Sam Raimi produziert POLTERGEIST

Sam Raimi kommt als Pro­du­zent an Bord von MGMs Ver­sion des Horror-Klassikers POL­TER­GEIST, ein Re­make des Films aus dem Jahr 1982, bei dem da­mals Ste­ven Spiel­berg pro­du­zierte und auch am Dreh­buch mit­wirkte. Ent­ge­gen bis­he­ri­ger Mel­dun­gen wird Raimi al­ler­dings nicht selbst Re­gie füh­ren, al­ler­dings will er sich per­sön­lich an der Su­che nach ei­nem Re­gis­seur be­tei­li­gen.

Das neue Dreh­buch kommt von Da­vid Lindsay-Abaire, der mit Raimi schon zu­sam­men an OZ: THE GREAT AND POWER­FUL ar­bei­tete. Auch dies­mal dreht sich die Ge­schichte um eine Fa­mi­lie, de­ren Haus auf ei­nem hei­li­gen Ort ge­baut wurde und de­ren Toch­ter von Geis­tern ent­führt wird.

Der Film ist ei­nes von zwei Horror-Remakes, die der­zeit bei MGM in Ar­beit sind, das an­dere ist CAR­RIE, bei dem Chloe Mo­retz die Haupt­rolle über­neh­men soll, die Mut­ter wird mög­li­cher­weise Ju­li­anne Moore spie­len.

Raimi pro­du­ziert im Mo­ment ge­rade ein Re­make sei­nes ei­ge­nen Strei­fens EVIL DEAD, bei dem der Uru­gu­ayer Fede Al­va­rez Re­gie führt. Die Neu­fas­sung soll im April 2013 in die US-Kinos kom­men, da­nach wird Raimi an POL­TER­GEIST ar­bei­ten.

Re­makes so weit das Auge sieht …

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Bild Sam Raimi 2007 von Da­vid Shank­bone, aus der Wi­ki­pe­dia, CC-BY

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Neil Gaimans GRAVEYARD BOOK wird von Disney verfilmt

Der Kon­zern mit den Mau­s­oh­ren hat sich die Rechte an Neil Gai­mans preis­ge­krön­tem Werk THE GRA­VEYARD BOOK ge­si­chert, um ei­nen Ki­no­film dar­aus zu ma­chen. Mit der Um­set­zung wur­den Produzent-Veteran Gil Net­ter und Ben Brow­ning be­auf­tragt.

Vor dem Deal hat­ten sich ver­schie­dene Stu­dios um den Stoff be­müht, dar­un­ter bei­spiels­weise Mi­ra­max. Neil Jor­dan hatte eine Um­set­zung in Ar­beit, eine an­dere sollte von Chris Co­lum­bus´ 1492 Pro­duc­tions kom­men. Be­vor Dis­ney zu­schlug la­gen die Rechte beim eu­ro­päi­schen CGI-Spezialisten Frames­tore.

THE GRA­VEYARD BOOK er­zählt die Ge­schichte ei­nes Jun­gens na­mens No­body Owens, der von Geis­tern auf ei­nem Fried­hof auf­ge­zo­gen wird, nach­dem seine El­tern er­mor­det wur­den. Als er zum Teen­ager wird, wird auch er von Mör­der sei­ner Fa­mi­lie ver­folgt, ei­nem We­sen na­mens »The Man Jack«.

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Co­ver THE GRA­VEYARD BOOK Co­py­right Har­per Collins

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Neuer Trailer: PROMETHEUS

Der­zeit in Fandom-Kreisen si­cher­lich ei­ner der meist­dis­ku­tier­ten und –er­war­te­ten Filme über­haupt ist Rid­ley Scotts PRO­ME­THEUS, dem man of­fen­bar eine Art Heilands-Status als Ret­ter oder Re­ani­ma­tor des Gen­res zu­bil­li­gen möchte. Wie im­mer wird man das fer­tige Werk ab­war­ten müs­sen, um das ab­schlie­ßend be­wer­ten zu kön­nen, al­ler­dings muss man sich fra­gen ob der Film die ex­trem ho­hen Er­war­tun­gen dann am Ende auch wirk­lich wird be­frie­di­gen kön­nen. Zwei­fels­ohne se­hen die Trai­ler sehr viel­ver­spre­chend aus — und es müsste tat­säch­lich sehr über­ra­schend, sollte Scott kei­nen zu­min­dest gu­ten Film ab­lie­fern.

