­gie oder SKULLDUGGERY PLEASANT beweisen.

Doch lei­der hat­te ich mich zu früh gefreut. GEFÄHRLICHE LÜGEN von der amerikanis­chen Autorin Amy Kath­leen Ryan (im Orig­i­nal SKY CHASERS 1 – GLOW) gehört näm­lich zum Schlecht­esten, was ich in nicht nur in let­zter Zeit, son­dern in mein­er gesamten SF-Lauf­bahn lesen musste – und die dauert immer­hin seit deut­lich über 30 Jahren an. Um ein fundiertes Urteil abgeben zu kön­nen habe ich mich tat­säch­lich durch den gesamten Roman gequält, auch wenn ich mehrfach kurz davor war, abzubrechen.

Klap­pen­text:

Der Auf­takt zur großen Ster­nen­saga! Die 15-jährige Waver­ly gehört zu den ersten Kindern, die an Bord des Ster­nen­schiffes Empyre­an geboren wur­den. Jed­er­mann erwartet, dass sie bald ihren Fre­und Kier­an heirat­en wird, um eine Fam­i­lie zu grün­den und das Über­leben der Men­schheit auf der lan­gen Reise zu einem fer­nen Plan­eten zu sich­ern. Waver­ly liebt Kier­an sehr – aber ist sie trotz­dem schon bere­it, so früh diesen entschei­den­den Schritt zu gehen? Das friedliche Leben endet drama­tisch, als wie aus dem Nichts das lange ver­schollen geglaubte Schwest­er­schiff angreift, die Erwach­se­nen tötet und alle Mäd­chen ent­führt. Während Kier­an auf der schw­er beschädigten Empyre­an um sein Über­leben kämpft, muss Waver­ly viele Licht­jahre ent­fer­nt alles daranset­zen, zu ihm zurück­kehren zu kön­nen …

Die »große Ster­nen­saga« berichtet über die Aben­teuer ein­er Gruppe Jugendlich­er und Kinder, die auf einem Gen­er­a­tionss­chiff namens Empyre­an lebt. Dieses Raum­schiff ist zusam­men mit einem Schwest­er­schiff seit unge­fähr 45 Jahren auf dem Weg in ein anderes Son­nen­sys­tem, um dort einen Plan­eten zu ter­rafor­men und zu kolonisieren.

Die Pro­tag­o­nis­ten des Romans sind die fün­fzehn­jährige Waver­ly und der gle­ichal­trige Kier­an, die in der Gebor­gen­heit des Schiffes aufwach­sen und durch uner­wartete Ereignisse aus ihrem üblichen Leben geris­sen wer­den.

Das andere Schiff, die New Hori­zon, hat eigentlich deut­lichen Vor­sprung, deswe­gen ist man an Bord der Empyre­an natür­lich erhe­blich ver­wun­dert, als von dort Kon­takt aufgenom­men wird und man fest­stellen muss, dass es ent­ge­gen aller Erwartun­gen ganz in der Nähe ist.
Es kommt zu einem Angriff durch die Besatzung der New Hori­zon, in dessen Ver­lauf nicht nur alle weib­lichen Kinder aus der Empyre­an ent­führt, son­dern auch alle Erwach­se­nen außer Gefecht geset­zt, ent­führt oder getötet wer­den. Waver­ly muss nun für sich und die anderen Mäd­chen einen Weg zurück aufs Heimatschiff find­en und Kier­an ver­sucht, die Lage auf der beschädigten Empyre­an halb­wegs unter Kon­trolle zu brin­gen.

Das in kurzen Worten die Rah­menbe­din­gun­gen des Romans. Der Ansatz den die Autorin ver­fol­gt, ist leicht zu erken­nen und sie selb­st weist auch im Nach­wort darauf hin: Es sind deut­liche Par­al­le­len zu den amerikanis­chen Grün­dervätern zu erken­nen – das hätte eine attrak­tive Idee wer­den kön­nen, lei­der krankt die Durch­führung gle­ich mehrfach.

