Restaurierter METROPOLIS heute abend auf Arte

Kinoplakat Metropolis (1927)Bei ME­TRO­PO­LIS han­delt es sich frag­los um ei­nen der wich­tigs­ten Klas­si­ker des Sci­ence Fic­tion Gen­res und des Films über­haupt, zahl­lose Künst­ler be­zie­hen sich auf das Werk, wel­ches im Jahr 1927 un­ter der Re­gie von Fritz Lang ent­stand, und bis heute ist sein vi­su­el­ler, dra­ma­tur­gi­scher und ci­ne­as­ti­scher Ein­fluss zu spü­ren. Bei der Ur­auf­füh­rung war er al­ler­dings ein Flop, wohl weil der Film sei­ner Zeit weit vor­aus war.

Bis­lang konnte man ME­TRO­PO­LIS nur in ei­ner ge­schnit­te­nen Fas­sung se­hen, denn die Ver­sion, die man heute wohl »Director’s Cut« nen­nen würde, wurde da­mals nicht lange ge­zeigt, man war der Ansicht, der Film sei ein­fach zu lang. Die ge­schnit­te­nen Pas­sa­gen hielt man lange für ver­lo­ren, bis dann zu­fäl­lig in Süd­ame­rika Rol­len mit um­ko­pier­ten feh­len­den Stel­len ge­fun­den wur­den.

Beim Um­ko­pie­ren hatte man lei­der ge­schlampt und so war die Qua­li­tät der Sze­nen zu ei­nem gro­ßen Teil kaum bis nicht brauch­bar. Auch her­kömm­li­che di­gi­tale Wie­der­her­stel­lungs­ver­fah­ren ver­sag­ten, denn di­verse Me­ter Zel­lu­loid wa­ren der­art be­schä­digt, dass man ein­fach keine feh­ler­freien Stel­len zum Ko­pie­ren fand. Zur Re­stau­ra­tion von ME­TRO­PO­LIS wurde des­we­gen ex­tra eine spe­zi­elle neue Soft­ware ent­wi­ckelt, die es mög­lich machte große Teile des Ma­te­ri­als zu ret­ten.

Das Er­geb­nis kann man heute abend auf arte be­wun­dern, um 20:15 Uhr gibt es zu­erst eine Ein­füh­rung un­ter dem Ti­tel »ME­TRO­PO­LIS — Die Prä­sen­ta­tion«, dann folgt von 20:40 Uhr bis 23:10 Uhr die Aus­strah­lung der re­stau­rier­ten Fas­sung und ab­schlie­ßend noch eine Do­ku­men­ta­tion na­mens »DIE REISE NACH ME­TRO­PO­LIS«.

Für Sci­ence Fic­tion– und Film­fans eine Pflicht­ver­an­stal­tung.

Ki­no­pla­kat ME­TRO­PO­LIS Co­py­right 1927 UFA

Kei­nen ver­wand­ten In­halt ge­fun­den.

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Ein Kommentar

  1. Onoma
    Erstellt am 13. Februar 2010 um 18:35 | Permanent-Link

    Vie­len Dank für die­sen tol­len Tipp!
    Ich habe Dei­nen Ar­ti­kel zwar erst ge­se­hen, als der Film schon eine Vier­tel­stunde lang lief, da­für ha­ben wir trotz­dem ei­nen wun­der­ba­ren Film­abend mit die­sem Film ge­habt so­wie ei­ner in­ter­es­san­ten Do­ku­men­ta­tion da­nach.

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