Wer endlich einmal mit Stil schreiben möchte, der kann das jetzt tun. Ein Hinweis von Cynx brachte mich zu einer Seite, auf der eine Software angeboten wird (Edit: Seite wird in Firefox nicht angezeigt, Chrome funktioniert), die einen in die Lage versetzt, so zu schreiben wie die Timelords und deren berühmtester Vertreter Doctor Who. Das Programm liegt als Java-Datei vor und sollte somit plattformübergreifend nutzbar sein. Das Wort »PhantaNews« kann wie folgt aussehen (die Schrift ist variabel):
Ich hätte angesichts des Monatsersten damit rechnen sollen: heute ist die Ausgabe 284 des Magazins FANDOM OBSERVER auf die Netzgemeinde losgelassen worden. Unter der redaktionellen Aufsicht von Martin Kempf enthalten die 18 Seiten folgende Themen:
* Fanzine Kurier: Armin Möhle und seine Mannen besprechen Fanzines
* Buch, Bücher, am Büchesten: Die Rezensenten hatten offenbar über Weihnachten viel Zeit zum Lesen
* Zurück im Kino: ist Robert Musa vor der Leinwand und Bruce Willis auf der Leinwand
Besprochen wird unter anderem Scalzis REDSHIRTS, Sean O´Connells TÚATHA DÉ DANANN – NEKROPOLIS und Dan Simmons´ Thriller EISKALT ERWISCHT.
Nicht so schön ist für den Fan des Magazins allerdings die Ankündigung im Vorwort, dass der FANDOM OBSERVER mit der Nummer 300 im Juni 2014 nach sagenhaften 25 Jahren eingestellt werden wird … Mir wird er fehlen.
IBM baut nicht nur Computer sondern betreibt auch Zukunftsforschung. Dafür werden unter anderem öffentlich zugängliche Daten aus dem Internet extrahiert und interpretiert (»über eine halbe Million öffentliche Beiträge in Foren, Blogs, sozialen Medien und Nachrichtenquellen«). Mit Hilfe dieser virtuellen Kristallkugel hat man die Erkenntnis gewonnen, dass Steampunk DER Trend der Jahre 2013 bis 2015 werden wird. Das teilt man sogar in einer Pressemeldung mit (Auszug, Übersetzung von mir):
IBM predicts that »steampunk«, a sub-genre inspired by the clothing, technology and social mores of Victorian society, will be a major trend to bubble up, and take hold, of the retail industry. Major fashion labels, accessories providers and jewelry makers are expected to integrate a steampunk aesthetic into their designs in the coming year.
IBM sagt voher, dass »Steampunk«, ein von der Mode, der Technologie und den sozialen Gepflogenheiten der viktorianischen Gesellschaft inspiriertes Subgenre, ein bedeutender Trend sein wird, der im Einzelhandel heftige Wellen schlagen und sich etablieren wird. Es wird erwartet, dass große Modelabels, Anbieter von Accessoires und Schmuck die Steampunk-Ästhetik im kommenden Jahr in ihre Designs integrieren werden.
Tja, das war´s dann wohl für unser kleines, gemütliches Subgenre, demnächst hängt sich also alles ans Thema und bemüht sich, Kohle daraus zu machen. Wir sind verloren. Sollten die IBM-Auguren Recht haben, bleibt uns wohl nur entweder der Satz »ich habs doch schon immer gesagt« oder abfällige Blicke angesichts der mit Massenware behängten Kretins. ;)
Gestern sind sie also zum 70. Mal verliehen worden, die Güldenen Globen. Eigentlich könnte ich mir die Besprechung sparen, denn das Genre glänzt bei den Gewinnern vollständig durch Abwesenheit (zumindest, wenn wir auch hier LIFE OF PI ignorieren). Aber ich bin ja gar nicht so. Immerhin ging die Kugel für den besten animierte Film an BRAVE.
