STAR TREK DISCOVERY S01E04: THE BUTCHER’S KNIFE CARES NOT FOR THE LAMB’S CRY

Enthält Spoil­er

Wenn nach den vor­ange­gan­genen Episo­den von STAR TREK DISCOVERY noch jemand einen Beweis gebraucht hätte, dass das nicht das STAR TREK ist, das wir ken­nen, bekommt er ihn jet­zt. Für mich war STAR TREK immer eine pos­i­tive Zukun­ftsvi­sion. Was wir hier präsen­tiert bekom­men, ist trotz einzel­ner Kon­tra­punk­te durch Charak­tere etwas ganz anderes. Und lei­der macht Episode vier für mich den dur­chaus pos­i­tiv­en Ein­druck von Folge drei nach­drück­lich zunichte.

Und das nicht nur durch die Dystopie, die man später in der Staffel noch auflösen kön­nte, son­dern auch durch die zahllosen dum­men und und zudem völ­lig über­flüs­si­gen Plotlöch­er.

An erster Stelle komme ich nochmal auf die neu design­ten Klin­go­nen zu sprechen, von denen wir in dieser Folge wieder ein wenig mehr zu sehen bekom­men, und die erneut kom­plett unter­titelt wer­den. Damit kann ich gut leben, trotz der merk­würdi­gen Aussprache. Doch im Gegen­satz zum Piloten haben wir hier län­gere Shots auf die Gesichter und da zeigt sich das Prob­lem mit den Masken noch deut­lich­er als in den ersten bei­den Fol­gen, wo wenig­stens die Action von den Defiziten ablenk­te.
Das Prob­lem: Zum einen sind die Masken tech­nisch wirk­lich schlecht gemacht, ins­beson­dere der desig­nierte Nach­fol­ger T’Kuvmas (er heißt wohl Ujil­li, ich bin trotz Kon­sul­ta­tion von IMDB unsich­er) ist oft im Bild und man sieht deut­lich die bemalt wirk­ende Latex­maske. Das habe ich vor Jahrzehn­ten im Fernse­hen und auch in STAR TREK bere­its erhe­blich bess­er gese­hen. Ist ihnen das Geld mit­ten­drin aus­ge­gan­gen? Haben sie bei den Klin­go­nen zu viel gewollt?
Das andere Prob­lem: durch die über­bor­dende (und auch noch tech­nisch schlecht gemachte) Pros­thetik haben die Schaus­piel­er kaum eine Möglichkeit – nun – zu schaus­piel­ern. Um in ein­er der­art aus­laden­den, dick­en Voll­maske, noch zudem in ein­er, die kaum Mimik ermöglicht, Stim­mungen und Emo­tio­nen zu trans­portieren, braucht es wirk­lich gute Schaus­piel­er, die durch ihre gesamte Kör­per­sprache und auch noch durch Stimme »um die Latexschicht­en herum spie­len« kön­nen. Dem Charak­ter trotz der Ein­schränkun­gen durch die Maske Charis­ma, Würde, Glaub­würdigkeit oder gar Sym­pa­thie zu ver­lei­hen. Aber das geht lei­der grundle­gend schief, denn zum einen sind die vie­len Schicht­en Gum­mi zu dick, um irgend etwas nachvol­lziehbar mit Mimik auszu­drück­en, zum zweit­en behin­dern sie erhe­blich beim Sprechen und zum drit­ten reichen wenig­stens bei Ujil­li die Fähigkeit­en des Schaus­piel­ers ein­fach nicht aus – mehr als grim­mig schie­len ist da nicht drin.

