RUNES OF MAGIC: Frogster verklagt Fanseite

Der MMO-Publisher Frogs­ter fällt im­mer mal wie­der durch ein Ver­hal­ten auf, das man vor­sich­tig nur als »ei­gen­ar­tig« be­zeich­nen kann. Seit Jah­ren kla­gen deut­li­che Teile der Spie­ler­schaft über schlechte Lei­tun­gen im Sup­port oder tech­ni­sche Pro­bleme. Wird in den of­fi­zi­el­len Sup­port­fo­ren Kri­tik daran ge­äu­ßert, wer­den sol­che Thre­ads von den Mit­ar­bei­tern schnell ge­schlos­sen ent­fernt. Das ist ein nicht un­ge­wöhn­li­ches Ver­hal­ten in der Bran­che, zu­min­dest bei Fir­men die mit tech­ni­schen oder per­so­nel­len Pro­ble­men zu kämp­fen ha­ben wird ver­sucht, die schlechte Au­ßen­wir­kung we­nigs­tens in den of­fi­zi­el­len Fo­ren zu mi­ni­mie­ren (wo dann nur noch die Fan­bois zu Wort kom­men). Das führt al­ler­dings in al­ler Re­gel zu noch schlech­te­rer Presse an­derswo im Web.

Nun star­tet Frogs­ter eine Of­fen­sive ge­gen die MMO-Seite elitepvpers.de, die sich ne­ben RU­NES OF MA­GIC auch noch mit an­de­ren Spie­len des Gen­res be­schäf­tigt. Die Fan­seite wurde ver­klagt, weil man sich an­geb­lich daran »ge­schäfts­mä­ßig be­rei­chere«, dass Fo­ren­teil­neh­mer Spiel­ac­counts und Ingame-Gold ver­kau­fen oder tau­schen. Zu­dem sol­len Cheat-Programme ver­brei­tet wor­den sein.

Ein Blick ins Fo­rum zeigt, dass dort tat­säch­lich Spie­ler Gold und Ac­counts an­bie­ten (für an­dere Spiele, der ROM-Bereich wurde der­zeit auf­grund des Rechts­streits aus­ge­blen­det), mir er­scheint das aber in keins­ter Weise »ge­schäfts­mä­ßig«, hier tren­nen sich Spie­ler von Res­sour­cen, die sie nicht mehr be­nö­ti­gen, das sieht in mei­nen Au­gen aus wie ein »Klein­an­zei­gen­markt« und nicht wie pro­fes­sio­nel­les Gold­sel­ling. Wirft man ei­nen Blick ins Im­pres­sum der eli­tepv­pers er­kennt man al­ler­dings, dass die Seite von ei­ner Firma be­trie­ben wird.

Ich ver­mute, Frogs­ter be­ruft sich auf seine Ge­schäfts– bzw. Nut­zungs­be­din­gun­gen und ge­nau hier könnte es pas­sie­ren, dass man sich mit die­ser Klage mög­li­cher­weise ins ei­gene Fleisch schnei­det. Wa­rum? Ein­fach: Die Nut­zungs­be­din­gun­gen vie­ler MMOs sind in ho­hem Maße ver­brau­cher­feind­lich und hal­ten mei­ner Ansicht nach  ge­naue­ren rich­ter­li­chen Un­ter­su­chun­gen nicht stand. Frogs­ter kann (wie alle an­de­ren) zwar den Han­del mit Gold und Ac­counts oder die Nut­zung von Dritt­pro­gram­men in den Nut­zungs­be­din­gun­gen ver­bie­ten, da­durch wird dar­aus aber noch lange kein gül­ti­ges deut­sches Recht.

Eben­falls zu klä­ren wäre end­lich mal, wel­che Rechte der Kunde an den von ihm zum Teil sehr zeit­auf­wän­dig und lange ge­spiel­ten Cha­rak­te­ren (und ih­rer Aus­rüs­tung) oder er­spiel­ter vir­tu­el­ler Wäh­rung hat, im­mer­hin hat er da­für in al­ler Re­gel über ei­nen lan­gen Zeit­raum eine Menge Geld in­ves­tiert.

Es ist lange über­fäl­lig, dass die Rechte der spie­len­den Kun­den hier deut­lich ge­stärkt wer­den — und wenn das ge­schieht, dann hat das weit­rei­chende Aus­wir­kun­gen für die Bran­che und bei den An­bie­tern dürfte das große Heu­len und Zäh­ne­klap­pern los­ge­hen…

Frogs­ter weiß ins­be­on­dere in die­sem Fall auch of­fen­sicht­lich nicht ge­nau was sie tun, denn kurz vor der Klage bot man dem Fo­rum noch eine Zu­sam­men­ar­beit im Zu­sam­men­hang mit ei­nem Re­lease an — weiß das Mar­ke­ting nicht, was die Rechts­ab­tei­lung ge­rade aus­kocht? Zu­dem fragt man sich, ob vor ei­ner Klage nicht erst ein­mal ein freund­li­cher Hin­weis aus­ge­reicht hätte, dass man Pro­bleme sieht.

