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Artikel aus der Kategorie \ ‘eBook’

23
Jul

PERRY RHODAN Planetenromane jetzt bei Beam-eBooks

geschrieben von: Stefan Holzhauer in Romanheft, eBook

Ab sofort gibt es die in Form von Taschenheften neu aufgelegten PERRY RHODAN-Planetenromane auch als eBooks. Lizenzpartner hierfür ist Beam-eBooks, bei denen man bereits bequem die Heftromane in dieser Form beziehen kann.

Den Start macht Hubert Haensels AGENT FÜR TERRA:

Zwischen Aras, Springern und intriganten Terranern – ein Agent der Galaktischen Abwehr kämpft um sein Leben.

Anfang des 24. Jahrhunderts nach Christus: Das Solare Imperium der Menschheit unter der Leitung des Großadministrators Perry Rhodan gehört zu den wichtigsten Sternenreichen der Milchstraße. Doch zwischen den Sternen ringen mächtige Interessengruppen um Einfluss.

Die Galaktische Abwehr schickt ihre besten Männer in den Einsatz, um die Menschheit zu schützen. Zu diesen Agenten gehört Arthur Konstantin. Er wird auf den unbedeutenden Planeten Charisma geschickt, um dort gegen interstellare Drogenhändler vorzugehen. Recht schnell merkt der junge Agent, dass er in ein gefährliches Wespennest gestochen hat…

Auch die weiteren Planetenromane werden von Beam-eBooks sukzessive angeboten werden. Der Preis für die im ePub-Format angebotenen Werke beträgt EUR 2,95.
Ich habe bereits mehrfach am Kiosk verpasste PR-Hefte für meinen eReader über Beam bezogen und das funktioniert bei Zahlung via PayPal komfortabel, einfach und schnell.

Cover AGENT FÜR TERRA Copyright VPM

Creative Commons License
20
Jul

Amazon USA verkauft mehr eBooks als gedruckte Bücher

geschrieben von: Stefan Holzhauer in Buch, eBook

Zumindest behauptet das der Online-Versender. Wenngleich das eine erstaunliche Entwicklung in so kurzer kurzer Zeit ist, muss man die Zahlen mit Vorsicht betrachten:

Laut Amazon kamen im letzten Monat auf 100 verkaufte Hardcover 180 abgesetzte eBooks, damit setzt sich ein Trend fort, der sich in den drei Monaten davor mit 100 : 143 bereits abgezeichnet hatte. Im ersten Halbjahr 2010 haben sich die eBook-Umsätze beim Online-Händler laut dessen Aussagen verdreifacht. Nicht in diese Statistik eingegengen sind allerdings die Taschenbuch-Verkäufe, Amazon vergleicht ausschließlich eBooks mit Hardcovern, bezieht man die Paperbacks mit ein, dürfte das Verhältnis ganz anders aussehen. Ebenfalls nicht mit in der Statistik sind allerdings eBooks, die kostenlos angeboten werden, weil beispielsweise ihre Urheberrechte abgelaufen sind.

Angeblich ist der Kindle in den USA nach wie vor das meistverkaufte elektronische Gerät der Online-Shopping-Plattform. Zusätzlich bietet man aber auch Software-Kindles für eine Vielzahl von Devices an, beispielsweise iPhone, iPad, BlackBerry, Android-Handys sowie Macs und PCs. Hinzu kommt, dass Hardcover jenseits des großen Teichs durchschnittlich ca. 26 Dollar kosten, die eBook-Versionen jedoch für ca. 10 Dollar angeboten werden.

Amazons eBook-Store umfasst derzeit ca. 630000 Bücher, dazu kommen 1.8 Millionen urheberrechtsfreie Werke.

