Neues zu SPACE: 1889

End­lich mal wie­der ein Ar­ti­kel zu ei­nem Pen&Paper-Rollenspiel! Viele glau­ben, der Be­griff »Steam­punk« sei ein recht neuer, ein­her­ge­hend mit der ak­tu­el­len Welle. Doch das ist falsch. Der Be­griff selbst stammt — so­weit man das ver­fol­gen kann — be­reits aus dem 1980er Jah­ren und könnte von dem Au­to­ren K. W. Je­ter »er­fun­den« wor­den sein, der ihn in ei­nem Brief an die Re­dak­teure des LOCUS-Magazins im Jahr 1987 erst­mals ver­wen­dete.

Zu­dem er­schien be­reits Ende der Acht­zi­ger ein groß­ar­ti­ges Rol­len­spiel bei Game De­si­gners´ Work­shop, das hun­dert­pro­zen­tig ins Genre passt und viele von uns alt­ge­dien­ten Steam­punks an das Set­ting heran führte: SPACE: 1889 (da­nach kam noch das eben­falls bril­li­ante CASTLE FAL­KEN­STEIN (1994) von R. Tal­so­rian Ga­mes, mei­nes Wis­sens das ein­zige Rol­len­spiel, das ein »Be­nimm«- Re­gel­werk auf­wei­sen kann). GURPS: STEAM­PUNK von Steve Jack­son Ga­mes er­schien da­ge­gen erst im Jahr 2000.

Zu­rück zum ei­gent­li­chen Thema: GDW ist lei­der als Firma be­reits seit dem Jahr 1996 nicht mehr exis­tent, den­noch gibt es seit ei­ni­ger Zeit Be­stre­bun­gen, eine Neu­auf­lage von SPACE: 1889 in deut­scher Spra­che auf den Markt zu brin­gen. Be­tei­ligt hieran sind zum ei­nen Ulis­ses Spiele und zum an­de­ren der Uhrwerk-Verlag. Es gab im­mer wie­der mal An­kün­di­gunge, aber ak­tu­elle Neu­ig­kei­ten lie­ßen auf sich war­ten, so dass be­reits mehr­fach die Ver­mu­tung von »Va­por­ware« auf­kam.

Jetzt hat je­doch der Ga­me­de­si­gner Frank Chad­wick, ei­ner der Grün­der von GDW und Mit­er­fin­der des Spiels, auf sei­nem Blog ge­mel­det, dass die deut­sche Neu­auf­lage mit neuen »mo­der­ni­sier­ten« Re­geln »wahr­schein­lich« im Ok­to­ber die­sen Jah­res ver­öf­fent­licht wer­den wird. Auf den Sei­ten von Ulis­ses oder Uhr­werk liest man lei­der nichts der­glei­chen… Chad­wick fügt hinzu, dass bei ei­nem Er­folg even­tu­ell so­gar eine Über­set­zung ins Eng­li­sche in Be­tracht ge­zo­gen wer­den könnte.

Hof­fen wir das Beste!

Creative Commons License

Oben links sieht man die Cover-Art der deut­schen Neu­auf­lage, wie sie auf dem Blog von Frank Chad­wick ver­öf­fent­licht wurde, das Co­py­right liegt bei Ulis­ses und dem Uhr­werk Ver­lag. Co­ver SPACE: 1889 (Ori­gi­nal­aus­gabe) Co­py­right He­lio­graph In­cor­po­ra­ted

Dank an den Clock­wor­ker für den Hin­weis

Kei­nen ver­wand­ten In­halt ge­fun­den.

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