Eben­falls be­zeich­nend: Frogs­ter ant­wor­tet auf An­fra­gen re­nom­mier­ter Web­sei­ten wie bei­spiels­weise Go­lem oder GamesIndustry.biz zu die­sem Thema nicht und hüllt sich lie­ber in Schwei­gen. Keine Ant­wort ist auch eine Ant­wort…

Die nächste MMO-Hoffnung TERA wird in Eu­ropa von Frogs­ter ver­trie­ben — für mich nach al­lem was im Zu­sam­men­hang mit Frogs­ter so in den letz­ten Jah­ren ge­sche­hen ist ein Grund da­von ab­zu­se­hen, es zu spie­len. Man muss sich näm­lich ernst­haft fra­gen, ob Frogs­ter in der Lage sein wird, brauch­ba­ren Sup­port für ein AA-MMO zu leis­ten und das Aus­pa­cken der Klage-Keule sorgt (zu­min­dest bei mir) auch nicht eben für Ver­trauen…

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14 Kommentare

  1. Camo
    Erstellt am 9. März 2011 um 13:28 | Permanent-Link

    Hmmm… du weißt aber, dass Frogs­ter nicht ganz un­recht hat, was Eli­tePV­Pers be­trifft?
    Selbst in dem recht öffent­li­chen Teil wer­den Cheats, Bots und der­glei­chen an­ge­bo­ten und ge­rade auch in Sa­chen Kon­fi­gu­ra­tion und Ein­satz un­ter­stützt. Das ist aber nur der Klein­kram, im »in­ne­ren Zir­kel« geht es noch bes­ser zur Sa­che, die gan­zen »gu­ten« Sa­chen fin­det man da. Ist nur nicht ganz ein­fach, ohne Kon­takte da Zu­gang zu be­kom­men. Ich hatte ihn mal und weiß, wo­von ich rede, fürchte ich.
    Eli­tePV­Pers eine »Fan­seite« zu nen­nen ist im End­ef­fekt eine Ver­nied­li­chung, da dort pri­mär die Chea­ter und Bot­ter her­um­lau­fen. Wo­bei ich mein schöns­tes Lob als MMO-GM dort be­kam, näm­lich als man mir be­schei­nigte, dass ich nicht auf die (eben­falls dort ver­brei­te­ten) Aus­re­den her­ein­fal­len würde und man nicht da­von­kom­men würde, wenn man Mist ge­baut hätte.

    Ich kenne die Seite län­ger, ge­nau wie je­der an­dere Mit­ar­bei­ter des Spie­le­sup­ports, der ei­nen Schuss Pul­ver wert ist. Sie ba­lan­cie­ren nur meist auf ei­nem recht schma­len Grat, der noch zu­läs­sig ist. Aber nun hat man an­schei­nend den Schritt ent­deckt, der zu weit ging.

    Sorry, dir hier wi­der­spre­chen zu müs­sen, aber ein Vor­ge­hen ge­gen Eli­tePV­Pers be­deu­tet nicht, dass eine Firma ge­gen ihre Fans vor­geht. Ganz im Ge­gen­teil, ich per­sön­lich würde mich freuen, wenn diese Bot­ter­grube end­lich aus­ge­ho­ben wird. Hab mehr als ge­nug Stress mit ih­ren »Pro­duk­ten« ge­habt. Wo­bei zu­min­dest ich Wert dar­auf lege, nicht mit Chea­tern und Bot­tern zu­sam­men­zu­spie­len. Aber von Eli­tePV­Pers kommt we­nig an­de­res.

  2. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 9. März 2011 um 13:44 | Permanent-Link

    Es ist mir ehr­lich ge­sagt völ­lig egal, ob sich dort im in­ter­nen Be­reich die »Chea­ter« und »Bot­ter« tum­meln.

    Erst­mal geht es mir darum, dass di­verse Passi in den Nut­zungs­be­din­gun­gen fast al­ler An­bie­ter frag­wür­dig sind und es mei­ner Ansicht nach keine recht­li­che Hand­habe ge­gen Gold– oder Ac­coun­t­han­del gibt. Streng ge­nom­men auch nicht ge­gen den Ein­satz von Bots oder an­de­ren Pro­gram­men. Was soll­ten das auch für Hand­ha­ben sein? Wie ich be­reits schrieb sind Nut­zungs­be­din­gun­gen keine Ge­setze und als ge­schlos­se­ner Ver­trag auch nur dann in al­len Punk­ten gül­tig, wenn sie rechts­kon­form sind. Das be­zweifle ich bei so ziem­lich al­len An­bie­tern sehr deut­lich.

    Dass der Ein­satz von Cheat­soft­ware und Bots ge­gen­über den an­de­ren Spie­lern nicht fair ist und auch ich als Spie­ler keine an­de­ren Spie­ler möchte, die sich durch den Ein­satz von Soft­ware Vor­teile ver­schaf­fen steht auf ei­nem an­de­ren Blatt — aber das ist nicht Kern der Aus­sage mei­nes Ar­ti­kels. Ich be­zweifle nach­drück­lich, dass es zi­vil– oder straf­recht­lich re­le­vant ist, Per­so­nen eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form zur Ver­fü­gung zu stel­len, um sich über Pro­gramme aus­zu­tau­schen. Der Nut­zer un­er­wünsch­ter Soft­ware ver­stößt ge­gen die Nut­zungs­be­din­gun­gen, nicht der Be­trei­ber ei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form.

    Meine Kri­tik rich­tet sich auf­grund hin­läng­lich be­kann­ten Ver­hal­tens ge­gen Frogs­ter so­wie die Prak­ti­ken an­de­rer An­bie­ter.

    Ich denke (und hoffe) dass Frogs­ter mit der Klage ein bö­ses Ei­gen­tor ge­schos­sen hat und die Nut­zungs­be­din­gun­gen end­lich mal ab­ge­klopft wer­den, nach­dem die Ver­brau­cher­zen­trale ja of­fen­sicht­lich kein In­ter­esse daran hat (und de­nen wahr­schein­lich auch die Ex­per­tise fehlt).