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Trotz des CDU-Gejammers: CRYSIS 2 erhält Deutschen Computerspielepreis als bestes Spiel

Die »un­ab­hän­gig Jury« hat sich of­fen­bar dar­auf be­son­nen, dass sie un­ab­hän­gig ist und das Ge­mo­sere der Mo­ral­apos­tel von der CDU/CSU igno­riert. Cry­teks Spiel CRY­SIS 2 er­hielt ges­tern im Rah­men ei­ner Ver­an­stal­tung im Um­spann­werk Alex­an­der­platz in Ber­lin die Aus­zei­chung für das beste deut­sche Spiel. Recht so, liebe Jury! Dem An­spruch der CDU und des Bun­des­ta­ges auf päd­ago­gisch wert­volle Spiele kam man al­ler­dings bei den rest­li­chen Prei­sen mehr als aus­gie­big nach. Das geht selbst­ver­ständ­lich auch in Ord­nung.

CRY­SIS 2 lobte man an­ge­sichts der zu­grunde lie­gen­den in Deutsch­land ent­wi­ckel­ten »Tech­no­lo­gie, die welt­weit auch im Be­reich Se­rious Ga­mes ein­ge­setzt wird, der mehr als Hollywood-reifen Prä­sen­ta­tion so­wie der gra­fi­schen, akus­ti­schen und spie­le­ri­schen Qua­li­tät auf höchs­tem Ni­veau«. Wei­ter­hin at­tes­tierte man dem Spiel »eine mehr als be­ein­dru­ckende Gra­fik, die ih­res­glei­chen im Ga­mes­be­reich sucht,« diese »nimmt ei­nen mit in das de­tail­reich nach­ge­bil­dete New York.«

Den Preis als »Bes­tes Ju­gend­spiel« er­hielt das Point&Click-Adventure  HAR­VEYS NEUE AU­GEN, ein Spin­off oder Nach­fol­ger von EDNA BRICHT AUS aus dem Hause Da­eda­lic En­ter­tain­ment. Hier lobte man, dass bril­li­ante Dia­loge mit un­ter­halt­sa­men Rät­seln ver­knüpft wur­den, so­wie den in­tel­li­gen­ten Hu­mor, der bis­wei­len auch schwarz da­her kommt

Die kom­plette Liste der Ge­win­ner im voll­stän­di­gen Ar­ti­kel.

Mir sei noch er­laubt an­zu­mer­ken, dass ich es höchst po­si­tiv sehe, dass die Jury sich nicht den mit­tel­al­ter­li­chen Ansich­ten der Off­li­ner aus den Par­teien mit dem »C« im Na­men ge­beugt und ihr Ding in Sa­chen CRY­SIS 2 durch­ge­zo­gen hat. Danke da­für.

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GUILD WARS 2: digitale Editionen »ausverkauft«?

Nor­ma­ler­weise sollte man da­von aus­ge­hen, dass Download-Versionen ei­nes Spiels in ei­gent­lich un­end­li­cher Menge zur Ver­fü­gung ste­hen soll­ten. Bei GUILD WARS 2 ist das nicht der Fall. Wie Be­trei­ber Arena­Net mel­det, sind in ih­rem Shop so­wohl die nor­male wie auch die De­luxe Edi­tion als Download-Fassungen nicht mehr zu ha­ben.

Man be­grün­det das da­mit, dass man nicht zu viele Spiele ver­kau­fen möchte, um ge­nug Ka­pa­zi­tät zur Ver­fü­gung zu ha­ben und um Eng­pässe für die Spie­ler zu ver­mei­den. Das mag so sein und ist mög­li­cher­weise auch nicht dumm, zu­sätz­lich dürfte man aber auch die da­durch ent­ste­hende Pu­bli­city nicht un­gern ha­ben … Mit den »aus­rei­chen­den Ka­pa­zi­tä­ten« meinte man übri­gens ex­pli­zit auch den Be­ta­test an die­sem Wo­chen­ende. Und so ver­riet ein Spre­cher, dass es be­reits nach dem »Crunch« am Wo­chen­ende wie­der Download-Versionen zu kau­fen ge­ben könnte — mög­li­cher­weise so­gar be­reits wäh­rend des Beta-Weeksends, so dass Käu­fer noch teil­neh­men kön­nen. Ich ver­mute, sie wol­len erst ein­mal se­hen, was heute beim Start so al­les zu­sam­men­bricht … :o)

Al­les in al­lem also eher ein Sturm im Was­ser­glas und mei­ner Ansicht nach haupt­säch­lich eine ziem­lich durch­sich­tige Marketing-Aktion.