Die gesamte Hand­lung ist ins­beson­dere aus tech­nis­ch­er Sicht in hohem Maße unglaub­würdig, die Sit­u­a­tion an Bord des Gen­er­a­tio­nen­schiffs wird geschildert wie »ganz nor­males Leben«. Spezial­isierte Tech­niker scheint es kaum oder nicht zu geben, die Besatzung beste­ht offen­sichtlich fast auss­chließlich aus Bauern, die Getrei­de und Früchte anbauen und sich um Ziegen, Kühe und Hüh­n­er küm­mern, um das Über­leben der Schiffs­be­satzung zu ermöglichen. Unglaub­würdig. Weit­ere Kleinigkeit­en wie die Tat­sache, dass man aus »Steingut« isst (im Ernst …), passen eben­falls nicht ins Bild. Let­zteres ist völ­lig unsin­nig – wenn man über Jahrzehnte unter­wegs ist, muss man zwin­gend auf recy­cle­bare Mate­ri­alien zurück­greifen.

Die Autorin bedankt sich im Nach­wort für Unter­stützung bei der »Physik«, weil sie selb­st sich nach eigen­er Aus­sage »bess­er mit Worten ausken­nt«. Das kann ich so defin­i­tiv unter­schreiben. Etliche Abschnitte der Hand­lung kön­nen nur als hanebüchen beze­ich­net wer­den. Sei es die Beschrei­bung der Raum­fahrt an sich, die gern Hard-SF sein möchte, aber schon den Raum­flug nicht kor­rekt hin­bekommt, sei es die Tat­sache, dass man Strahlung im Schiff ein­fach durch »Entlüften« beseit­i­gen kann (und ver­strahlte Per­so­n­en mit Dekom­pres­sion­ss­chä­den dann nur »ein wenig reinen Sauer­stoff« (!) brauchen) oder sei es der völ­lig unglaub­würdi­ge Fakt, dass junge Erwach­sene auf einem Schiff mit begren­ztem Per­son­al nicht rechtzeit­ig mit grundle­gen­den Hand­habun­gen ver­traut gemacht wur­den, die über­leben­snotwendig sind. Ent­fer­nte Objek­te im All wer­den mit »Radar« (!) angemessen. Zahllose weit­ere gründlich ver­bock­te Details kom­men hinzu – das ist SF wie sie sich vielle­icht Lieschen Müller aus der let­zten Ecke von Wyoming (der Heimat der Autorin) vorstellt, aber keines­falls mehr. Auch für die Ziel­gruppe ist das übri­gens Unsinn, die inhaltlichen Schwächen sind keines­falls altersab­hängig.

Erschw­erend kommt noch hinzu, dass die Art und Weise, wie die Autorin alle Erwach­se­nen »entsorgt«, damit die Kinder auf sich allein gestellt die Haupthand­lungsträger sein kön­nen, der­art an den Haaren her­bei gezo­gen und unglaub­würdig ist, dass es schon fast weh tut.

Die auf sich allein gestell­ten Jugendlichen – ins­beson­dere die auf der Empyre­an zurück­ge­lasse­nen Jungs – benehmen sich der­art dumm, dass man sie am lieb­sten sofort übers Knie leg­en möchte. Das ist ein Aspekt der Hand­lung, der zumin­d­est halb­wegs glaub­würdig erscheint, allerd­ings wird auch hier außer Acht gelassen, dass das Ver­hält­nis von Jugendlichen an Bord eines räum­lich stark begren­zten Raum­schiffs ein deut­lich anderes sein muss, als uns auf der Erde geläu­fig. Lei­der ver­schenkt die Autorin auch diese Möglichkeit und die Teenag­er benehmen sich ein­fach wie Teenag­er. Wie extrem nervige Teenag­er.

Das Seine zum gruseli­gen Ein­druck trägt übri­gens auch noch die Über­set­zung bei, der man lei­der allzu deut­lich anmerkt, dass auch die Über­set­zer (es waren zwei, aus welchen Grün­den auch immer) lei­der offen­bar kein­er­lei Ahnung von Tech­nik haben. Liebe Über­set­zer, das Wort »dekom­pressiert« gibt es nicht, und man sollte auch das im Englis­chen ver­wen­dete »decom­pressed« nicht ein­fach durch ein schnell erfun­denes Kunst­wort erset­zen. Es heißt zwar »Dekom­pres­sion«, aber das kor­rek­te Verb wäre hier »dekom­prim­iert« gewe­sen – man hätte auch etwas mit »Druck­ab­fall« oder »luftleer« for­mulieren kön­nen.
Und: auch wenn man im Orig­i­nal »to plot a course« schreibt, dann ist es im Deutschen nicht wirk­lich üblich (wenn auch von der Herkun­ft her grund­sät­zlich nicht ganz falsch), »einen Kurs absteck­en« zu ver­wen­den. »Einen Kurs eingeben« oder »einen Kurs anle­gen« hätte gepasst, auf einem Raum­schiff arbeit­et nie­mand mit einem Zirkel, wie zu Zeit­en der christlichen Seefahrt.
Das waren jet­zt nur zwei Beispiele, aber es gab diverse mehr, bei der die Nomen­klatur entwed­er nicht stimmte, oder Sätze, denen man die falsche Über­set­zung deut­lich anse­hen kon­nte, weil das englis­che Orig­i­nal noch »durch­schim­merte«, statt dass man auf eine passende deutsche For­mulierung zurück gegrif­f­en hätte.