  3. Camo
    Erstellt am 9. März 2011 um 14:39 | Permanent-Link

    Die Nut­zungs­be­din­gun­gen… ehr­lich ge­sagt ha­ben sie ge­nau den sel­ben Sta­tus wie z.B. Fo­ren­re­geln oder die gu­ten al­ten Haus­re­geln.

    Man hält sich dran oder man wird vor die Tür ge­setzt. Der Haus­herr (oder hier der Be­trei­ber) be­stimmt die Re­geln. Und wenn sie vor­her be­kannt wa­ren sind sie nach ak­tu­el­ler Recht­spre­chung auch gül­tig. Denn die Ge­richte ha­ben sich durch­aus schon öfter mit der­ar­ti­gen Din­gen be­fasst. Die Ent­schei­dun­gen fie­len im­mer zu Guns­ten der Be­trei­ber.
    Im End­ef­fekt kann je­der vor­her se­hen auf was er sich ein­lässt und dann frei ent­schei­den ob er sich dem un­ter­wer­fen möchte oder nicht.

    Dem­zu­folge kann ein Be­trei­ber auch fest­le­gen, dass kein an­de­rer real an sei­nem Pro­dukt ver­die­nen soll durch Gold– oder Ac­count­ver­kauf. Man weiß es vor­her, also hält man sich ent­we­der dran oder man tut es nicht. Aber im letz­te­ren Fall sollte man sich nicht dar­über wun­dern, wenn ei­nem die Tür ge­wie­sen wird.

    Ne­ben­bei tun das alle Be­trei­ber. WoW, HdRO, RoM, auch die klei­ne­ren Be­trei­ber ha­ben der­ar­tige Re­geln. Fo­ren ha­ben der­ar­tige Re­geln auch, zu­min­dest zum Groß­teil. Und übe­r­all heißt es »Halte dich dran oder du fliegst raus«.
    Was zu ei­nem nicht klei­nen Teil auch im Sinne der Spie­ler ist. Gold­ver­käu­fer… hast du eine Ah­nung, wie viel Pro­test von Spie­lern kommt, wenn diese »Ge­schäfts­leute« auf ei­nem Ser­ver auf­schla­gen? Ich weiß aus Er­fah­rung, dass der Groß­teil der Spie­ler dann Sturm läuft. Ebenso in Sa­chen Ac­count­ver­kauf.
    Ich habe es mal mit­er­lebt, dass ein Be­trei­ber den Ac­count­ver­kauf ge­dul­det hat. Ei­nen der­ar­ti­gen Shits­torm der Spie­ler habe ich sel­ten er­lebt, ganz ehr­lich. Selbst ein Ser­ver­down war da­ge­gen harm­los.

    Aber wie dem auch sei… die »recht­li­che Hand­habe« zu­min­dest im Spiel ist das Haus­recht, das be­kann­ter­ma­ßen auch im In­ter­net gilt.
    Das es sich nur schwer­lich dar­auf be­zieht, eine Seite wie Eli­tePV­Pers an­zu­ge­hen ist be­kannt, aber da ich mir nicht vor­stel­len kann, dass de­ren Rechts­ab­tei­lung kom­plett un­fä­hig ist, schei­nen sie ei­nen An­satz­punkt ge­fun­den zu ha­ben.
    In­ves­tier­tes Geld kann aber nie dazu füh­ren, dass auf­ge­stellte Re­geln nicht mehr gel­ten. Oder ha­ben Daim­ler­fah­rer mehr Rechte im Stra­ßen­ver­kehr? Ich denke nicht ;)
    Wa­rum also sollte ein Spie­ler an­ders be­han­delt wer­den, nur weil er Geld in et­was ge­steckt hat? Zu­mal Gold­ver­käu­fer pri­mär über Testac­counts agie­ren bzw. kein Geld in ein Spiel ste­cken. Bot­ter auch nur in Aus­nah­me­fäl­len.
    Der durch AGBs ge­schlos­sene Ver­trag könnte nur nich­tig wer­den, wenn die AGBs nicht vor­her ein­seh­bar wa­ren oder es kön­nen sit­ten­wid­rige bzw. Ge­set­zen wi­der­spre­chende Teile un­wirk­sam wer­den. Was bis­her mei­nes Wis­sens nicht vor­ge­kom­men ist, ehr­lich ge­sagt. Und ich be­schäf­tige mich mit der­lei Din­gen doch schon et­was län­ger und — durch meine lang­jäh­rige Tä­tig­keit im Sup­port ver­schie­de­ner Fir­men — aus­führ­li­cher.

    Ich mag da vor­ein­ge­nom­men sein, aber ich per­sön­lich hoffe, dass Eli­tePV­Pers end­lich das be­kommt, was sie ver­die­nen. Diese »Fan­seite« rich­tet schon seit vie­len Jah­ren er­heb­li­chen Scha­den an… und geht durch­aus wei­ter als nur eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form zu bie­ten. Und zwar er­heb­lich. Wo­bei Frogs­ter der­zeit ge­nau das tut, was sich viele ehr­li­che Spie­ler seit Jah­ren wün­schen, näm­lich die­sen Ha­fen der un­ehr­li­chen Spie­ler zu ent­fer­nen. Und die­sen Sumpf als Auf­hän­ger zu neh­men, um Frogs­ter als böse hin­zu­stel­len finde ich et­was ge­wagt. Wo­bei ich zu viel von Eli­tePV­Pers weiß, um die als Fan­seite an­zu­se­hen und das Ganze da­mit als ei­nen An­griff auf un­schul­dige Spie­ler zu se­hen.

