Publizieren mit CreateSpace – ein Erfahrungsbericht

Nachdem Amazon es mit Kindle Direct Publishing jedermann ermöglicht, eBooks zu veröffentlichen und zu monetarisieren, sind selbstpublizierte elektronische Bücher abseits der etablierten Verlage auch in Deutschland in kaum noch überschaubarer Menge zu erhalten.
Nach wie vor deutlich schwieriger ist es jedoch, ein »echtes« Buch heraus zu bringen. Zwar buhlen Book- und Print- On Demand-Anbieter um die Gunst des ambitionierten Selfpublishers, doch gibt es hier Hürden zu überwinden: die einen möchten sich gern umfangreiche Rechte an den Inhalten einräumen (das geht sogar bis hin zu Aufführungs- und Senderechten) und lassen dem Publizierenden zudem nur Brosamen von den Verkäufen. Die anderen sehen sich als reiner Druckservice, fordern allerdings für die Vorbereitung der Bücher, die dann via PoD erhältlich sein sollen, nicht unerhebliche Vorkosten – dafür behält man die Rechte an seinen Werken.

Doch über die Amazon-Tochter CreateSpace, die seit Kurzem auch für den Vertrieb von Taschenbüchern in Europa zu nutzen ist, ermöglicht der Onlinehändler es nun jedermann, Bücher in gedruckter Form unters Volk zu bringen. Wenngleich derzeit hierzulande erst einmal nur über den Amazon-Onlineshop.

Nachdem ich als Herausgeber der Storyanthologie »DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN: AETHERGARN« für die eBook-Version bereits KDP genutzt hatte, lag es nahe, nun auch eine gedruckte Fassung der Sammlung zu realisieren. Dazu im Folgenden einige Betrachtungen.

Die Anmeldung bei CreateSpace geht flugs und stellt keinerlei größeres Hindernis dar – zumindest dann, wenn man der englischen Sprache mächtig ist, lokalisierte Fassungen gibt es derzeit nicht. Will man Bücher in den Vereinigten Staaten publizieren, benötigt man zwingend eine dortige Steuernummer vom IRS (dem US-amerikanischen Finanzamt), möchte man seine Werke allerdings ausschließlich in Europa absetzen, ist das nicht notwendig.

Nach dem Anlegen des Kontos und der Angabe gewisser persönlicher Daten (nichts Unübliches, Informationen die für die Nutzung des Dienstes notwendig sind) kann man im Dashboard der CreateSpace-Webseite dann auch gleich ein Buchprojekt anlegen und dabei zwischen »guided« und »advanced« wählen. Ich hatte »advanced« verwendet, da ich davon ausging, dass ich so mehr Optionen selbst auswählen konnte und flexibler bin, als bei der Variante, bei der CreateSpace mich beim Prozess »an die Hand nimmt«.

Das Eingeben von Informationen zum Titel ist weitestgehend selbsterklärend, Amazon erteilt auch automatisch eine ISBN. Hierzu jedoch die Anmerkung, dass es sich dabei um eine US-Nummer handelt, mit der man das Buch nicht ohne weiteres in hiesigen Buchhandlungen bestellen kann. Auch das Angebot, das Werk für einen Obolus von nur 25 Dollar (pro Buchprojekt) im gesamten Buchhandel erwerbbar zu machen, gilt derzeit erst einmal nur für die Vereinigten Staaten. Ich gehe aber davon aus, dass Amazon hier nachlegt und Ähnliches bald auch in Europa möglich sein wird.

Hat man allerdings bereits eine ISBN, kann man diese statt der von CreateSpace vergebenen nutzen! Ob eine Buchhandelsbestellung in Deutschland in diesem Fall möglich ist, wäre ein spannendes Experiment …

Danach folgt die Auswahl eines geeigneten Buchformats, hier stehen reichlich Optionen zur Verfügung. Für AETHERGARN habe ich das Format 8 x 5 Zoll ausgewählt, da ich etwas möglichst Taschenbuch-Ähnliches als Ergebnis haben wollte (Anfang des Monats waren nur die Zoll-Abmessungen dargestellt, inzwischen stehen auch die Zentimeter-Maße dabei – man merkt also deutlich, dass an der Seite gearbeitet wird, um sie für die internationale Nutzung anzupassen). Bei den Buchgrößen ist darauf zu achten, dass es sogenannte »Industry-Standard«-Formate gibt und solche, die davon abweichen. Für letztere stehen nicht alle Optionen zur Verfügung. Beim Papier kann man zwischen reinweiß und cremefarben wählen. Was man sich hier aussucht ist wohl vor allem vom eigenen Geschmack und vom Buch abhängig, üblicherweise wählt man für Belletristik gern creme und für Sach- und Fachbücher weiß. Die Papierdicke kann man übrigens nicht auswählen, hier steht nur eine Möglichkeit zur Verfügung.

Möglich sind übrigens nicht nur schwarzweiße Bleiwüsten, da der Inhaltstyp »vierfarbig« existiert, könnte man auch Comics oder Bildbände anbieten. Dem könnte allerdings hinderlich im Weg stehen, dass die Größe der Uploaddatei 50 MB nicht überschreiten darf, was für umfangreiche Werke mit vielen Bildern in Druckauflösung zu wenig ist. Hat man eine größere Datei, kann man diese auf einem Datenträger wie beispielsweise einer CD einsenden.

Anmerkung: Man sollte bei der Erstellung beachten, dass man der Impressumspflicht unterliegt, wenn man in Deutschland ein Buch vertreibt, das gilt selbstverständlich auch für selbst verlegte Werke, die (bislang) ausschließlich über Amazon erhältlich sind. Ich gehe davon aus, dass fehlende oder mangelhafte Impressi in Selfpublishing-Büchern via CreateSpace in Zukunft eine beliebte Einnahmequelle von Abmahnabzocker-Anwälten werden dürften.Als Inhaltsformat – also das Buchinnere – nimmt CreateSpace eine PDF-Datei entgegen (oder auch rtf oder doc, allerdings hatte ich bei PDF weniger Bedenken wegen korrekter Formatierung, die beiden anderen Formate sind in der Hinsicht für unschöne Kapriolen bekannt), die gewissen Formatierungsregeln unterliegen, was Abstände und Beschnitt angeht. Es werden für jedes der vorgegebenen Formate Templates im Microsoft-Word-Format (doc) bereit gestellt, die man im Prinzip auch sofort verwenden kann. Wer mehr Individualität wünscht, kann diese selbstverständlich in der Textverarbeitung der eigenen Wahl nach Belieben variieren, die vorhandenen Einstellungen sind amerikanischen Vorlieben im Buchdruck angepasst, können aber im Prinzip fast ohne Änderungen übernommen werden. OpenOffice (und damit wahrscheinlich auch LibreOffice) funktionierte übrigens völlig problemlos, es muss nicht Word sein. Die Vorlage stellt Seitenformate für Intro- sowie rechte und linke Inhaltsseiten inklusive Kopf- und Fußzeilen zur Verfügung.

Die Erstellung des Inhalts ist mit ein wenig Überlegen und Planung überhaupt kein Problem. Man sollte sich natürlich darüber im Klaren sein, dass neue Inhaltsabschnitte besser auf den rechten Seiten zu finden sein sollten und dergleichen; aber das sind Details, die mit Bucherstellung zu tun haben, und weniger mit dem Publizieren über CreateSpace, deswegen gehe ich hier nicht weiter darauf ein, allerdings sei der Hinweis erlaubt, dass der native PDF-Export von OpenOffice nicht verwendet werden kann, da es irgendwelche Probleme mit der Schrifteinbettung gibt. Ich habe ein externes Tool verwendet, das sich als Druckertreiber installieren lässt und dann aus jeder Anwendung die drucken kann PDFs erzeugt.

Etwas aufwendiger ist die Covergestaltung. Hier hat man zum einen die Möglichkeit, eine der diversen vorgegebenen Vorlagen zu verwenden, die man dann in vergleichsweise engen Grenzen anpassen kann. Das dürfte für viele Zwecke auch völlig ausreichend sein. Ich wollte natürlich mehr. Als Alternative kann man auch hier eine PDF-Datei mit dem kompletten, umlaufenden Cover hochladen. Die Höhe und Breite von Front- und Backcover ergibt sich aus der weiter vorne gewählten Buchgröße, zusätzlich muss man natürlich einen Beschnitt hinzufügen.
Die Ausmaße des Buchrückens sind nachvollziehbarerweise abhängig von der Seitenzahl des Buches und damit von der Dicke des sogenannten Buchblocks. CreateSpace lässt einen hier aber nicht im Regen stehen, sondern bietet einen Rechner, der nach Eingabe der Seitenzahl die Breite des Buchrückens auswirft. Mit diesen Angaben kann man, etwas Kenntnis und Geschick vorausgesetzt, in einem Grafikprogramm ein Cover zusammenstückeln, das eine ausreichende Auflösung aufweisen muss, also nicht unter 300 dpi vorliegen sollte (das Grafikprogramm mussselbstverständlich den Export korrekter PDF-Dateien erlauben).