Der zuvor als Favorit verortete LINCOLN muss sich mit einer Auszeichnung zufrieden geben (in der Kategorie Schauspieler an Daniel Day-Lewis). Christoph Waltz bekam einen Preis für seine Nebenrolle als Kopfgeldjäger in Tarantinos DJANGO UNCHAINED (so etwas wäre bei uns wohl nicht möglich, im Film geht’s nicht zimperlich zu und da wäre das Geschrei der Moralapostel aus den Parteien wieder groß; für Waltz lohnte sich die Zusammenarbeit mit dem Regisseur nach INGLORIOUS BASTERDS damit erneut). Für die beste Regie erhielt Ben Affleck für seinen Film ARGO eine der Auszeichungen, den hat Bandit hier auf PhantaNews besprochen, zudem wurde der auch gleich als bester Film geehrt.
Für mich nicht ganz unerwartet ging der beste Filmsong an Adele für SKYFALL, ich gehe davon aus, dass sie damit auch den entsprechenden Oscar gewinnen wird.
Die Hollywood-Selbstbeweihräucherungsrunde 2013 ist mit den Nominierungen für die Academy Awards eröffnet – aber irgendwie mögen wir das Oscar®-Spektakel ja doch und trotz aller Albernheiten.
Auch in diesem Jahr ist das Genre im Prinzip nicht bei den Hauptpreisen vertreten, sieht man mal von LIFE OF PI ab, das man mit etwas gutem Willen im Bereich Phantastik verorten könnte. Die ersten Nennungen finden sich nicht ganz unerwartet bei den Animationsfilmen, die sind nämlich komplett in Genre-Hand. Bei den visuellen Effekten gibt’s dann natürlich die ganz große Kelle: HOBBIT, THE AVENGERS, PROMETHEUS und SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN.
Die meisten Nominierungen, nämlich 12, erhielt LINCOLN, dicht gefolgt von LIFE OF PI mit elf.
Aufgrund der Neujahrsfeierlichkeiten gibt es auf der Seite des Magazins erst heute den Hinweis auf die neue Ausgabe des Fanzines FANDOM OBSERVER. Kann ja mal passieren. Ich hatte mich schon gewundert. Chefredakteur ist diesmal Günther Freunek und der präsentiert die folgenden Themen:
• Karaffenweise Vurguzz – zur SF-Ausstellung in Bonn
• Der FO-Jahresrückblick 2012 – ohne Jauch oder Kerner
• Der Fanzine-Kurier – Armin Möhles Première im FO als Fanzine-Redakteur
Weiterhin finden sich im Heft:
Besprechungen zur großen SFCD-Literaturpreis-Anthologie DIE STILLE NACH DEM TON und zum SF-Jahrbuch 2012. Und wie immer alles Wissenswertes aus Kino & TV und zu den aktuellen Filmen.
Den FANDOM OBSERVER kann man wie immer auf der Webseite des Fanzines kostenlos als PDF herunter laden.
In der Dezember-Ausgabe seines Phantastischen Bücherbriefs bespricht Erik Schreiber erneut haufenweise Phantastik-Publikationen, seien es nun Bücher, Comics, Hörbücher oder Heftromane.
Es gibt aber eine Neuerung: mit der vorliegenden Ausgabe wird die Druckfassung des Bücherbriefs, der seit sage und schreibe 30 Jahren existiert, eingestellt, da das Interesse an einer Papierversion einfach nicht mehr groß genug ist. Die PDF-Version wird aber selbstverständlich weiterhin in gewohnter Weise auf den bekannten Webseiten (zum Beispiel hier) herunter zu laden sein.
Auf dem Cover der Ausgabe 589 ist das Titelbild des Romans DIE BESTIE VON WEIMAR zu sehen, der in Eriks Verlag Saphir im Stahl erschienen ist. Inhaltlich findet sich ein kurzer Nachruf auf den deutschstämmigen NASA-Wissenschaftler Jesco von Puttkamer, sowie selbstverständlich die bekannten Besperechungen und Vorstellungen phantastischer Stoffe in verschiedenen Medien.