    Ich kri­ti­siere auch gerne Be­trei­ber, wenn sie Mist bauen. Und das tun sie oft ge­nug. Aber ich weiß auch, dass »die Spie­ler« mehr als ge­nug Dreck am Ste­cken ha­ben. Und EPVP ist nur das schil­lerndste Bei­spiel da­von, da­ge­gen ver­blasst in mei­ner Er­fah­rung je­der Be­trei­ber, fürchte ich.

  4. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 9. März 2011 um 15:07 | Permanent-Link

    Ich bin deut­lich an­dere Ansicht als Du, was die Nut­zungs­be­din­gun­gen an­geht — und nicht nur ich übri­gens. Denn es han­delt sich hier­bei um so­ge­nannte »Shrink Wrap«-Bedingungen oder –EU­LAs, von de­nen man beim Kauf des Pro­duk­tes keine Kennt­nis hatte und die des­we­gen recht­lich äußerst um­strit­ten sind.

    Plus: Nur wenn Du an­führst, dass bis­lang noch keine der Nut­zungs­be­din­gun­gen recht­lich an­ge­foch­ten wur­den, schließt das im Um­kehr­schluss kei­nes­falls aus, dass diese keine rechts­wid­ri­gen Passi ent­hal­ten.

    Zi­tat von iRights.info:

    All­ge­meine Ge­schäfts­be­din­gun­gen müs­sen hier­nach für den Durch­schnitts­kun­den ver­ständ­lich for­mu­liert sein, der Kunde muss bei Ver­trags­schluss deut­lich auf sie hin­ge­wie­sen wer­den, sie dür­fen keine über­ra­schen­den Klau­seln ent­hal­ten (also Re­ge­lun­gen, mit de­nen der Ver­brau­cher nicht hätte rech­nen müs­sen) und sie dür­fen den Ver­brau­cher auch nicht un­an­ge­mes­sen be­nach­tei­li­gen. Ent­spre­chen all­ge­meine Ge­schäfts­be­din­gun­gen die­sen An­for­de­run­gen nicht, sind sie un­wirk­sam.

    Der obige Link zu iRights.info zeigt auf den Ar­ti­kel, der die recht­li­che Si­tua­tion de­tail­lier­ter be­leuch­tet, dann muss ich das hier nicht wie­der­ho­len. :)

    Mich wun­dert im Übri­gen nicht, dass kei­ner der an­de­ren An­bie­ter bis­her ir­gend­wel­che Schritte ein­ge­lei­tet hat, sei es nun ge­gen eli­tepv­pers oder an­dere Sei­tem noch nicht mal ge­gen sol­che, die auf Ebay Gold ver­kau­fen. Es gibt näm­lich keine recht­li­che Hand­habe da­ge­gen und wenn man hier zu viel Staub auf­wir­belt, kann das übel ins Auge ge­hen, des­sen sind sich Bliz­zard & Co. mit Si­cher­heit be­wusst. Des­we­gen auch der Hin­weis, dass Frogs­ter mög­li­cher­weise ein Ei­gen­tor schießt.

    Wie fä­hig die Rechts­ab­tei­lung ist wird sich raus­stel­len… :)

  5. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 9. März 2011 um 15:15 | Permanent-Link

    Noch eins zum Thema EU­LAs und Nut­zungs­be­din­gun­gen:

    Ein PDF des VZBV be­schäf­tigt sich aus­führ­lich mit dem Thema und der Da­tei kann man im Ka­pi­tel über »Nut­zungs­be­din­gun­gen« auch ent­neh­men, wa­rum ich die EU­LAs di­ver­ser MMOs für frag­wür­dig halte: http://www.vzbv.de/mediapics/anlage_pm_digitale_medien_06_2006_copy.pdf

  6. Camo
    Erstellt am 9. März 2011 um 16:55 | Permanent-Link

    Hmmm… aber du weißt, dass Blizz den ers­ten Pro­zess ge­gen Gold­sel­ler schon ge­führt hat? Ich meine so­gar, sie ha­ben ge­won­nen, zu­min­dest meint das meine Er­in­ne­rung. War in den Staa­ten, aber man müsste even­tu­ell mal die Ur­teils­be­grün­dung ein­se­hen.

    Wo­bei die AGBs der meis­ten MMOs on­line ein­seh­bar sind, der Shrink-Wrap-Paragraph also nicht greift. Das Teil setzt aber die AGBs auch nicht au­ßer Kraft… man kann da­mit nur die Ware zu­rück­ge­ben.
    Auch der Teil mit »über­ra­schende Klau­seln« greift nicht bei bran­chen­ty­pi­schen An­sät­zen, wie mir ein Ju­rist glaub­haft ver­si­cherte.

    Wo­bei ei­gent­lich die meis­ten MMO vor dem ers­ten Spie­len, meist so­gar beim In­stal­lie­ren, auf die AGB hin­wei­sen und man diese ak­zep­tie­ren muss. Das ist ein wis­sent­li­cher Akt, der nicht ein­fach weg­dis­ku­tiert wer­den kann mit »Ich hab ein­fach ge­klickt, aber nicht ge­le­sen«.

    Und so un­um­strit­ten, wie das in dem Ar­ti­kel dar­ge­stellt wird, ist es ei­gent­lich nicht. Zu­mal die ers­ten Ur­teile in Deutsch­land zum Thema »Ich hatte ei­nen Premium-Account (sprich hab Geld für Sa­chen be­zahlt) und er wurde mir dann we­gen Ver­sto­ßes ge­gen die Re­geln weg­ge­nom­men, das geht aber nicht« schon da sind… und nicht zu Guns­ten der Spie­ler aus­fal­len. Das Ak­ten­zei­chen ist aber mit mei­nem al­ten Rech­ner gen Val­halla ge­fah­ren, fürchte ich.