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Pro­mo­gra­fik GUILD WARS 2 Co­py­right Arena­Net & NC­Soft

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FRINGE erhält eine fünfte Staffel

Auch wenn es sich da­bei nur um eine ver­kürzte Staf­fel han­deln wird: der als ab­set­zungs­freu­dig be­kannte Sen­der Fox ge­neh­migt der bril­li­an­ten Mystery-Serie FRINGE eine fünfte Se­a­son. Da­mit ha­ben die Pro­du­zen­ten die Mög­lich­keit, die Hand­lung zu ei­nem sinn­vol­len Ab­schluss zu brin­gen. Vor­aus­ge­gan­gen wa­ren laut An­ga­ben der Ma­cher zähe Ver­hand­lun­gen.

Fox führte an, auf­grund der ho­hen Li­zenz­kos­ten (an War­ner, die die Se­rie pro­du­zie­ren) auf­grund des ver­gleichs­weise ge­rin­gen Zu­schau­er­in­ter­es­ses Ver­lust ein­zu­fah­ren. War­ner war nun off­fen­bar be­reit, über die Li­zenz­kos­ten zu re­den, um die ma­gi­sche Marke von 100 Epi­so­den zu über­schrei­ten, die als Ga­rant für er­folg­rei­chen Ver­kauf von Wie­der­ho­lungs­rech­ten im US-Fernsehen gilt.

Er­neut scheint ein aus­schla­gen­der Punkt zu sein, dass Fox-Chef Ke­vin Reilly ein Fan der Se­rie ist, al­ler­dings hatte auch der aus­ge­sagt, dass man es sich nicht leis­ten könne, mit ei­ner Show Geld zu ver­lie­ren. So­mit dürfte auch Reilly nicht ganz un­zu­frie­den dar­über sein, dass War­ner be­reit war, bei den Li­zenz­kos­ten ei­nen Kom­pro­miss ein­zu­ge­hen.

Der Schau­spie­ler John No­ble, Dar­stel­ler des Dr. Wal­ter Bi­shop, hatte be­reits er­läu­tert, dass die Pro­du­zen­ten für das Staf­fel­fi­nale, wel­ches am 11. Mai aus­ge­strahlt wird, zwei al­ter­na­tive En­den ge­draht hat­ten. Da­mit wäre man in der Lage ge­we­sen, die Se­rie auch dann zu ei­nem sinn­vol­len Ab­schluss zu brin­gen, wenn es keine Ver­län­ge­rung ge­ge­ben hätte. Jos­hua Jack­son (Pe­ter Bi­shop) deu­tete an, dass in der äußerst un­ge­wöhn­li­chen Epi­sode der letz­ten Wo­che (LET­TERS OF TRAN­SIT) »das Tor zur fünf­ten Staf­fel ge­öff­net wurde«.

Die letzte Se­a­son FRINGE wird 13 Epi­so­den um­fas­sen, es gibt so­gar be­reits ei­nen Trai­ler da­für:

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FRINGE-Cast: Pro­mo­foto Co­py­right Fox Te­le­vi­sion

 

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DISHONORED: DIE MASKE DES ZORNS — Trailer zum Steampunk-Spiel

Hei­ligs Blechle! Das nenne mal ei­nen Trai­ler! DIS­HO­NO­RED ist ein Com­pu­ter­spiel in ei­nem lu­pen­rei­nen Steampunk-Szenario und wenn das Spiel hält, was der Vor­gu­cker ver­spricht, dann han­delt es sich um ein Pflicht­pro­gramm.

