GHOSTBUSTERS: Laut Ivan Reitman sind weitere Filme auf dem Weg

GHOSTBUSTERS: Laut Ivan Reitman sind weitere Filme auf dem Weg

Die Neu­auf­la­ge von GHOST­BU­S­TERS im ver­gan­ge­nen Jahr war kein Flop, aber auch nicht ra­send er­folg­reich, mög­li­cher­wei­se auf­grund der be­klopp­ten Kon­tro­ver­sen um weib­li­che Haupt­dar­stel­ler. Mir hat­te der Film ge­fal­len. Den­no­ch wa­ren die Ein­spiel­ergeb­nis­se nicht so gut, dass sei­tens Sony und Co­lum­bia eine di­rek­te Fort­set­zung ge­plant ist.

Das scheint al­ler­dings nicht das Ende des GHOST­BU­S­TERS-Fran­chise an sich zu sein. Ivan Reit­man (Re­gis­seur der bei­den Ori­gi­nal­fil­me) er­läu­ter­te ge­gen­über io9, dass zum ei­nen der Ani­ma­ti­ons­film, über den vor ca. zwei Jah­ren be­reits ge­re­det wur­de, noch nicht vom Tisch ist. Wei­ter­hin sind sei­nen Aus­sa­gen zu­fol­ge auch noch wei­te­re Re­al­fil­me in Pla­nung.

Die Pro­duk­ti­on am Ani­ma­ti­ons­film hat wie er sagt di­rekt nach dem Pro­duk­ti­ons­en­de von GHOST­BU­S­TERS 2016 be­gon­nen. Und auch die Pla­nungs­pha­se für die ge­nann­ten wei­te­ren Fil­me ist be­reits ge­star­tet. All die­se Pro­jek­te sol­len of­fen­bar zu­sam­men­hän­gen und Reit­man sag­te, es sei sei­ne Auf­ga­be si­cher­zu­stel­len, dass al­les zu­sam­men­passt.

Das macht auch des­we­gen eine Men­ge Sinn, weil im Jahr 2015 ex­tra eine Toch­ter­fir­ma von Co­lum­bia Pic­tures mit dem Na­men »Gho­st Corps« ge­grün­det wur­de, um die Mar­ke GHOST­BU­S­TERS aus­zu­bau­en. Man re­de­te über Real- und Ani­ma­ti­ons­fil­me fürs Kino, Fern­seh­se­ri­en, Mer­chan­di­sing und an­de­re, neue, Pro­duk­te aus dem Be­reich Un­ter­hal­tung. Chefs von Ghost­Corps sind Dan Ay­kroyd und Ivan Reit­man.

Logo Ghost­Corps Co­py­right Gho­st Corps, a di­vi­si­on of Co­lum­bia Pic­tures In­du­stries Inc.

THE BIG BANG THEORY für zwei weitere Staffeln erneuert

THE BIG BANG THEORY für zwei weitere Staffeln erneuert

Auch wenn man den Ein­druck hat, dass aus THE BIG BANG THEO­RY die Luft ein we­nig raus ist, hat sich der Sen­der ent­schlos­sen, die Seri eum zwei wei­te­re Staf­feln zu ver­län­gern. Al­ler­dings be­fin­den sich May­im Bia­lik (Amy) and Me­lis­sa Rauch (Ber­na­det­te) noch in Ver­trags­ver­hand­lun­gen.

Grund dürf­te sein, dass Jim Par­sons (Shel­don), John­ny Galecki (Leo­nard), Ka­ley Cuo­co (Pen­ny), Si­mon Hel­berg (Howard) und Ku­nal Nay­yar (Raj) 900000 Dol­lar pro Fol­ge be­kom­men (bis­her 1000000 Bucks), Bia­lik und Rauch al­ler­dings deut­li­ch we­ni­ger (die Quel­len wi­der­spre­chen sich hier, man­che spre­chen von der Hälf­te).

Laut dem Hol­ly­wood Re­por­ter ha­ben sich die bes­ser be­zahl­ten Schau­spie­ler auf die Kür­zun­gen ein­ge­las­sen, da­mit Bia­lik und Rauch mehr Gage be­kom­men kön­nen.

Al­ler­dings scheint sich CBS ziem­li­ch si­cher zu sein, dass die bei­den un­ter­schrei­ben, son­st hät­ten sie die bei­den neu­en Staf­feln BIG BANG THEO­RY ver­mut­li­ch nicht be­reits ver­kün­det. Eine Fort­füh­rung ohne die bei­den Cha­rak­te­re ist schwer denk­bar.

