Andy Whitfield (1974 — 2011)

Knapp 18 Mo­nate nach­dem bei ihm das Non-Hodgkin-Lymphom dia­gnos­ti­ziert wurde, er­lag der Schau­spie­ler Andy Whit­field ges­tern der Krebs­er­kran­kung. Whit­field war ge­rade erst durch seine Ti­tel­rolle in der Starz-Serie SPAR­TA­CUS — BLOOD AND SAND be­kannt ge­wor­den.

Der Schau­spie­ler wurde in Wa­les ge­bo­ren und emi­grierte 1999 nach Aus­tra­lien, er war wei­test­ge­hend un­be­kannt, als er in der Rolle des thra­ki­schen Skla­ven be­setzt wurde. Die Se­rie SPAR­TA­CUS wurde trotz (oder ge­rade we­gen) der pla­ka­ti­ven Ge­walt und der Sex-Szenen zu ei­nem un­er­war­te­ten Er­folg für den Sen­der Starz. Whit­field spielte den Cha­rak­ter in al­len 13 Epi­so­den der ers­ten Staf­fel und be­rei­tete sich ge­rade auf die Se­a­son zwei vor, als die Krank­heit dia­gnos­ti­ziert wurde.

Die Wi­ki­pe­dia schreibt zu Andy Whit­field:

Sein De­büt im aus­tra­li­schen Fern­se­hen gab Whit­field 2004 mit ei­ner Gast­rolle in der Kran­ken­haus­se­rie ALL SAINTS. Zu­vor hatte er laut ei­ge­nen An­ga­ben meh­rere Male er­folg­los Vor­spre­chen in Los An­ge­les ab­sol­viert. Die Schau­spie­le­rei und das Vor­spre­chen fie­len ihm am An­fang schwer: »Für das Mo­deln musst Du ein­fach nur er­schei­nen«, so Whit­field 2003 im In­ter­view mit ei­ner Syd­neyer Ta­ges­zei­tung. Wei­tere Rol­len in Kurz­fil­men folg­ten. Nach der Ge­burt sei­nes ers­ten Kin­des be­schloss Whit­field seine Schau­spiel­kar­riere auf­zu­ge­ben. 2007 wurde ihm aber zu sei­ner ei­ge­nen Über­ra­schung die Ti­tel­rolle in dem aus­tra­li­schen Spiel­film GA­BRIEL — DIE RA­CHE IST MEIN des Re­gie­de­bü­tan­ten Shane Ab­bess an­ge­bo­ten, die er auf An­ra­ten sei­ner Ehe­frau über­nahm. In dem Action-Drama war Whit­field als letz­ter ver­blie­be­ner Erz­en­gel zu se­hen, der sich ge­gen die Mächte der Dun­kel­heit stellt um das Pur­ga­to­rium, das Zwi­schen­reich zwi­schen Him­mel und Hölle, zu ret­ten. Die düs­tere, 150.000 aus­tra­li­sche Dol­lar teure Comic-Verfilmung, die erst durch eine ge­lie­hene Digital-Kamera und auf­ge­scho­bene Zah­lun­gen zu­stande kam, ent­wi­ckelte sich trotz ge­misch­ter Kri­ti­ken zum Er­folg an den Ki­no­kas­sen und machte Whit­field schlag­ar­tig ei­nem brei­ten aus­tra­li­schen Pu­bli­kum be­kannt. Die welt­wei­ten Ver­öf­fent­li­chungs­rechte an GA­BRIEL sollte sich spä­ter Sony Pic­tures En­ter­tain­ment si­chern.

Im Jahr 2008 er­hielt der Schau­spie­ler dar­auf­hin Gast­rol­len in den aus­tra­li­schen Se­rien THE STRIP, PA­CKED TO THE RAF­TERS und MCLEODS TÖCH­TER. Im Au­gust 2010 tat sich Whit­field mit Fred­die Wong zu­sam­men und pro­du­zierte ein YouTube-Video na­mens TIME CRI­SIS, ba­sie­rend auf dem gleich­na­mi­gen Com­pu­ter­spiel.

Seine Krank­heit war im Früh­sta­dium be­han­delt wor­den und schien be­siegt, des­halb sollte er in der zwei­ten Staf­fel von SPAR­TA­CUS seine Rolle wie­der auf­neh­men. Die Dreh­ar­bei­ten daran wa­ren ex­tra ver­scho­ben wor­den und statt­des­sen wurde erst ein­mal eine Prequel-Serie pro­du­ziert. Lei­der brach die Krebs­er­kran­kung je­doch er­neut aus und nach ei­ner Ver­schlech­te­rung sei­nes Zu­stands ver­starb Andy Whit­field am 11. Sep­tem­ber 2011 in ei­nem Kran­ken­haus in Syd­ney.

Creative Commons License

Bild: Andy Whit­field 2010 auf dem San Diego Co­mic Con, von Gage Skid­more (CC-BY-SA), aus der Wi­ki­pe­dia, Promo-Foto SPAR­TA­CUS — BLOOD AND SAND Co­py­right Starz En­ter­tain­ment LLC

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