DIE DREI ??? bei Libreka zum kostenlosen Download – oder auch nicht…
Libreka, die eBook-Verkaufsverhinderungsplattform des deutschen Buchhandels hat im Rahmen des »Welttags des Buches« wieder mal kostenlose Downloads im Angebot. Diesmal handelt es sich um einen Band aus dem DREI ???-Sammelroman 150.
Um DIE GEISTERBUCHT 1: RASHURAS SCHATZ von Astrid Vollenbruch als ePub herunter laden zu können, muss man sich bei Libreka anmelden, also ein Nutzerkonto anlegen und die üblichen Daten wie Namen und Adresse angeben.
So weit, so schlecht. Noch schlechter ist aber, dass die kostenlose Leseprobe DRM-verseucht ist und somit nur auf einem entsprechenden Lesegerät goutiert werden kann. Und am schlechtesten ist, dass ich es trotz mehrstündigen Versuchen nicht schaffen konnte, die ePub-Datei herunter zu laden, denn stattdessen bietet mir Libreka eine Download-Hilfs-Seite namens URLLink.acsm zum Download an. Es war auch grundsätzlich nicht ganz einfach, den Downloadlink zu finden, denn der Server ließ sich mit der Bereitstellung desselben so viel Zeit, dass ich von einem Fehler ausging.
Interessant auch, dass man mich zwingen will, einen Buchhändler anzugeben, dem mein Download »gutgeschrieben« wird. Soll mir ja recht sein, nur leider wird dort nicht eine der Remscheider Buchhandlungen zur Auswahl angeboten, sondern nur welche vergleichsweise weit weg, mit denen ich nun wirklich nichts zu tun habe. Warum sollte ich denen meinen Download gutschreiben lassen? Bei der Auswahl fehlt die Option »keiner davon«.
Ob sie es irgendwann mal schaffen, Libreka zum Funktionieren zu bewegen und vielleicht ansatzweise komfortabel zu gestalten? Man darf gespannt bleiben – ich muss aber zugeben, dass mich das eigentlich gar nicht interessiert…
Update: Ich hatte vermutet, dass überlastete Server schuld daran sind, dass nur die oben genannte Datei ausgeliefert wird, aber nach mehreren Stunden sollte das doch mal irgendwann klappen. Könnte man meinen… Ich habe jetzt mal eine Supportanfrage gestellt. Wenn (falls) eine Antwort kommt, werde ich mich wieder melden.
Cover RASHURAS SCHATZ Copyright 2010 KOSMOS
Neuer Budget-eReader: der Kobo
Ab dem Mai möchte Anbeiter Kobo seinen neuen eReader in den USA und Kanada verkaufen. Der Kobo beschränkt sich auf das Notwendigste, bietet aber dennoch recht ordentliche Features und kommt vor allem mit einem Kampfpreis daher: Für gerade mal 150 Dollar soll der Reader an den Markt gebracht werden.
Zu den Spezifikationen: Kobo verfügt wie über ein sechs Zoll Vizplex eInk-Display mit acht Graustufen, statt nur über eine fünfzöllige Anzeige, wie andere Budget-Lesegeräte. die Maße sind 120 mal 184 mal 10 mm und das Gewicht beträgt gerade mal 200 Gramm. An Speicherplatz bringt das Gerät ein Gigabyte mit, zusätzlich kann man den verfügbaren Raum für Bücher mittels SD-Karten erweitern (bis maximal vier GB). Die Navigation geht über vier Menütasten und ein Steuerkreuz vonstatten, fünf Schriftgrößen sind wählbar, laut Herstellerangaben reicht der Akku für ca. 8000 Seitenwechsel. Der eReader verfügt zwar weder über WLAN noch über eine Mobilfunkverbindung (das hätte man für den Preis auch nicht angenommen), bietet aber Bluetooth für Synchronisierungen und kann selbstverständlich mittels USB mit dem Rechner verbunden werden. Verblüffenderweise können laut Angaben auf der Webseite nur zwei Formate dargestellt werden – nämlich ePub und PDF (Adobe DRM wird unterstützt) – vermutlich wird das aber mittels Firmwareupdates erweitert werden, denn das sind dann doch deutlich zu wenige. Soweit ich es übersehen konnte, kann der Kobo keine MP3s wiedergeben (und hat deswegen auch keinen Kopfhöreranschluss).
Als spezielles Feature nennt der Hersteller explizit die haptisch angeblich besonders angenehme geriffelte Vinyl-Rückseite des Kobo. An Farben werden »Porzellan« und Schwarz angeboten, man bietet aber zudem verschiedene Cover zum Aufhübschen des Geräts an.
Der Anbieter will den eReader mit 100 vorinstallierten vollständigen Büchern ausliefern, man spricht von »Klassikern«, es ist also davon auszugehen, dass es sich um gemeinfreie Werke (wahrscheinlich aus dem Projekt Gutenberg) handelt.
Bild: Pressefoto Kobo eReader, Copyright 2010 Kobo
Erfahrungsbericht: PERRY RHODAN-eBook-Kauf
Es passiert mir ganz selten mal, dass ich tatsächlich versäume, den neuesten PERRY zu kaufen. Es gibt ihn hier im provinziellen Remscheid an mehreren Verkaufsstellen, aber etliche haben nur beschränkte Mengen oder ich komme halt nicht immer rechtzeitig zum Bahnhof. Klar, ich könnte abonnieren, aber da stören mich zum einen die Portokosten, zum anderen neigen unsere merkbefreiten Briefträger dazu, Sendungen zu wässern oder mit Gewalt in den Briefkasten zu drücken und dabei zu beschädigen. Ich hatte mehrfach versucht, bei Zeitschriftenhändlern meines Vetrauens ein verpasstes Heft nachzubestellen, aber das hat noch nie so recht geklappt, und wenn, dauerte das Wochen. Die offizielle Nachbestellmöglichkeit des Verlags kommt nicht in Frage, da kostet das Heft dann nämlich üppige EUR 3,90.