Man muss die Zahlen – die man ohnehin nicht nachvollziehen kann – also mit ein wenig Vorsicht betrachten. Dennoch ist wohl klar, dass das eBook in den Vereinigten Staaten offenbar im Mainstream angekommen ist. Das sollte der hierzulande höchst zögerlichen Branche zu denken geben…

via Wired und Heise

Pressefoto Amazon Kindle Copyright Amazon

Creative Commons License
21
Jun

Der preiswerte neue »Nook«?

geschrieben von: Stefan Holzhauer in eBook

Es verdichten sich Gerüchte, dass Barnes & Noble ab Mitte der Woche eine Variante seines eBook-Readers Nook (ich berichtete) anbieten wird, der mit einem geplanten Verkaufspreis von 149,- US-Dollar deutlich preiswerter sein wird, als die bisher angebotene Variante. Im Unterschied zur bislang erhältlichen Version verfügt der neue Nook nicht über WLAN.

Möglicherweise wird auch das bisherige Modell im Preis gesenkt werden.

Die Informationen stammen von Engadget, die einen Screenshot zugespielt bekommen haben und auch über Google weitere Hinweise auf das neue Modell und eine eventuelle Preissenkung fanden.

Nach wie vor sind so gut wie alle auf dem Markt erhältlichen eBook-Reader mit brauchbarem Display für den Massenmarkt zu teuer, der neue Nook wäre da wieder einmal ein Schritt in die richtige Richtung.

Update: Inzwischen wird die Meldung auch anderswo bestätigt.

Creative Commons License

Bild: Pressefoto Nook, Copyright 2009 Barnes & Noble

11
Mai

Heute erscheint: FOR THE WIN von Cory Doctorow

geschrieben von: Stefan Holzhauer in Buch, Spiel, Web, eBook

For The WinFOR THE WIN ist der aktuelle Roman des Science-Fiction-Schriftstellers und Netzaktivisten Cory Doctorow, der bereits mit Werken wie DOWN AND OUT IN THE MAGIC KINGDOM, MAKERS oder insbesondere LITTLE BROTHER einigen Erfolg aufweisen konnte.

Das Besondere an seinenRomanen: zwar kann man sie in einer herkömmlichen Druckform goutieren, ebenso bietet er sie aber auf seiner Webseite zum kostenlosen Download in verschiedenen eBook‑ und Textformaten an.

FOR THE WIN ist eine spannende Geschichte über Kinder und Jugendliche rund um die Welt, die als »Goldfarmer« arbeiten. Goldfarmer sind Personen, die in Onlinespielen wie WORLD OF WARCRAFT sich wiederholende Aufgaben durchführen, um virtuelle Reichtümer anzusammeln, die man dann gegen hartes – und vor allem echtes – Geld an Spieler verkaufen kann, die sich das aus Faulheit oder Mangel an Geduld im Spiel nicht selbst erarbeiten wollen. Die (oft wie Sklaven ausgenutzten) Goldfarmer nutzen vernetzte Computerspiele und andere vernetzte Systeme, um eine weltweite Handelsvereinigung zu gründen, die ihnen dabei helfen soll, ihre Rechte zu vertreten. Der Roman beschäftigt sich mit wie immer von Cory auf höchst unterhaltsame Weise aufgearbeiteten Themen wie Ökonomie, Weltpolitik, die Arbeiterbewegung sowie Theorie und Praxis von Computerspielen.

Cory DoctorowIn den USA erscheint FOR THE WIN bei Tor Books, in Großbritannien bei Harper Collins, Random House produzierte eine ungekürzte Hörbuch-Version, die man DRM-frei und ohne dass man seine Seele verkaufen muss, auf Corys Seite erwerben kann.

Und selbstverständlich gibt es auch diesen Roman wieder zum kostenlosen Download auf seiner Seite craphound.com. Nichtkommerzielle Verbreitung und das Erstellen abgeleiteter Werke sind unter CC-Lizenz erlaubt. Wer also eine Fan‑Übersetzung erstellen möchte: immer los, das ist von Cory Doctorow ausdrücklich erwünscht! :o)

Bilder: Cover FOR THE WIN, Copyright 2010 Tor Books, bei Amazon kann man bislang leider nur die UK-Version vorbestellen. Bild Cory Doctorow Copyright Cory Doctorow.

