PR 2539 - SCHREINE DER EWIGKEIT - Marc A. Herren

Cover PR 2539Autor: Kyr

Weiter geht es mit den Ereignisse um Alaska Saedelaere in der Galaxis Totemhain, auf dem Planeten Kopters Horst der straußenähnlichen Lokopter.

Zunächst lernt man Syrst Tykvenst Lokop, einen Lokopter, kennen. Der ist ein ziemlich frecher, um nicht zu sagen dummdreister, Hochstapler. Und diese Hochstapelei ist offenbar sein einziges Talent. Jedoch wird er eines Tages in den Kreis der »Auserwählten« berufen, die an einer nur alle Jubeljahre stattfindenen Zeremonie teilnehmen.

Alaska Saedelaere und Ennerhahl wurden in einem der Schreine der Ewigkeit gestellt (s. Heft 2538). Es erweist sich, dass Ennerhahls Behauptung, eine Inkarnation der Zeitrose/BOTNETZES zu sein, nur eine Täuschung war. Aus seinem (offenbar nicht gerade kleinem) Repertoire mit technischem Schnickschnack zaubert er ein Gerät hervor, mit dessen Hilfe er seine und Alaskas Gegner lähmt bzw. immobilisiert (das Gerät wird »Zeitraffer« genannt; keine technischen Details an dieser Stelle). Beiden gelingt so die Flucht.

Ennerhahl gibt sich weiterhin undruchsichtig und macht auf geheimnisvoll. Er behauptet Saedelaere gegenüber, dass es sich bei dem BOTNETZ um die Waffe einer uralten, verschwundenen Superintelligenz gegen die Mächte des Chaos handelt. Dann verschwindet er erstmal wieder.

Nun redet Saedelaere mal ein ernstes Wort mit dem Bordrechner der LEUCHTKRAFT. Diese Androiden mögen ihn doch endlich als Kommandanten anerkennen und nicht dauernd an seinen Entscheidungen zweifeln. Außerdem bittet er um den Anzug der Vernichtung, der Bordrechner DAN verweigert diese Bitte, bestätigt jedoch Saedelaeres Rolle als Kommandant.

Im Rahmen der Zeremonie um die Auserwählten steigen nun die 48 Schreine der Ewigkeit ins All und docken in fast 100 Kilometern Höhe an die über ihnen schwebenden Raumstationen an. Dank der Kosmokratentechnik der LEUCHTKRAFT kann Alaska nun die Zeremonie beobachten, die im Schrein von Lokops Nest, der Hauptstatdt, stattfindet. Die 343 Auserwählten treten in einer Arena vor 300.000 Zuschauern gegeneinander an. Es geht darum sich mit einer Art Lanze an deren Spitze eine Art Kristall sitzt zu berühren. Wer berührt wird, verschwindet. Die kleinen Androiden stellen fest, dass diese Spitzen aus PEW-Metall bestehen (oder etwas, das dem sehr ähnlich ist) und die Bewusstseine der Berührten darin aufgehen. Aber aus irgendeinem Grund bleiben sie dort nicht, sondern verwehen.

Syrst Tykvenst Lokop, unser Hochstapler, gehört zu den letzten sieben dieses Vorgangs und wird damit zu einem neuen »Mächtigen«. Diese »Mächtigen« haben offenbar die Aufgabe die Zeitrose zu beschützen, allerdings haben sie keine Ahnung, wie ihre Aufgabe genau aussieht. Es öffnet sich ein Zugang zur Station der Zeitrose, aber es steigen nicht die bisherigen sieben »Mächtigen« hinab, die Station ist leer, nichts passiert.

Jetzt wird alles sehr hektisch, einer der Lokopter, in Wirklichkeit der »getarnte« Ennerhahl fliegt in die Station, Saedelaere irgendwie hinterher. Alaska sieht sich natürlich auch mal in dieser leeren Station um und findet eine Fibel (Gewandnadel zum Zusammenhalten von Kleidung) von Samburi Yura. Ein darin verarbeites Sternjuwel fehlt, aber diese Fibel verkündet Saedelaere eine Botschaft von Samburi Yura: Sie hätte den Auftrag gehabt das BOTNETZ vor QIN SHI zu bergen, aber sie sei zu spät gekommen. Sowohl das BOTNETZ als auch sie selbst seien nun in der Gewalt von QIN SHI. Alaska solle sie nun suchen (Ach was? Sollte er das nicht schon die ganze Zeit?) und dabei der Spur der Sternjuwelen folgen.

