Malmström und die EU-Zensur: Censilia = Zensursula 2.0

CensiliaDarf frei wei­ter­ge­ge­ben und ver­wen­det wer­den, ein Link hier­her wäre nett.

Edit: Danke für die po­si­ti­ven Rück­mel­dun­gen. Es wurde eine grö­ßere Fas­sung des Bil­des ge­wünscht: gibt’s ab so­fort auf flickr!

Ver­wand­ter In­halt:

  1. WordPress-Plugin: Au­tor­be­schwerde
Share

. Bookmarken: Permanent-Link
. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

5 Kommentare

  1. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 29. März 2010 um 13:08 | Permanent-Link

    Pres­se­mit­tei­lung der Jun­gen Pi­ra­ten (CC-Linzenz, Quelle):

    Zen­sur­sula re­loa­ded – Cen­si­lia und die Sper­ren

    Nach­dem das Netz­sper­ren­ge­setz der da­ma­li­gen Fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Ur­sula von der Leyen in­folge mas­si­ver Pro­teste aus der Be­völ­ke­rung keine An­wen­dung fin­det, hat nun die In­nen­kom­mis­sa­rin der EU, Ce­ci­lia Malm­ström, Ge­fal­len an der Idee ge­fun­den. Sie möchte eine Richt­li­nie er­las­sen, de­ren Um­set­zung wie bei der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung ver­pflich­tend wäre. Eu­ro­pa­weit würde so ge­gen den Wil­len vie­ler kri­ti­scher Stim­men eine Re­ge­lung Ge­setz, die bü­ro­kra­tisch, tech­nisch sinn­frei und un­wirk­sam ist.

    Be­son­ders scho­ckie­rend für die Jun­gen Pi­ra­ten ist al­ler­dings, dass Malm­ström in ih­rem Brief eine ge­zielte Dif­fa­mie­rung von Bür­ger­be­we­gun­gen be­treibt. So schreibt sie: “Beim Thema Re­gle­men­tie­rung des In­ter­nets wer­fen Bür­ger­in­itia­ti­ven zu Recht die Frage nach der freien Mei­nungs­äu­ße­rung auf. Bil­der von Kin­des­miss­brauch kön­nen je­doch un­ter kei­nen Um­stän­den als le­gi­time Mei­nungs­äu­ße­rung gel­ten”.

    Nie­mals und in kei­ner Weise hat eine Bür­ger­be­we­gung, ins­be­son­dere die hier im­pli­zit ge­meinte Pi­ra­ten­be­we­gung, die Po­si­tion ver­tre­ten, dass Bil­der von Kin­des­miss­brauch eine freie Mei­nungs­äu­ße­rung dar­stel­len und da­durch le­gi­ti­miert seien. “Wer der­ar­ti­ges schreibt, be­weist eine un­glaub­li­che Igno­ranz ge­gen­über der Zi­vil­ge­sell­schaft und dis­kre­di­tiert die Be­stre­bun­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der EU nach Mit­be­stim­mung und Mit­ge­stal­tung”, so Heiko Her­berg, Vor­sit­zen­der der Jun­gen Pi­ra­ten. “Die De­batte des letz­ten Jah­res, in der die Wir­kungs­lo­sig­keit von Netz­sper­ren zur Be­kämp­fung von Kin­der­por­no­gra­phie ein­drucks­voll ver­deut­licht wurde, scheint voll­kom­men an Malm­ström vor­bei­ge­gan­gen zu sein”.

    Die Jun­gen Pi­ra­ten leh­nen den Vor­stoß der EU-Kommissarin ent­schie­den ab und ver­wei­sen auf den ein­fa­chen Grund­satz: Lö­schen statt Sper­ren!

  2. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 29. März 2010 um 13:11 | Permanent-Link
  3. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 29. März 2010 um 18:44 | Permanent-Link

    Pres­se­mit­tei­lung der Pi­ra­ten­par­tei (CC-Lizenz, Quelle)

    Zu­gangs­er­schwe­rungs­ge­setz re­loa­ded

    Das Zu­gangs­er­schwe­rungs­ge­setz ge­hört in Deutsch­land na­hezu der Ver­gan­gen­heit an. Ce­ci­lia Malm­ström, EU-Kommissarin für In­nen­po­li­tik, ver­sucht aber nun eine neue Richt­li­nie durch­zu­set­zen, die alle EU-Länder zum Auf­bau ei­ner Zensur-Infrastruktur ver­pflich­tet. Als Grund wird er­neut der Kampf ge­gen Web­sei­ten mit kin­der­por­no­gra­phi­schen In­hal­ten vor­ge­scho­ben. Die Pi­ra­ten­par­tei Deutsch­land ist em­pört über die­sen neuen Zen­sur­vor­stoß auf EU-Ebene.

    »Die In­ter­net­sper­ren be­schäf­ti­gen die Pi­ra­ten­par­tei jetzt seit un­ge­fähr ei­nem Jahr. Zu die­ser Zeit gab es die ers­ten Über­le­gun­gen und Vor­be­rei­tun­gen zu ent­spre­chen­den Ge­set­zes­ent­wür­fen un­ter der Fe­der­füh­rung der da­ma­li­gen Fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Ur­sula von der Leyen. Diese en­de­ten im Zu­gangs­er­schwe­rungs­ge­setz«, be­schreibt Jens Sei­pen­busch, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Pi­ra­ten­par­tei, die Ent­ste­hung der Idee von Netz­sper­ren.