Ich kann mich nur wieder­holen: Die »neuen« Klin­go­nen gefall­en mir über­haupt nicht, sie machen im Serienkon­text keinen Sinn, und zudem haben sich die Mach­er mit den über­flüs­sig aus­laden­den Masken selb­st gle­ich mehrere Beine gestellt. Und dank Konzep­tion und Umset­zung ist es zumin­d­est für mich auch kaum bis schw­er möglich, irgendwelche Sym­pa­thien für die Kartof­felköpfe zu entwick­eln. Aber das war eben auch immer ein zen­traler Punkt bei STAR TREK: Den ver­meintlichen Geg­n­er zu ver­ste­hen, seine Beweg­gründe zu akzep­tieren. Oder ihn wenig­stens abgrundtief zu has­sen. Die überze­ich­neten Klin­go­nen sind eher unglaub­würdi­ge Witz­fig­uren. Lei­der. Und ich bin defin­i­tiv der Ansicht, dass das alles mit men­schenähn­licheren, nachvol­lziehbar­eren und glaub­würdi­geren Klin­go­nen mit Mimik sog­ar deut­lich bess­er funk­tion­iert hätte.

Zur Hand­lung:

Weit­er geht es mit dem unmöglichen Unwahrschein­lichkeit­strieb­w­erk der USS DISCOVERY, und der muss dann auch gle­ich zum ersten Mal pro­duk­tiv einge­set­zt wer­den. Natür­lich ohne echt­en Test und im vollen Wis­sen darüber, was der USS GLENN in Folge 3 passiert ist. Aber wenn eine Kolonie, die 40% des Dilithi­ums der Föder­a­tion fördert, von den Klin­go­nen ange­grif­f­en wird, dann muss man natür­lich helfen. Denn die Block­ade­schiffe, die die bewacht­en, sind zer­stört wor­den.

An der Stelle fragte ich mich zum ersten Mal, ob in der Ster­nen­flotte oder bei der Föder­a­tion nur Per­so­n­en das Sagen haben, die den IQ eines Trib­bles besitzen. Und da tue ich dem Trib­ble ver­mut­lich noch unrecht. Da gibt es also eine Berg­baukolonie, die sagen­hafte 40% des von der Föder­a­tion benötigten Dilithi­ums fördert, und in deren Nähe gibt es wed­er eine Ster­nen­ba­sis, noch eine Wach­flotte, son­dern nur ein paar poplige Block­ade­schiffe, die von drei Birds Of Prey wegge­blastert wer­den kön­nen? Und das auch noch während eines Kriegs mit den … äh … Klin­go­nen?

No fuck­ing way!

Ich habe in den diversen Inkar­na­tio­nen von STAR TREK-Serien ja schon eine Menge Plotlöch­er gese­hen (in den Fil­men sowieso), aber das toppt so ziem­lich alles. Eine der, wenn nicht die wichtig­ste Ressource – und die lässt  man ungeschützt, und schickt ein Exper­i­men­talschiff, von dem nicht mal klar ist, ob es über­haupt funk­tion­iert? Dass die mir das so verkaufen wollen ist entwed­er dumm oder kack­endreist. Die haben einen Haufen von kreativ­en Köpfen im Team und einen ganzen »Author’s Room«, der keinen anderen Job hat, als sich die Plots auszu­denken und Episo­den daraus zu schreiben. Darunter STAR TREK-Vet­er­a­nen und selb­ster­nan­nte Fans Und dann lassen die sich einen der­art plat­ten Grund ein­fall­en, warum man das Sporen­trieb­w­erk trotz aller Gefahren ein­set­zen muss?

No fuck­ing way!

Und wo wir ger­ade bei Dummheit sind: All­ge­mein scheint es mit der Intel­li­genz von Ster­nen­flot­tenof­fizieren nicht weit her zu sein. Wie wir nach der let­zten Folge wis­sen, hat Cap­tain Lor­ca das Biest von der GLENN in eine Sicher­heit­szelle auf der DISCOVERY bea­men lassen. Dass damit noch was passieren würde war klar, dass das so schnell geht, damit hat­te ich nicht gerech­net. Erst war ich pos­i­tiv über­rascht, dass Burn­ham sich ver­hält, wie man es von STAR TREK-Serien erwartet, und sich Gedanken darüber macht, ob das Vieh tat­säch­lich so aggres­siv ist, oder ob man von falschen Voraus­set­zun­gen aus­ge­ht. Die Art und Weise, wie sie ihre These dann mit Hil­fe von Saru »über­prüft« ist allerd­ings so dümm­lich kon­stru­iert, dass es beina­he weh tut.