    Fa­zit wird aber sein: Im Spiel gel­ten die Re­geln der Be­trei­ber. Es gibt kein ver­bind­li­ches Recht, die Ser­ver be­nut­zen zu kön­nen, da­mit wird im Ernst­fall ein gro­ber Re­gel­ver­stoß mit dem Aus­schluss sprich Ac­coun­tent­zug ge­ahn­det wer­den. So wie je­der Mensch ei­nen Be­su­cher raus wer­fen darf, der sich nicht so be­nimmt wie man das möchte.
    Denn sollte es z.B. ein »Recht auf Teil­nahme am Spiel« ge­ben, wer würde dann noch ein Spiel be­trei­ben? Die­ses Recht würde dann näm­lich auch be­inhal­ten, dass der Be­trei­ber nicht mal im Ver­lust­fall die Ser­ver ab­schal­ten darf.
    Ähn­lich wird es sich aber auch ver­hal­ten, wenn ein deut­sches Ge­richt ge­wisse Re­geln und AGB-Teile ab­spricht. Dann könn­ten durch­aus die Ser­ver her­un­ter­ge­fah­ren wer­den, weil näm­lich in den meis­ten Fäl­len der Be­trei­ber haf­tet, wenn et­was pas­siert.
    Wo­bei bis­her die Sach­lage der­art war, dass bei Be­trugs­fäl­len bei Ac­count– oder Gold­ver­kauf (was durch­aus nicht sel­ten vor­kommt) der Be­trei­ber sagt »Das ist ver­bo­ten, da­mit hast du sel­ber Schuld« und da­mit we­nig Angst vor den An­wäl­ten des Be­tro­ge­nen ha­ben muss. Wäre das er­laubt, wäre die Sach­lage an­ders. Und du meinst wirk­lich, dem set­zen sich die Fir­men frei­wil­lig aus?

    Was mich aber am meis­ten wun­dert… wa­rum tut man sich der­ar­tige Sa­chen an, wenn man mit den Rah­men­be­din­gun­gen nicht ein­ver­stan­den ist? Ich sehe das ein klein we­nig wie beim Au­to­fah­ren: Nur weil mein Auto 220 Sa­chen schafft, darf ich trotz­dem nicht im Stadt­ver­kehr schnel­ler als 50 fah­ren, oder? Wa­rum also das Ar­gu­ment »Das ist mein Ac­count, da­mit darf ich ma­chen, was ich will«? Zu­mal die Be­sitz­ver­hält­nisse an Ac­counts auch noch nicht ge­klärt sind.

  7. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 9. März 2011 um 17:36 | Permanent-Link

    Ich möchte gar nicht mehr de­tail­liert dar­auf ein­ge­hen, da man über die recht­li­chen Hin­ter­gründe stun­den­lang dis­ku­tie­ren könnte und wahr­schein­lich auch drei Rechts­ver­dre­her dazu fünf Mei­nun­gen hät­ten. Ich muss al­ler­dings zu­ge­ben, dass ich iRights.info die not­wen­dige Kom­pe­tenz zu­ge­stehe.

    An der Rea­li­tät vor­bei geht auch »wa­rum tut man sich das an?«. Die Rea­li­tät dürfte sein, dass so gut wie nie­mand sich die EU­LAs von MMOs voll­stän­dig durch­liest — das ist auch ir­re­le­vant, weil wie im ver­link­ten Ar­ti­kel be­schrie­ben, die Spra­che oh­ne­hin oft­mals für den »nor­ma­len« Nut­zer nicht ver­ständ­lich ist.

    Und: Ver­such mal ein Pro­dukt zu­rück zu ge­ben, weil man nach dem Öff­nen, In­stal­lie­ren und nach­träg­li­chem Durch­le­sen der EULA mit die­ser nicht ein­ver­stan­den ist. Viel Glück!

    In den meis­ten Nut­zer­be­din­gun­gen von MMOs ste­hen Dinge drin wie: »Du be­zahlst zwar, aber wenn Du kei­nen Zu­griff hast ist das Dein Pro­blem und Du hast kei­nen An­spruch auf Kom­pen­sa­tion. Wenn wir die Ser­ver ab­schal­ten ist das Dein Pro­blem. Wenn un­sere Soft­ware Dei­nen Rech­ner ab­schießt ist das Dein Pro­blem.« Und so wei­ter und so fort…
    Da­von sind et­li­che nicht halt­bar. Nur weil we­gen ei­nes MMOs noch kei­ner ge­klagt hat, heißt das noch lange nicht, dass die Be­din­gun­gen den ge­setz­li­chen Vor­ga­ben in Deutsch­land ent­spre­chen.

    Quel­len zu Ur­tei­len wür­den mich aber tat­säch­lich bren­nend in­ter­es­sie­ren.

  8. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 10. März 2011 um 09:54 | Permanent-Link

    Wei­tere In­for­ma­tio­nen bei Gulli:

    http://www.gulli.com/news/elitepvpers-gegen-frogster-consultant-der-heroic-studios-ug-nimmt-stellung-2011–03-05

    Frogs­ter hatte of­fen­bar vor der Klage ab­ge­mahnt.

    Land­ge­richt Ham­burg, na si­cher… (face­palm)

    Ar­ti­kel bei PC­Ga­mes: http://www.pcgames.de/Frogster-Interactive-Pictures-AG-Firma-110020/News/Frogster-verklagt-Elitepvpersde-Leser-News-von-AllesVergeben-814773/

  9. Erstellt am 10. März 2011 um 10:37 | Permanent-Link

    Hallo,

    wenn An­bie­ter den Han­del mit den spiel­ei­ge­nen vir­tu­el­len Items aus­schlies­sen muss das noch nicht das letzte Wort sein was in der Hin­sicht ge­spro­chen ist.