Hat man alles hochgeladen, kann man das Buchprojekt zum Test freischalten, hier überprüft CreateSpace (vermutlich automatisiert), ob es irgendwelche Probleme mit den Inhalten oder der Formatierung gibt. In meinem Fall hat es ein paar Stunden gedauert, bis das Ergebnis dieses Tests vorlag.

Zum Proof (also der Begutachtung, ob alles in Ordnung ist), stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: entweder lädt man sich eine PDF-Fassung herunter, um den Inhalt zu überprüfen (bei der fehlt allerdings das Cover) oder man wählt den Online-Proof, hierbei öffnet sich ein spezieller Viewer, der das Buch samt Umschlag präsentiert und in dem man mit der Maus blättern kann, wie in einem richtigen Buch.
Letzteres ist – und man kann es nicht anders sagen – ein Knüller. Das Handling ist hervorragend und die Vorschau schlichtweg großartig. Der Clou ist allerdings, dass man sich sein Buch-in-spe sogar in einer 3D-Ansicht anzeigen lassen und rotieren kann, und damit einen wirklichen Eindruck des späteren Produkts erhält. Das bietet keiner der von mir getesteten hiesigen Anbieter.

  

Beim Betrachten des Covers erst einmal ein Schreck: das war sehr pixelig. Auch hier liegt aber in der Ruhe die Kraft, denn es mussten nur Daten nachgeladen werden, nach etwas Warten lag auch das Cover hochauflösend vor.

Ist man mit dem Proof zufrieden, kann man Angaben zum Verkaufspreis und zu den Absatzkanälen machen (das kann man natürlich auch schon tun, während man aufs Proof wartet). Ich habe AETHERGARN auf die europäischen Amazon-Stores beschränkt, da ein deutschsprachiges Buch in amerikanischen Onlineshops keinen wirklichen Sinn macht.
Beim Preis greift CS einem mit Rechnern unter die Arme, die einen Mindestpreis vorschlagen und auch gleich anzeigen, wie viel Tantiemen pro verkauftem Exemplar abfallen.

Übrigens: in Sachen Hilfestellung ist CreateSpace vorbildlich. An allen Ecken und Enden stehen Links zur Verfügung, die einem mit Sätzen wie “was ist das?”, “was bedeutet das?” oder “wie geht das?” nahezu alle möglicherweise aufkommenden Fragen beantworten. Und im Gegensatz zu anderen einschlägigen Softwareherstellern oder ähnlichen Firmen, sind die auf CS angebotenen Tipps und FAQs tatsächlich hilfreich.

Noch ein Hinweis zu einem Stolperstein in Sachen Verkaufspreis: es wird nirgendwo darüber informiert, dass auf den angegeben Endpreis noch die deutsche Mehrwertsteuer für Bücher kommt, also 7%. Damit hätte man natürlich rechnen müssen, aber ein deutlicher Hinweis darauf wäre nett gewesen. Das führte in meinem Fall dazu, dass AETHERGARN nicht zum gewünschten Verkaufspreis von 8,99 Euro über den virtuellen Ladentisch geht, sondern für schräge 9,62 Euro. Aber man ist ja lernfähig. [Update 20.06.2012:] Petra Schier wies auf Facebook darauf hin, dass die Angaben zur Mehrwertsteuer gemacht werden, es gibt eine Fußnote die auf die je nach Land unterschiedliche hinzuzurechnende VAT (Value Added Tax = Mehrwertsteuer) informiert. Die ist allerdings klein und kann übersehen werden – das ist mir offensichtlich passiert. Vielen Dank für den Hinweis.[/Update]

Dann: tief durchatmen und freigeben. Wobei man selbstverständlich auch nachträglich Änderungen durchführen oder neue Versionen von Inhalt und Cover hochladen kann, das führt dann allerdings bis zur nächsten Freigabe zur Unbestellbarkeit des Buchs im Shop.

Nach Aussage auf der Webseite kann es fünf bis acht Tage dauern, bis das Buch im Amazon-Shop auftaucht. Tatsächlich konnte ich es jedoch schon am nächsten Tag darin finden. Zunächst ohne Preisangabe und noch nicht bestellbar aber schon ca. eine Stunde später war das nicht mehr so und ich konnte ein Testexemplar ordern, das Buch wird auch tatsächlich als »auf Lager« gelistet. Drei Tage später hielt ich das Taschenbuch in Händen – andere Personen erhielten es trotz späterer Bestellung übrigens zeitgleich mit mir, ich gehe davon aus, dass die Ersteinrichtung der PoD-Maschine wahrscheinlich ein wenig dauert, vielleicht hatte das aber auch andere Gründe. Möglich ist auch, dass man vielleicht einfach trotz Book On Demand ein paar Exemplare auf Halde druckt. Die Lieferung ist – wie bei Amazon üblich – selbstverständlich versandkostenfrei.

Das Buch an sich ist, wenn man es denn in den Händen hält, in Sachen Druckqualität nicht von einem Buchhandelsprodukt zu unterscheiden – abgesehen vielleicht vom Format. Und die Seiten sind vergleichsweise dünn, so dass die Rückseite leicht durchschimmert, aber das ist Nörgeln auf hohem Niveau. Das matte aber dennoch glänzende Cover sieht toll aus und das Druckbild ist top. Das Taschenbuch wirkt durch sein Gewicht wertig, liegt prima in der Hand und ist somit auch haptisch eine helle Freude – eBook-Ablehner, die bei elektronischen Büchern die “mangelnde Sinnlichkeit” beklagen, werden also nichts zu meckern haben.

Die Verdienstmöglichkeiten sind um Längen höher als bei Mitbewerbern wie ePubli und Co, nachteilig ist meiner Ansicht nach, dass man Exemplare für den eigenen Bedarf derzeit ausschließlich in den USA bestellen kann und das zu einigen Portokosten führt. Dennoch sind diese Autorenexemplare sogar inklusive Porto um Längen billiger als alles, was die hiesigen PoD-Anbieter ansagen, selbst wenn zu den Kosten der eigentlichen Bücher und dem Porto noch Einfuhrzoll und Einfuhrumsatzsteuer kommen sollten. Es besteht sogar die Möglichkeit, nur Privatauflagen zu drucken und das Buch an sich gar nicht für den Shop freizugeben, wobei ich nicht weiß, ob CreateSpace das gut findet – wahrscheinlich ist das aber unkritisch, denn sie bieten beispielsweise auch den Bezug von Hardcovern ausschließlich für den privaten Bedarf an, die können also nicht über die vorhandenen Bezugsquellen bestellt werden. Hardcover kosten allerdings eine Einrichtungsgebühr in Höhe von 99 Dollar.

Das ist alles fast schon erschreckend einfach – zumindest wenn man halbwegs weiß, was man in Sachen Inhalts- und Coverdateien tut. Und: man muss dafür keinen müden Cent an Vorkosten aufwenden.In Sachen Bedienbarkeit, Preis und Rahmenbedingungen (der Autor behält alle Rechte am Material) ist der Publikationsweg Print On Demand über CreateSpace und Amazon derzeit meiner Ansicht nach unschlagbar. Wenn Amazon noch drauflegt und den Vertrieb über den hiesigen oder den europäischen Buchhandel für ebenso kleines Geld wie in den USA ermöglicht, dann sollten sich die Verlage warm anziehen, denn dann erwächst neben den Selfpublishern in Sachen eBooks eine weitere Konkurrenz – und die dürfte schwerer wiegen, denn eBooks sind leider nach wie vor ein Nischenmarkt – Taschenbücher aber alles andere.

Na klar: wie schon beim eBook-Selfpublishing werden wir auch hier mit unlektorierten, von orthografischen Fehlern strotzenden Publikationen überschüttet werden. Das stört aber nicht, denn es werden auch unter den selbstverlegten Werken nicht nur Unsäglichkeiten, sondern auch Perlen zu finden sein. Die unlesbaren Krücken wird man insbesondere dank Leseproben und auch aufgrund nicht gefälschter Besprechungen und garantiert anhand der Empfehlungen Dritter rechtzeitig entdecken und dann von einem Kauf eben einfach absehen – zudem gilt das Rückgaberecht bei Fernabsatz bei Amazon auch bei PoD-Produkten, man kann einen Fehlkauf also auch einfach zurückschicken.

Die restlichen Anbieter solcher Dienste werden ihre Preis- und Lizenzgestaltung allerdings schnellstens überdenken müssen.

Übrigens: Wer sich das Endprodukt DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN – Band eins: ÆTHERGARN ansehen möchte, der darf es gern bei Amazon bestellen (und wenn es gefällt: weitersagen!)