Be­reits vor ei­ni­gen Ta­gen wur­de eine Spi­n­off-Se­rie na­mens YOUNG SHEL­DON an­ge­kün­digt.

Pro­mo­fo­to TBBT Co­py­right CBS

 

Ubisofts FOR HONOR: Komplettspiel nur gegen viel Geld oder viel Zeit

Ubisofts FOR HONOR: Komplettspiel nur gegen viel Geld oder viel Zeit

Es ist kei­ne neue Art der Spie­ler-Ab­zocke, die Ubi­soft hier zeigt, aber eine neue Di­men­si­on. Für das Bur­gen­be­la­ge­rungs- und Schar­müt­zel-Spiel FOR HO­NOR muss man 50 bis 70 Euro hin­le­gen. Es han­delt sich so­mit um ein so­ge­nann­tes »Voll­preis­spiel«, also auf den er­sten Blick kein free­mi­um- oder an­de­res free2­play-Mo­dell mit Ing­ame-Shop. Man wür­de nun er­war­ten, dass man für den Preis auch ein voll­stän­di­ges Game er­hält, doch das geht weit an der Rea­li­tät vor­bei, denn Ubi­soft möch­te noch or­dent­li­ch wei­te­res Geld ab­zocken ge­ne­rie­ren, in­dem man im Spiel Aus­rü­stungs­ge­gen­stän­de, Mo­ves, Emo­tes und Rü­stung er­wer­ben kann.

Ein Spie­ler hat auf Red­dit aus­ge­rech­net, dass man zu­sätz­li­ch zum Kauf­preis 732 USD (der­zeit ca. 680 Euro) auf­brin­gen muss, um al­les frei­zu­schal­ten. Man kann das auch über das An­häu­fen von Ing­ame-Wah­rung tun, da­für braucht man laut by­stan­der007 auf Red­dit al­ler­dings als Ca­sual Ga­mer, der an fünf bis sie­ben Ta­gen der Wo­che ein bis zwei Stun­den spielt, ca. 2,5 Jah­re. Aber auch Hard­core-Grin­der wer­den duch die Spiel­me­cha­nis­men be­nach­tei­ligt, die die er­sten ein bis zwei Spiel­stun­den ei­nes Ta­ges mit hö­he­rer Aus­beu­te der Wäh­rung »Steel« be­loh­nen. Selbst so ein Hard­core-Spie­ler bräuch­te bei 16 Stun­den Spiel­zeit an sie­ben Ta­gen der Wo­che im­mer noch 46 Wo­chen, um al­les frei­zu­schal­ten.

Die Spiel­er­ge­mein­de ist nicht amü­siert und auch pro­fes­sio­nel­le Pu­bli­ka­tio­nen äu­ßern sich ob die­ser für man­che un­kal­ku­lier­ba­re Ko­sten­fal­le eher kri­ti­sch. Es wäre an­ge­bracht, dass sich der Ver­brau­cher­schutz die kacken­d­rei­ste Vor­ge­hens­wei­se bei FOR HO­NOR mal ge­nau­er an­sieht.

Pro­mo­gra­fik FOR HO­NOR Co­py­right Ubi­soft

Neu von DreamWorks Animation: THE BOSS BABY

Neu von DreamWorks Animation: THE BOSS BABY

Der letz­te Film von Dream­Works Ani­ma­ti­on für die Cent­fox, be­vor sie zu Uni­ver­sal wech­seln, trägt den Ti­tel THE BOSS BABY. Re­gie führt Tom McGra­th (MA­DA­GAS­CAR).

Der sie­ben­jäh­ri­ge Tim ist nicht be­gei­stert, als ihm sei­ne El­tern ein Baby prä­sen­tie­ren: sei­nen Bru­der. Doch ir­gend­was scheint nicht zu stim­men, denn das Baby kann spre­chen (mit der Stim­me von Alec Bald­win). Es ist schwer zu be­schrei­ben, die Trai­ler er­klä­ren mehr.

THE BOSS BABY star­tet in Deutsch­land am 30. März 2017.