Creative Commons License
21
Apr

THE HORROR OF THE HEIGHTS – Sir Arthur Conan Doyle

geschrieben von: Stefan Holzhauer in Buch, eBook

Cover HORROR OF THE HEIGHTSDen bri­ti­schen Schrift­stel­ler Sir Ar­thur Conan Dolye ken­nen die meis­ten ins­be­son­de­re als den Schöp­fer des bril­li­an­ten Pri­vat­de­tek­tivs aus der Baker Street: Sher­lock Hol­mes.
Doch Doyle war selbst­ver­ständ­lich über die Aben­teu­er von Hol­mes hin­aus schrift­stel­le­risch aktiv und hat noch viele wei­te­re Ge­schich­ten ge­schrie­ben, die al­ler­dings bei­wei­tem nicht den Be­kannt­heits­grad sei­nes Haupt­prot­ago­nis­ten er­reich­ten.
Eine sol­che Ge­schich­te möch­te ich hier vor­stel­len. Es han­delt sich um die 1913 ent­stan­de­ne Story THE HOR­ROR OF THE HEIGHTS, die in der Samm­lung TALES OF TER­ROR AND MYS­TE­RY (1922) er­schie­nen ist. Ar­thur Conan Doyle ver­starb im Jahr 1930, so dass seine Werke in­zwi­schen Pu­blic Do­main sind, das be­deu­tet, sie sind ge­mein­frei.

THE HOR­ROR OF THE HEIGHTS kann man auf­grund sei­nes In­halts si­cher­lich im Steam­punk-Gen­re ver­or­ten, auch wenn es die­sen Be­griff streng ge­nom­men da­mals na­tür­lich noch gar nicht gab. Das macht aber nichts, denn es waren Ge­schich­ten wie diese oder die von Jules Verne oder H. G. Wells, die spä­te­re Gene­ra­tio­nen dazu brach­ten, so etwas wie Steam­punk über­haupt erst zu er­sin­nen.

Ich habe dar­auf ver­zich­tet, die Story zu über­set­zen (hole das viel­leicht aber noch nach), das ver­wen­de­te Eng­lisch ist nicht allzu schwer zu ver­ste­hen, zudem bin ich der An­sicht, dass ge­ra­de sol­che Ge­schich­ten stark von ihrer Spra­che leben und bei einer Über­set­zung viel ver­lo­ren geht.

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21
Apr

Kostenlose eBooks bei Libreka – revisited

geschrieben von: Stefan Holzhauer in Web, eBook

noBook statt eBookIch mache doch mal einen neuen Artikel daraus, statt Updates in den letzten zu schreiben, das hier könnte länger werden…

Es kam tatsächlich vergleichsweise schnell eine Antwort von Libreka. Hilfreich war die aber wie erwartet nicht, denn warum sollte ich Adobe Digital Editions installieren, wenn ich einen Adobe-DRM-tauglichen Reader habe? Ja, ich weiß, um das Buch auf den Rechner bzw. den eReader zu bekommen, aber das ist doch völliger Unfug. Außerdem gibts ADE nicht für Linux…

Guten Tag,
es ist richtig, dass in Ihrem Profil ein Link (.acsm) hinterlegt wird, den Sie sich dann herunterladen.
Zum Öffnen der Datei benötigen Sie das Programm »Adobe Digital Editions«.
Weitere Infos hierzu finden Sie hier: http://www.libreka.de/help#drm.

Freundliche Grüße
i.A. xxxxxx yyyyy

Ich habe daraufhin geantwortet:

Sehr geehrte Frau yyyyy,

Das hilft mir nicht, da Adobe Digital Editions nicht für Linux angeboten wird.

Zudem habe ich ein Adobe-DRM-taugliches Lesegerät, ich muss also Adobes proprietäre und durch die Verwendung von Flash unsichere Software nicht nutzen und werde dies auch nicht tun. Bitte teilen Sie mir mit, wie ich das ePub auf meinen Reader bekomme.

