Neu bei O´Reilly: STEAMPUNK KURZ & GEEK

»Was ist ei­gent­li­ch die­ses Steam­punk?« – das ist eine Fra­ge, die sich be­stimmt vie­le Le­ser schon ein­mal ge­stellt ha­ben. Oder die In­si­dern der Ma­te­rie ge­stellt wor­den ist und die man dann nicht so  ohne Wei­te­res be­ant­wor­ten konn­te. Er­schwe­rend kommt hin­zu, dass das Gen­re nicht scharf um­ris­sen ist, wie es sich ins­be­son­de­re Mar­ke­ting-Fuz­zies im­mer ger­ne wün­schen – und wie man es bei di­ver­sen an­de­ren Spiel­ar­ten der Phan­tas­tik ge­wöhnt ist.

Doch Hil­fe und Aus­we­ge aus die­sem Di­lem­ma sind nah. Der Ver­lag O’Reilly bringt eine Buch­rei­he na­mens »Kurz & Geek« her­aus, in der ver­schie­den­s­te The­men in (mehr oder we­ni­ger) kom­pri­mier­ter Form be­han­delt wer­den. Die neu­es­te Aus­ga­be wid­met sich dem Steam­punk.

Als Au­to­ren konn­ten Alex Jahn­ke, Be­trei­ber des Clock­wor­ker, und Mar­cus Rauch­fuß von Dai­ly Steam­punk ge­won­nen wer­den.

Klap­pen­text:

Steam­punk ist ein Li­te­ra­tur-Gen­re, das eine Welt be­schreibt, in der Stil und Le­bens­art der vik­to­ria­ni­schen Zeit vor­herr­schen, sich die Tech­no­lo­gie je­doch wei­ter­ent­wi­ckelt hat. Es han­delt sich auch um eine Bast­ler- und Do-It-Your­self-Kul­tur, die mo­der­ne tech­ni­sche Ge­gen­stän­de dem De­si­gn des 19. Jahr­hun­derts ent­spre­chend mo­di­fi­ziert. Hin­ter dem Be­griff ver­birgt sich au­ßer­dem eine Mode, die his­to­ri­sche Klei­dung mit mo­der­nen Ele­men­ten und Pun­k­ele­men­ten durch­bricht. Steam­punk wird nicht nur im Le­der­ses­sel kon­su­miert, son­dern ak­tiv in Rol­len­spiel­t­ref­fen, Kon­gres­sen und Bast­ler­tref­fen ge­lebt.

Steam­punk ist Teil ei­ner Geek-Kul­tur und wirkt – be­son­ders in vi­su­el­ler Hin­sicht — prä­gend auf die­se Sub­kul­tur.

Steam­punk kurz & geek stellt die zahl­rei­chen Fa­cet­ten vor, die die­ses Gen­re her­vor­ge­bracht hat. Die Au­to­ren, die die po­pu­lä­ren Steam­punk-Web­sei­ten clockworker.de und daily-steampunk.com be­trei­ben, er­lau­ben dem ge­neig­ten Le­ser ei­nen au­then­ti­schen Ein­bli­ck in das Le­bens­ge­fühl der Steam­pun­ker.

Be­reits früh im Buch wird man schlau­er­wei­se mit der Tat­sa­che kon­fron­tiert, dass das mit der De­fi­ni­ti­on des Steam­punk nicht so ganz ein­fach ist. Dass es kein „Steam­punk-Bo­son“ gibt, wel­ches eine Ein­ord­nung mal eben ganz ein­fach ma­chen wür­de, und dass das Gen­re sich aus di­ver­sen Grün­den eng um­ris­se­nen Gren­zen schlicht­weg ent­zieht. Doch auch wenn das Gan­ze eben nicht so ein­fach ist, wie es sich der un­be­darf­te Le­ser viel­leicht ge­dacht hat, bil­det die­se Grund­la­ge des Breit­ban­di­gen und Un­schar­fen dann die Ba­sis für das vor­lie­gen­de Buch. Denn dar­in wer­den ne­ben den Ur­sprün­gen zahl­lo­se Spiel­ar­ten und As­pek­te des Steam­punk ein­fach mal vor­ge­stellt, da­mit man sich ein Bild da­von ma­chen kann, war­um eine De­fi­ni­ti­on so schwie­rig ist.