Und dann ben­immt sich Sicher­heitschefin Com­man­der Landry als hätte sie ein Six­pack Romu­laner­bräu intus. Mit erwart­baren Ergeb­nis­sen. Das ärg­ert gle­ich in mehrfach­er Hin­sicht. Zum einen erschien die bish­er als kom­pe­tente Offizierin und man fragt sich, warum sie so der­maßen daneben greift. Nur wegen Lor­cas Befehl? Schw­er vorstell­bar. Zum anderen macht ihr Aktion und das daraus fol­gende Geschehen so ü-ber-haupt keinen Sinn. Wed­er im Kon­text der Befehle von Cap­tain Lor­ca, noch im Kon­text der aktuellen Szene. Wir ler­nen dann zwar dadurch die Kranken­sta­tion ken­nen, aber das hil­ft auch nie­man­dem mehr.

Das ist alles so sinn­los. Wie kom­men Drehbuchau­toren auf so ein schmales, unl­o­gis­ches Brett? Das kann doch alles gar nicht wahr sein.

Kom­men wir nochmal zum unwahrschein­lichen Unmöglichkeit­santrieb. Beim let­zten Mal forschte man so so vor sich hin, jet­zt soll das Ding ratz­fatz funk­tion­ieren, weil man eben die unbeschützte 40%-allen-Dilithiums-der-Föderation-Kolonie ret­ten muss. Der Chef, äh Cap­tain, will das so. Das geht, wie man erwarten darf, schief. Und die Lösung des Prob­lems, das Sporen­trieb­w­erk in Gang zu bekom­men, ist so hanebüchen wie verko­rkst: Das gefährliche Vieh aus Folge drei dient qua­si als Steuer­com­put­er. Das bekommt Burn­ham am Rand der Hand­lung mit ein paar Leck­er­lies und der Hil­fe von Sarus Nack­en­ten­takeln (ern­sthaft?) her­aus. Dann schließt man das Biest an den Antrieb an und sofort erscheint wie von Wun­der­hand eine Karte aller bekan­nten Ster­nen­sys­teme. Wie bitte? Ich kann mir ja dur­chaus Szenar­ien vorstellen, warum das funk­tion­ieren kann, aber früher erhielt ich bei STAR TREK wenig­stens eine getech­nob­a­bbeltes Pseu­do-Erk­lärung, warum das jet­zt so mirnixdirnix klappt. Hier? Gar nix, das wird dem Zuschauer ein­fach so als Prob­lem­lö­sung á la »deus ex machi­na« vorge­wor­fen, die man fressen und damit zufrieden sein muss. Dann wer­den schnell ein paar Klin­go­nen-Bord Of Preys wegge­ballert, die sog­ar ent­fer­nt wie Bird- Of Preys ausse­hen.

No fuck­ing way!

Gab es auch gute Seit­en an der Episode? Ich tue mich schw­er.

Meu­terin Burn­ham zeigt, wie sich Ster­nen­flot­tenof­fiziere ver­hal­ten soll­ten. Sporen­domp­teur Stamets (der in Episode drei noch eher far­b­los daher kam), bekommt drin­gend notwendi­ges Pro­fil, und das tut dem Charak­ter gut. Bei Cap­tain Lor­ca wird weit­er etabliert, dass er ein Mann ist, der über Leichen geht, um sein Ziel zu erre­ichen: Den Krieg mit den Klin­go­nen für die Föder­a­tion zu entschei­den – und dabei ohne Rück­sicht auf Ver­luste vorzuge­hen. Den­noch find­et in dieser Episode die Charak­ter­en­twick­lung nur ganz am Rande statt – der Fokus liegt auf dem stel­len­weise hanebüch­enen Plot (weil der von unglaub­würdi­gen Voraus­set­zun­gen aus­ge­ht), dem Voran­brin­gen des Spore-Dri­ve-Plots durch merk­würdi­ge Hand­lungse­le­mente und den lei­der immer pein­licheren Klin­go­nen.