Ach ja: wer sich mit der Erstellung der Vorlagen für Inhalt und Cover überfordert fühlt, der darf sich gern unverbindlich an mich wenden, ich bin nämlich auch in der Lage, das im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit anzubieten – bisher für eBooks, jetzt auch für Printbücher.


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Bild Taschenbuch von mir, abenso das Cover von AETHERGARN

 

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harmloser Nerd mit natürlicher Affinität zu Pixeln, Bytes, Buchstaben und Zahnrädern. Konsumiert zuviel SF und Fantasy und schreibt seit 1999 online darüber.

88 Kommentare for “Publizieren mit CreateSpace – ein Erfahrungsbericht”

sagt:

Ein sehr schöner Bericht und eine gute Ergänzung zu meinen eigenen ersten Erfahrungen mit CreateSpace. Der Hinweis auf die Impressumspflicht ist natürlich absolut richtig!

Interessant finde ich jetzt noch, ob sich die Steampunk-Chroniken besser als eBook oder als Taschenbuch on demand verkaufen. Magst du darüber Auskunft geben, wenn ein wenig Zeit vergangen ist?

Stefan Holzhauer

sagt:

Da “Aethergarn” als ePub auf der Projektseite kostenlos zur Verfügung steht, dürfte ein Vergleich der Verkaufszahlen nicht sonderlich sinnvoll sein …

sagt:

Das ist ein echter Hammer! Nicht nur die PoD-Verlage müssen sich warm anziehen, auch die normalen Verlage sollten ihre Serviceleistungen stark überdenken. Allein die Tatsache, dass man nicht in Vorkasse gehen muss, ist ein Riesenvorteil. Cover + Lektorat muss man zwar aus eigener Tasche bezahlen – Werbung tätigt man ja eh schon – , aber angesichts des Honorars am Ende lohnt sich das allemal. Pro verkauftem Buch bei amazon bekomme ich zurzeit um die 90 Cent Honorar (eBooks 40 Cent), obwohl die Bücher deutlich teurer sind als dein “Ae­ther­garn”. Mal sehen: Sobald Create Space nach Europa kommt, werde auch ich sicher das eine oder andere überdenken müssen.

Emily Bold

sagt:

Kleine Ergänzung: es ist (Gott sei Dank) nicht nötig, beim Cover zu “rechnen” – einfach Seitenzahl und Papierfarbe eingeben und anschliessend das erstellte Template herunterladen ( als PDF und als PNG ) – dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen :-)

Viele liebe Grüße,
Emily

Stefan Holzhauer

sagt:

Dann haben die das nachgereicht, Ende Mai gab es diese Möglichkeit noch nicht.

Aber vielen Dank für den Hinweis! Coole Sache.

sagt:

Hallo Stefan, du schreibst: Will man Bü­cher in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten pu­bli­zie­ren, be­nö­tigt man zwin­gend eine dor­tige Steu­er­num­mer vom IRS (dem US-amerikanischen Fi­nanz­amt), möchte man seine Werke al­ler­dings aus­schließ­lich in Eu­ropa ab­set­zen, ist das nicht not­wen­dig.
Das System verlang im Menupunkt “Tax and Businessinformation”, obwohl ich “Germany” als Land angegeben habe, im Unterpunkt “US Taxinformation” meinen “tax reporting name”. Lässt mich auch nicht weiter, wenn ich da nichts eingebe. Kommt da einfach mein Name rein, auch wenn ich keine “TIN” habe (und ja auch nicht brauche, weil ich in US nicht verkaufen will)?

Direkt darunter gibt es noch den Unterpunkt “European Union (EU) Tax Information”, bei dem man eine sogenannte “LUX VAT Registration Number” eingeben kann, wenn man eine hat. Option ist, das Feld frei zu lassen. Da meckert das System auch nicht, wenn man tatsächlich nichts eingibt.

sagt:

Als ich ein bebildertes Kinderbuch als PDF hochladen wollte, musste ich feststellen, dass in dieser (auch in der Version “Veröffentlichen und Drucken”) die Bilder derart komprimiert waren, dass sie die Mindestanforderungen von CS nicht mehr erfüllten. Es gibt dafür vielleicht eine einfachere Lösung – ich jedenfalls habe dann die DOC-Datei hochgeladen. CS hat daraus automatisch eine eigene PDF gemacht, in der die Bilder die geforderte Auflösung hatten. Leider kam es zu Layoutverschiebungen. Die wiederum konnte ich nur umgehen, in dem ich Seite für Seite die Doc-Datei “schief” gestaltete, bis die Layoutverschiebungen das eigentliche Format aufwiesen. Das geht alles mit Sicherheit einfacher… Ich weiß nur nicht, wie… :-D Letzten Endes hat es funktioniert und war ein schönes Ergebnis. Ach ja: Mindestseitenzahl sind 12 Blätter = 24 Seiten

Stefan Holzhauer

sagt:

In welchem Programm gibt es denn diese Option »Ver­öf­fent­li­chen und Dru­cken«? Ich drucke mit einem externen PDF-Generator, der sich als Druckertreiber ins System einklinkt. Darin kann man – wenn man will – sogar angeben, mit wieviel dpi die Bilder eingebettet werden sollen. Normalerweiose reicht da aber die Export-Einstellung “Druckqualität” völlig aus (Bilder werden dann mit 300 dpi eingebettet).

Eine doc-Datei würde ich aufgrund der Layoutverschiebungen nie verwenden.

Susanne

sagt:

Mal eine Frage zum Impressum. Du hast ja im Artikel schon darauf hingewiesen, dass als deutsches Buch einer Impressumgspflicht unterliegt. Die Vorlage von Create Space beschränkt sich auf Titel, ISBN und Copyright.

Als ich mich im Internet schlau machen wollte, stellte ich fest, dass die Aussagen voneinander abweichen – jetzt bin ich gar nicht mehr sicher, was richtig ist und was nicht. Im speziellen Fall mit Create Space – was genau MUSS denn nun im Impressum stehen?
Bin ich auf der sicheren Seite, wenn ich schreibe:
TITEL
Herausgeber: NAME
copyright Fertigstellungsjahr NAME
Coverfoto: NAME
Covergestaltung: Create Space
Herstellung: Create Space – Adresse etc.
ISBN-10 …
ISBN-13 …
Mehr von Autor: Offizielle Internetseite

Fehlt da noch was? Ist was total überflüssig?
Was ist mit dem sehr oft aufgeführten: “Ein Titeldatensatz für diese Publikation ist bei der Deutschen Nationalbibliothek erhältlich” – Fällt doch weg im Create Space-Fall, oder?

Vielen Dank für Tipps und Ratschläge.

LG
Susanne

Stefan Holzhauer

sagt:

Ich kann dazu leider nichts Rechtsverbindliches sagen – insbesondere, da die Meinungen hierzu sogar unter Fachleuten auseinander gehen. Zudem unterscheiden sich die Vorgaben für Impressi zwischen den Bundesländern. Ich habe allerdings via Google durchaus nachvollziehbare und hilfreiche Hinweise dazu gefunden, was mindestens in einem Buchimpressum stehen sollte. Also einfach mal nach Buchimpressum o.ä. googlen.

Was die Nationalbibliothek angeht: auch da ist die Lage unklar. Ein mir bekannter Autor hat auf eine entsprechende Anfdrage bei der Nationalbibliothek die anwort bekommen, dass es sich um einen US-Verlag handle und deswegen keine Pflichtexemplare abzugeben seien, man sich aber über ein Einzelexemplar freue. On das eine rechtgültige und korrekte Antwort ist wird man abwarten müssen. ich habe derzeit den Eindruck, dass man sich bei den beiden Nationalbibliotheken noch nicht auf einen Modus Operandi einigen konnte.

sagt:

Cooler Artikel.

Was ich übrigens bestätigen kann, ist, daß das fertige Buch einen ordentlichen Eindruck macht. Mein Exemplar von ÆTHERGARN sieht gut aus, fühlt sich gut an und ist stabil. Der Fachmann merkt höchstens am Gesamtgewicht, daß die Papierqualität etwas bescheidener ist.

CS werde ich jedenfalls mal antesten.

sagt:

Hallo Stefan, ich habe eine Frage: Ist es über CreateSpace möglich ein Veröffentlichungsdatum zu definieren? Und im besten Fall, kann man es dann vorbestellen? ich freue mich auf die Antwort, Fabian Neidhardt

Stefan Holzhauer

sagt:

Gute Frage. Wenn Du es hochlädst, ist das Buch kurz darauf -nach Prüfung durch CS – erhältlich. Ob es eine Möglichkeit gibt, einen Veröffentlichungstermin festzulegen müsste ich erst im Backend nachsehen.

sagt:

Vielen Dank für diesen super Bericht, ich hatte heute zufällig im TV darüber gehört und bin dank google auf Deine Seite gestoßen. Du hast mir Mut gemacht, den Weg zu gehen, vielen vielen Dank!!