Aktuell habe ich Wim Vandemaans MIT DEN AUGEN DER GAIDS verpasst. Aber wofür hat man einen eBook-Reader? Bei Beam eBooks hatte ich ohnehin bereits ein Konto, da ich dort schonmal einen Perry zum Testen des Geräts erworben hatte. Und auch diesmal war ich höchst positiv überrascht, wie einfach das doch ist: Einloggen, PR auswählen, zur Kasse gehen, bei PayPal die Logindaten eingeben, abschicken, Perry im ePub-Format herunterladen, lesen. Auch das Anlegen eines Kontos ist übrigens höchst simpel, man wird nicht mit zahllosen Fragen nach intimen Details belästigt wie das anderswo üblich ist.
Genau so einfach muss das gehen, so macht eBooks kaufen Spaß! Es bleibt zu hoffen, dass sich die Benutzungskatastrophen Libreka und Co. daran bald mal ein Beispiel nehmen…
Cover PR 2525 Copyright 2010 VPM
DER KLEINE LORD kostenlos bei Beam eBooks
Passend zur Weihnachtszeit gibt es ab sofort den 1886 erschienenen und mehrfach verfilmten Klassiker DER KLEINE LORD von Frances Hodgson Burnett bei Beam-eBooks als ePub zum kostenlosen Download.
Cedric Errol, ein kleiner Junge aus New York, dessen Umfeld die Monarchie strikt ablehnt, wird von seinem kaltherzigen englischen Großvater, dem Earl of Dorincourt, trotz der standeswidrigen Ehe seines verstorbenen Vaters, des jüngsten Sohnes des Earls, als einziger Nachfolger für den Grafentitel bei sich aufgenommen und aufgezogen. Seine Mutter, eine bürgerliche Näherin, darf das Anwesen aufgrund von Voreingenommenheit und Standesdünkel des Earl nicht betreten. Bereits nach kurzer Zeit veranlasst Cedric seinen Großvater, der durch den offenherzigen und liebenswerten Jungen nach und nach zugänglicher wird, das Armenviertel (in dem seine Pächter wohnen) instand zu setzen. Doch gerade als Cedric sich als »(Little) Lord Fauntleroy« etabliert zu haben scheint, werden plötzlich Erbansprüche von anderer Seite an den Earl gestellt…
Neben dem kostenlosen eBook findet man weitere zu Weihnachten thematisch passende elektronische Bücher wie beispielsweise Karl Mays WEIHNACHT oder PETERCHENS MONDFAHRT beim Anbieter. Und wem das alles auf die Nerven geht, für den gibt’s auch Krimi und Grusel zur dann vielleicht nicht ganz so stillen Nacht… :o)
Internet Archive hält 1,8 Millionen Bücher in eBook-Formaten vor
Das Internet Archive in San Francisco ist ein 1996 von Brewster Kahle gegründetes gemeinnütziges Projekt. Es hat sich die Langzeitarchivierung digitaler Daten in frei zugänglicher Form zur Aufgabe gemacht und speichert Momentaufnahmen von Webseiten, Usenet-Beiträgen, Filmen, Tonaufnahmen (hauptsächlich von Live-Konzerten), Büchern und Software. Eine Kopie der Daten die in San Francisco vorliegen, wird in der Bibliotheca Alexandrina vorgehalten.
1,8 Millionen Dokumente werden im Internet Archiv nun neben dem etwas klobigen PDF auch im eReader-tauglichen .mobi (Adobes proprietäres Format für den Kindle) angeboten, weiterhin sollen sie auch als ePub bereit gestellt werden. Das Internet Archive weist darauf hin, dass es sich hierbei erst einmal um einen Betatest handelt.
Unter den Dokumenten im Archiv befinden sich auch ungefähr 168000 gemeinfreie deutsche Texte.
PhantaNews auf dem eReader
Ab sofort möchte ich ein Experiment starten: Die neuen Inhalte auf meiner Rezensions‑ und Artikelseite werden von nun an auch im ePub-Format zur Verfügung gestellt, damit man sie auf einem eReader lesen kann. Vor ein paar Tagen habe ich eine Besprechung zu S. D. Perrys DS9-Roman AVATAR veröffentlicht, bei diesem findet man nun eine ePub-Datei zum Herunterladen. Das wird von jetzt an bei neuen Artikeln immer so sein.
Das ist – wie bereits geschrieben – noch experimentell und obwohl die Qualität des erzeugten ePub schon ganz ansprechend ist, kann ich weder für Fehlerfreiheit garantieren, noch, dass es auf jedem ePub-fähigen Gerät gut aussieht. Rückmeldungen und Kommentare sind selbstverständlich gern gesehen. Der Service soll ständig verbessert werden.
Wer die News ebenfalls gern in dieser Form lesen möchte, der muss sich eigentlich nur Calibre installieren (gibt es für Windows, Mac OS Ⅹ und Linux), mit dieser sehr vielseitigen Software kann man meine Artikel über das RSS-Feed importieren (das geht auch automatisiert) und bekommt sie für den eReader aufbereitet.
Fragen oder Anmerkungen einfach als Kommentar anhängen. Viel Spaß!
Update: …und nachdem ich die Berechtigungen korrekt gesetzt habe, kann man den Dateianhang sogar sehen… :o)