Robert Downey jr. wird zu DOCTOR DOLITTLE

Robert Downey jr. wird zu DOCTOR DOLITTLE

Hugh Lof­ting schrieb in den 1920ern drei Kin­der­bü­cher um DOC­TOR DO­LITT­LE, der mit Tie­ren spre­chen kann (The Sto­ry of Doc­tor Do­litt­le, The Voya­ges of Doc­tor Do­litt­le und Doc­tor Dolittle’s Cir­cus).

Die wur­den auch be­reits ver­filmt, zum ei­nen 1967 im Mu­si­cal DOC­TOR DO­LITT­LE mit Rex Har­ri­son in der Ti­tel­rol­le, zum an­de­ren in zwei Fil­men (1998 und 2001) mit Ed­die Mur­phy in ei­nem mo­der­ni­sier­ten Set­ting.

In ei­ner neu­en Ki­no­fas­sung na­mens THE VOYA­GES OF DOC­TOR DO­LITT­LE soll Ro­bert Dow­ney jr. die Rol­le des Dok­tors über­neh­men. Re­gie wird Ste­phen Gag­han (SY­RIA­NA) füh­ren, der ar­bei­tet auch am Dreh­buch, das auf ei­ner frü­he­ren Fas­sung von Tom She­pherd ba­siert. Es pro­du­zie­ren Su­s­an Dow­ney von Team Dow­ney zu­sam­men mit Joe Roth und Jeff Kir­schen­baum von Roth/Kirschenbaum Films.

Wann die Pro­duk­ti­on star­ten soll ist noch nicht be­kannt, Re­gis­seur Gag­han ar­bei­tet der­zeit noch an ei­ner Fil­m­ad­ap­ti­on des Com­pu­ter­spiels THE DI­VI­SI­ON.

Bild Ro­bert Dow­ney jr. 2010 von Ed­gar Me­ri­ta­no, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA

TERMINATOR abgeschaltet

TERMINATOR abgeschaltet

TER­MI­NA­TOR: GE­NI­SYS soll­te ei­gent­li­ch der Auf­takt zu ei­ner neu­en Tri­lo­gie um un­ge­müt­li­che En­do­ske­lett-Ro­bo­ter wer­den, al­ler­dings kam der Film bei Kri­ti­kern und Fans so schlecht an, dass man die­se Plä­ne schnell auf­gab. Und das in­ter­es­san­ter­wei­se, ob­wohl die Ein­spiel­ergeb­nis­se letzt­li­ch so schlecht nicht wa­ren.

Der näch­ste Plan war dann, dass Ja­mes Ca­me­ron him­self das Fran­chise mit TER­MI­NA­TOR 6 aus dem Tief ho­len soll­te. Da der im­mer noch in­ten­siv mit AVA­TAR-Fort­set­zun­gen be­schäf­tigt ist (die un­end­li­che Ge­schich­te), hät­te Tim Mil­ler (DEAD­POOL) Re­gie füh­ren sol­len. Wie schon bei GE­NI­SYS war auch hier wie­der der Ur-Ro­bo­ter Ar­nold Schwar­ze­negger in­vol­viert.

Der hat­te al­ler­dings kürz­li­ch ge­gen­über New York Daily News ge­sagt, dass er an ei­ner Fort­füh­rung des Fran­chise nicht in­ter­es­siert sei. So et­was ist na­tür­li­ch ein schwe­rer Schlag für ein sol­ches Film­pro­jekt. Und kon­se­quen­ter­wei­se ist TER­MI­NA­TOR 6 jetzt auch aus den Ter­min­plä­nen von Pa­ra­mount ver­schwun­den. Das dürf­te wohl be­deu­ten, dass es bis auf wei­te­res kei­ne neu­en TER­MI­NA­TOR-Fil­me ge­ben wird.

Wo­bei man an­ge­sichts der tur­bu­len­ten Ge­schich­te des Fran­chise’ ver­mut­li­ch nie­mals nie sa­gen soll­te …

Pro­mo­fo­to TER­MI­NA­TOR GE­NI­SYS Co­py­right Pa­ra­mount

Amazon Prime Streaming Partners Program ab Frühsommer auch in Deutschland?

Amazon Prime Streaming Partners Program ab Frühsommer auch in Deutschland?

Ama­zon macht da­mit wei­ter, ne­ben Buch- und On­line­han­del all­ge­mein, auch den Fern­seh- bzw. Strea­ming­markt auf­zu­mi­schen. In den USA gibt es be­reits das so­ge­nann­te »Ama­zon Pri­me Strea­ming Part­ners Pro­gram«. Da­bei öff­net sich Ama­zon Pri­me Vi­deo für In­hal­te Drit­ter, das kön­nen klas­si­sche Fern­seh­sen­der sein, aber auch di­rekt Pro­du­zen­ten, die dann in der Lage sind, ih­ren Con­tent ohne Um­weg über ir­gend­wel­che Sen­der zu ver­brei­ten.