Kevin

sagt:

Hallo Stefan,
danke für deinen interessanten Bericht. Ich konnte allerdings nichts über die anfallenden Kosten finden oder bietet CS das alles kostenlos an???

Stefan Holzhauer

sagt:

Ist alles kostenlos, steht auch im Artikel:

“Und: man muss da­für kei­nen mü­den Cent an Vor­kos­ten auf­wen­den.”

Kevin

sagt:

Oh, hatte ich überlesen. Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Kaum zu glauben, dass das kostenlos ist. Super Tipp von dir :-))

sagt:

Stefan, ich habe mal bei CreateSpace nachgefragt. Derzeit gibt es noch nicht die Möglichkeit, ein bestimmtes Datum in der Zukunft festzulegen. Demnach auch nicht, Vorzubestellen. Schade.

Ich habe aber jetzt eine andere Frage. Du schreibst oben etwas von Hardcoverausgaben. Wo findet man die?

sagt:

Hallo Stefan,
nun melde ich mich noch mal über Phantanews. Ich hoffe, mir kann irgendjemand helfen. Alle Berichte über CS lesen sich so toll und die Anwendung so einfach, aber mir gelingt es nicht, mein Buch fertigzustellen. Ich scheitere daran, den Buchblock zu uploaden. Ich habe 6*9 gewählt. Mein Text wurde als PDF, docx Datei und in den vorbereiteten Templates angeboten, doch nichts passierte. CS sagt ‘upload 0%’ – und das für Stunden.
Ich bin vom Laptop (Windows 7) wieder zu meinem alten PC (XP) gewechselt, doch auch hier dasselbe Ergebnis. Hat jemand ähnliches erlebt?

Stefan Holzhauer

sagt:

Das hört sich so für mich eher nach einem Browserproblem an. Ist Javascript erlaubt? Flash? Welchen Browser nutzt Du zum Upload? Irgendeine Antiviren- oder Firewallsoftware installiert, die den Upload verhindern könnte? Wie groß ist die PDF-Datei? Wie schnell ist der Internetzugang?

sagt:

Laptop ist 16.ooo schnell, Avira Free Antivrus, Internet Explorer. Die PDF hat 5,77 MB .
Der alte PC ist natürlich langsamer.

Im Text sind Illustrationen, die gescannt wurden – sch/w.

Stefan Holzhauer

sagt:

Internet Explorer? Ohje … Welche Version? Nimm lieber mal einen Browser mit einer brauchbaren Javascript-Engine, beispielsweise Chrome.

Was soll “16000” bedeuten? Ist das die Internet-Bandbreite?

Ramona

sagt:

16000 DSL

Explorer – unter Eigenschaften habe ich gerade Kompabilitätsmodus Windows 95 gefunden. Ich hab ihn nicht selbst installiert.

Ramona

sagt:

Okay, tausend Dank,
ich werd’s mit dem neuen Browser probieren. Mal sehen, ob es dann klappt!
Ich melde mich dann wieder, um zu berichten.

Ramona

sagt:

Hallo Stefan,

keine 24 Stunden sind vergangen, und ich kann, dank deiner Hilfe, den erfolgreichen Upload und die Fertigstellung meines Buches bei CS verkünden. In der Tat, nach der Installation von Google Chrome lief alles wie von selbst. Vielen, vielen Dank für die Hilfe!

Ramona

Stefan Holzhauer

sagt:

Wusst ich’s doch, es konnte wieder mal nur der Internet Exploder das Problem sein. :)

Schön, dass es geklappt hat.

Walter

sagt:

Hallo Stefan,

vielen Dank auch von mir für deinen Bericht. Nur auf die Frage von Susanne vom 25. Juli 2012 hast du bisher nicht geantwortet – oder habe ich etwas übersehen? Die Antwort darauf würde mich auch interessieren und sicher noch einige mehr.

Walter

sagt:

Das war deine Antwort auf ihre Frage vom 29. Juli ;-)
Eine Antwort auf ihre Frage vom 25. Juli sehe ich zumindest nicht.

Stefan Holzhauer

sagt:

Achso, sorry, falsch zugeordnet.

Ich kann mich daran nicht erinnern, das ist zu lange her. Kann aber kein allzu großes Problem gewesen sein, da ich das nicht weiter erwähnenswert fand (zudem habe ich den Fokus auf die Bucherstelling gelegt). Tatsache ist: man benötigt bei einem rein europäischen Verkauf keine US-Steuernummern oder sonstige Angaben. Falls man der englischen Sprache nicht allzu mächtig ist, kann das an dieser Stelle natürlich ein Hindernis darstellen. Im Moment sind meine Möglichkeiten das nachzuvollziehen leider aus technischen Gründen (zwischen den Jahren) gering.

Es gibt aber diverse Artikel zum Thema US-Steuernummer und verwandte Themen im Zusammenhang mit CreateSpace im Web zu finden.

Claudia

sagt:

Hallo,
bin durch Zufall auf deinen tollen und ausführlichen Bericht gestoßen…
Da ich schon einige Berichte gelesen und viele Stunden über dieses große Thema gesurft, bin ich jetzt doch ziemlich verwirrt?!
Wenn ich mein Buch bei CS drucken lasse… habe ich dann weiterhin meine Rechte an meinem Buch? Ich meine, kann dann nicht jemand einfach mein Buch abtippen und selber verlegen bzw. an einen “richtigen” Verlag schicken und es als seines ausgeben?!
Bin so unsicher. Ich würde so gerne endlich mein Buch in Händen halten und vielleicht noch ein paar Cent daran verdienen…aber ich habe Angst, dass mir jemand mein Buch “klaut”…
Vielleicht könnten sie mir da weiterhelfen.

Viele liebe Grüße von einer recht hilflosen Jungautorin

Stefan Holzhauer

sagt:

Die Rechte bleiben bei einer Veröffentlichung via CreateSpace vollständig beim Autor.

Wenn jemand Dein Buch “abtippt” (wohl eher einscannt) und es vor einem Verlag als seins ausgibt, hat das nichts mit den Rechten im Zusammenhang mit CreateSpace zu tun. Du kannst jederzeit anhand des Veröffentlichungstermins belegen, dass das Werk von Dir stammt. Das ist aber eher ein zivilrechtliches Problem und hat mit der Veröffentlichung über CreateSpace nichts zu tun – das passiert sogar namhaften Autoren, wenn auch eher selten. Ich würde die Chance, dass jemand das Buch in der beschriebenen Form “klaut” für eher gering halten. Und wenn doch, kann man auf rechtlichem Wege dagegen vorgehen.

Claudia

sagt:

Vielen Dank für die mega schnelle Antwort!
Ich habe auf einer anderen Seite einen Bericht gelesen, wo man die US-Steuernummer bei der Anmeldung unbedingt angeben bzw. ein Formular ausfüllen/faxen muss… Stimmt das?
Sorry das ich so viel frage! Und danke für ihre Hilfe!

Stefan Holzhauer

sagt:

Steht im Artikel: eine Steuernummer benötigt man nur dann, wenn man in den USA verkaufen will. Beschränkt man sich auf den europäischen Markt, benötigt man folgerichtig auch keine US-Steuernummer.

Dagmar

sagt:

Lieber Herr Holzhauer,

tausend Dank für diesen tollen Bericht.
Ich habe ihn schon unzählige Male gelesen und komme immer wieder darauf zurück.
Der Tag meiner eigenen Veröffentlichung rückt immer näher.
Nun hätte ich eine Frage, die sie mir vielleicht beantworten können:

Ist es möglich über create space independent sein Werl als Taschenbuch zu veröffentlichen und gleichzeitig bei Neobooks als Ebook?
Bei Neobooks ist immer die Rede von Ebooks und den Rechten daran, aber ich weiß nicht, ob das bedeutet, dass man es in gedruckter Form auch woanders veröffentlichen kann.
Und erwartet Amazon, dass man dann sein Ebook nur bei ihnen veröffentlicht, wenn man auch sein Buch dort drucken lässt?
Ich kann überhaupt nichts dazu finden und habe mich schon halb zu tode gegoogelt.
Vielleicht ist ihnen so etwas schon einmal untergekommen?
Ich wäre soooo dankbar für eine Antwort.

Herzliche Grüße
Dagmar

Stefan Holzhauer

sagt:

Wie geschrieben: man behält bei CreateSpace/Amazon alle Rechte. Bei neobooks kenne ich die AGBs bzw. die Lizensierungsbedingungen nicht und weiß deswegen nicht, ob die sich ein exklusives Vertriebsrecht ausbedingen. Falls dem so sein sollte würde zumindest ich von der neobooks-Nutzung absehen.

Wenn man ein eBook bei Amazon veröffentlicht, kann man es völlig problemlos auch anderswo publizieren. Nur wenn man an Amazon Select teilnehmen möchte, muss das Buch 90 Tage lang exklusiv bei Amazon erhältlich sein. Danach kann man es dann auch wieder über andere Plattformen vertreiben. Wie die Modalitäten bei anderen Anbietern sind weiß ich leider nicht.