DIS­HO­NO­RED — DIE MASKE DES ZORNS spielt in Dun­wall, ei­ner düs­te­ren In­dus­trie­stadt, in der selt­same Tech­no­lo­gien und fremd­ar­tige Kräfte aus dem Jen­seits in den Schat­ten lau­ern. Als einst an­ge­se­he­ner Leib­wäch­ter der be­lieb­ten Kai­se­rin wur­den Sie fälsch­li­cher­weise ih­res Mor­des be­zich­tigt und ent­wi­ckeln sich, ge­trie­ben von Zorn und Ra­che, zu ei­nem be­rüch­tig­ten At­ten­tä­ter. Ei­nem Schat­ten­we­sen, des­sen ein­zi­ges Mar­ken­zei­chen eine be­droh­li­che Maske ist. In die­sen un­si­che­ren Zei­ten, in de­nen die Stadt von ei­ner töd­li­chen Seu­che heim­ge­sucht und das Volk von der ty­ran­ni­schen Re­gie­rung mit­hilfe merk­wür­di­ger neu­ar­ti­ger Tech­no­lo­gien bru­tal un­ter­drückt wird, schlie­ßen sich dunkle Mächte zu­sam­men. Sie ver­hel­fen Ih­nen zu Kräf­ten, von de­nen nor­male Men­schen nur träu­men kön­nen. Aber zu wel­chem Preis? Der Grund für den Ver­rat an Ih­nen ist so un­durch­sich­tig, wie die trü­ben Ge­wäs­ser der Stadt. Und Ihr frü­he­res Le­ben ist für im­mer vor­bei.

DIS­HO­NO­RED wird ent­wi­ckelt von Be­thesda Soft­works (THE EL­DER SCROLLS). Er­freu­li­cher­weise macht man keine Kom­pro­misse: das Spiel ist (wie es der Trai­ler be­reits ver­mu­ten lässt) erst ab 18 Jah­ren frei­ge­ge­ben; ei­nen Re­lea­se­ter­min konnte ich bis­lang lei­der noch nicht ent­de­cken. So­bald ich mehr weiß, er­fahrt ihr es als erste! Bis da­hin kann man für wei­tere De­tails auch die Web­seite auf­su­chen.

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Deutscher Computerspielepreis: CDU/CSU kritisieren Nominierung von CRYSIS 2

Ich hatte be­reits mehr­fach über die Farce be­rich­tet, die sich »Deut­scher Com­pu­ter­spie­le­preis« nennt. Da wer­den tat­säch­lich nicht die er­folg­reichs­ten und tech­nisch in­no­va­tivs­ten Spiele prä­miert, son­dern ir­gend­wel­che Pro­dukte, die »päd­ago­gisch wert­voll« sind. Da­bei ist na­tür­lich ge­gen eine sol­che Aus­zeich­nung nichts ein­zu­wen­den, al­ler­dings sollte man sie dann an­ders be­nen­nen, bei­spiels­weise »Deut­scher Preis für be­son­ders wert­volle Com­pu­ter­spiele«. Der jetz­tige Name sug­ge­riert eine All­ge­mein­gül­tig­keit, die dann kon­se­quen­ter­weise alle Spiele ein­schlie­ßen sollte, und nicht nur sol­che, die den Hard– und Off­linern aus den Uralt-Parteien ge­nehm sind.

Mor­gen soll der Preis mal wie­der ver­lie­hen wer­den — und es hätte wahr­schein­lich er­neut nie­man­den aus der Computerspieler-Szene so recht in­ter­es­siert, hät­ten nicht heute CDU und CSU in ei­ner ein­ma­li­gen Ak­tion für breite Wer­bung ge­sorgt. Der me­di­en­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolf­gang Börn­sen (im Al­ter von 70 Jah­ren ga­ran­tiert ein Fach­mann für Com­pu­ter­spiele und ähn­li­che The­men — not!), mel­dete sich auf­grund der No­mi­nie­rung von CRY­SIS 2 zu Wort und sagte:

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion dis­tan­ziert sich von der Ent­schei­dung der un­ab­hän­gi­gen Jury, in der Ka­te­go­rie ›Bes­tes Deut­sches Spiel‹ ein so­ge­nann­tes Kil­ler­spiel zu no­mi­nie­ren. Wir hal­ten diese No­mi­nie­rung für un­ver­tret­bar

und fügte hinzu:

So­ge­nannte Kil­ler­spiele dür­fen nicht ho­no­riert wer­den, auch wenn sie tech­nisch noch so aus­ge­reift sind.