Die­ses Pro­gramm könn­te laut den In­for­ma­tio­nen von W&V be­reits im Früh­som­mer auch in Deutsch­land star­ten. Ama­zon hält sich dazu al­ler­dings noch be­deckt und möch­te das nicht kom­men­tie­ren, es wäre aber eine lo­gi­sche Fort­füh­rung des Ama­zon Pri­me Vi­deo Kon­zepts. Und selbst­ver­ständ­li­ch wird sich Ama­zon die Ver­brei­tung der In­hal­te Drit­ter auf sei­ner gut ein­ge­führ­ten, reich­wei­testar­ken Strea­ming­platt­form or­dent­li­ch be­zah­len las­sen.

Den­no­ch dürf­te das ins­be­son­de­re für öf­fent­li­ch-recht­li­che oder pri­va­te Sen­der durch­aus at­trak­tiv sein, weil sie da­mit mög­li­cher­wei­se Zu­se­her zu­rück­ge­win­nen könn­ten, die sich vom klas­si­schen Fern­se­hen längst ab­ge­wandt ha­ben. Auf der an­de­ren Sei­te könn­te das aber auch dazu füh­ren, dass sich noch mehr Zu­schau­er vom tech­ni­sch, kon­zep­tio­nell und in­halt­li­ch über­hol­ten Pan­tof­fel­ki­no ver­ab­schie­den.

An­geb­li­ch gibt es zu­dem Ver­hand­lun­gen mit Dis­co­very we­gen Bun­des­li­ga-Über­tra­gun­gen und dem Pay-TV-Sen­der Sky, aber auch da will sich nie­mand äu­ßern.

Im Früh­som­mer wis­sen wir mehr.

Ama­zon-Logo Co­py­right Ama­zon

GREEN LANTERN CORPS: Führt David S. Goyer Regie?

GREEN LANTERN CORPS: Führt David S. Goyer Regie?

Seit der An­kün­di­gung, dass es ei­nen GREEN LAN­TERN CORPS-Film ge­ben sol­le, hat man we­nig neu­es über das Pro­jekt ge­hört. Es wa­ren ver­schie­de­nen Schau­spie­ler für die Rol­le des Hal Jor­dan im Ge­spräch, dar­un­ter Ar­mie Ham­mer (der sag­te al­ler­dings be­reits er wis­se von nichts), Jake Gyl­len­haal, Joel McHa­le und Brad­ley Co­oper. Üb­ri­gens war auch Ryan Reynolds auf der Li­ste mög­li­cher Mi­men, der hat­te die Rol­le ja be­reits im Ki­no­kas­sen-Flop GREEN LAN­TERN (2011) ge­spielt. Tat­säch­li­ch ist der wahr­schein­lich­ste Kan­di­dat dann aus­ge­rech­net Tom Crui­se ge­wor­den, aber es ist nichts in trocke­nen Tü­chern.

Aus Stu­dio­krei­sen kom­men jetzt In­for­ma­tio­nen, dass man mög­li­cher­wei­se Da­vid S. Go­y­er als Re­gis­seur ha­ben möch­te. Den kennt man von BLA­DE: TRI­NI­TY und er hat auch an BAT­MAN BE­GINS, THE DARK KNIGHT und MAN OF STEEL mit­ge­ar­bei­tet. Der­zeit be­ar­bei­tet er ge­ra­de zu­sam­men mit Ju­stin Rho­des das Dreh­buch des Films und dar­aus ent­stan­den Ge­rüch­te, dass er auch Re­gie füh­ren soll. Er ist zu­dem auch als Re­gis­seur für SUICI­DE SQUAD 2 im Ge­spräch.

Die Dreh­ar­bei­ten könn­ten mög­li­cher­wei­se noch in die­sem Jahr be­gin­nen.