Dagmar

sagt:

Tausend Dank für die schnelle Antwort!
Das hat mir sowas von weitergeholfen.
DANKE!

Dagmar

sagt:

Lieber Herr Holzhauer,

ich habe gerade mit Neobooks Kontakt aufgenommen und es ist so, dass man dort tatsächlich NUR die Ebook-Rechte abtritt und das auch nur beschränkt (in den AGBs genau definiert). Man kann also sein Werk als Taschenbuch separat veröffentlichen, quasi über CreateSpace Independing Publishing. Dank ihrem Artikel werde ich das sicher auch hinbekommen.

Herzlichst
Dagmar

Stefan Holzhauer

sagt:

Danke für den Hinweis. Die Rechteeinräumung bei neobooks würde mir persönlich aber deutlich zu weit gehen.

4.1 Mit Einstellung des jeweiligen Werkes räumt der Autor i-lab die folgenden nicht-ausschließlichen, weltweiten und inhaltlich und zeitlich unbegrenzten Nutzungsrechte an dem Werk ein:

a) das Recht, das Werk ganz oder teilweise in elektronischen Datenbanken und -netzen einzuspeisen, zu vervielfältigen und zu speichern und mittels digitaler oder anderweitiger Speicher- und Übertragungstechnik öffent­lich zugänglich zu machen und/oder zu senden, z.B. zum Empfang des Werks oder Teilen davon mittels eines beliebigen stationären oder mobilen Empfangsgerätes unter Einschluss sämtlicher Über­tra­gungs­wege (Kabel, Funk, Mikrowelle, Satellit) und sämtlicher Verfahren (GSM, UMTS etc.). Eingeschlossen ist auch das Recht, im Rahmen der in diesem Vertrag erwähnten Nutzungsarten eine interaktive Nutzung des Werk oder Teilen davon, (gegebenenfalls in Verbindung mit anderen Werken) durch den Nutzer zu ermöglichen;

b) das Recht, das Werk auch unentgeltlich durch auszugsweisen Abdruck, Sendung oder sonstige Wiedergabe einschließlich Internet zur Werbung für i-lab oder Dritte zu nutzen.

Meiner Ansicht nach geht aus diesem Passus auch nicht hervor, dass man das Buch nicht auch anderswo als eBook veröffentlichen kann, denn es heisst ja explizit

“räumt der Autor i-lab die folgenden nicht-ausschließlichen, weltweiten und inhaltlich und zeitlich unbegrenzten Nutzungsrechte an dem Werk ein”

Die Exklusivität tritt laut FAQ erst dann ein, wenn man einen weiteren Vertriebsvertrag mit neobooks abschließt, siehe http://www.neobooks.com/faq unter Punkt 9. Weiterhin bietet neobooks nur pdf und epub als Formate. Es wäre also mit denen zu klären, was mit dem Kindle ist, also ob man das Buch zusätzlich auf Amazon einstellen kann.

Dagmar

sagt:

Lieber Herr Holzhauer,

Neobooks speist die Ebooks auf vielen anderen Plattformen ein u.a. Amazon, Libri, Buch.de, etc. die werden in den AGBs noch genau aufgelistet, drum tritt man quasi die Rechte dahingehend ab, dass sie das dürfen (auf verschiedenen Plattformen einspeisen). Es steht aber auch eindeutig dabei (kommt im weiteren Verlauf der AGBs), dass man sein Ebook auf den nicht genannten Plattformen selbstverständlich vom Autor selbst vertrieben werden darf (z.B. auf der eigenen Webseite). Man darf nur nicht von Neobooks verwendete Software benutzt haben um das Ebook zu erstellen, das man dann auf anderen Plattformen veröffentlicht.
Das war auch der Grund, warum ich mit dem Ebook zu Neobooks wollte: Man kann quasi dort im Wettbewerb mitmachen und gleichzeitig wird das Ebook auch auf anderen führenden Plattformen eingestellt und man bekommt aber die 70% Autorenhonorar und nicht die 60%, wie das ist, wenn man bei Amazon direkt sein Ebook einstellt. Sicher hat Amazon dafür wieder andere Vorteile.
Aber, da ich auch bei Neobooks jederzeit die Möglichkeit habe mein Ebook wieder zurückzuziehen, kann ich eigentlich gar nichts falsch machen…

Stefan Holzhauer

sagt:

Bei Amazon erhält man ebenfalls 70% (behält allerdings alle Rechte). Das stimmt jedoch nur für eBooks ab einem gewissen Preis und bis zu einer preislichen Obergrenze, darunter bzw. darüber sind es nur noch 30%.

Ob man mit den neobooks-Konditionen einverstanden ist, muss jeder mit sich selbst ausmachen. ;) “Interaktive Nutzung, Sendung und sonstige Wiedergabe” räumt denen aber umfangreiche Nutzungsrechte bis hin zum Kinofilm ein, das würde ich nicht unterschreiben. Wenn neobooks das “nicht so meint” sollte Knaur die AGBs exakter Formulieren. :)

Andreas

sagt:

Vielen Dank für dier tollen Hinweise. Ich starte gerade und habe natürlich die erste dumme Frage:). Zählt bei der Seitenzählung die Coverinnenseite als erste Seite mit? Ich möchte gerne wenig Seiten verwenden und dachte, auf der ersten Seite mit Autor, Titel, Genre, Impressum zu starten. Das soll aber, wenn man das Buch aufschlägt, auf der rechten Seite erscheinen.
VIelen Dank schon mal für deine Mühe!

Stefan Holzhauer

sagt:

Die Coverinnenseiten können nicht bedruckt werden.

sagt:

Danke für die ausführliche Beschreibung. Eine Frage: Gibt man mit dem Auftrag zur Herstellung eines Buches Amazon exklusiv die Rechte oder ist es wie bei den eBooks freigestellt, die Bücher auch über andere Verlage (oder einem Selbstverlag) zu verkaufen. Ich habe von meinem Verlag sämtliche Rechte zurück erhalten, da er sich auflöste und vertreibe diese Bücher über einen Selbstverlag bei Amazon, wo noch einige Restexemplare existieren.
Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank
Wolfgang Wallner-F.

Stefan Holzhauer

sagt:

Steht im Artikel und in mehreren Kommentaren über diesem hier: man behält sämtliche Rechte. Und: es gibt keinen Exklusivvertrag mit Amazon.

Bei den eBooks hat man diese Freiheit ja auch, es sei denn, man meldet sie für Select an, damit muss man sie 90 Tage exklusiv bei Amazon anbieten. Für die Printbücher gibt es solche Passi nicht.

alicia2

sagt:

Hallo Herr Holzhauer, bin begeistert von den vielen Infos, die Sie geben.
Kann man bei CS eigentlich die Dicke des Papiers wählen? Ich habe von dem cremefarbenen gelesen, dass eine angenehme Stärke haben soll. Ich würde etliche Fotos ins Buch bringen, da darf natürlich die Rückseite nicht durchschimmern.
Jemand schrieb von Problemen beim Hochladen von Fotos. Wenn man den Text samt Fotos in doc entwirft und dann in ein pdf-Format transformiert, müsste das doch gehen, oder?
Vielen Dank und Gruß von Alicia

Stefan Holzhauer

sagt:

Nein, man kann die Papierdicke nicht wählen, es steht nur eine zur Verfügung, bei der die Bilder leicht durchschimmern.

Das Einbinden von Bildern in das Inhalts-PDF ist aber völlig problemlos möglich, man muss nur darauf achten, dass die Auflösung der Bilder für einen Druck hoch genug ist. Zur Darstellungsqualität von Farbbildern kann ich allerdings nichts sagen, da ich nur mit schwarz/weiß bzw. Graustufen gearbeitet habe.

Andreas

sagt:

Bin so gut in Create space vorangekommen, will auch eBook veröffentlichen und scheitere jetzt am Account Settings/Royalty Payment Profile.Was muss man da wo eintragen?
Vielen Dank und viele Grüße
Andreas

Stefan Holzhauer

sagt:

Das kann ich nicht beantworten, weil die Angaben dort stark vom Einzelfall abhängig sind.

andreas

sagt:

Hallo Stefan! Habe noch mal ne Frage zu einem Thema, das schon häufiger angesprochen wurde. Habe nun alles veröffentlicht und bekomme gerade eine Mail von CS, dass ich nur einen Veröffentlichungskanal gweählt habe. Ich habe nur amazon.europe gewählt. Nun wird hier wieder amazon.com angeboten. Damit bin ich doch aber wieder in der US-Steuernummer Falle, oder? Gkeichzeitig bietet er auch wieder den e-Store an. Wozu benutze ich den?
Vielen Dank für dein tolle Unterstützung!
Andreas

Daniel Dekkard

sagt:

Hallo Stefan,
sehr guter Bericht. Habe selbst ein Projekt bei CS angemeldet. (noch nichts hochgeladen). Im Vorfeld wollte ich dann schon mal die Bankverbindung eingeben. Dabei wird aber die US-Tax-ID verlangt, sonst kann man den Menüpunkt nicht abschließen. Ich geh zurück zu „Vertriebswege“, um ausschließlich „Europa“ zu wählen. Dort wird man aufgefordert, zunächst die Bankverbindung einzugeben. Beißt sich in den Schwanz.
Muss man erst den ganzen Prozeß durchlaufen, also upload, proof, usw., damit man um die Eingabe der US-Steuer-ID herumkommt?