Wei­ter ist er der Ansicht, dass die No­mi­nie­rung nicht mit dem Bun­des­tags­be­schluss von 2007 ver­ein­bar sei, in dem fest­ge­legt wurde, dass der Com­pu­ter­spie­le­preis nur für »qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige so­wie kul­tu­rell und päd­ago­gisch wert­volle Com­pu­ter­spiele« ver­ge­ben wer­den dürfe — und ent­blö­det sich nicht, auch noch eben das Grund­ge­setz, ge­nauer »die un­an­tast­bare Würde des Men­schen«, heran zu zie­hen (steht da ir­gendwo »die Würde von Pi­xeln ist un­an­tast­bar«? Als ich das letzte Mal nach­ge­se­hen habe je­den­falls noch nicht). Die tech­ni­sche Qua­li­tät solle laut die­sem Be­schluss nur eine se­kun­däre Rolle spie­len.

Ja, wenn das so fest­ge­legt wurde, dann muss man das auch so durch­füh­ren. Wisst ihr was? Na­gelt euch eu­ren al­ber­nen Preis doch ein­fach vors Knie, zu­sam­men mit dem Be­griff »Kil­ler­spiele«. Und dis­tan­ziert euch bitte auch von mir — ich kann das Ge­seier näm­lich nicht mehr hö­ren. Ehr­lich. Ich geh jetzt was weg­bal­lern, um mich ab­zu­rea­gie­ren. Nein, keine Sorge, nur vir­tu­ell … :o)

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Co­ver CRY­SIS 2 Co­py­right Cry­tek

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Umdenken bei eBooks: Tor Books verzichtet auf Kopierschutz

Das wird die DRM-Verfechter in der deut­schen Ver­lags­bran­che hart tref­fen — wenn sie es denn über­haupt wahr­neh­men (denn mit dem In­ter­net ha­ben es viele darin be­kannt­lich nicht so): wie der Spie­gel heute be­rich­tet, will der auf Sci­ence Fic­tion und Fan­tasy spe­zia­li­sierte Ver­lag Tor Books bei sei­nen eBook-Publikationen auf jeg­li­che harte DRM-Maßnahmen ver­zich­ten.

Im ver­lags­ei­ge­nen Blog schreibt Tor-Chef Tom Do­h­erty (Über­set­zung von mir):

Un­sere Au­to­ren und Le­ser ha­ben be­reits lange Zeit da­nach ge­fragt. Sie sind ein tech­nisch ziem­lich auf­ge­klär­ter Hau­fen und DRM ist für sie ein stän­di­ges Ärger­nis. Es hin­dert sie daran, ehr­lich er­wor­bene eBooks auf völ­lig le­gale Ar­ten zu nut­zen, bei­spiels­weise sie auf ver­schie­de­nen Re­a­dern le­sen zu kön­nen.

Our aut­hors and re­a­ders have been as­king for this for a long time. They’re a tech­ni­cally so­phisti­ca­ted bunch, and DRM is a con­stant an­noyance to them. It prevents them from using legitimately-purchased e-books in per­fectly le­gal ways, like mo­ving them from one kind of e-reader to ano­ther.

Laut der Mit­tei­lung im Blog sol­len ab Juli 2012 alle eBooks ohne DRM er­hält­lich sein, also so­wohl be­reits er­hält­li­che wie auch neue. Der bri­ti­sche Ab­le­ger Tor UK kün­digte dies heute eben­falls an. Die eBooks sol­len bei al­len bis­lang be­kann­ten Ver­käu­fern ohne Ko­pier­schutz zu be­kom­men sein, zu­dem wird man die Bü­cher auch über Platt­for­men ver­trei­ben, die oh­ne­hin be­reits Wert dar­auf le­gen, nur DRM-freie eBooks an­zu­bie­ten und bei de­nen man die Pu­bli­ka­tio­nen des Ver­lags bis­lang nicht be­kam.