    Er führt wei­ter aus: »Es gibt letzt­lich keine über­zeu­gen­den Ar­gu­mente, die für Netz­sper­ren als sinn­vol­les Mit­tel bei der Ver­bre­chens­be­kämp­fung spre­chen. Der Ver­such wirft neue Pro­bleme auf, ohne die vor­han­de­nen zu lö­sen. Au­ßer­dem be­steht die Ge­fahr, dass eine Zensur-Infrastruktur eta­bliert wird, die auf be­lie­bige In­halte an­ge­wen­det wer­den kann. Staat­li­che In­for­ma­ti­ons­kon­trolle die­ser Art hält die Pi­ra­ten­par­tei für sehr ge­fähr­lich.

    Den neuen Vor­stoß von Frau Malm­ström in Rich­tung In­ter­net­zen­sur auf eu­ro­päi­scher Ebene wer­den wir na­tür­lich wei­ter ge­nau­es­tens im Auge be­hal­ten. Bür­ger­rechte dür­fen nicht län­ger über den EU-Umweg aus­ge­höhlt wer­den. Für Deutsch­land for­dern wir au­ßer­dem ein so­for­ti­ges Auf­he­bungs­ge­setz für das in Kraft ge­tre­tene Zu­gangs­er­schwe­rungs­ge­setz.«

    Die Pi­ra­ten­par­tei Deutsch­land ist ent­setzt von Malm­ströms Vor­wurf, Bür­ger­be­we­gun­gen wür­den Bil­der von Kin­des­miss­brauch als freie Mei­nungs­äu­ße­rung an­se­hen und sie des­we­gen ver­tei­di­gen. »Malm­ström igno­riert da­bei ganz ein­fach un­sere Be­fürch­tun­gen ge­gen­über in­trans­pa­ren­ten schwar­zen Lis­ten, die Zen­sur Tür und Tor öff­nen. Zu­dem hel­fen Netz­sper­ren nicht ge­gen die Ver­brei­tung von Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen«, schließt Sei­pen­busch seine Aus­füh­run­gen.

    Die Pi­ra­ten for­dern, statt der ge­plan­ten Sper­ren die Zu­sam­men­ar­beit der in­ter­na­tio­na­len Be­hör­den wei­ter zu ver­bes­sern, um ef­fek­ti­ver ge­gen Kin­der­por­no­gra­phie im In­ter­net vor­ge­hen zu kön­nen. Da­durch kön­nen der­ar­tige In­halte schnell und nach­hal­tig ent­fernt und die Ver­ant­wort­li­chen zur Re­chen­schaft ge­zo­gen wer­den.

  4. Isaias Mcgannon
    Erstellt am 9. Mai 2011 um 12:52 | Permanent-Link

    Die De­mo­kra­tie ist in in der jet­zi­gen zeit nun ein­mal die vor­herr­schende Re­gie­rungs­form. Doch in der kon­kre­ten Durch­füh­rung kom­men große Pro­bleme auf, die im Prin­zip heut­zu­tage auf kei­nen Fall auf­kom­men müss­ten. Nun wird auch in vie­len Ara­bi­schen Staa­ten die De­mo­kra­tie ein­ge­führt, und die Pro­bleme tre­ten auch hier auf. Und wer kommt da­für auf? Selbst­ver­ständ­lich der Steu­er­zah­ler. Zum Bei­spiel guckt man sich nur mal diese un­glaub­li­chen Wahl­kam­pa­gnen an. An­stelle die Bür­ger (die übri­gens für den Be­stand der Par­teien ver­ant­wort­lich sind) ob­jek­tiv zu er­läu­tern wel­che Ziel­set­zun­gen sie ver­fol­gen, und wel­che Schritte sie dazu tun, ver­schwen­den sie Un­men­gen an To­ner und Pa­pier, oder fah­ren mit rie­si­gen Wahl­stän­den um­her. An­statt den Staat mit die­sen Gel­dern zu stär­ken, sor­gen sie da­für, dass Un­ter­neh­men, so­gar teil­weise Aus­län­di­sche, viel Geld mit der To­le­ranz des Deut­schen Bür­gers zu ver­die­nen. Lasst uns han­deln! Ich dru­cke jetzt Pla­kate um ge­gen diese Ver­schwen­dung zu de­mons­trie­ren.

  5. Stefan Holzhauer
    Erstellt am 9. Mai 2011 um 13:00 | Permanent-Link

    Sehr ela­bo­rier­ter Kom­men­tar. Ich habe mir trotz­dem er­laubt, die Spam­links zu ent­fer­nen.

    Auf An­frage ver­miete ich aber gern be­zahlte Wer­be­flä­chen. Ist auch gar nicht teuer. :)

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*


4 + acht =

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

  • Gallery

    gw2_20120428_151314 gw2_20120428_144529 Katapult - unbenutzt gw2_20120427_230917 Eulenkette
  • Werbung