Gestern verstarb der britische Regisseur, Produzent, Autor und Verleger Gerry Anderson im Alter von 83 Jahren. Eigentlich hieß er mit Geburtsnamen Gerald Alexander Abrahams, aber ich denke, dass viele sogar mit seinem Pseudonym nicht viel anfangen können. Dabei gehörte er mit zu den umtriebigsten britischen Erfindern und Produzenten von Serien im Phantastik-Umfeld.
Geboren im Jahr 1929, diente Anderson im zweiten Weltkrieg in der RAF und wandte sich danach den Filmkünsten zu. Mitte der 1950er stieß er als Regisseur zur unabhängigen Fernsehproduktionsfirma Polytechnic Studios, wo er den Kameramann Arthur Provis traf. Als die Firma Pleite ging, gründete er zusammen mit Provis sowie Reg Hill und John Reed im Jahr 1957 Pentagon Films. Auch die hielt aber nicht lange und kurz darauf startete Anderson mit Provis AP Films (Anderson-Provis-Films).
Die erste Fernsehserie von AP-Films war THE ADVENTURES OF TWIZZLE, ebefalls Andersons erste Arbeit mit Puppen, die ihn so schnell nicht wieder los lassen sollten, obwohl er viel lieber mit »richtigen« Schauspielern gearbeitet hätte. Er hoffte jedoch, dass die erfolgreichen Puppenserien sein Einstieg in Realproduktionen sein würden.
SUPERCAR war dann die erste Serie, die offiziell unter dem Label »Supermarionation« geführt wurde, eben jenen neuen Animationstechniken für Puppen, die Anderson mit entwickelte, es folgten FIREBALL XL5 (1962) und STINGRAY (1964). Eine der wahrscheinlich erfolgreichsten Anderson-Serien waren dann die THUNDERBIRDS, die im Jahr 1964 starteten.
Unter den bekanntesten Realserien, die Gerry realisierte, waren zum einen UFO, die sich um eine Geheimorganisation drehte, die eine Alien-invasion abwehren sollte, sowie selbstverständlich SPACE: 1999 alias MONDBASIS ALPHA 1. Mitte der Neunziger gab es die weitestgehend unbelannte SF-Serie SPACE PRECINCT (deutsch: SPACE COPS), die sich um Polizisten im Weltall drehte und international weitestgehend unbeachtet blieb.
Im Jahr 2005 brachte er zusammen mit ITV unter dem Titel GERRY ANDERSON´S NEW CAPTAIN SCARLET eine Neuauflage der älteren Serie an den Start, deren Produktion sagenhafte 23 Millionen Pfund verschlang. Dank nahezu nonexistenter Werbung durch den sender floppte diese allerdings.
Noch im März 2011 arbeitete Anderson mit Annix Studios an CHRISTMAS MIRACLE, einem computeranimierten Kinderfilm. Im Juni 2012 informierte man die Öffentlichkeit über seine Erkrankung an Alzheimer, die nun auch zu seinem Tode am 26. Dezember 2012 führte.
Auch nach der Erfindung des Buchdrucks waren Bücher noch lange Zeit Privilegierten wie Kirchen und Reichen vorbehalten. Doch irgendwann verbreitete sich die Technik und damit auch das Buch und die Herstellung wurde so einfach, dass man die breite Masse mit gedruckten Werken versorgen konnte. Und eins der unschlagbaren Features des Buches ist es, dass man es weiter geben kann, sei es nun zum Verschenken, zum Verkaufen oder zum Verleihen. In Zeiten von kundenfeindlichem DRM und in denen man Leselizenzen erwirbt, statt das Buch, sind diese Möglichkeiten zu Ungunsten des Nutzers erheblich eingeschränkt.
