Zwischen Ende November und Ende Dezember 2008 verkaufte sich die letzte Variante der Spielereihe um die Schatzjägerin Lara Croft TOMB RAIDER UNDERWORLD 1.5 Millionen mal. Das ist angesichts der starken Konkurrenz im Weihnachtsgeschäft eigentlich ein beachtliches Ergebnis, aber Publisher Eidos offenbar deutlich zu wenig. Man hatte mit zwei Millionen verkauften Exemplaren gerechnet. Als Konsequenz daraus wurden nun 30 Mitarbeiter des hauseigenen Entwicklerstudios Crystal Dynamics entlassen und will die Spielserie »neu ausrichten« und »auch für Frauen interessanter machen«.
Robert Brent — Finanzchef (!) von Eidos — kündigt an, dass man das »Look and Feel« überarbeiten möchte, um weibliche Spieler stärker anzusprechen. Na, der muss es ja wissen, Entwickler sind eh nur Nerds…
Ich hatte die Demo angespielt und stelle fest: Die Grafik war ein Knüller, so schöne Landschaften, Dschungel und Katakomben hat man noch in keinem TOMB RAIDER-Spiel gesehen. Und auch die neue Lara war bereits deutlich realistischer anzusehen, insbesondere, was die Oberweite anging. Wenn Brent da Probleme sieht, dann kennt er sein eigenes Spiel nicht. Deutlich problematischer und überarbeitungswürdig war die an diversen Stellen überaus knifflige Steuerung, die insbesondere in Actionsequenzen zum Fluchen reizte. Da sollte man ansetzen, nicht bei Lara. Außerdem: Lara ist Kult, TOMB RAIDER ohne das einzige wahre Pixel-Sexsymbol ist kein TOMB RAIDER.
Cover TOMB RAIDER UNDERWORLD: Copyright 2008 Eidos