Bild Da­vid S. Go­y­er 2013 von Sue Lu­ken­bau­gh, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA

KONG: SKULL ISLAND – die Zweite

KONG: SKULL ISLAND – die Zweite

KONG: SKULL IS­LAND – Bun­des­start 09.03.2017

Er ist wie­der da, der be­lieb­te­ste Affe der Welt. Viel Freu­de wird das bei den Ci­ne­asten welt­weit nicht aus­ge­lö­st ha­ben. Im­mer wie­der fürch­tet man um den Ruf ei­nes Hei­lig­tums. Na­tür­li­ch ist und bleibt Er­ne­st B. Scho­ed­sacks KING KONG von 1933 ein Mei­len­stein. Ein Film der in man­chen Ein­stel­lun­gen sämt­li­che da­mals zur Ver­fü­gung ste­hen­den Spe­zi­al­ef­fek­te ver­ein­te. Erst 29 Jah­re spä­ter wag­ten es die Toho Stu­di­os den Na­men King Kong in ih­rer God­zil­la-Rei­he zu ver­wen­den. Wer den Film kennt, weiß dass die­ser kei­nen Auf­schrei der Ent­rü­stung her­vor brin­gen konn­te. An­ders, als Dino De Lau­ren­ti­is Mit­te der 1970er an­kün­dig­te, die Ori­gi­nal­ge­schich­te im Man­tel der Ge­gen­wart neu zu ver­fil­men. Un­ver­ständ­li­cher­wei­se wur­de KING KONG 1976 von Kri­ti­kern und selbst­ge­fäl­li­gen Ci­ne­asten ver­ris­sen. Was so­gar so weit ging, dass man hoff­te, Pe­ter Jack­son wür­de 2006 die Schmach wie­der gut ma­chen. Das näch­ste Re­make. Wel­ches al­ler­dings weit hin­ter den Er­war­tun­gen blieb.

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Trailer zu Aardmans neuem Film: EARLY MAN

Trailer zu Aardmans neuem Film: EARLY MAN

Die Ani­ma­ti­ons­künst­ler von Aard­man Ani­ma­ti­ons kennt man bei­spiels­wei­se von WAL­LA­CE AND GRO­MIT oder SHAUN DAS SCHAF. Das neu­este Film­pro­jekt trägt den Ti­tel EAR­LY MAN und dreht sich um Ur­zeit­men­schen. Be­vor sich Nick Park um den zwei­ten Film mit Shaun und Co. küm­mert, hat er Re­gie bei die­sem ge­führt. Man soll­te sich das viel­leicht im Ori­gi­nal an­se­hen, denn es spre­chen un­ter an­de­rem Ed­die Red­ma­y­ne (FAN­TA­STIC BE­ASTS), Tom Hi­dd­le­s­ton (AVEN­GERS) und Mai­sie Wil­liams (GAME OF THRO­NES).

Plot: Am An­be­ginn der Zeit, als prä­hi­sto­ri­sche Krea­tu­ren die Erde be­völ­ker­ten, er­zählt EAR­LY MAN die Ge­schich­te des hel­den­haf­ten Höh­len­men­schen Dug (Ed­die Red­ma­y­ne) und sei­nes be­sten Freun­des Ho­gnob, die ver­su­chen ih­ren Stamm ge­gen den bö­sen Bron­ze­zeit-Lord Noo­th (Tom Hi­dd­le­s­ton) zu ver­ei­nen und ihr Dorf zu ret­ten.

Mini-Rant: Was läuft eigentlich in diesem deutschen SF-Fandom falsch?

Mini-Rant: Was läuft eigentlich in diesem deutschen SF-Fandom falsch?

Je­der, der sich in­ten­si­ver mit Sci­en­ce Fic­tion be­schäf­tigt, weiß was Fan­zines sind. Fan­zines sind von Fans her­aus­ge­ge­be­ne Ma­ga­zi­ne, die sich mit As­pek­ten der SF und ver­wand­ten Ge­bie­ten be­schäf­ti­gen. Die gibt es seit vie­len, vie­len Jah­ren, seit man als Sterb­li­cher ab­seits von Ver­la­gen halb­wegs brauch­ba­ren Zu­griff auf Ver­viel­fäl­ti­gungs­me­tho­den für Tot­holz be­kam. Ich kann mich noch an Fan­zines er­in­nern, die vor dem groß­flä­chi­gen Ent­ste­hen von Co­py­shops mit Spi­ri­tus-Um­druck ent­stan­den sind. Mit Stück­zah­len, die man an vier Hän­den ab­zäh­len konn­te. Oder drei. Oder 20. Es gab Fan­zines mit den ver­schie­den­sten In­hal­ten, man­che be­fass­ten sich se­kun­där­li­te­ra­ri­sch mit dem Ger­ne, an­de­re brach­ten selbst­ver­fass­te Sto­ries, wie­der an­de­re wa­ren rei­ne Ego­zi­nes, die ver­mut­li­ch mei­sten ein Mix aus all dem. Fan­zines wa­ren ein As­pekt des Gen­res und des Hob­bies, das nicht weg­zu­den­ken war – und streng ge­nom­men bis heu­te ist.