Ich bleibe äußerst unzufrieden zurück. Der durchwach­sene Pilot, dann eine trotz aller Düster­n­is sehenswerte Folge drei (mit inter­es­san­ten Ansätzen) und in Folge vier der beina­he kom­plette Absturz in Dystopie und hanebüch­ene Plotlöch­er, durch die man mit einem Plan­eten fliegen kön­nte. Und die zudem noch völ­lig über­flüs­sig sind und die man mit ein wenig mehr Arbeit prob­lem­los hätte umge­hen kön­nen. Und das ärg­ert mich ver­mut­lich am meis­ten: Sowohl das mit der Dilithi­um-Mine als auch das mit Com­man­der Landry hätte man so leicht viel bess­er und vor allem viel logis­ch­er präsen­tieren kön­nen. Wofür bekommt das Rudel aus Plothei­nis eigentlich ihr Geld?

Ich bin unsich­er, ob STAR TREK DISCOVERY aus diesem Loch wieder her­auskom­men kann. Wenn das zu dem STAR TREK hin­führen soll, das wir ken­nen und lieben (wie es die Mach­er kol­portieren), wer­den sie sich eine Menge Mühe geben müssen. Ich werde bericht­en.

p.s. und [Update]: Das hat­te ich völ­lig vergessen: Und welch­er Schwach­mat hat sich die neuen klin­go­nis­chen Diät­pläne aus­gedacht? Seri­ous­ly?

Pro­mo­fo­tos Copy­right CBS/Netflix

Stefan Holzhauer

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

8 Kommentare for “STAR TREK DISCOVERY S01E04: THE BUTCHER’S KNIFE CARES NOT FOR THE LAMB’S CRY”

Flüsterer

sagt:

Ich kön­nte diese „Rezen­sion“ wohl für zuver­läs­siger und objek­tiv­er hal­ten, wenn sie nicht offen­sichtlich in so einem hoch-emo­tionalen Zus­tand ver­fasst wor­den wäre.

Stefan Holzhauer

Stefan Holzhauer

sagt:

Wo kauf­st Du Deine Kristal­lkugeln, dass Du meinen emo­tionalen Zus­tand beim Ver­fassen von Besprechun­gen ermessen kannst?

Hast Du konkrete inhaltliche Anmerkun­gen oder willst Du nur trollen?

Und warum soll­ten Besprechun­gen objek­tiv sein müssen?

Flüsterer

sagt:

Das macht deine Wort­wahl und die über­mäßige Ver­wen­dung von Aus­rufeze­ichen, dafür braucht man keine Kristal­lkugeln.
Aber wenn du dir inhaltliche Anmerkun­gen wün­schst: Deine Klin­go­nenkri­tik finde ich wider­sprüch­lich und nicht nachvol­lziehbar.
In ein­er früheren Rezen­sion lobtest du die neue Optik in Dis­cov­ery (abge­se­hen von dein­er Aver­sion gegen Lens­flares) und sahst darin kein echt­es Prob­lem für die Kon­ti­nu­ität zu früheren Star Trek-Serien. Nur die Klin­go­nen, die hättest du dir dann doch bitte so gewün­scht, wie sie seit ST I waren. Dabei hat es Anpas­sun­gen im Design auch früher schon gegeben und nicht nur bei den Klin­go­nen. Als auf­fäl­lig­ste Verän­derung im Ausse­hen von Außerirdis­chen bei Star Trek fällt mir ger­ade das der Trill von TNG zu DS9 ein. Wie erk­lärt sich das im Kanon? Über­haupt nicht.
Oder woher haben die Romu­lan­er zwis­chen dem 23. und 24. Jahrhun­dert eigentlich ihre v-för­mi­gen Stir­nuneben­heit­en her­bekom­men?
Wenn man mal die Über­legung ein­bezieht, dass viele ältere Designs in Star Trek auch durch das begren­zte Bud­get bed­ingt sind, und aktuell Fernsehse­rien eine ganz andere Qual­ität besitzen als noch in den 90ern, stellt sich mir die Frage: Wieso sollen die Möglichkeit­en nicht genutzt wer­den, wenn sie da sind?
Das neue Klin­go­nen­de­sign ist für den langjähri­gen Trekkie sich­er erst ein­mal gewöh­nungs­bedürftig, aber mit­tler­weile halte ich diese Inter­pre­ta­tion dieses Inbe­griffs der Kriegerrasse bei Star Trek für ziem­lich gelun­gen. Sie erscheint mir sog­ar plau­si­bler, als frühere Vari­anten. Da brauche ich dann auch keine men­schlichen Gesicht­saus­drücke, wenn ich ja weiß, dass ich es nicht mit Men­schen zu tun habe.
Was Lor­ca ange­ht, so erfüllt er wohl nie­man­des Vorstel­lung des per­fek­ten Ster­nen­flot­ten­cap­tains, aber es kann auch nicht jed­er Picard sein. Auch Sisko hat frag­würdi­ge Entschei­dun­gen getrof­fen und war ein ganz anderes Kaliber als der Cap­tain der Enter­prise. Den­noch halte ich DS9 ger­ade deshalb für eine der besten Trek-Serien, weil ihr u.a. durch einen solchen Charak­ter mehr Tiefe ver­liehen wurde.
Wer weiß, was die Zukun­ft noch für Lor­ca bere­i­thält, oder was uns noch über seine Ver­gan­gen­heit offen­bart wer­den wird? Die Serie nach der vierten Episode so abzu­urteilen ist ihr gegenüber alles andere als fair. Das tut man nur, wenn sie einen in einen hoch-emo­tionalen Zus­tand ver­set­zt.
Und mein­er Mei­n­ung nach ist alles, was man in diesem Zus­tand von sich gibt, näher am Trollen, als mein Kom­men­tar.

Stefan Holzhauer

Stefan Holzhauer

sagt:

Du gib­st allerd­ings auch nur Deine sub­jek­tive Mei­n­ung wieder, ohne dass irgend­was von meinen aus­führlichen Betra­ch­tun­gen beispiel­sweise zu den Klin­go­nen inhaltlich wider­legt wird. Gegen sub­tile Verän­derun­gen ist auch nichts einzuwen­den (das gabs nicht nur bei den Trill, son­dern beispiel­sweise auch bei den Fer­en­gi und ander­swo) – wo das Prob­lem mit den neuen Klin­go­nen liegt, habe ich aus­führlich erläutert. Ich habe auch nicht von »men­schlichen Gesicht­saus­drück­en« gesprochen, son­dern von Mimik.

Was Du in Dein­er Argu­men­ta­tion kom­plett außen vor lässt, sind meine Haup­tkri­tikpunk­te in Sachen gigan­tis­ch­er Plotlöch­er. Stattdessen hängst Du Dich an der Klin­go­nen-The­matik auf.

Anson­sten hast Du offen­bar meine weit­eren Besprechun­gen zu ST:D nicht zur Ken­nt­nis genom­men. Ich habe keineswegs »die Serie« abgeurteilt, son­dern auss­chließlich die Episode. Wie Du also darauf kommst, ich würde das tun, ist mir völ­lig schleier­haft, ins­beson­dere, da Du ja die bish­eri­gen Besprechun­gen offen­bar gele­sen hast. Deswe­gen erscheint mir Deine Argu­men­ta­tion in diesem Punkt als nicht strin­gent.

Anson­sten empfehle ich ich Dir, mal nach dem Unter­schied zwis­chen harsch­er, pointiert­er Kri­tik und »Trollen« zu suchen. Google kann Dir da sich­er weit­er helfen. Ich habe hier auf mein­er Seite schon immer, wenn es notwendig ist, auch deut­liche Kri­tik geübt. Wenn Dir das oder der Stil nicht passt, oder Du der Serie kri­tik­frei gegenüber­ste­hen möcht­est, ste­ht es Dir völ­lig frei, es ein­fach nicht zu lesen.