MfG

Mir ist schon klar, dass das ohne ADE nicht geht, aber man kann ja mal fragen… :o)

Ich habe allerdings nach Frau yyyyys Tipp mal einen Blick auf die Hilfeseite geworfen, dort fand ich einen verblüffenden Hinweis:

Besteht die Möglichkeit ein gekauftes E-Book umzutauschen?
E-Books gelten gesetzlich als Waren, die aufgrund ihre Beschaffenheit nicht für eine Rücksendung geeignet sind. Wie bei Film‑, Musik‑ oder Softwaredownloads sind auch elektronische Bücher vom Widerrufsrecht ausgeschlossen. Es ist daher nicht möglich ein E-Book umzutauschen oder zurückzugeben.

Das ist eine interessante These, die wohl in der Zukunft mal durch ein Gericht überprüft werden muss. Früher wurde das Rückgabeerecht durch das Fernabsatzgesetz geregelt, das wurde inzwischen ins BGB integriert. Wann die Rückgabe von Waren nicht möglich ist wird geregelt im § 312d, da steht unter Punkt 2 (auf den man sich bei Libreka bezieht):

2. zur Lieferung von Audio‑ oder Videoaufzeichnungen oder von Software, sofern die gelieferten Datenträger vom Verbraucher entsiegelt worden sind,

Habe ich beim Kauf eines eBooks eine Audioaufzeichnung erworben? Nein. Eine Videoaufzeichnung? Nein. Software? Negativ. Habe ich Datenträger »entsiegelt«? Auf keinen Fall.

Dazu kommt, dass die eBooks durch massiv restriktives DRM geschützt sind, ich kann sie also nicht drucken, kopieren oder an Dritte weiter geben. Was ich kann ist, sie anzulesen, aber das kann ich bei einem Papierbuch auch, bevor ich es zurücksende. Sich einen Eindruck vom »aus der Ferne« erworbenen Gut zu machen und es bei Nichtgefallen zurück geben zu können ist ja einer der ausdrücklichen Zwecke dieses Gesetzes. Warum sollte es hier eine Unterscheidung des Mediums geben, also ob der Text auf Papier gedruckt wurde oder ob die Daten elektronisch vorliegen? Der Börsenverein selbst sagt in seiner Begründung für die Buchpreisbindung auf eBooks (pdf), dass das elektronische Buch dem gedruckten gleichzusetzen ist («im wesentlichen entspricht«)… Hier jetzt nicht mehr, oder wie?

Libreka – und damit der Börsenverein des deutschen Buchhandels – erweitert die gesetzliche Einschränkung unilateral (und meiner Ansicht nach fälschlich) auf eBooks und konterkariert damit das, was der Gesetzgeber mit diesem Gesetz bezweckt hatte: die Rechte des Kunden bei Fernabsatz zu stärken. Durch die Formulierung »gesetzlich« in ihrem Text versuchen sie zudem zu suggerieren, dass sie gesetzeskonform handeln – was allerdings erst zu prüfen wäre.

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20
Apr

DIE DREI ??? bei Libreka zum kostenlosen Download – oder auch nicht…

geschrieben von: Stefan Holzhauer in Buch, Web, eBook

Cover Rashuras SchatzLibreka, die eBook-Verkaufsverhinderungsplattform des deutschen Buchhandels hat im Rahmen des »Welttags des Buches« wieder mal kostenlose Downloads im Angebot. Diesmal handelt es sich um einen Band aus dem DREI ???-Sammelroman 150.
Um DIE GEISTERBUCHT 1: RASHURAS SCHATZ von Astrid Vollenbruch als ePub herunter laden zu können, muss man sich bei Libreka anmelden, also ein Nutzerkonto anlegen und die üblichen Daten wie Namen und Adresse angeben.
So weit, so schlecht. Noch schlechter ist aber, dass die kostenlose Leseprobe DRM-verseucht ist und somit nur auf einem entsprechenden Lesegerät goutiert werden kann. Und am schlechtesten ist, dass ich es trotz mehrstündigen Versuchen nicht schaffen konnte, die ePub-Datei herunter zu laden, denn stattdessen bietet mir Libreka eine Download-Hilfs-Seite namens URLLink.acsm zum Download an. Es war auch grundsätzlich nicht ganz einfach, den Downloadlink zu finden, denn der Server ließ sich mit der Bereitstellung desselben so viel Zeit, dass ich von einem Fehler ausging.