Groß­ar­tig! Es bleibt ab­zu­war­ten, wer als nächs­tes folgt.

Geht es nach den deut­schen Ver­le­gern, dürfte da­mit al­ler­dings der Un­ter­gang des Abend­lan­des ein­ge­läu­tet sein. :o)

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Logo Tor Co­py­right Tom Do­h­erty As­so­cia­tes

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Neuer Reanimationsversuch: YPS mit Gimmick — diesmal für Erwachsene

Nach lan­gen Jah­ren des Er­folgs ging es mit dem »Comic-mit-Spielzeug«- Ma­ga­zin YPS bergab und im Jahr 2000 stellte der Ehapa-Verlag die Pro­duk­tion des­we­gen ein. Viele von uns dürf­ten YPS und das Kän­gu­ruh über lange Jahre durch die Kind­heit be­glei­tet ha­ben.

Im Jahr 2005 ver­suchte Eg­mont Ehapa eine Neu­auf­lage, die al­ler­dings man­gels Er­folg nach nur vier Aus­ga­ben wie­der ein­ge­stellt wurde. Of­fen­bar zog das Kon­zept »Co­mic mit Gim­mick« bei den Kids nicht mehr — oder die In­halte wuss­ten nicht zu un­ter­hal­ten — jetzt star­tet man ei­nen neuen Ver­such.

Dies­mal ist das neue Kon­zept al­ler­dings nicht auf Kids ge­zielt, son­dern auf die Le­ser von da­mals, die heute 30– bis 45-Jährigen. Die sol­len ent­spre­chende In­halte im Ma­ga­zin vor­fin­den, die »die The­men von da­mals op­tisch und in­halt­lich in ihre heu­tige Le­bens­welt über­set­zen«. Das sagt zu­min­dest der Ver­lag. So möchte man sich bei­spiels­weise ernst­haft der Frage wid­men, ob man mit 35 noch Ge­heim­agent wer­den könnte — dazu gibt’s die pas­sen­den Gim­micks. Ich be­fürchte, das ist tat­säch­lich de­ren Ernst …

In­halt­lich soll es ne­ben der Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sem und ähn­li­chen The­men auch wie­der Co­mics ge­ben, ne­ben neuen auch be­kannte und er­folg­rei­che aus den »gu­ten al­ten« Zei­ten.

Man sieht mich mit ei­nem Fra­ge­zei­chen im Ge­sicht, ob die­ses Kon­zept, das of­fen­bar haupt­säch­lich auf Nost­al­gie ab­zielt,  dau­er­haft er­folg­reich sein kann. Als Chef­re­dak­teur holte man sich Chris­tian Kal­len­berg, der in glei­cher Po­si­tion bis ins Jahr 2010 das Ma­ga­zin FHM be­treute.
Der YPS-Testballon soll im Ok­to­ber 2012 star­ten, sollte sich die­ses Heft halb­wegs er­folg­reich ab­set­zen las­sen, hat Eg­mont Ehapa für 2013 eine re­gel­mä­ßige Er­schei­nungs­weise an­ge­kün­digt. Der Preis soll 5,90 Euro be­tra­gen. Wei­tere De­tails fin­det man auf  der Facebook-Seite des neuen Ma­ga­zins (die als Web­seite her­hal­ten muss, eine »her­kömm­li­che« Web­prä­senz gibt es lei­der nicht).

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YPS-Logo Co­py­right Egmont-Ehapa-Verlag

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SWTOR: BioWare denkt über das Zusammenlegen von Servern nach

An­fang der Wo­che hat­ten her­um­schlau­ende Ana­lys­ten (ich kann das Wort nicht mehr hö­ren — Dumm­schwät­zer von de­nen ganze Wirt­schafts­zweige und Län­der ab­hän­gen kön­nen) be­haup­tet, die Spie­ler­zahl des STAR WARS-MMOs THE OLD RE­PU­BLIC sei mas­siv zu­rück ge­gan­gen. Dem muss ich aus ei­ge­ner An­schau­ung eher zu­stim­men, das Spiel hat nun ein­mal ein Pro­blem mit zu we­nig Con­tent, da hel­fen auch World Events wie die ak­tu­ell ge­lau­fene Rakghoul-Posse lei­der nicht. Wer den ma­xi­ma­len Le­vel er­reicht, hat nichts mehr zu tun.