Flüsterer

sagt:

Das Urteil zur ganzen Serie kann in der Auflis­tung deines Ein­drucks aller bish­eri­gen Episo­den erkan­nt wer­den, wenn du mehr oder weniger zu ver­ste­hen gib­st, dass nach einem lauen Auf­takt, ein­er drit­ten Folge mit Poten­tial und der nun jüngst erfol­gten Ent­täuschung eigentlich kaum noch Ret­tung beste­ht. Was anderes soll ich als Schluss daraus ziehen?
Es ist richtig, dass ich deine Kri­tik an den Plotlöch­ern nicht kom­men­tiert habe, denn inhaltlich gebe ich dir nach Lek­türe dein­er Rezen­sion dur­chaus recht. Wie du richtig ver­mutest, ist es der Stil, der mir nicht zuge­sagt hat.
Warum soll der Stil aber kein Argu­men­ta­tion­s­the­ma sein?
Was du harsch und pointiert nan­ntest, erschien mir polemisch und bisweilen aggres­siv. Vielle­icht sagt mir so ein Stil generell nicht zu und ent­ge­gen dein­er Auf­fas­sung finde ich ihn auch bei kein­er Gele­gen­heit notwendig.
Aber ich glaube, es war ein Fehler, sich über­haupt zu Wort zu melden. Ich bitte um Entschuldigung, wenn du meinen Kom­men­tar als per­sön­lichen Angriff wahrgenom­men hast. So war er nicht gemeint. Vielle­icht als harsche Kri­tik ;), mit der Fragestel­lung, wem dieser Stil eigentlich nützt. Gle­ichzeit­ig bedau­re ich, dass ich dabei nur Ablehnung erzeu­gen kon­nte.

Stefan Holzhauer

Stefan Holzhauer

sagt:

Ich habe keinen Ein­fluss darauf, was Du in meinen Worten zu erken­nen meinst oder hinein­in­ter­pretierst.

Wenn Du die Diskus­sion gle­ich mal mit ein­er Verunglimp­fung beginnst, sollte es Dich nicht wun­dern, wenn die Antwort entsprechend aus­fällt.

Heiko

sagt:

Ich breche ein­fach mal eine Lanze für die neue Star Trek Serie.

Ich hat­te viel Spaß beim Guck­en. Es war für mich sehr sehr erfrischend, dass nicht wieder die alte 08/15 Star Trek Serien Formel aus­gepackt wurde (»Es ist alles gut, wir sind alle Fre­unde und Sta­tus Quo«). Endlich kommt man mit der eigentlich vernün­ftig vor­bildlichen Ster­nen­flot­ten­strate­gie nicht weit­er son­dern erhält ordentlich Kon­tra.

Bei allen Fehler, die die Serie im Moment noch hat, ich genieße jeden Augen­blick, die eine Abkehr von alten Gewohn­heit­en darstellt. Das kann natür­lich für den einen pos­i­tiv aber für den anderen auch neg­a­tiv sein. Aber bei­de Mei­n­un­gen sind berechtigt, man kann und soll es ja auch nicht allen recht machen.

Aber Danke für deine Rezen­sion, über einige Punk­te habe ich beim Guck­en gar nicht wirk­lich nachgedacht (z.B. wie man seine wichtig­ste Treib­stoff-Fab­rik so unbe­wacht lassen kann). Stimmt alles natür­lich, aber sei es drum: Jede Star Trek Serie hat­te am Anfang so seine Prob­leme. Warum sollte das bei dieser anders sein :)

Stefan Holzhauer

Stefan Holzhauer

sagt:

Wir haben allerd­ings nicht mehr die 80er oder 90er, in denen das gang und gäbe war. Da sitzt ern­sthaft ein erfahrenes, ange­blich hochkom­pe­tentes Autorenteam – und die ver­brechen der­ar­tige Fehler? Sollte heutzu­tage eigentlich nicht mehr passieren.

(zumal stel­len­weise zu merken ist, dass sie ein­fach nur den ein­fachen, unl­o­gis­chen Weg gegan­gen sind – offen­bar aus Bequem­lichkeit …)

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