Interessant auch, dass man mich zwingen will, einen Buchhändler anzugeben, dem mein Download »gutgeschrieben« wird. Soll mir ja recht sein, nur leider wird dort nicht eine der Remscheider Buchhandlungen zur Auswahl angeboten, sondern nur welche vergleichsweise weit weg, mit denen ich nun wirklich nichts zu tun habe. Warum sollte ich denen meinen Download gutschreiben lassen? Bei der Auswahl fehlt die Option »keiner davon«.

Ob sie es irgendwann mal schaffen, Libreka zum Funktionieren zu bewegen und vielleicht ansatzweise komfortabel zu gestalten? Man darf gespannt bleiben – ich muss aber zugeben, dass mich das eigentlich gar nicht interessiert…

Update: Ich hatte vermutet, dass überlastete Server schuld daran sind, dass nur die oben genannte Datei ausgeliefert wird, aber nach mehreren Stunden sollte das doch mal irgendwann klappen. Könnte man meinen… Ich habe jetzt mal eine Supportanfrage gestellt. Wenn (falls) eine Antwort kommt, werde ich mich wieder melden.

Cover RASHURAS SCHATZ Copyright 2010 KOSMOS

Creative Commons License

14
Apr

Copy.Right.Now

geschrieben von: Stefan Holzhauer in Buch, Gesellschaft, Hörbuch, Musik, Web, eBook

Logo Heinrich Böll Stiftung… unter diesem Titel hat die Heinrich Böll Stiftung zusammen mit iRights.info einen Reader zum Thema Copyright in der Internet‑Ära herausgebracht. Der Untertitel lautet »Plädoyers für ein zukunftstaugliches Urheberrecht«. In diesem Reader nehmen renommierte Autoren unter anderem Stellung zum Urheberrecht in der modernen vernetzten Welt, zum Kopieren und zum Leistungsschutz-Gejammer der etablierten Verleger.

Der Reader steht unter einer Creative Commons-Lizenz, die es mir ermöglicht, einen der Artikel hier zu veröffentlichen. Es handelt sich dabei um die Betrachtungen von Monika Ermert zum ACTA-Abkommen, dass soeben hinter verschlossenen Türen und weitestgehend ohne den Einfluss demokratischer Prinzipien verhandelt wird und das zu einschneidenden Einschränkungen unserer Bürgerrechte in der digitalen Welt führen wird – wenn es nicht rechtzeitig gestoppt und auf eine demokratische Basis gehoben wird.

Warum ich das hier thematisiere? Das hat verschiedene Gründe. Zum einen stammt das heute genutzte Urheberrecht aus einer grauen Vorzeit und passt nicht mehr zur »digitalen Gesellschaft«. Zum anderen kann es meiner Ansicht nach nicht angehen, dass Volksvertreter die Interessen des Volkes das sie vertreten sollen an die Vertreter von Medienkonzernen verkaufen. Und drittens sehe ich die Gefahr, dass Bürgerjournalisten ihre Blogs und Special-Interest-Seiten (so wie beispielsweise diese hier) zumachen können, wenn die Verleger von Baumfäll-Zeitungen (und Konsorten) ihre Forderungen mittels massiver Politik-Manipulationen durchsetzen können – ein erster Ansatz ist mit dem Jugendmedienstaatsvertrag und seinen abstrusen Forderungen bereits getan.

Man muss diese Informationen verbreiten, damit auch die vielleicht endlich aufwachen, die unreflektiert die Parolen der Medienindustrie und ihrer Handpuppen nachplappern.

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Creative Commons License

6
Apr

»Das mit dem Copyright«

geschrieben von: Stefan Holzhauer in Buch, Gesellschaft, Web, eBook

Cory Doctorow

Neuer Beitrag im Artikelportal:

Cory Doctorow ist ein kanadischer Science-Fiction-Schriftsteller und Aktivist in Sachen neue Medien, Internet, Copyright-Liberalisierung und Privatsphäre. Am letzten Wochenende habe ich sein Buch LITTLE BROTHER in Rekordzeit gelesen, nachdem es mir von »fellow netizens« bereits mehrfach nachdrücklich ans Herz gelegt wurde.