Stefan Holzhauer

sagt:

Alles was ich dazu sagen kann, steht im Artikel und den Kommentaren. ich habe keine US-Steuernummer benötigt und musste auch den Prozess nicht erst durchlaufen.

Irma

sagt:

Inzwischen wird eine US Bescheinigung verlangt, obwohl ich eine deutsche Adresse angegeben habe. Die US haben Formulare für Ausländer… Wenn man in den US Bücher anbietet, die Steuern aber in Europa bezahlt… Es ist anzunehmen, dass sie die Option, nur in Europa zu verkaufen, somit abgeschafft haben.

Stefan Holzhauer

sagt:

Nein, das funktioniert nach wie vor. Warum sollte Amazon das auch tun und auf die Einnahmen aus europäischen Verkäufen verzichten?

Ich würde denen die Probleme haben raten, sich an den CreateSpace-Support zu wenden, der ist besser als der bei Amazon.

Daniel Dekkard

sagt:

Hallo Stefan und hallo Irma,
die Option “Nur Europa” gibt es noch. Meine Sache hatte sich nach Rücksprache mit dem (sehr guten) Create Space-Support geklärt. Auf der CS-Seite, auf der man die Bankdaten eingibt, stehen drei Felder, die ich irrtümlich ignoriert habe. Tax-reporting name, Tax-ID und business-type. Ich dachte, sie seien nur für US-Bürger relevant. Man muss aber in “tax-reporting-name” seinen Namen eintragen und eine Wahl bei “business-type” treffen. (für die allermeisten wohl -individual-)
Das mittlere Feld “Tax-ID” kann man leer lassen. Dann funktioniert es.
Darüberhinaus muss man sich das W8BEN-Formular runterladen, entsprechend dem ebenfalls angegebenen Musterformular ausfüllen und per Post an Create Space schicken.
Darauf erklärt man lediglich, kein US-Bürger zu sein und seine Steuern im Heimatland zu bezahlen. Alles ganz easy.

Liebe Grüsse
Daniel

Stefan Holzhauer

sagt:

Ich habe W8BEN niemals ausfüllen und einreichen müssen.

Daniel Dekkard

sagt:

Hallo Stefan,

das scheinen sie in der Zwischenzeit geändert zu haben. Dies ist der entsprechende Auszug aus der Antwort vom CS-support auf meine Anfrage:

Firstly, if you are a non-U.S. member, a U.S. tax ID is not required in order to be paid. However, your royalties may be subject to tax withholding and we ask that you submit a W-8BEN to certify that you are a non-U.S. person.

Ist aber möglich, dass es nur notwendig ist, wenn man in den USA verkaufen will.

Liebe Grüsse
Daniel

Stefan Holzhauer

sagt:

Natürlich ist das nur notwendig, wenn man in den USA verkaufen will. Die Zahlungen der EU-Verkäufe kommen – wenn ich mich recht erinnere – aus Luxemburg.

Woggon

sagt:

Hallo Herr Holzhauer,

ich habe soeben Ihren Erfahrungsbericht über GreateSpace gelesen und würde Ihnen gerne eine Frage stellen.

Ich habe ein Interieur mit Bildern hochgeladen (Kinderbuch) und bekam diese Auskunft von Amazon…ich kopier das hier mal rein:

The interior and cover files for Die Reise ins Zuckerhu…, #4375587 have been reviewed.
The cover file meets our submission requirements; it is not necessary for you to make any revisions to this file or upload it again.
The interior file does not meet our submission requirements for the reason(s) listed below. Please make any necessary adjustments to your interior file and upload it again by logging in to createspace.com.
We are unable to process the interior file as it is corrupt or too complex. Please ensure all layers and transparencies are flattened and that it is a valid PDF.
The author name for this book was listed as Ewald Eden but the interior indicates that the author name is Von Ewald Eden. The author name displayed in the interior must match the author name entered during title setup

Das mit dem Autorennamen habe ich schon bereinigt. Ich verstehe aber nicht, was die mit den Ebenen und Tranzparenzen meinen, auch das gültige PDF macht mir Kummer. Ich habe aus einer Worddatei das PDF generiert.

Können Sie mir sagen, wie ich die Fehler beheben kann oder ist das zu komplex? Ich habe bisher nur Bücher ohne Bebilderung publiziert.

Würde mich über Ihre Antwort sehr freuen.

Liebe Grüße
D. Woggon

Stefan Holzhauer

sagt:

“Ich habe aus einer Worddatei das PDF generiert” reicht leider als Erklärung nicht aus. Ich nutze kein Word, deswegen die Frage: Kann Word nativ PDF exportieren? Falls dem so ist und es klappt nicht, würde ich vermuten, dass Microsoft nicht in der Lage ist, korrekte PDF-Dateien zu erzeugen. Versuchen Sie ein Tool wie PrimoPDF, das klinkt sich als Druckertreiber ins System ein und erzeugt Dateien, die CreateSpace annimmt. PrimoPDF ist für privaten Gebrauch kostenfrei, bei kommerzieller Nutzung (und die liegt vor, wenn man es nutzt, um Bücher über CreateSpace zu verkaufen), muss man die Software erwerben. Zum Testen reicht aber erstmal die kostenlose Version.

http://www.primopdf.com/de

Woggon

sagt:

die PDF erstelle ich mit Adobe Acrobat X Pro und ja, sie sollen den nativen Export unterstützen. Ich denke mein Fehler liegt eher in der Erstellung der Bilder. Der Creator fordert 300 dpi und ich arbeite mit Photoshop. Dort kann ich auch 300 dpi einstellen, beim Speichern wird mir aber angezeigt, dass die Größe 72 dpi beträgt. Das funktioniert nur, wenn ich die Bilder normal über “speichern unter” satt über “speichern für Web” speichere. Aber das ist sicher kein Problem vom CS sondern liegt an meiner Unerfahrenheit mit Photoshop. Ich quäle mich da mal ein bisschen durch. Vielen Dank erst für die Auskunft. Ihre Seite ist für uns alle eine große Hilfe!

LG
D. Woggon

Stefan Holzhauer

sagt:

Das Problem habe ich in Photoshop nicht. Wenn ich die Datei mit 300 dpi erstelle, werden sich auch mit 300 dpi gespeichert (“fürs Web speichern”). Entweder als jpeg mit passender Qualitätsstufe (für Fotos und Bilder mit vielen Details) oder als png (für Schwarzweiß- oder Strichzeichnungen). Eine Auflösung von 72 dpi ist definitiv zu gering – das sollte aber eine andere Fehlermeldung erzeugen (Resolution too low – oder so ähnlich).

sagt:

Hallo Stefan,
nachdem ich unter anderen Berichten über createspace auch deinen gefunden habe, hat mich vor allem die Qualität der Bücher interessiert. Wobei ich erwähnen möchte, das ich gelernter Industriebuchbinder bin und in Deutschland (unter anderem auch für den Dumont Verlag), aber auch in Italien für Verlagsbuchbindereien gearbeitet habe. Daher kenne ich natürlich den gesamten Herstellungsprozess eines Buches.
Ich habe dann euer Buch wegen der Größe und des bedruckten Buchrückens ausgewählt.

Bestellbestätigung von Amazon am 26.08.2013 (Zeit 17:34)
Versand am 27.08.2013 (Zeit 14.34)
Ankunft in München am 28.08.2013 (Zeit 11:05).
Bis auf die Verpackung, die leider eines der (zu vielen) Armutszeugnisse von Amazon ist, der Umschlag hatte einige kleine Macken, die ausschließlich auf eine saumäßige Verpackung zurückgehen, also alles super. Es hat auch nicht nach Lösungsmittel gerochen, aber es ist (so wie Daniel Morawek es auf seinem Blog beschreibt) zur Zeit noch ein wenig wellig.

Fazit,
Die Qualität des Papiers, der Bilder, des Schriftbildes und der Druck des Covers können auf jeden Fall mit jedem im Offsetdruck hergestelltem Buch mithalten. Eurer Cover ist auf jeden Fall Spitze und ein Eye-Catcher. Gut wäre in Zukunft beim Cover natürlich eine Wahlmöglichkeit zwischen Matt oder glänzend.