In Sachen Sprache der han­del­nden Per­so­n­en muss man sich eben­falls fra­gen, ob es sein muss, dass diese sich eines Duk­tus‹ befleißi­gen, wie er uns heute geläu­fig ist, obwohl die Hand­lung zum einen in ein­er nicht allzu nahen Zukun­ft spielt und sich zum anderen die Sprache in einem eng begren­zten Leben­sraum wie dem Schiff mit ein­er sehr kleinen Gruppe von Men­schen auf­grund dieser beson­deren Umstände fast zwangsläu­fig auch in nur knapp 50 Jahren verän­dern muss. Aber wie oben schon ange­sprochen: die Men­schen auf dem Schiff benehmen sich wie Bauern, nicht wie aus­ge­bildete Raum­fahrer, deren einziger Leben­sraum eben der kün­stliche des Raum­schiffs ist.

Da ich soeben schon das Wort »christlich« benutzt habe: ein Aspekt der Hand­lung ist die Tat­sache, dass von den bei­den auf die Reise geschick­ten Schif­f­en eins ein »christlich­es« und eines ein »säku­lares« ist. Soll heißen: um Kon­flik­te zu ver­mei­den, hat man die Gläu­bi­gen auf den einen Kahn ver­frachtet und diejeni­gen, die nicht so auf Gott ste­hen auf den anderen, zumin­d­est wird dem Leser das am Anfang so verkauft.
Später muss man dann fest­stellen, dass die Leute auf dem »säku­laren« Schiff Empyre­an zum einen doch irgend­wie Chris­ten sind – über­spitzt dargestellt gehen die Men­schen auf der New Hori­zon ein­mal die Woche in den Gottes­di­enst, die auf der Empyre­an ein­mal im Monat. Und die gläu­bi­gen Moslems wur­den auch auf die Empyre­an ver­frachtet, weil die Ver­ant­wortlichen vor der Abreise der Ansicht waren, diese wür­den auf das »christliche« Schiff nicht passen.
Man möge mir die offe­nen Worte vergeben, aber das klingt lei­der nach ver­schroben­em amerikanis­chen Glaubens­bild. Auch, dass gläu­bige Moslems aufs »säku­lare« Schiff kom­men, weil ihr Glaube nicht »passt«, ist eine der­art offen­sichtlich amerikanis­che Dok­trin, dass es weh tut.
In der Hand­lung klingt dann auf ein­mal eine Chris­ten­tums-Kri­tik an. Nach­dem ich erst fast pos­i­tiv über­rascht war, nehme ich an, dass das in den weit­eren Bän­den der Rei­he garantiert rel­a­tiviert wer­den wird, denn auch das kauft man der Autorin nicht ab. Ich ver­mute, dass sich in den ange­dro­ht­en späteren Bän­den alle geläutert wer­den und sich der »wahren« Reli­gion wieder zuwen­den.