Das Besondere an diesem Buch: man kann es nicht nur über die einschlägigen Vertriebskanäle kaufen, sondern es auch einfach auf seiner Webseite kostenlos in zahlreichen Formaten herunter laden. Kostenlos. Einfach so. Legal. Unter einer Creative Commons-Lizenz. Trotz dieser Tatsache verkaufen sich seine Bücher wie geschnitten Brot.

Wie kann das sein? Insbesondere angesichts des Dauergejammers gewisser Verleger und Verlage, wie böse kostenlose Angebote sind – seien sie nun semilegal oder legal – und dass beide den Markt zerstören…

Im Vorwort zu LITTLE BROTHER befindet sich der folgende Text, den ich aus dem Englischen übersetzt habe, um ihn hier zu veröffentlichen, was ich aufgrund der CC-Lizenz problemlos tun darf, wenn ich den Namen des Autoren nenne, auf seine Webseite hinweise und kein Geld damit verdiene.

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6
Apr

Cory Doctorow – LITTLE BROTHER

geschrieben von: Stefan Holzhauer in Buch, Gesellschaft, Web, eBook

Cover Little BrotherEine neue Rezension im Artikelportal:

Ich lese ja gern und viel und gebe das offen zu. Es kann auch mal vorkommen, dass ein Roman so gut/spannend/unbeschreiblich ist, dass ich ihn in kurzer Zeit lese und darüber andere Dinge vernachlässige. Dennoch habe ich in den letzten Jahren festgestellt, dass mir das immer seltener passiert – auch Bücher, die mich wirklich fesseln, tun das lange nicht mehr in dem Umfang wie früher. Das ist auch kein Wunder, je mehr das Gehirn schon aufgenommen hat, je mehr man schon gelesen hat, desto schwieriger wird es zum einen überrascht zu werden und zum anderen kennt man halt dermaßen viele Werke und Ideen, dass wirkliche Neuerungen ausbleiben.

Cory Doctorows LITTLE BROTHER hat mich von den ersten Buchstaben an völlig weggehauen und ich habe mich in einer Geschwindigkeit durch diesen Roman gefräst, der mich selbst in der Nachschau völlig überrascht, denn ich hätte nicht mehr für möglich gehalten, dass mich ein Roman nochmal derart faszinieren kann, dass ich ihn in einem Rutsch in Nullzeit durchlese, dass es mir wirklich schwer fällt, ihn mal wegzulegen und dass ich dann jede Gelegenheit nutze, ihn sofort wieder in die Hand zu nehmen, um weiter zu lesen.

Dabei wird in LITTLE BROTHER kein Genre neu erfunden, weder die SF noch der Thriller oder das Jugendbuch. Dennoch ist der Roman außergewöhnlich: außergewöhnlich kurzweilig, außergewöhnlich realistisch und außergewöhnlich echt, was Situationen und Charaktere angeht. Ein waschechter Science Fiction-Roman, der im Heute spielt und mit heutigen Technologien arbeitet. Für wenig Technikaffine dürfte der Roman unterhaltsame Fiktion sein, wer sich auskennt weiß, dass alles was in diesem Buch beschrieben wird heute bereits machbar ist – und gemacht wird. Wenn das beim unbedarften Leser eine gewisse Paranoia auslöst: gut so!

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26
Mrz

Neuer Budget-eReader: der Kobo

geschrieben von: Stefan Holzhauer in eBook

Kobo eReaderAb dem Mai möchte Anbeiter Kobo seinen neuen eReader in den USA und Kanada verkaufen. Der Kobo beschränkt sich auf das Notwendigste, bietet aber dennoch recht ordentliche Features und kommt vor allem mit einem Kampfpreis daher: Für gerade mal 150 Dollar soll der Reader an den Markt gebracht werden.