Aber wenn wir das mal mit et­was Ab­stand und ob­jek­tiv be­trach­ten, dann wa­ren das Pu­bli­ka­ti­ons­for­men für je­der­mann, lan­ge be­vor so et­was wie das In­ter­net oder Self­pu­blis­hing all­ge­mein ver­füg­bar wa­ren. Ma­ga­zi­ne, die in eben­falls ei­ner Art von Self­pu­blis­hing er­schie­nen sind.

Und da kom­men wir zum Punkt: An­ge­sichts die­ser jahr­zehn­te­lan­gen Hi­sto­rie des Self­pu­blis­hings im deut­schen SF-Fan­dom kann ich ab­so­lut nicht nach­voll­zie­hen, war­um et­li­che Prot­ago­ni­sten die­ses Ge­ron­ten­stadls die­ser Grup­pie­rung heut­zu­ta­ge via Self­pu­blis­hing ver­öf­fent­lich­te Wer­ke oder Kurz­ge­schich­ten­samm­lun­gen pau­schal als »Mist« ab­leh­nen, ohne auch nur mal ein Blick hin­ein ge­wor­fen zu ha­ben? War­um fin­den Self­pu­blis­hing-Wer­ke kei­ner­lei Be­rück­sich­ti­gung, wenn es um Prei­se aus dem Dunst­kreis »deut­sches SF-Fan­dom« geht, Ver­öf­fent­li­chun­gen in Fan­zines – die heu­te bis­wei­len noch wie mit Spi­ri­tu­s­um­druck her­ge­stellt wir­ken, selbst wenn sie eine Web­prä­senz sind – aber schon? Wird da mit zwei­er­lei Maß ge­mes­sen? Weil »wir das noch nie so ge­macht ha­ben«? War­um? Ich kann es ein­fach nicht nach­voll­zie­hen, denn es gibt frag­los im Be­reich SF via Self­pu­blis­hing hau­fen­wei­se be­mer­kens­wer­te Ver­öf­fent­li­chun­gen, so­gar wel­che, die an­ders­wo Prei­se ein­heim­sen kön­nen. War­um wer­den die nicht zur Kennt­nis ge­nom­men? Weil ge­ra­de die Ju­ro­ren für SF-Prei­se eine neue Tech­no­lo­gie wie eBooks und eBook-Re­a­der als neu­mo­di­sches Teu­fels­werk ab­leh­nen und lie­ber ver­zückt an Drucker­schwär­ze und Buch­rücken­kleb­stoff von be­druck­tem Tot­holz schnüf­feln? Und weil sie nicht er­ken­nen, dass Self­pu­blis­hing so weit vom Fan­dom-Klas­si­ker Fan­zine nicht ent­fernt ist? Oder sind sie ver­grätzt, dass wir heu­te in der Lage sind, Sto­ry­samm­lun­gen via Ama­zon groß­flä­chig un­ters Volks zu brin­gen, statt nur zwei Hand­voll hand­ge­klam­mer­ter nach Sprit rie­chen­der Um­druck-Hef­te ver­tei­len oder per Post ver­schicken zu kön­nen? War­um leh­nen Ur­ge­stei­ne, die uns frü­her mit mehr oder we­ni­ger schlecht ko­pier­ten Fan­zines zwei­fel­haf­ten In­halts ge­quält ha­ben (die aber den­no­ch als Fan-Ar­beit selbst­ver­ständ­li­ch lie­bens- und be­mer­kens­wert wa­ren), heu­te an­de­re Fans ab, die ei­gent­li­ch ge­n­au das­sel­be tun?

Ich ver­ste­he es nicht. Ich ver­ste­he es wirk­li­ch nicht.

p.s.: Nein, es geht dies­mal nicht um den DPP, selbst wenn der sich auch jah­re­lang mit Hän­den und Fü­ßen ge­gen Self­pu­blis­hing ge­wehrt hat.

Hea­der­bild Co­py­right: StockUn­li­mi­t­ed