    Fra­gen die auf­kom­men wä­ren zum Bei­spiel:
    -> Kommt der An­bie­ter da­mit am Kar­tell­recht vor­bei?
    -> Vor al­lem, wenn es eine nach­weis­lich große Nach­frage für den »Se­kun­där­markt« (Han­del mit Gold, Items und Ac­counts) gibt?
    -> Die Spie­le­be­trei­ber neh­men ju­gend­li­che Spie­ler aus. Nicht nur der Sucht­fak­tor spielt eine Rolle (der in meh­re­ren Stu­dien the­ma­ti­siert und be­wie­sen wird), son­dern auch der fi­nan­zi­elle Teil (nach­weis­lich muss man für F2P Ga­mes mehr Geld in­ves­tie­ren um das »Ende« des Spiels zu er­rei­chen, als für P2P Ga­mes). Darf man es ei­nem Ju­gend­li­chen in der Hin­sicht ver­weh­ren, nach dem »bö­sen Er­wa­chen« (Sucht­fak­tor, fi­nan­zi­el­ler Teil), also der Be­en­di­gung des Spiels, den fi­nan­zi­el­len Scha­den durch den Ver­kauf von Gold und Ac­counts zu re­du­zie­ren?

    Das sind ei­nige Dinge die auch be­leuch­tet wer­den soll­ten. Über­dies ist die ganze Sa­che an sich nciht so tri­vial wie man­che es viel­leicht gerne hät­ten. Wir ha­ben un­glaub­lich viele Da­ten über Frogs­ter, Ga­mef­orge und Per­so­nen die da­mit in Ver­bin­dung ste­hen, die min­des­tens mo­ra­lisch frag­wür­dig sind. Al­les wird nach und nach von uns an die Presse wei­ter­ge­ge­ben. Heute steht eine große Ver­öf­fent­li­chung ins Haus. Win­fu­ture und Gulli sind be­reits mit der Prü­fung der Do­ku­mente die ih­nen zu­ge­schickt wur­den be­schäf­tigt. Sie ste­hen auch in en­gem Kon­takt zu ih­ren Rechts­an­wäl­ten — denn was heute ans Licht kommt ist hei­kel. Aber es wird kom­men — und dann un­ter­hal­ten wir uns noch­mal dar­über wer böse und wer gut ist.

  10. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 10. März 2011 um 11:10 | Permanent-Link

    Danke für den Kom­men­tar.

    Hier aber pau­scha­li­sierte Werbe–Aus­sa­gen ohne kon­krete Quel­len zu ver­brei­ten werde ich nicht un­kom­men­tiert ste­hen las­sen.

    Kri­tisch be­trachte ich die wer­be­wirk­sa­men Hin­weise auf »Nach­weis­li­ches«.

    -> »Nach­weis­lich muss man für F2P mehr Geld in­ves­tie­ren»
    Quelle?
    Nach ei­ner Er­he­bung des Heise-Verlags ist das nicht der Fall, bei ei­nem Spiel­ver­hal­ten ana­log zu dem ei­nes durch­schnitt­li­chen Abon­nen­ten ent­ste­hen un­ge­fähr die­sel­ben mo­nat­li­chen Kos­ten.

    -> »Sucht­fak­tor wurde in meh­re­ren Stu­dien the­ma­ti­siert und be­wie­sen»
    Quelle?
    Tat­säch­lich gibt es bis­lang keine wirk­lich wis­sen­schaft­lich ge­si­cher­ten Er­geb­nisse zu die­sem Thema und ab­ge­se­hen von ne­bu­lö­sen Aus­sa­gen be­stimm­ter Po­li­ti­ker auch keine Nach­weise. Ich gehe da­von aus, dass es Spiel­süch­tige gibt, Zah­len sind al­ler­dings nicht be­kannt und ich gehe von we­ni­gen Per­so­nen aus, ver­gleich­bar zu an­de­ren Me­dien und po­ten­ti­ell sucht­er­zeu­gen­den Wa­ren und Dienst­leis­tun­gen.

    -> »Spie­le­be­trei­ber neh­men ju­gend­li­che Spie­ler aus»
    Das kann man ob­jek­tiv nicht so ste­hen las­sen, denn »aus­neh­men« liegt im Auge des Be­trach­ters und ist kein fest­ste­hen­der recht­lich re­le­van­ter Be­griff. So­mit pure Po­le­mik. Wem die Preis­ge­stal­tung ei­nes F2P-Anbieters nicht ge­fällt, der kann das Spie­len ja las­sen. Ich weiß, jetzt kann man wie­der mit den »Süch­ti­gen« ar­gu­men­tie­ren — ge­schenkt.

    -> »böse oder gut»
    Meine Güte, fla­cher geht´s nim­mer, oder? :P

    Über­haupt er­schei­nen mir diese Ar­gu­men­ta­tio­nen sehr frag­wür­dig und fast schon bi­gott, wenn sie dazu be­nutzt wer­den, den Han­del mit ingame-Währung (auch den Drit­ter) oder die Un­ter­stüt­zung von Cheat­soft­ware be­grün­den zu wol­len, denn wer­den da­mit nicht ge­rade die Süch­ti­gen be­dient und wird da­mit nicht mit dem F2P-Modell des Be­trei­bers ge­ar­bei­tet?