Noch etwas zur TIN ,
ich habe am 22.08.2013 einen Account bei createspace eröffnet und natürlich die Informationen zur TIN erst einmal weggelassen. Aber als ich gestern meinen KDP Account gecheckt habe, gab es dort einen Warnhinweis über unvollständige Steuerinformationen. Dort konnte ich dann online im Tax Interview das W-8BEN Formular ausfüllen. Amazon schickt das dann online (wenn man der elektronischen Signatur und der elektronischen Übermittlung seiner Daten zustimmt) direkt an die Steuerbehörde und ich hoffe das ich in einigen Tagen meine TIN aus den Staaten bekomme.

Stefan Holzhauer

sagt:

Die Qua­li­tät des Pa­piers, der Bil­der, des Schrift­bil­des und der Druck des Co­vers kön­nen auf je­den Fall mit je­dem im Off­set­druck her­ge­stell­tem Buch mit­hal­ten. Eu­rer Co­ver ist auf je­den Fall Spitze und ein Eye-Catcher.

Ich nehme an, es geht um ÆTHERGARN? Es gibt nämlich inzwischen noch ein weiteres mit dem Titel GESCHICHTEN AUS DEM ÆTHER.

Dass sowas ein Buchbinder sagt, freut mich natürlich, insbesondere, weil ich sowas (Layout etc.) vorher noch nie gemacht hatte und weil der gesamte Produktionsablauf (fast) vollständig mit Open Source-Software geschah. Das Buchinnere wurde beispielsweise mit LibreOffice gesetzt. Das Coverbild habe ich allerdings mit meiner Photoshop-Lizenz realisiert, weil mir für GIMP der Masochismus fehlt. ;)

Ja, hin und wieder sind die Bücher leicht wellig, das gibt sich aber nach ein paar Tagen.

Klaus Krüger

sagt:

Hallo,
das ist jetzt nicht nur eine frage an Stefan, sondern auch an alle anderen Autoren. Habt ihr auch am 27 August in eurem KDP Account den Warnhinweis über fehlende Steuerinformationen mit dem Hinweis bekommen, diese bis zum 10.10.2013 zu vervollständigen.
Es gib im eWriter-Forum einige interessante Beiträge dazu, denn anscheinend haben nicht alle Autoren von Amazon eine entsprechende Meldung bekommen.
http://www.ewriters.eu/forum/viewtopic.php?f=9&t=1048

Stefan Holzhauer

sagt:

Das ist streng genommen ein KDP-Thema und hat mit CreateSpace nichts zu tun. Davon abgesehen: Ja, habe ich auch heute bekommen. Ich gehe davon aus, dass man das bekommt, wenn man beim eBook im KDP-Backend auf “internationale Rechte” geklickt hat. Damit kann das eBook theoretisch auch in den USA verkauft werden und dann fallen theoretisch Steuern an.

Ich habe das mal ausgefüllt und bei Amazon angefragt, wie die Faxnummer ist, irgendwie sehe ich nicht ein, deswegen extra zur Post zu laufen. Denn das elektronisch zu übertragen, mit meiner e-Signatur fürs Finanzamt, sehe ich mal gar nicht ein.

Stefanie Scholtysek

sagt:

Hallo,

habe das Problem: Ich will mein Buch nun bei Amazon EU veröffentlichen. Bei create Space ist alles erledigt, aber ich werde noch immer nach der US-Tax number gefragt :(

Kann man das irgendwie umgehen? Könnte mir jemand helfen?

Liebe grüße

Stefanie

sagt:

Hallo,

danke für den Artikel, der mir dabei geholfen hat, meinen Ratgeber nun auch für die Veröffentlichung als Print einzureichen.
Allerdings hatte ich ein Problem bei der Formatierung, und das betrifft die Kopfzeile, die in der Vorlage vorhanden ist. Dort steht abwechselnd nach Seite “Book Title” und “Author Name”. Mit meiner Wordversion habe ich es weder geschafft, dort etwas einzutragen, noch die Zeile zu löschen. Genauer gesagt, konnte ich dort schon was eintragen, das war dann abe nur auf zwei Seien sichtbar, dann kam wieder das “Book Title” und “Author Name”.
Auf den Bildern mit der Vorschau für dein Buch sieht man, das dort schön Buchtitel und Kapitelüberschrift zu lesen sind. Hast du das selbst so eingeben und wenn ja, wie? Ich hoffe ja immer noch, dass beim endgültigen “Proofreading” an der Stelle auf wundersame Weise mein Name und der Titel meines Buches erscheint.

sagt:

Ich habe keine Vorlage verwendet, sondern selbst ein Template in OpenOffice erstellt. Man muss in der Seite eine Kopfzeile anlegen, die Kopfzeile wird dann nach dem Export in der hochzuladenden PDF-Datei vorhanden sein. “Von alleine” oder weil man auf CreateSpace irgendetwas eingibt, kommt die nicht in die Buchdatei …

Peter M.

sagt:

Sehr geehrter Herr Holzhauer, Hallo zusammen,

Erst einmal Respekt, dass Sie sich so intensiv mit den umfangreichen Fragen angehender Autoren beschäftigen. Wenn man erkennt, welche Unmenge an Schritten ein “Noob-Autor” beachten muss, stellt man irgendwie fest, dass das Schreiben eines Buches an sich noch der einfachere Teil war. Besonders die bürokratischen Hürden scheinen mal wieder die schwierigsten zu sein, aber das sind sie ja eigentlich sowieso immer.
Nun zu meinem Anliegen: Ich hätte eine Frage zu einem Thema, das bislang auf dieser Seite kaum besprochen wurde, nämlich Werbung. Was bringt es mir, wenn ich im Freundeskreis sagen kann: “Mein Buch gibt’s bei Amazon zu kaufen.”, wenn es niemand kennt? Wenn ein Buch wirklich gut ist, spricht sich das dann tatsächlich schnell genug herum, oder muss ich jede Internetseite, die es gibt, mit Eigenwerbung vollspammen, nur um am Ende zwei Leser mehr zu bekommen? Ich stelle es mir einfach enorm schwer vor, in der Flut an Seiten aus der Masse herauszustechen. Ein “echter” Verlag wird -im eigenen Interesse- Werbung für seine Bücher machen, denn er ist auf deren Verkauf ja angewiesen, aber wie sieht es bei Indipendent-Autor aus?
Wie haben Sie das gemacht? (Frage ergeht an alle.)

sagt:

Dass ein Verlag Werbung für einen unbekannten Autor macht, ist eine irrige Annahme. Das mag vielleicht bei motivierten Kleinverlagen zutreffen, Publikumsverlage konzentrieren ihre Werebung auf die Produkte, die sich sicher verkaufen werden. Ich habe bisher von allen Autoren mit denen ich sprach, die “weniger” bekannt sind und bei einem Publikumsverlag veröffentlichen konnten, die Rückmeldung erhalten, dass man sich auch da um die Werbung im Großen und Ganzen selbst kümmern muss. Insofern unterscheidet man sich in der Hinsicht nicht zu sehr vom Selfpublisher.

Im Prinzip bleibt einemm nur der übliche Weg: Vernetzung und Trommeln. Auf Webseiten, in den sozialen Medien, auf (auch selbst organisierten) Lesungen, durch das Versenden von Rezensionsexemplaren und was der Wege mehr sind. Dabei muss man natürlich darauf achten, es nicht zu übertreiben. Wenn man die potentielle Zielgruppe beispielsweise auf Facebook ständig mit irrelevanten Nerv-Posts zuspammt, sollte man sich nicht wundern, wenn man geblockt wird – auch von potentiellen Multiplikatoren. Was ich schon an nervigen Autoren weggeblockt habe, die mir im Stundentakt ihre Vampir-Schmonzetten andienen wollten …

Wer nur schreiben, sich aber keinesfalls um Werbung kümmern möchte, sollte sich überlegen, ob er eine Werbeagentur beauftragt. Bei den meisten Indie-Autoren dürfte das allerdings aufgrund der zu erwartenden Einkünfte kein gangbarer Weg sein.

Ja, Sichtbarkeit ist ein Problem, insbesondere auch deswegen, weil via KDP oder CreateSpace jeder Analphabet und sein Hund etwas veröffentlichen kann. Das sehe ich erstmal als positiv an, analog zur Situation im WWW. Wir haben bei Buchveröffentlichungen allerdings bislang anders als im Web noch keine Suchmaschinen, die auch grundlegende Aussagen zur Qualität eines Artikels machen können. Da Grammatik und Orthografie aber festen Regeln unterliegen, gehe ich davon aus, dass Google und Amazon schon Suchmaschinen in der Hinterhand haben, die Prosa in ihrer rein syntaktischen Qualität beurteilen können. Die könnte man als einen weiteren Faktor bei der Suche nach lesbaren Indie-Büchern einbeziehen.

Was wir alle den Lesern anerziehen müssen: nur weil sie mal über einen miserablen Selfpublisher gestolpert sind, heißt das noch lange nicht, dass der Rest auch Mist ist. Wäre dem so, wären die obersten Positionen in der eBook-Top-10 auf Amazon nicht hauptsächlich von Indie-Autoren besetzt.