Denn es han­delt sich eben nicht nur und nicht ein­mal in ers­ter Li­nie um ein li­te­ra­ri­sches Gen­re, son­dern um viel mehr.

Nach den Ein­füh­run­gen und dem Um­rei­ßen von Gren­zen, die an hau­fen­wei­se Stel­len mäch­tig aus­ge­beult sind und bei de­nen ein­deu­tig dazu auf­ge­for­dert wird, die­se auch gern zu igno­rie­ren, wid­met sich das Büch­lein dann kon­kre­ten Steam­punk-Bei­spie­len in ver­schie­dens­ten Me­di­en. Da­bei wird die Li­te­ra­tur (dazu ge­hö­ren, Ro­ma­ne, Ma­ga­zi­ne aber auch Co­mics) eben­so sach­kun­dig be­leuch­tet wie Spie­le (und zwar Pen&Paper-Rollenspiele, LARPS, Com­pu­ter­spie­le und Brett­spie­le) und be­weg­te Bil­der in Film und Fern­se­hen.

Wei­te­re In­hal­te dre­hen sich um Ma­ker, Künst­ler und wei­te­re Schöp­fer, so­wie die Sze­ne.

Wer das fa­mo­se Büch­lein im Ho­sen­ta­schen­for­mat durch­ge­le­sen hat, der weiß, wor­um es sich beim Steam­punk dreht, weiß dann eben­so, war­um eine De­fi­ni­ti­on so schwie­rig ist und kennt sich mit Wer­ken und Schau­plät­zen des Gen­res aus.

Je­dem, der sich für das Gen­re in­ter­es­siert und end­li­ch mal wis­sen möch­te, was es da­mit auf sich hat, sei STEAM­PUNK KURZ & GEEK un­be­dingt ans Herz ge­legt, denn eine an­de­re deutsch­spra­chi­ge Pu­bli­ka­ti­on zu die­sem The­ma, die es ähn­li­ch aus­führ­li­ch und sach­kun­dig be­leuch­tet, wird man weit und breit nicht fin­den, we­der auf Ter­ra noch in den Mars­ko­lo­ni­en des Em­pi­re. Und trotz der kom­pak­ten Form platzt das Buch vor In­for­ma­tio­nen und kurz­wei­li­gen Be­trach­tun­gen aus al­len Näh­ten.

Und das Be­s­te: es wird nie ge­schul­meis­tert, und der Hu­mor kommt bei den Be­trach­tun­gen eben­falls nicht zu kurz.

Also – so­fort die Löt­lam­pe bei­sei­te ge­legt und: Le­sen! STEAM­PUNK KURZ & GEEK er­hält man im Buch­han­del und bei den ein­schlä­gi­gen On­line­ver­sen­dern im Æt­her­netz.

STEAM­PUNK KURZ & GEEK
Alex Jahn­ke und Mar­cus Rauch­fuß
Sach­buch
Ta­schen­buch, bro­schiert
Grö­ße: 17,6 x 10,8 x 1,6 cm
193 teils be­bil­der­te Sei­ten
Spra­che: Deut­sch
12,90 Euro (Ta­schen­buch)
9,90 Euro (eBook, in Vor­be­rei­tung)
ISBN-10: 3868993673
ISBN-13: 978–3868993677
Ok­to­ber 2012
O´Reilly

p.s.: Un­be­stä­tig­ten Aus­sa­gen aus dem Ver­lag zu­fol­ge soll man das Werk so­gar auf dem Klo le­sen kön­nen – man soll­te da­für al­ler­dings ein Nerd sein. ;o)

p.p.s.: Wer das Buch auf­merk­sam stu­diert, wird mei­nen Na­men dar­in ent­de­cken kön­nen – ich wei­se dar­auf aus Grün­den der Fair­ness und der Mei­nungs­bil­dung hin. Das än­dert aber nichts dar­an, dass ich es groß­ar­tig fin­de! :o)

Creative Commons License

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right 2012 O´Reilly

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit na­tür­li­cher Af­fi­ni­tät zu Pi­xeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zu­viel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 on­line dar­über.


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