Eben­falls kon­ser­v­a­tiv amerikanisch und schi­er unerträglich ist das Gesellschafts­bild, das in diesem Roman ver­mit­telt wer­den soll. Auch wenn die weib­liche Pro­tag­o­nistin vorder­gründig ein stark­er und unab­hängiger Charak­ter ist, wird die Rolle der Frau den­noch mehrfach ein­deutig und ganz offen­sichtlich unkri­tisch als »am Herd« und »Kinder­aus­trägerin« für den Neuan­fang der Men­schheit auf dem neuen Plan­eten verortet. Ich habe mich mehrfach bei der Lek­türe gefragt, ob dieses das Frauen­bild ist, das Droe­mer Knaur den jugendlichen Leserin­nen ver­mit­teln möchte, indem sie dieses Mach­w­erk über­set­zen lassen und als Hard­cov­er unters Volk wer­fen. Das Beschriebene mag vielle­icht in Wyoming ger­ade noch so durchge­hen, auf mich wirk­te es ger­adezu mit­te­lal­ter­lich.
Es existiert so viel her­vor­ra­gende US-SF auch für Her­anwach­sende und Jugendliche (man muss nur mal einen Blick auf die alljährlichen Sci­ence Fic­tion-Awards jen­seits des großen Teichs wer­fen), dass ich mich ern­sthaft frage, warum ger­ade eine der­ar­tige Null­num­mer wie GEFÄHRLICHE LÜGEN an den Tor­wächtern des Ver­lags vor­bei kom­men kann? Wer sucht so etwas aus? Und mit welch­er Inten­tion? Weil das School Library Jour­nal (abgekürzt: SLJ, eine amerikanis­che Fachzeitschrift für Kinder- und Jugend­bib­lio­thekare) den Wälz­er aus­geze­ich­net hat? Das muss noch lange nicht bedeuten, dass er für den deutschen Markt geeignet ist. Ver­legt lieber was Ordentlich­es oder vielle­icht mal einen deutschen Autor!

Zum nicht beson­ders orig­inellen Cov­er möchte ich mich nicht detail­liert äußern, nur so viel: es hat nichts mit dem Inhalt zu tun und ist mit der Darstel­lung ein­er Hals­kette lei­der allzu offen­sichtlich als »Köder« für die anvisierte weib­liche Leser­schaft aus­gelegt wor­den. Ein Klis­chee mehr.

Als Faz­it bleibt mir nur zu schreiben, dass dieser Roman auf allen Ebe­nen ver­sagt: ins­beson­dere die Sci­ence in der Fic­tion ist nahezu nicht vorhan­den und das Beschriebene hanebüchen, die Sto­ry ist in weit­en Teilen Mumpitz, Werte und Welt­bild mit­te­lal­ter­lich, die Über­set­zung schlecht. Die zahlre­ichen Defizite sind nicht darin begrün­det, dass ich nicht zur Ziel­gruppe gehöre, die sind alters- und geschlecht­sun­ab­hängig. Ab 12 Jahren ist es auf­grund der beschriebe­nen physis­chen und psy­chis­chen Gewalt übri­gens defin­i­tiv nicht geeignet.

Fin­ger weg!

Ach ja: qual­i­ta­tiv passend zum Inhalt des Buch­es ist auch der »Buch­trail­er«: gruselig.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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STERNENFEUER Band 1 – GEFÄHRLICHE LÜGEN
Amy Kath­leen Ryan
Hard­cov­er – Sci­ence Fic­tion
emp­fohlenes Alter: 12 – 16 Jahre
432 Seit­en – 16,99 Euro
Erschei­n­ungs­da­tum: 01.03.2012
ISBN-10: 3426283611
ISBN-13: 978–3426283615
PAN-Ver­lag

p.s.: nach dem Ver­fassen der Rezen­sion habe ich mal im Netz nach anderen Mei­n­un­gen zu diesem Roman gesucht. Die meis­ten die ich gefun­den habe (in Blogs oder auf Lovely­books) stam­men von jun­gen Frauen, die zum Teil fast eupho­risch über die Darstel­lung und die Hand­lung (und die kom­plizierte Beziehung zwis­chen Kier­an und Waver­ly) äußern. Mal abge­se­hen davon, dass man als nicht-SF-affine Leserin möglicher­weise noch darüber hin­wegse­hen kön­nte, dass die tech­nis­chen Details der­art hanebüchen sind, kann ich per­sön­lich nicht ver­ste­hen, wie diese Leserin­nen das präsen­tierte antiquierte Frauen­bild so unkri­tisch gutheißen kön­nen.

Creative Commons License

Cov­er­ab­bil­dung Copy­right Pan/Droemer Knaur

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

6 Kommentare for “Amy Kathleen Ryan: STERNENFEUER – GEFÄHRLICHE LÜGEN”

Camo

sagt:

Du bist sooo fies oO
Jet­zt habe ich böse Szenen vor Augen, wie der Boots­mann die Matrosen in die Wan­ten schickt, um die Son­nensegel zu set­zen, während der Kapitän auf dem Ach­ter­deck bei der Posi­tions­bes­tim­mung verzweifelt, weil er nicht weiß, welche Sonne er anpeilen soll. Ich glaube, bevor sie die Tiefe loten, um die Aste­r­i­o­den­schwärme zu umge­hen, werde ich mich jet­zt betrinken.

