Verleger wollen Google zur Offenlegung der Algorithmen zwingen

Was wirklich gesucht wird...Maß­geb­li­che Deut­sche Ver­le­ger ha­ben das Kar­tell­amt dar­über in­for­miert, dass es An­halts­punkte gebe, dass Such­ma­schi­nen­pri­mus Google ih­rer Ansicht nach seine Markt­macht miss­brau­che und seine Such­er­geb­nisse wett­be­werbs­wid­rig an­zeige. Der Such­ma­schi­nen­be­trei­ber wird jetzt auf­ge­for­dert, seine Such­stra­te­gien of­fen­zu­le­gen. Am Wo­chen­ende hatte Google be­reits über­die Kar­tell­amts­be­schwerde  der Ver­le­ger­ver­bände in­for­miert.

Den Ver­le­gern ist es ein Dorn im Auge, dass sie nicht nach­voll­zie­hen kön­nen, wa­rum und wie Er­geb­nisse plat­ziert wer­den, man ver­mu­tet eine Be­vor­zu­gung be­stimm­ter Google-Partner, die da­durch hö­here Wer­be­ein­nah­men er­hal­ten. Wei­ter­hin for­dert man mit Nach­druck eine bes­sere Be­zah­lung für die An­zeige der Such­er­geb­nisse sei­tens Google an die Ver­lage. Man ver­diene an der An­zeige nichts, Google aber schon.

Tough Luck, ihr An­bie­ter von »Qua­li­täts­jour­na­lis­mus«. Denkt mal über Fol­gen­des nach: wenn ich mich schon­mal auf eure wer­be­ver­seuch­ten, bunt fla­ckern­den Lang­wei­ler­sei­ten ver­irre, dann fast im­mer auf­grund ei­nes Er­geb­nis­ses bei Google oder Google News. Viel­leicht sollte Google ein­fach die Sei­ten der Me­cke­rer aus dem In­dex neh­men, wenn die das un­be­dingt so wol­len. Google macht für eure In­halte kos­ten­lose Wer­bung!
Es kann doch wohl nicht an­ge­hen, dass hier Be­stands­schutz für ein ster­ben­des Ge­schäfts­mo­dell be­trie­ben wer­den soll? Hat es die Ver­le­ger in­ter­es­siert, als alle Schrift­set­zer ar­beits­los wur­den, weil auf com­pu­ter­ge­stütz­ten Druck um­ge­stellt wurde? Na?

Bild: Wir wis­sen doch alle, was tat­säch­lich am meis­ten auf Google ge­sucht wird… :o) Brust­bild von John T. Gon­za­les auf flickr, un­ter Crea­tive Com­mons Li­zenz, Google-Schriftzug Co­py­right Google.

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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 18. Januar 2010 um 15:44 | Permanent-Link

    Be­son­ders lus­tig finde ich ja, dass die Ver­le­ger im­mer streng auf Ein­hal­tung des »Geis­ti­gen Ei­gen­tums« be­schwe­ren und zum Teil so­gar Zi­tate als Urheber-Verletzung ein­kla­gen. Bei an­de­ren ha­ben sie es wohl nicht so mit dem geis­ti­gen Ei­gen­tum…

    Mal ganz ab­ge­se­hen da­von, dass es tech­nisch sehr sinn­voll ist den Al­go­rith­mus ge­heim zu­hal­ten und stän­dig zu ändern, da es sonst nur ge­fakte Such­er­geb­nisse gäbe.

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