Auf der Suche nach Möglichkeiten, den Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen, ist EA Sports auf eine neue Methode verfallen: Wenn man ein Sportspiel gebraucht erwirbt, wird es zukünftig nicht mehr möglich sein, die Online-Funktionen zu nutzen. Käufer einer gebrauchten Kopie von Fifa 11, NBA Live 11, Madden NFL 11, Tiger Woods PGA Tour 11 oder NHL 11 für Xbox 360 oder Playstation 3 müssen einen sogenannten Onlinepass erwerben, um die Online-Funktionen nutzen zu können.
In den USA will man für den Onlinepass zehn Dollar verlangen, über Preise für den Rest der Welt wurden noch keine Aussagen gemacht.
Man könnte darin eine Verbesserung zu der Vorgehensweise sehen, die Funktionsfähigkeit eines Spiels von einem an den Product-Key gebundenen, personalisierten Konto abhängig zu machen. Tatsächlich halte ich diese Vorgehensweise aber ebenfalls für höchst befremdend, denn bei einem Wiederverkauf wechselt der physikalische Datenträger oder eine Lizenz den Besitzer und der bisherige Inhaber kann das Spiel überhaupt nicht mehr spielen. Hier für die Online-Funktionen desselben Spiels nochmal zu kassieren, ohne zusätzliche Leistungen zu erbringen (es werden durch einen Verkauf keine zusätzlichen Spieler auf die Server kommen, es entstehen also keine zusätzlichen Kosten für Traffic oder Infrastruktur) mag zwar lukrativ sein, ich halte eine solche Praktik aber für fragwürdig und wenig kundenfreundlich.
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