Nicole Simon

sagt:

Kleiner Hinweis: ich selber und nicht wenige Leute die ich kenne nutzen unseren Kindle via amazon.com fuer die generell bessere Auswahl und Preise.

Es macht also durchaus Sinn, auch via US zu verkaufen.

Taxinfo ist m.W. nur relevant wenn Du nicht automatisch 30 Prozent abgeben willst an die IRS – einfach erst mal freischalten und wenn das relevant wird kann man immer noch agieren. ;)

sagt:

Es geht im Artikel allerdings um CreateSpace, also Printbücher, und nicht um Kindle eBooks.

Die Aussage zur Taxinfo ist falsch. Amazon fordert sie inzwischen zwingend an, wenn man in den USA verkaufen möchte.

Ilona

sagt:

Lieber Stefan,
für Dich ist dieser Bericht schon lange Vergangenheit, für mich war es heute ein High-light und eine Bestätigung, dass ich gestern mit meiner Entscheidung, CreateSpace zu nutzen, auf dem richtigen Weg bin. Vielen Dank! Ich bin noch ganz am Anfang, aber Dein Bericht hat mir Mut gemacht.

Johanne Joan-Küpfer

sagt:

Lieber Stefan,
danke für deine rasche Antwort, aber es scheint mir, dass ich die Frage falsch gestellt habe. Die Auflösung ist auf 300 eingestellt worden und dennoch bringt Createspace die Fehlmeldung, dass die Bilder zum Teil 100 haben. Kannst du mir da weiterhelfen? Oder mir eine Stelle bekannt geben, wo ich Hilfe bekommen kann?
DAnke!
LG
Jo

sagt:

Die ursprünglich per Email gestellte Frage war:

deine Anleitung für die Buchveröffentlichung über Createspace ist sehr hilfreich.
Ich lade gerade die interior Datei hoch und habe da ein Problem, dem ich nicht Herr werde:
Die Fehlermeldung, dass bei den Bildern die Pixelzahl unter 300 aufweist kommt auch dann, wenn die Pixelzahl über 300 eingestellt ist.
Hatest du dieses Problem schon?
Weißt du evtl. voran es liegen kann?
Ich danke dir im Voraus für deine Hilfe!

Und meine Antwort lautete:

es geht nicht um die Pixelzahl, sondern um die Auflösung, die mindestens höher als 150 dpi sein muss, optimalerweise 300 dpi. Das hat mit der Pixelauflösung nur am Rande zu tun, die ist vom Bildformat abhängig.

(Ich gebe das hier nochmal wieder. Bitte fragen nicht per Email stellen, sondern hier als Kommentar, so haben alle was davon)

Zur Frage: Auf 300 was “eingestellt”? Pixel oder dpi?

Johanne Joan-Küpfer

sagt:

Lieber Stefan,
leider habe ich noch eine Frage an dich:

Ich bin jetzt soweit, dass beim “interior” keine Fehlmeldungen mehr kommen. Mir ist aber einen ziemlich großen oberen Rand aufgefallen. Gehört sich das so?
Danke für deine Hilfe
LG
Johanne

sagt:

Ich kann diese Frage nicht beantworten, da Du keinerlei weitere Informationen lieferst. Wenn Dein PDF korrekt formatiert ist, muss die Vorschau genauso aussehen, wie das PDF.

sagt:

Claudia Eckmann fragt:

Hallo Stefan,
ich habe gerade Deinen Bericht über das Veröffentlichen bei CreateSpace gelesen. Nun habe ich das “Problem”, dass ich mein Buch gerne zusätzlich über einen anderen Verlag verkaufen möchte, dieser mir nun aber mitgeteilt hat, dass Bücher, die über CreateSpace bei Amazon veröffentlicht wurden, nicht in das Verkaufsprogramm anderer Verlage aufgenommen werden können. Ist das richtig?
Liebe Grüße

Meine Antwort: Das ist so falsch. Ein Buch das von einem Verlag verkauft wird, kann selbstverständlich auch bei einem anderen angeboten werden. Beispiel: Die “Sonderausgaben” bei Weltbild. Wenn der Verlag das so formuliert hat, ist es in dieser Form falsch und lediglich eine Schutzbehauptung und die Verschleierung der Tatsache, dass nur dieser Verlag das nicht möchte. Allgemein gilt das aber nicht. Das Buch wird neu gesetzt, bekommt eine andere ISBN und ist damit eine andere Ausgabe, das ist völlig problemlos möglich, wenn der Verlag das will. Oft wollen die aber einfach nicht.

Brigitte

sagt:

Betrug bei Amazon oder CreateSpace?????

Hallo,

ich habe mein Buch über CreateSpace veröffentlicht. Alle Hürden gingen ganz gut zu überwinden. Hat alles gut geklappt, Buch kann bestellt werden und wurde auch schon bestellt.

Nun fand ich aber heraus, dass nicht alle bei Amazon bestellten Bücher auch bei CreateSpace als Verkauf auf der Verkaufsliste auftauchen.

Habe ich entdeckt, da ich Exemplare, die ich selbst verkaufe, auch bei Amazon bestelle. Geht schneller, sollte meine Bestseller-Liste fördern und ich kann dadurch einer gemeinnützigen Einrichtung noch Spenden über das Portal “bildungsspender.de” zukommen lassen.

In diesem Fall geht es um eine Bestellung über 15 Bücher!!!!!!!

Habe daraufhin bei Amazon angefragt, ob ich eine Liste über die bisher verkauften Exemplare bekommen könnte, damit ich diese mit den Zahlen von CreateSpace vergleichen kann. Ich muss ja nun davon ausgehen, dass das öfters passiert:

Antwort von Amazon:
Guten Tag,

wie telefonisch abgesprochen, schreibe ich Ihnen noch einmal und danke Ihnen für Ihre offenen Worte. Selbstverständlich kann ich Ihre Verärgerung nachvollziehen, der Autorenservice hat jedoch keinen Einblick in die Verkaufszahlen des eigenen Unternehmens, noch in die Verkaufszahlen fremder Unternehmen.

Auch wenn CreateSpace ein Tochterunternehmen von Amazon.com ist, handelt es sich hierbei um voneinander unabhängig operierende Unternehmen. Somit werden Anfragen, die sich auf Dienstleistungen von CreateSpace beziehen, direkt von CreateSpace bearbeitet und Amazon.de hat keinen Zugriff auf deren Datenbanken.

Ich wünsche eine angenehme Woche!

Meine Anfrage bei CreateSpace wurde wie folgt beantwortet:
Hello Brigitte,

Thank you for contacting CreateSpace.

Anything that you order on Amazon.com will not show up in your CreateSpace account. Only the orders that you place within your CreateSpace account will show up there.

We’re unable to access information regarding Amazon.com accounts or order concerns, such as order status, refunds, replacements, or order defects. However, you may contact Amazon.com Customer Service 24-hours a day, seven days a week by clicking “Contact Us” from any Amazon.com Help page (www.amazon.com/help).

It was my pleasure to assist you. Have a wonderful day.

Best regards,

Ebony
CreateSpace Member Services

Fakt: Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts. Ich bekomme von keinem der Beiden eine richtige Antwort!!

Das riecht für mich nach Betrug!!!!!!!

Empfehlung: Bestellt ab und zu Eure Bücher über Amazon und schaut, ob diese auch bei CreateSpace dann als Verkauf erscheinen.

Liebe Grüße

Brigitte

sagt:

Hier fehlen grundlegende Informationen, beispielsweise wie lange die Käufe zurückliegen. Verkäufe tauchen teilweise erst mit deutlicher Verspätung in den Verkaufsanzeigen auf CreateSpace auf. Grund dafür ist unter anderem, dass abgewartet wird, ob es Rückgaben gemäß dem Widerrufsrecht gibt.

Wenn es konkrete Beweise geben sollte, würde ich vorschlagen, eine Betrugsanzeige gegen Amazon zu erstatten und dann hier zu dokumentieren, was dabei heraus gekommen ist. Ohne konkrete Beweise sollte man mit Betrugsunterstellungen äußerst vorsichtig sein. Egal mit wievielen Ausrufezeichen.

sagt:

Ich hatte mal einen ähnlichen Fall, der dann von CreateSpace aufgeklärt wurde!
Ich kann Dir – Brigitte – folgende Vorgehensweise empfehlen:
In jedem über Amazon bzw. CreateSpace gekauften Buch ist auf der letzten Seite eine EAN und darunter ein Produktionscode. Notiere alle diese Codes von den 15 Büchern und melde diese an CreateSpace mit der Bitte um Aufklärung, warum diese nicht in der Tantiemenabrechnung erscheinen. Dies löst zwar nicht das Problem, wenn andere Verkäufe nicht erscheinen (da man diese ja nicht kennt), sollte aber trotzdem Aufklärung in den Fall bringen.

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