MASS EFFECT kommt ins Kino
Gute Nachrichten für Freunde epischer Science Fiction-Filme: Soeben haben Legendary Pictures und Electronic Arts angekündigt, dass sie MASS EFFECT auf die große Leinwand bringen wollen.
Das Bestseller-SF-Epos aus dem kanadischen Hause BioWare spielt im Jahr 2183 und verfolgt die Abenteuer um Commander Shepard von der SS Normandy. Dieser führt ein Team an, das eine Alien-Rasse bekämpfen soll, die alle 50000 Jahre über die Galaxis herfällt und jegliches organische Leben auslöscht.
Aktuell erschien im Januar 2010 MASS EFFECT 2 und wurde aufgrund seiner dichten Präsentation und kinoartigen Darbietung von Kritikern wie Spielern hoch gelobt und verkauft sich wie geschnitten Brot.
Das Filmprojekt wird unter die Koproduktions‑ und Kofinanzierungsvereinbarung zwischen Warner Brows. und Legendary Pictures fallen. Thomas Tull und Jon Jashni werden den Film zusammen mit Avi und Ari Arad produzieren, die befinden sich soeben in Gesprächen mit Mark Protosevic (I AM LEGEND, THOR), der ein Drehbuch verfassen soll. BioWare-Gründer Ray Muzyka und Greg Zeschuk werden als ausführende Produzenten auftreten, weiterhin übernimmt den Job Casey Hudson, der ihn auch bereits beim Spiel inne hatte.
Thomas Tull, Chef von Legendary Pictures, sagt dazu: »MASS EFFECT ist ein großartiges Projekt und absolut reif für eine Übersetzung auf die große Leinwand. MASS EFFECT ist ein erstklassiges Beispiel für die Art von Quellenmaterial, das wir bei Legendary gern weiterentwicklen: es hat Tiefe, überzeugende Charaktere und eine mitreißende Hintergrundgeschichte.«
Tatsächlich verwundert die Entscheidung, aus diesem Spiel einen Kinofilm zu machen, mich nicht im geringsten, zu perfekt ist die Hintergrundgeschichte für eine solche Umsetzung geeignet.
Informationen zur Besetzung gibt es zum momentanen Zeitpunkt noch nicht – gerade dieser Punkt dürfte aber spannend werden, da man sich imm Spiel bei der Figur »Commander Shepard« sowohl für einen Mann wie auch eine Frau entscheiden kann.
Das Spiel MASS EFFECT 2 ist erschienen für X-Box 360 und PC, weitere Informationen dazu gibt es auf der offiziellen Webpräsenz.
Coverabbildungen MASS EFFECT 2 Copyright Electronic Arts & Bioware, erhältlich beispielsweise bei Amazon
Update: Hier der Trailer zum Spiel MASS EFFECT 2:
EA Sports kastriert gebrauchte Spiele
Auf der Suche nach Möglichkeiten, den Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen, ist EA Sports auf eine neue Methode verfallen: Wenn man ein Sportspiel gebraucht erwirbt, wird es zukünftig nicht mehr möglich sein, die Online-Funktionen zu nutzen. Käufer einer gebrauchten Kopie von Fifa 11, NBA Live 11, Madden NFL 11, Tiger Woods PGA Tour 11 oder NHL 11 für Xbox 360 oder Playstation 3 müssen einen sogenannten Onlinepass erwerben, um die Online-Funktionen nutzen zu können.
In den USA will man für den Onlinepass zehn Dollar verlangen, über Preise für den Rest der Welt wurden noch keine Aussagen gemacht.
Man könnte darin eine Verbesserung zu der Vorgehensweise sehen, die Funktionsfähigkeit eines Spiels von einem an den Product-Key gebundenen, personalisierten Konto abhängig zu machen. Tatsächlich halte ich diese Vorgehensweise aber ebenfalls für höchst befremdend, denn bei einem Wiederverkauf wechselt der physikalische Datenträger oder eine Lizenz den Besitzer und der bisherige Inhaber kann das Spiel überhaupt nicht mehr spielen. Hier für die Online-Funktionen desselben Spiels nochmal zu kassieren, ohne zusätzliche Leistungen zu erbringen (es werden durch einen Verkauf keine zusätzlichen Spieler auf die Server kommen, es entstehen also keine zusätzlichen Kosten für Traffic oder Infrastruktur) mag zwar lukrativ sein, ich halte eine solche Praktik aber für fragwürdig und wenig kundenfreundlich.