    Mir geht es in ers­ter Li­nie darum, dass Frogs­ter die freie Kom­mu­ni­ka­tion und den Aus­tausch in ei­nem pri­va­ten Fo­rum un­ter­bin­den möchte und so­wohl frag­wür­dige AGBs hat wie auch mög­li­cher­weise ein un­pro­fes­sio­nel­les Ver­hal­ten in Sa­chen Sup­port an den Tag legt. Wei­ter­hin darum, dass hier er­neut ver­sucht wird, ei­nen Fo­ren­be­trei­ber für In­halte sei­ner User haft­bar ma­chen zu wol­len — wo­bei über­haupt mal zu klä­ren wäre, ob der Tausch von vir­tu­el­ler Wäh­rung und das Re­den über so­wie das Ver­brei­ten von Soft­ware über­haupt recht­lich be­lang­bar ist. Und dass Frogs­ter sich mit die­ser Klage keine Freunde in der Szene ma­chen wird.

    Es geht mir we­der um »Wer­bung« für eli­tepv­pers noch für die Wisotzki Group. Von ei­ner Be­ra­tungs­firma mit Schwer­punkt In­ter­net hätte ich mir mehr er­war­tet als die­sen Kom­men­tar, der mit All­ge­mein­plät­zen und Wort­hül­sen agiert — sorry we­gen der of­fe­nen Worte.

  11. Erstellt am 10. März 2011 um 11:37 | Permanent-Link

    Ich be­zog mich da­mit auf ei­nen vor­an­ge­gan­ge­nen Bei­trag in dem die Nut­zungs­be­din­gun­gen und de­ren Wirk­sam­keit dis­ku­tiert wur­den. Das sollte kei­nes­falls die ganze Sa­che pau­schal an­spre­chen. Den­noch möchte ich hier die Links nach­rei­chen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Computerspielsucht (bzugl. der Stu­dien — Er­geb­nis: MMO als Spit­zen­rei­ter.) MMOs ten­die­ren dazu die Spiel­sucht auf­grund ih­rer Lang­läu­fig­keit eher zu för­dern als Singelplayer-Games oder kon­ven­tio­nelle Mul­ti­play­er­spiele. Aus­nahme hier­bei ist Counter-Strike.

    Dass F2P Spiele teu­rer sind als P2P Spiele (wenn man sie wirk­lich bis zum »Ende« hin ge­nie­ßen will!) ist die lo­gi­sche Kon­se­quenz wenn man sich die Dinge aus­rech­net. Bei­spiel:

    World of War­craft: 13 EUR / Mo­nat und ich kann al­les er­rei­chen, so oft rai­den wie ich möchte, etc. — Al­lods on­line zum Ver­gleich, hier eine Rech­nung der Com­mu­nity: http://allods-forum.gpotato.com/viewtopic.php?f=5&t=8826 — mar­kant ist da­bei, dass man für 10 Stun­den Raid (bei WoW sind es ähn­lich viele Stun­den *in der Wo­che*) 13 USD be­zah­len soll. Ich habe mir den In­game Shop auch an­ge­se­hen und zahle für die an­fäng­li­che Cha­rak­ter­aus­stat­tung (Mount, Ta­schen, etc.) schon mehr als zwei Mo­nats­a­bos für World of War­craft.

    Dar­aus re­sul­tiert na­tür­lich auch meine Aus­sage »Spie­le­be­trei­ber neh­men ju­gend­li­che Spie­ler aus«. Wel­che Be­zahl­ver­fah­ren wer­den an­ge­bo­ten? Kre­dit­karte, weil es nur an Er­wach­sene ge­rich­tet ist, oder aber Pay-by-Call, Pay-by-SMS, Pay­safecard und so­gar Spon­sor­pay, wo die Ju­gend­li­chen dann gleich mal Ver­träge ab­schlies­sen und Ihre Da­ten im In­ter­net für die Teil­nahme an Ge­winn­spie­len ver­ju­beln. Ent­schul­di­gung, aber das ist für mich »aus­neh­men«.

    Hin­sicht­lich der übri­gen Ar­gu­men­ta­tion müsste man die recht­li­che Kom­po­nente aus­führ­lich prü­fen, ge­rade bzgl. des Kar­tell­rechts. Dar­über kann ich hier jetzt kei­nen Ro­man ver­fas­sen — zu­mal die Ansich­ten da auch un­ter Rechts­an­wäl­ten ex­trem aus­ein­an­der­ge­hen.

    Ich habe im Vor­feld auch über­legt ob ich das »an­onym« schrei­ben soll, dachte mir aber ich ver­ste­cke mich nicht da­vor. Au­ßer­dem wurde es schon be­grüßt, dass ich zu di­ver­sen Dis­kus­sio­nen Stel­lung ge­nom­men habe. Ich bitte also da­von ab­zu­se­hen, das als Wer­bung zu de­kla­rie­ren.

  12. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 10. März 2011 um 11:51 | Permanent-Link

    Danke für den auf­klä­ren­den Kom­men­tar.

    Im ers­ten Ab­satz in dem von Ih­nen ver­link­ten Wikipedia-Artikel fin­det man des Satz:

    »Un­ge­klärt ist, ob ex­zes­si­ves Nut­zen von Com­pu­ter­spie­len als Krank­heit im Sinne von Miss­brauch und Ab­hän­gig­keit gel­ten kann.«

    Wei­ter:

    Dass F2P Spiele teu­rer sind als P2P Spiele (wenn man sie wirk­lich bis zum »Ende« hin ge­nie­ßen will!) ist die lo­gi­sche Kon­se­quenz wenn man sich die Dinge aus­rech­net. Bei­spiel:

    World of War­craft: 13 EUR/Monat und ich kann al­les er­rei­chen, so oft rai­den wie ich möchte, etc. – Al­lods on­line zum Ver­gleich, hier eine Rech­nung der Com­mu­nity: http://allods-forum.gpotato.com/viewtopic.php?f=5&t=8826 – mar­kant ist da­bei, dass man für 10 Stun­den Raid (bei WoW sind es ähn­lich viele Stun­den *in der Wo­che*) 13 USD be­zah­len soll. Ich habe mir den In­game Shop auch an­ge­se­hen und zahle für die an­fäng­li­che Cha­rak­ter­aus­stat­tung (Mount, Ta­schen, etc.) schon mehr als zwei Mo­nats­a­bos für World of War­craft.

