Crowdfunding für PRIMO-Comics

Die Äl­te­ren un­ter uns wer­den sich an PRIMO er­in­nern. Es han­delte sich hier­bei um ein Co­mic-Ma­ga­zin aus dem Ge­va­cur-Ver­lag, das von 1971 bis 1974 14-tä­gig (zeit­wei­lig auch wö­chent­lich) er­schien und sich im Ver­lauf sei­nes Er­schei­nens auf eine ähn­li­che Ziel­gruppe wie ZACK aus­rich­tete, in­dem es schwer­punkt­mä­ßig rea­lis­ti­sch ge­zeich­nete franko-bel­gi­sche Co­mics ver­öf­fent­lichte. Ich kann mich noch gut an Klein­odien wie AN­DRAX, DIE SCHATZ­IN­SEL oder MISCHA und DIE PI­CHEL­STEI­NER er­in­nern.

Et­li­che der Co­mics sind heut­zu­tage we­der er­hält­lich (ma­xi­mal über den Ge­braucht­markt) noch wur­den sie je­mals neu auf­ge­legt. Auch in der Deut­schen Bi­blio­thek lie­gen die Co­mics wohl nur un­voll­stän­dig vor.

Ver­ant­wort­lich für PRIMO war da­mals Pe­ter Wiech­mann, der auch die zahl­lo­sen Li­zen­zen für den Ver­lag an Land zie­hen konnte. Er möchte nun ver­schol­lene Co­mic­se­rien aus dem Ma­ga­zin neu auf­le­gen und sucht da­für über die Crowd­fun­ding-Platt­form mys­her­pas nach Co­mic­fans, um das Ganze zu fi­nan­zie­ren.

Das Haupt­pro­blem ist, dass die vor­lie­gen­den Ori­gi­nale, die in A2-Größe vor­lie­gen, ein­ge­scannt und auf­wen­dig di­gi­tal nach­be­ar­bei­tet wer­den müs­sen, be­vor man sie in Form von drei Bü­chern neu ver­öf­fent­li­chen kann. Da­für wur­den Kos­ten von ca. 62000 Euro ver­an­schlagt, die Wiech­mann nun mit­tels Crowd­fun­ding zu­sam­men be­kom­men möchte.

Per­sön­lich halte ich das als je­mand, der in sei­ner Kind­heit als gro­ßer Primo-Fan war (und der die Hefte dank der Weg­werf­wut der El­tern lei­der nicht mehr be­sitzt, seufz) für eine ganz groß­ar­tige Idee!

Alle wei­te­ren In­for­ma­tio­nen auf der Pro­jekt­seite bei mys­her­pas. Bitte an alle Co­mic­fans wei­ter­ge­ben!

Vie­len Dank an ess­punkt für den Hin­weis!

Creative Commons License

Co­ver PRIMO 27 aus dem Jahr 1973 Co­py­right Pro­me­dia Inc.

Stefan Holzhauer

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit na­tür­li­cher Af­fi­ni­tät zu Pi­xeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zu­viel SF und Fan­tasy und schreibt seit 1999 on­line dar­über.


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