Dass an den Ver­mu­tun­gen et­was dran ist, zeigt nun, dass Bio­Ware of­fen­bar dar­über nach­denkt, Ser­ver zu­sam­men zu le­gen. Ge­gen­über dem US-Spielemagazin pcgamer.com hat Bio­Wa­res Da­niel Erick­son aus­ge­sagt, dass die Ent­wick­ler sich dar­übe rim Kla­ren sind, dass auf ei­ni­gen Wel­ten sehr we­nige Spie­ler un­ter­wegs sind. Das wun­dert aber auch nicht, denn wenn man ein Ge­biet ab­ge­früh­stückt hat, gibt es kaum ei­nen Grund, es noch­mal auf­zu­su­chen — das Pro­blem kennt man aber auch aus an­de­ren MMOs. Eine Lö­sung, wäre es, stu­fen­ba­sierte Ge­biete ab­zu­schaf­fen und an­dere Spiel­me­cha­ni­ken zu wäh­len, die da­für sor­gen, dass alle Be­rei­che ei­nes Spiels gut be­sucht sind. Na­tür­lich ist das Un­ter­tei­len in stu­fen­ba­sierte Ge­biete die ein­fa­che Lö­sung, da man sich keine Ge­dan­ken über ska­lie­rende Geg­ner ma­chen muss, oder dar­über dass ein hoch­stu­fi­ger Mob mal eben ganze Klein­ling­grup­pen aus­lö­schen könnte.

Laut Aus­sage von Erick­son sind die Abon­nen­ten­zah­len sta­bil, es seien aber zur »Prime Time« deut­lich we­ni­ger Spie­ler un­ter­wegs als bis­her. Des­we­gen ziehe man in Er­wä­gung, ein paar Ser­ver zu­sam­men zu le­gen, kon­kret ent­schie­den sei aber noch nichts.

Wenn ich mich in mei­nem Um­feld so um­sehe, stelle ich al­ler­dings fest, dass et­li­che Spie­ler ihr Abo nicht ver­län­gern, ein­fach aus dem Grund, weil man al­les ge­se­hen hat und es nichts mehr zu tun gibt. Das dürfte schnell ein gro­ßes Pro­blem für Bio­Ware und Lu­casArts wer­den. Wenn man nicht um­ge­hend aus­rei­chend Con­tent nach­lie­fert (und den kann man an­ge­sichts der kom­plett syn­cho­ni­sier­ten Ques­ten nicht ein­fach aus dem Arm schüt­teln), wird ab­zu­se­hen sein, dass SW­TOR in­ner­halb kür­zes­ter Zeit auf ein free2play-System um­ge­stellt wer­den muss. Und selbst da­für gibt es zu we­nig In­halt.

Schade um ein prin­zi­pi­ell kurz­wei­li­ges Spiel.

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Screen­shot Rakghoul Out­break von mir, Co­py­right Bio­Ware und Lu­casArts

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Heyne und die Tom Clancy-Mogelpackung

Die Pu­bli­kums­ver­lage re­pe­tie­ren mantra-artig, dass sie für Qua­li­tät ste­hen und dass diese auf­wän­dige Ver­fei­ne­rung von Ur­he­ber­wer­ken ei­ner der Haupt­gründe für die Kos­ten ih­rer Pro­dukte ist. Dass dem heut­zu­tage lei­der allzu oft nicht mehr so ist, er­kennt man durch Bli­cke in ver­legte Bü­cher nur allzu leicht — rich­tig übel wird es bis­wei­len so­gar, wenn man hier­bei Über­set­zun­gen heran zieht.

Ein (nicht ganz) neuer Weg, dem Kun­den sein Geld aus der Ta­sche zu zie­hen, ist ein be­son­ders dreis­ter Eti­ket­ten­schwin­del des Heyne–Ver­lags. Auf dem Co­ver des Ro­mans GE­GEN ALLE FEINDE prangt groß und fett wie ge­wohnt der Name ei­nes Au­to­ren: in die­sem Fall Bestseller-Schreiber Tom Clancy. Klar, dass alle Clancy-Fans so­fort und ohne Be­den­ken zm Ro­man grei­fen.