    Diese pau­scha­lierte Rech­nung lässt di­verse Fak­to­ren völ­lig au­ßer acht.

    Bei­spiele:

    -> An­schaf­fungs­preise für Re­tail­bo­xen und Er­wei­te­run­gen.

    -> Man kann di­verse F2P-Spiele mo­na­te­lang spie­len ohne auch nur ei­nen Cent aus­zu­ge­ben, dazu ge­hö­ren auch bei­spiels­weise ROM, Al­lods oder LO­TRO — ich habe dies und di­verse an­dere ge­spielt und weiß vo­von ich rede. Auch diese voll­stän­dige Kos­ten­frei­heit muss man in die Rech­nung »teu­rer oder nicht« mit ein­be­zie­hen. Dass Hard­core­spie­ler in­ner­halb we­ni­ger Tage auf Max le­veln und dann im End­game nur noch wei­ter­kom­men, wenn sie hau­fen­weise rea­les Geld in­ves­tie­ren ist nicht der Maß­stab — der Maß­stab sind »nor­male« Spie­ler.

    -> Spie­ler die nicht rai­den wol­len, son­dern we­gen des PvE da­bei sind (und das ist keine Min­der­heit), müs­sen für Raids nichts be­zah­len. Nicht alle ste­hen auf End­game. Wenn ich meh­rere Mo­nate bei nor­ma­lem Spiel­ver­hal­ten spie­len kann ohne auch nur ei­nen Cent aus­ge­ben zu müs­sen, muss das in eine sol­che Rech­nung mit ein­ge­hen.

    Was die Rechts­the­men an­geht stimme ich zu, die Recht­spre­chung ist hier un­ein­heit­lich — wohl auch des­we­gen, weil die Rich­ter ver­mut­lich nicht so recht ver­ste­hen, worum es geht, schon gar nicht in Ham­burg…

    Ich bitte also da­von ab­zu­se­hen, das als Wer­bung zu de­kla­rie­ren.

    Ich habe aus­schließ­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass meine Be­richt­er­stat­tung nicht als Wer­bung für die bei­den Ge­nann­ten zu ver­ste­hen ist.

  13. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 10. März 2011 um 12:05 | Permanent-Link

    Nach­trag: die Preise in dem ver­link­ten Fo­ren­post zum Thema Al­lods ent­beh­ren jeg­li­cher Grund­lage, hier eine rea­lis­ti­schere Liste:

    http://ninjalooter.de/2010/03/allods-online-deutsche-itemshop-preise-und-zahlungsoptionen-samt-gpotato-rabattaktionen/

    Hier noch ein Ar­ti­kel zum Thema bei buffed.de:
    http://www.buffed.de/Allods-Online-PC-232278/News/Allods-Online-Der-Itemshop-ist-da-UPDATE-Deutsche-Preise-sind-guenstiger-als-in-den-USA-779866/

    Im Ver­gleich:

    -> 20 Par­füm im von De­nis Wisotzki ver­link­ten Thread: USD 12,50 (~ EUR 9,01 zum heu­ti­gen Kurs)

    -> 20 Par­füm im von mir ver­link­ten Bei­trag: EUR 2,50 (bzw. EUR 2,00 wenn man die Liste von buf­fed an­nimmt, das ent­spricht mei­nen Er­fah­run­gen im Spiel)

    Er­kennt man den Un­ter­schied? :)

    Ich frage mich, wa­rum hier mit für den hie­si­gen Markt of­fen­sicht­lich ir­re­le­van­ten Zah­len agiert wer­den muss (die mög­li­cher­weise auch noch falsch sein könn­ten)?

  14. Erstellt am 26. April 2011 um 21:42 | Permanent-Link

    Hallo

    Ich spiele ROM nun seit etwa 1 3/4 Jah­ren. Mei­ner Er­fah­rung nach ist der Be­griff Sup­port in Ver­bin­dung mit Frogs­ter eine Frech­heit. Ich habe sel­ten er­lebt, wie sich ein Sup­port so Ver­lo­gen und In­kom­pe­tent ou­ten kann.
    Kri­tik wird in den Fo­ren ge­löscht, be­rech­tigte »For­de­run­gen nach wie­der­gut­ma­chung« nach Ser­ver­crash 31.08.2010 -> 01.09.2010 mit Ma­te­rial und Gold­schwund beim Char wird mit Schutz­be­haup­tung nach 4 Wo­chen war­ten ab­ge­lehnt.

    Ich spiele den Char noch in we­nig wei­ter, da ich viel En­er­gie und Zeit in­ves­tiert habe.
    Für mich steht aber jetzt schon fest, das Frogs­ter als Publis­her un­ge­eig­net ist und in mei­ner wei­te­ren Spiel­zu­kunft keine Rolle mehr spie­len wird.
    Vor die­sen Hin­der­grund kann ich durch­aus auch ver­ste­hen, das ei­nige ihre Ac­counts aus Frust ver­kau­fen. Die In­g­ame­be­schwer­den sind ja täg­lich nach­zu­le­sen.
    In­so­fern passt ja der Kla­ge­ver­such von Frogs­ter ins Bild und zeigt den »Cha­rak­ter« von Frogs­ter deut­lich.

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