Zu den Spezifikationen: Kobo verfügt wie über ein sechs Zoll Vizplex eInk-Display mit acht Graustufen, statt nur über eine fünfzöllige Anzeige, wie andere Budget-Lesegeräte. die Maße sind 120 mal 184 mal 10 mm und das Gewicht beträgt gerade mal 200 Gramm. An Speicherplatz bringt das Gerät ein Gigabyte mit, zusätzlich kann man den verfügbaren Raum für Bücher mittels SD-Karten erweitern (bis maximal vier GB). Die Navigation geht über vier Menütasten und ein Steuerkreuz vonstatten, fünf Schriftgrößen sind wählbar, laut Herstellerangaben reicht der Akku für ca. 8000 Seitenwechsel. Der eReader verfügt zwar weder über WLAN noch über eine Mobilfunkverbindung (das hätte man für den Preis auch nicht angenommen), bietet aber Bluetooth für Synchronisierungen und kann selbstverständlich mittels USB mit dem Rechner verbunden werden. Verblüffenderweise können laut Angaben auf der Webseite nur zwei Formate dargestellt werden – nämlich ePub und PDF (Adobe DRM wird unterstützt) – vermutlich wird das aber mittels Firmwareupdates erweitert werden, denn das sind dann doch deutlich zu wenige. Soweit ich es übersehen konnte, kann der Kobo keine MP3s wiedergeben (und hat deswegen auch keinen Kopfhöreranschluss).
Als spezielles Feature nennt der Hersteller explizit die haptisch angeblich besonders angenehme geriffelte Vinyl-Rückseite des Kobo. An Farben werden »Porzellan« und Schwarz angeboten, man bietet aber zudem verschiedene Cover zum Aufhübschen des Geräts an.

Der Anbieter will den eReader mit 100 vorinstallierten vollständigen Büchern ausliefern, man spricht von »Klassikern«, es ist also davon auszugehen, dass es sich um gemeinfreie Werke (wahrscheinlich aus dem Projekt Gutenberg) handelt.

Bild: Pressefoto Kobo eReader, Copyright 2010 Kobo

23
Mrz

Don Murphy kauft Rechte an LITTLE BROTHER

geschrieben von: Stefan Holzhauer in Buch, Film & Fernsehen, Web, eBook

Cory DoctorowWir haben bereits einige US-amerikanische Filme gesehen, die sich mit verschiedensten Arten der Bekämpfung von Terroristen beschäftigen. Dazu gesellt sich nun eine neue, etwas ungewöhnlichere Facette:

Produzent Don Murphy hat sich die Rechte zu Cory Doctorows Roman LITTLE BROTHER gesichert; Murphy ist bekannt durch Produktionen wie NATURAL BORN KILLERS, FROM HELL, LEAGUE OF EXTRORDINARY GENTLEMEN oder die beiden TRANSFORMERS-Streifen.

Der Titel des Romans von Blogger, Netzaktivist und SF-Autor Cory Doctorow lehnt sich selbstverständlich an Orwells »Big Brother« aus 1984 an. Doctorow veröffentlichte die Erzählung auf seinem Blog als eBook zum freien und kostenlosen Download (in zahllosen Formaten) unter einer Creative Commons-Lizenz; das eBook war so erfolgreich, dass es inzwischen auch in Print-Ausgaben publiziert wurde.

In LITTLE BROTHER werden die Abenteuer eines Highschool-Absolventen kurz vor dem Abschluss verfolgt: nachdem Terroristen die San Francisco Bay Brücke gesprengt haben, gerät er in die Fänge der Homeland Security und deren semilegaler Machenschaften. Er und seine Freunde werden befragt und gefoltert wurden, dann entlässt man ihn in ein San Francisco, das unter vollständiger Überwachung durch das Department of Homeland Security steht und in dem die Bürgerrechte weitestgehend beschnitten wurden. Der Teeanger sagt dem DHS den Kampf an und startet eine Internet-basierte Rebellion, um seine Freunde zu retten und die Stadt zu befreien.

Wird Zeit, dass ich das endlich lese: soeben heruntergeladen und auf den eReader kopiert… Wer den Roman lieber in klassischer papierner Form hätte, bekommt ihn in deutsch (für 14,95 Euro allerdings völlig überteuert) und englisch bei Amazon.

Bild: Cory Doctorow, aus seinem Blog, von Joi Ito, Creative Commons Attribution 3.0