Doch ver­wun­dert reibt sich der Fan die Au­gen ob des In­halts von GE­GEN ALLE FEINDE, der qua­li­ta­tiv nicht mit an­de­ren Wer­ken des Schrift­stel­lers mit­hal­ten kann und ein ver­gleichs­weise tum­bes »auf­rechte ame­ri­ka­ni­sche Hel­den ge­gen fa­na­ti­sche is­la­mis­ti­sche Terroristen«-Szenario be­schreibt. Be­trübt fragt sich der Thriller-Anhänger, ob Clancy sei­nen Schaf­fens­ze­nit über­schrit­ten hat? Muss man sich etwa ei­nen neuen Genre-Autor su­chen?

Seid be­ru­higt, Mil­lio­nen. Der Grund für die min­dere Qua­li­tät des Ro­mans ist keine plötz­li­che Krea­ti­vi­täts­senke oder Stil-Inkontinenz Clan­cys, son­dern viel­mehr, dass es sich bei dem Buch um ei­nen mie­sen Eti­ket­ten­schwin­del han­delt. Tat­säch­lich wurde der Ro­man näm­lich über­haupt nicht von Clancy ver­fasst, son­dern von je­man­dem na­mens Pe­ter Te­lep.

Wie Heyne groß Clancy aufs Co­ver pinnt, ohne dass Clancy tat­säch­lich drin ist (ob nun aus­schließ­lich oder mit »Co-Autor« ist hier­bei völ­lig ir­re­le­vant), das kann man mei­ner Ansicht nach nur als Un­ver­schämt­heit und dreiste Ab­zo­cke be­zeich­nen.

Übri­gens: auch auf der US-Fassung des Ro­mans (ver­legt von Ber­k­ley, ei­nes Toch­ter­ver­lags der Pen­guin Group) prangt groß der Name Tom Clancy, al­ler­dings steht hier we­nigs­tens ver­schämt und klein dar­un­ter »with Pe­ter Te­lep«.

In Heynes Kurz­be­schrei­bung zum Ro­man liest man:

In­ter­na­tio­nale In­tri­gen, ex­plo­sive Ac­tion – der neue große Tom Clancy

Seit Jah­ren tobt der Kon­flikt im Mitt­le­ren Os­ten. Nun sieht es so aus, dass sich der Kriegs­schau­platz ver­la­gert hat. Die Ta­li­ban be­die­nen sich für ihre Ma­chen­schaf­ten ei­nes me­xi­ka­ni­schen Dro­gen­kar­tells und tra­gen den Kampf ins Hei­mat­land des Erz­fein­des – in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­rika. Tom Clancy, der Meis­ter des in­ter­na­tio­na­len Po­lit­thril­lers, stellt uns sei­nen neuen Hel­den vor: Ex-Navy-SEAL Max Moore. Und der steht al­lein – ge­gen alle Feinde.

Es wird frag­los ein­deu­tig der Ein­druck er­weckt, der Ro­man stamme aus­schließ­lich von Clancy — jeg­li­cher Hin­weis auf ei­nen »Co-Autor« fehlt im Ge­gen­satz zur eng­li­schen Fas­sung, wo man we­nigs­tens dar­auf hin­weist, dass es ei­nen sol­chen gibt. Auch auf Amazon.de fehlt jeg­li­cher Hin­weis auf den Co-Autor Te­lep. Ich nehme an, im Buch steht es an ir­gend­ei­ner Stelle ver­schämt und klein, wo man es nicht fin­det oder es so­wieso kei­ner liest.

Ist der schnelle Euro wich­ti­ger als das Ver­trauen der Kun­den, das man mit sol­chen über­flüs­si­gen Win­kel­zü­gen leicht­fer­tig aufs Spiel setzt? Dass so et­was ge­rade heut­zu­tage ins Auge geht, zei­gen die der­zeit an al­len Ecken des Webs er­schei­nen­den ne­ga­ti­ven Re­zen­sio­nen des Werks.

Diese Num­mer wird übri­gens nicht nur bei Clancy ge­fah­ren …

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Co­ver GE­GEN ALLE FEINDE co­py­right 2012 Heyne

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