Einige Stadtbüchereien haben auf das sich ändernde Leseverhalten reagiert und sogenannte »Onleihen« eingerichtet, über die man eBooks online ausleihen kann. Für den Nutzer überaus praktisch, man muss noch nicht einmal mehr das Haus verlassen – und Senioren können die Schriftgröße anpassen, wenn sie nicht mehr so gut sehen können. Ein win-win-Szenario, sollte man meinen – und auch rechtlich unkritisch, da hier grundsätzlich nicht viel anders ist, als beim Ausleihen physisch vorhandener Wälzer.
Doch Matthias Ulmer, geschäftsführender Gesellschafter des Eugen-Ulmer-Verlags, sieht das anders, wie man aus einem Heise-Artikel entnehmen kann. Offenbar stuft er die »ungebremste Ausleihe« sogar als noch problematischer als Piraterie an, denn diese ist völlig legal. Einem Verleger, der angesichts der steigenden eBook-Absätze Dollarzeichen in den Augen hat, kann so etwas natürlich nicht gefallen, er möchte offenbar ein Monopol für das Verleihen von eBooks bei der Buchbranche sehen. Und träumt bereits von brancheneigenen Verleihsystemen und abstrusen Mondpreisen wie 2,99 Euro für das Entleihen eines Buches via Apple. Ausleihen soll laut Ulmer das zentrale Geschäftsmodell werden. Wenn das die lange überfällige Anpassung des Geschäftsmodells an die Internet-Zeit sein soll, dann gute Nacht, Gutenberg.
Deswegen sollen die Bibliotheken die Dienstleistung nach seiner Meinung erheblich einschränken und nur noch sozial oder finanziell schwache damit bedienen. Was für ein Wohltäter …
Es bleibt für den Bürger nur zu hoffen, dass der Gesetzgeber hier nicht erneut vor der Lobby einknickt, denn man darf davon ausgehen, dass auch andere Buchverleger ähnlich abstruse und wieder einmal bürgerfeindliche Gedanken hegen. Eine derartige unnötige Einschränkung des Bibliotheksbetriebs ist nicht hinzunehmen. Es ist nicht einzusehen, warum ein Service, den es bereits sehr lange gibt, nicht mehr breit angeboten werden soll, nur weil sich das Medium minimal ändert. Es ist zudem nicht einzusehen, dass das ausschleißlich aus wirtschaftlichen Interessen der Verlage geschieht. Das Allgemeinwohl wiegt hier deutlich schwerer.
Während Ulmer sich auf öffentliche Bibliotheken einschießt, machen Amazon oder Skoobe derweil schonmal das Geschäft. Persönlich denke ich, dass ein ganz einfacher Weg, um die Umsätze kräftig anzukurbeln der wäre, einfach vernünftige und kundengerechte Preise für eBooks anzusagen, statt solcher, die sich am Hardcover orientieren. Aber das ist wahrscheinlich zu einfach – und nicht gewinnträchtig genug … (facepalm)
Wir werden genau beobachten müssen, was die Branche in dieser Hinsicht plant, um nötigenfalls dagegen vorzugehen.
Schon in der Nacht auf Samstag erschien zum Monatsersten die neue Ausgabe des FANDOM OBSERVERS. Chefredakteur ist diesmal Günther Freunek und besprochen werden unter anderem die folgenden Themen:
* 50 Jahre SETI – Auf der Suche nach E.T.
* Als Halbling unterwegs in Buchhandlungen – Klaus N. Frick interviewt Prisca Burrows
* James Bond bei Rahenbrock: 007 in Osnabrück
* Muc-Con 2012 – Die Phantasten laden 2.0
Weitere Themen in der neuen Ausgabe sind:
Jede Menge Buchrezensionen und wie immer alles Wissenswertes aus Kino & TV. Rüdiger Schäfer war mal wieder im Kino und hat sich mit Geheimagenten und Judges herumgeschlagen. Auch dem Übersinnlichen ist entgegengetreten. Kurz vor dem Start des ersten Hobbit-Films hat sich Rupert Schwarz die Comic-Adaption des Kleinen Hobbit näher angeschaut und vergleicht die Neuausgabe mit der Erstauagabe von 1989.
Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.
Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.
Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.