Logo »EA Sports« Copyright Electronic Arts
Electronic Arts und Crytek wollen Geld für Spieledemos
Immer wieder auf der Suche nach neuen Einnahmequellen kochen Spielepublisher ja bisweilen seltsame Ideen aus. Insbesondere Kopierschutzmaßnahmen, die dem Spieler effektiv die Kontrolle über das erworbene Produkt entziehen, es ihn gar nicht erst spielen lassen (siehe den »always on«-Kopierschutz von Ubisoft, der immer wieder mit stundenlangen Serverausfällen zeigt, wie kundenfeindlich er ist) oder über eine Registrierung einen Weiterverkauf unmöglich machen sollen. Da das vermutlich die Umsatzzahlen verringert (und nicht etwa, wie behauptet, die bösen Raubmordkopierterroristen), sucht man neue Wege, dem Kunden seine Kohle aus der Tasche zu ziehen.
Die neueste Schnapsidee kommt von Electronic Arts und Crytek, man kann auch hier nur vermuten, dass sie im Delirium nach dem hastigen Genuss einer Flasche Hörnertee im Rahmen der Euphorie um Crysis 2 entstanden ist: man will dem Kunden für Spieledemos ab sofort Geld abknöpfen. Im Gespräch sind pro Demo 10 bis 15 Euro, die selbstverständlich nicht auf den Kauf der Vollversion angerechnet werden sollen. Demnach sollen Spieler also diese Menge Geld ausgeben, um feststellen zu können, ob das Produkt für sie überhaupt geeignet ist, somit konkret für Werbung zahlen? Das ist ja mal ein bahnbrechendes Geschäftsmodell. Sind deshalb als vorbereitende Testmaßnahme für diesen Unsinn Spieledemos schon seit Jahren mit Kopierschutz verseucht? Man könnte es annehmen.
Für mich stellen Demoversionen von Spielen schon seit Jahren ein wichtiges Kriterium für eine Kaufentscheidung dar. Kann ich das Spiel nicht vorab ausprobieren, kaufe ich es nicht (oder erst später vom Grabbeltisch). In so ziemlich jedem Fall, in dem ich darauf verzichtet hab, war das ein Reinfall. Sollten Electronic Arts und Crytek das also tatsächlich so durchführen, werden sie ihre Spiele an mich nicht mehr verkaufen. Da man vermuten darf, dass auch andere Kunden so denken werden, wird das direkt an den Umsatzzahlen knabbern. Aber daran sind dann natürlich wieder die angeblichen Raubkopien schuld, mit denen kann man ja offenbar jede Fehlentscheidung des Managements kaschieren.
Logo Electronic Arts Copyright Electronic Arts
STAR WARS: THE OLD REPUBLIC im Frühjahr 2011?
Bisher hatten LucasArts, Bioware und Electronic Arts aus dem Releasetermins ihres neuen MMORPGs ein Geheimnis gemacht – wie man das in der Branche gern tut. Jetzt ist allerdings EA-Chef John Riccitiello etwas »herausgerutscht«, ob es sich dabei um ein Versehen handelt oder Absicht darf jeder für sich selbst entscheiden.
Im Zusammenhang mit einer Gewinnwarnung sagte Riccitiello: »Ein Schlüsselfaktor ist die Veröffentlichung unseres wichtigsten MMO. So wie es jetzt aussieht, macht das Spiel große Fortschritte in Richtung eines Starts im Frühjahr 2011.« Der Name SW:TOR fiel zwar nicht, aber ansonsten wird – soweit bekannt – derzeit bei EA kein anderes MMO produziert, deswegen liegt der Schluß nahe. Das Spiel entsteht momentan bei Bioware.
Angesichts der vor Analysten ausgesprochenen Gewinnwarnung in deren Rahmen Riccitiello die Umsatzprognose deutlich nach unten korrigierte, würde ich allerdings annehmen, dass der Hinweis so zufällig nicht war…
SW: TOR-Logo aus dem offiziellen Pressekit, Copyright 2009 LucasArts