Die Systeme der Station(en) versagen, alles beginnt auf den Planeten herabzustürzen. Aber der gute Alaska setzt seinen Status als Kommandant ein, um mit Hilfe der LEUCHTKRAFT und ihrer Beiboote die 48 abstürzenden Stationen zu retten (und damit wohl auch jede Menge Lokopter).

In der Fibel ist außerdem ein Koordinatensatz gespeichert. Alaska fliegt mit der LEUCHTKRAFT zu diesen Koordinaten.

Syrst Tykvenst Lokop überlebt ebenfalls und sieht noch eine humanoide Gestalt mit schwarzer Haut in einem schwarzen Loch am Boden verschwinden, welches danach selbst verschwindet.

So, das war's also mit der LEUCHTKRAFT und Alaska Saedelaere. Im PR-Forum kann man die Aussage von Uwe Anton lesen, dass es sich bei diesem Handlungsstrang um die Vorbereitung des nächsten Zyklus (2600-2699) handelt. Nun gut.

Marc Herren hat hier einen ganz wunderbaren Roman geschrieben, dieser hochstapelnde Lokopter wird im Laufe der Handlung sehr sympathisch. Dieser Stil rettet auch über die Logikfehler hinweg. Denn wenn Samburi Yura nun in der Gewalt von QIN SHI ist, wie hat sie dann diese Botschaft auf die Fibel praktiziert und platziert? Warum hat sie der LEUCHTKRAFT nicht einfach befohlen ihr nach Koptors Horst zu folgen?
Unklar ist mir auch die Sache mit der Zeremonie. Da sind also 48 Stationen; es wird aber nur beschrieben, was auf der einen Station passiert. Findet das nun auf allen Stationen statt? Dann gibt es nicht sieben »Mächtige«, wie die ganze Zeit behauptet wird, sondern 343.

Erwähnenswert finde ich noch, dass doch nach TRAITOR dieser Gigantismus mit Superintelligenzen, Kosmo- und Chaotarchen reduziert werden sollte. Endlich taucht also mal eine Waffe einer Superintelligenz auf, die im Kampf gegen die Chaotarchen nützlich sein soll. Das ist schon ziemlich inkonsequent. Ich will das nicht verurteilen, mir gefallen diese Superintelligenzen und der ganze Überbau; es eben nur nicht konsequent.

Den Spekulationen sind nach diesem Roman natürlich keine Grenzen gesetzt. Ich bin jedenfalls gespannt.

Marc A. Herren hat zudem noch eine Hommage an Robert Feldhoff eingebaut: Die einzelnen Kapitelüberschriften sind Titel von PR-Romanen von Robert Feldhoff. Und Leo Lukas bekommt auch sein Fett weg: »Du bist bestimmt ein Schriftsteller«, plapperte sie weiter. »Die haben manchmal etwas Mühe mit dem sprachlichen Ausdruck - einmal abgesehen von dem Multitalent Leho Lykos Lokop selbstverständlich...«
Und ein lustiger Fehler (wahrscheinlich schon im Exposé): Die ganze Zeit wird behauptet, dass Samburi Yuras Kleid von den zwei Fibeln zusammengehalten wird - nun fehlt eine! Ha, halbnackte Kosmokratenbeauftragte.

Mein persönlicher Favorit war gleich zu Beginn zu finden:

»Nach welchem Prinzip funktionert dieser Zeitraffer?«, fragte der Maskenträger mit ruhiger Stimme. »Nach dem Zeitrafferprinzip«, gab Ennerhahl bissig zurück.«

Wenn ich mich jetzt nicht täusche, handelt es sich um den zweiten Roman in der Erstauflage von Marc A. Herren (nach DAS FANAL). Hervorragend, da machte das Lesen wirklich Spaß - unbedingt so weitermachen.

Mit dem nächsten Heft schalten wir wieder um in das Stardust-System in Faraway. Boah, wird das langweilig. :)

 

SCHREINE DER EWIGKEIT
PERRY RHODAN 2539
Marc A. Herren
Heftroman
Verlagsunion Pabel-Moewig
ca. 60 Seiten, € 1,85

Coverabbildung Copyright VPM

Ich stimme zu, die beiden Herren-Romane bisher waren wirklich gut. Kurzweilig, interessant, unterhaltsam. Ein echter Gewinn fürs Team!

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