Und ich wollte noch was tip­pen heute… aber mit diesen Kicher­an­fällen wird dat nix, lei­der. :D

fhjsf

sagt:

Beim lesen der »High-Tech« Bestandteile dieses Werkes die hier genan­nt wer­den, lief mir ein Schauer über den Rück­en, wie man es nor­maler­weise nur von guten Hor­ror-streifen ken­nt. Empfehle der Autorin des Buch­es DRINGEND sich mit ECHTEM SF auseinan­derzuset­zen oder sich ein anderes Genre zu suchen. Zu dem Welt­bild das in dem Buch ver­her­rlicht wird fehlen einem zivil­isierten Men­schen wie mir die Worte. Das einzige eig­nung dieses Buch nach dein­er Bew­er­tung (die Bäume die für die Auflage her­hal­ten mussten kön­nen einem ehrlich leid tun) sehe ich in der Nutzung als Feuer­anzün­der XD

Stefan Holzhauer

sagt:

Ich bin grund­sät­zlich gegen das Ver­bren­nen von Büch­ern.

Das Welt­bild wird präsen­tiert und nicht in Frage gestellt, aber nicht »ver­her­rlicht«.

fhjsf

sagt:

war vllt etwas hard aus­ge­drückt, doch was sollte man son­st sin­nvolles damit anfan­gen?^^

ok, ok es wird nicht ver­her­rlicht, aber sehr leicht bee­in­fluss­baren Kinder solch ein Welt­bild als »gut« verkaufen zu wollen ist zumin­d­est grob fahrläs­sig – find­est du nicht auch?

Stefan Holzhauer

sagt:

Was ich »finde« ste­ht im Artikel. »Grob fahrläs­sig« ist nicht darunter. Du soll­test von solchen über­triebe­nen und sach­lich falschen Aus­sagen abse­hen.

Michael Gimmel

sagt:

Das besproch­ene Buch habe ich mir als Remit­tente für 3 EUR mitgenom­men, ein bis­chen drin querge­le­sen und war froh, dass ich nur 3 EUR dafür aus­gegeben habe. Ich greife ein­mal Deine Bemerkung auf, es gäbe so viel bessere amerikanis­che SF, die man stattdessen hätte über­set­zen lassen kön­nen. Da stimme ich Dir sehr zu!. Es gibt sich­er zahlre­iche Beispiele mehr, aber als ich das las, dachte ich spon­tan an Car­o­line Jan­ice Cher­ryh. Die schreibt zwar nicht aus­drück­lich für Kinder / junge Erwach­sene, aber eine ganze Rei­he ihrer Büch­er scheinen mir auch für diese Ziel­gruppe gut geeignet (Die Cyteen-Trilo­gie, Down­be­low Sta­tion, Finity’s End etc. pp.) Die sind vor vie­len Jahren auch mal auf deutsch bei Heyne ver­legt wor­den und ich frage mich, warum die nicht wieder aufgelegt wer­den. Wirk­lich schade, dass eine so »wertvolle« Autorin in Deutsch­land kaum noch bekan­nt ist. Ich dachte bei Dein­er Bemerkung aber v. a. an die mit­tler­weile 16 Bände aus dem For­eign­er-Uni­ver­sum. Die ersten drei wur­den damals (auch bei Heyne) über­set­zt, danach hat man nichts mehr auf dem deutschen Markt von der Autorin gehört. Eine Schande, weil ihre »anthro­pol­o­gis­che SF« ein ein­ma­liges Phänomen ist und soviel an Ein­sicht­en in gesellschaftliche Vorgänge und das Zusam­men­leben ver­schieden­er Kul­turen ver­mit­telt, dass man es ger­adezu zur Pflichtlek­türe für junge Leute (und nicht nur die) machen müsste. Ich ver­ste­he nicht, warum plöt­zlich kein Ver­lag mehr diese Autorin für den deutschen Markt ver­füg­bar machen will. Gut, ich lese sie im Orig­i­nal. ist eh bess­er, aber die vie­len Leute die nicht dazu in der Lage sind, kann man doch nicht einafach so im Stich lassen – und dann eine Frau Ryan als Ersatz anbi­eten!

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